Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XXI (1920)
- Issue
- Heft 6 (5.2.1920)
- Date
- 1920-02-05
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 6. »JCDYSCHE VØtRSSTIMME." Seite 7. Mfinnern, die lteitfeton.dérdgpiiie* unserer Beweguff stehen, haben in^der Verbtttdnnt ihre Erziehung er halten. Von Jugend an den tåghchen Kanipf gewghot, den die VerMltnisse an der Hