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Jüdische Volksstimme · 1920-02-26 · Heft 9 (26.2.1920) · page 7

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XXI (1920)
Issue
Heft 9 (26.2.1920)
Date
1920-02-26
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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Nr. 9., „JUD1SCHE V0LKBST1MME/ Stift 7. Regel die Bafnuewafeier al« vollaaf gelungen bezeichnet. Im Qegensatze dazu hat der Realschfller Otto, Sohn des Herrn Rudolf und Kamilla Stransky, bei seiner am Schabbath Schekalim (14. Feber) stattgehabten Barmizwahfeier gezeigt, was ein im jtidischen Qeiste erzogener Jttngling zu leisten imstande ist und an diesem Tage leisten soli. Die in der Knabenwaisenhaussynagoge zu diesem Anlasse erschienenen zahlreichen Gåste, worunter sich auch $r. Ehrw. Herr Oberrabbiner Dr. H. Brody und alle Thoragelehrten Prags befanden, lauschten mit regem Interesse und steigender Bewunderung der meisterhaften auf Betonung der Negina bimkoma genau achtende Vorlesung des ganzen Wochenabschnittes und der Haftara. Herr Prof. Dr. Fr. Thieberger ergriff zu einer Ansprache an den Barmizwa das Wort, die in der Ermahnung gipfelte, sich selbst zu einem wahrhaften Juden emporzuringen, wie er das Vorbild bei seinen Eltern sieht. Nach beendetem Gottesdienste wurde bei nur noch groBerer Beteiligung die Feier in der Wohnung fortgesetzt» Zunåchst wurde aber Herrn Stransky eine wohlverdiente Ehre zuteil, indem ihm der Synagogenvorstand in Anerkennung seiner unvergfinglichen Verdienste um die Sache der Synagoge ein Ehrenmitgliedsdiplom iiberreichte, worauf der Barmizwa in vorbildlicher Weise eine formvollendete, schone deutsche Rede hielt. Er sprach iiber die Bedeutung der jiidischen Erziehungsweisheit und gedachte in riihrenden Worten der beispiellosen Treue, mit der seine Eltern seine physische und geistige Erziehung geleitet haben. Es folgte dann ein halachischer Vortrag iiber das Thema “fintt den die Talmudkundigen mit grofler Aufmerksamkeit und die Gåste mit hochstem Staunen anhorten. ’ Alle Teilnehmer waren von der bewundernswerten Leistung des Barmizwa begeistert und zollten dem lieblichen Knaben reiche Beifallskundgebufigen. Welch’ nachhaltigen Eindruck diese jiidische Feier auf alle Anwesenøen machte ist aus dem Umstande zu ersehen, daB viele Eltern den Wunsch SuBerten, auch ihre Sohne in diesem Geiste heranziehen zu wollen. Wien. Am 9. reisten 1000 jiid. Kinder aus Wien nach Holland. Zum Abschied fanden sich am Bahnhof Hunderte von Personen ein, darunter Oberrabbiner Chajes, Abg. Stricker und Frau Annita Mililer. Stuttgart. Am Sabbat, den 24. Jånner, fand in der Synagoge die Einftihrung des neuernannten SJadtrabbiners Professor Dr. R o s e n z w e i g in feierlicher Weise statt. Von den Kirchenvorstehern an seinen blumepgeschmUckten Platz geleitet, von dem Synagogenchor mit dem Liede: „Gesegnet sei, der da kommt im Namen des Herrn!“ und von Herrn Oberkirchenrat Dr. Kroner durch eine ernstfreundliche Ansprache begriiflt, hielt Dr. Rosenzweig seine Antrittsrede iiber Exodus 10, 23: Bei allen Kindern Israel war Licht in ihren Wohnsitzen, die auf die Horer einen tiefen Eindruck machte und freudige Befriedigung auslbste. Herr Præsident Dr. v. Bålz, der Vorsitzende der Oberkirchenbehorde, und diese, sowohl der engere als auch der weitere Rat, wohnten dem Gottesdienste bei. Moge die getroffene Wahl dem. Gewåhlten und der Gemeinde zum Segen werdenl — Prof. Dr. Rosenzweig war frtther 10 Jahre als Rabbiner in Aussig a. E. BRUENNER NACHRICHTEN. Jiidische Mitbiirger und Mitbiirgerinnen! Die deutschdemokratische Freiheitspartel koppelt mit dem deutsch-arischen Block. Die deutsch-demokratlsche Freiheitspartel wirbt namentlich um Jiidische Stimmen! Die Juden sollen Antisemiten wåhlen, die- & Zumutung ist zu stark. Wer noch etwas jiidisches Ehrgeftihi hat, gibt dieser Liste keine Stimme. Juden håbet acht! Der Stimmenrest der deutschdemokratiscben Partei kommt dem antisemitischen Blocke zugute. Welcher Jude wird so ehrvergessen sein und eine antisemitische Liste unterstUtzen? Juden, wåhlet daher die jiidische Liste, dit mit Dr. Artur Feldmann beginnt. Samstag, den 28. d„ Wåhlerversammlungen: Café Royal (Kohn). Ref.: Dr. Feldmann, Dr. Sonnenfeld. — Machsike Hadass (Adlergasse). Ref.: Max Hickl, Dr. Kohn. — Jiidiseher Volksrat (KoliSté 7). Ref.: Dr. Haas, Ing. Max Singer, Zionistlscber Volksvereln „Theodor Herzl“. Sonntag, den 22. d., sprach im Verem „T h e d o r Herzl“ Herr Po 11 ak, Generalsekretær des J. N. F. aus dem Ha ag. Ein sehr zahlreiches Publikum war erschienen, um den Vortrag iiber den „Jiidischen NationaJfonds" anzuhdren. Der groBartige Bcsuch beweist nur die gewaltige Werbekraft det Ifldisehen Nationalfonds, der populær sten Institution des Zio* nismus. Der Referent entwarf uns ein Bild der Ent* wicklung des J. N. F., den fortwfihrenden »Aufstieg der gesammelten Summen. GroBe Genugtuung verschaffte die AeuBerung des Referenten, daB der Nationalfond Grund und Boden kaufen werde, der tatsftchlich unverauflerliches Eigentum des jiidischen Volkes bleiben wird. Die Aufgaben des J. N. F. sind nun sehr groB geworden und es ist nati'irlich, daB jede Summe aufgebracht werden wird, die angefordert ist. Fiir das laufende Jahr hat die Cechoslovakische Republik die Sumrne von 4 Millionen C. Kronen zu sammeln, wovon 1 Million aui Måhren entfållt und auf Brunn 100.000. An unserer N.-F.-Kommission liegt es nun, das Geld tatsSchlich hereinzubringen. Hapoel-Hazalr. Sonntag, den 29. d., um 3/«5 Uhr nachm. „Mir jambude'*, hebråischer Vortrag: Chawer E. Weinbaum: ThcA.as Carlyle. „MAKKABI", VEREIN FUR TURNEN UND SPORT, BRUNN. — Purlffl 5680. — TURNHALLE ZEILE. SONNTAG, 7. MXRZ 1920. BEGINN 8 UHR ABENDS. Damenmaskiert oder Domino der Devise entsprechend. Herren in Schwarz oder Kostilm. Kapelle Dolfi Tauber. Strenge Maskenkontrolle. Die Ausgabe, der auf Namen lautenden Eintrittskarten erfolgt nur gegen Vorweisung dieser Einladung. vom 26. Feber angefangen tåglich von 11 bis halb 1 Uhr undhalb 6 bis 7 Uhr nachm. Café Thonethof, I. Stock. Reklamationen sind zu richten an Herrn Moritz Deutsch, Rennergasse 7, Telephon 545 oder „Makkabi“ Na ponavce 51, Telephon 206/VI. wC7WK7Vi3wE7wl9wlØWl9wi9w(7wE7wI9«K7WK7«B7WVwEfwD Freiwillige Agitatore. Freiwillige Agitatorinnen flir den Wahltaø am 29. Februar, wollen sich im Sekretariate der Nationaljiid. Wåhlergruppe, KoliSté 57 melden. 1920 SBodjenfaTenbet 5680. ■nx Feb. | Festtage rntøen S tø 28 rraen *01 rov *n tdh ns S s 29 mm Ml e i D »s I 2 M 3 nriDS D’iyn — Fasten Esther D 4 D'“i1D — Purlm F \ ' 5 D’IIC }tyU? — Snsan Purlm S Ttø 6 Kern '2 TrwnpDBfT aw dw 'nv Dia jiidische Literatur durch zwei Jahrtausende. 35 hebråische (vokalisierte) Probe-Stiicke a. d. jlld. Literatur nebst neutscher Uebersetzung. Starker Band auf holzfr. Papier gedruckt, brosch. 25 Mk., geb. 31 Mk., mit 20°/o Zuschlåg. Porto, Verpackung und Einscbreiben pro Exemplar 1 Mk. Diese prachtv. Zusammenstellung enth. Stlicke aus Mlschnab, Talmud, Midrasch, ferner aus den jtid. Religionsphilosophen, wie z. B. Maimonides, aus den Historikern, Reisenden, Kåmpfern und Qelehrten des Judentums und zwar aus allen Zeiten. Da ist die Selbstbeiographie Abarbanels, die Geschichte der hebr. Poesie in Spanien v. Alcharisi, das Leben Sabbathai Zebis von R. Jakob Emden und hier finden sich Auszilge aus den Chronisten Josef ha-Kohen, David Ganz und Jehuda b. Jehoschuab. Es fehlen noch Mendetesobn, Euchel, Sal. Rappaport, Wessely, Bensel, Reggio usw. Stets sind prægnante Stellen aus den Originalwerken mit Sachkenntnis, Geschmack und Liebe herausgesucht. Durch die beigeøehene deiitsehe Uebersetøong Ist das Werk auch fiir leoet die des Hebrætscfaen nlebt mdchtlg sind, eln geradezu idealer Fttbrér durch die Gesamtllteratur des Judentums. M. Htifctt, Vmtimw Brflnfl, Adlergasse 9 und, Wieu* VIII., Ltrthta* f smm «s#i«t: Relig. StrBmungen im Judentum. Mit beionderer Berilcksichtigung du Chassiditmus. Von Dr. S. A. Horodezky, Berit, gr. 8° XII, 260. Preis gcheftet M. 24.— Der Verfasser schildert in diesem Buche die zwei Richtungen im Judentum: Das GefUhls- und das Oesetzesjudentum. Er beginnt mit dem alten Testament, forscht nach diesen Richtungen im Talmud und im Midrasch und wendet sich dann den rabbinischen und mystischen Bewegungen im Judentum zu und zwar bis zum Chassidismus. Dieser letzteren, groBen mystischen religiosen Stromung im Judentum, widmet er sein Hauptwerk. Er beginnt mit dem Ortinder dieser Bewegung, schildert die Bliitezeit des Chassidismus und geht dann zum Gemeinschaftsleben der Anhænger dieser Richtung iiber. Zu beziehen durch: M. HICKL’S VERLAG, BRUNN. r(°r°T° 2R. $icfte S3erlaø 93r finn, Øblexøaffe 9, exfdjien foeBen: {RaBBi 3faa! «6oaB “llROPI miJD Der Lichtspendende Leuchter BearBeitet unb inS Seutfdfje uBertxagen bon {RaBBinex ffir. <3. JØamBexøex, tøamBurø. ©rxofjoltab, 652 ©etten, S)rucf unb papier borgfiølicf). ^reiS ©efdjenfBanb mit teiner 2)ec!el* unb {Ruden* preffunø HR!. 16.60. 5£orto mit SBexpadfuttg SRI. 1.60, mit fRadjnaljme SRI. 2.15. S)tefe8 BetuBr.ire bollbtumlidie SBerf, baB in leinem jubifd^en ^aufe fejlen barf unb bas øeeiønet ift, ffleleB* rung unb (SrBauung, SieBe gu (Slott, øur £aurolj unb gum ^ubentum gu berBxeiten, ift gugleidfj ein (£om* penbium bex iubifdben Gtbil, au8 93tBeI unb Xalmub in urfpriinølid^fter gorm mit {Rennung bex IRamen bex UeBexIieferex unitex genaueftex CueHenangaBe baxge* fieDt, eine nad) jWaterien georbnete JunfiboHe Samm* lung bex talmubifdBen Slgaba unb bie Befte, toeil unBe* aBfidjtigte apologetif^e ©d^xift. gu BegieBen buxdj alle ©ucBBanblungen u. bom SBerlag: 8R. $idlf8 Berlag, »riinn, tlblexgaffe 9. 1 □ fiT oT^l^i o lo1f^o1f^TST^T°!°r°T°l Menthol-Franzbranntwøln at på” Gesundheits-ZahncrSme A Das baste auf diesem Gebiete. RattdCl mit dem jfttøftltKl! SuchenSie Geschaftsverbindungen mit England, Amarika, Palflaiina, dem Orient, etc. Annoncieren Sie mitteis der LORdOlter Mil hil JikHschs Annoncenagentur in den Blættern des Auslandes. Billigste Badlngungen! Prompte Bedianung! 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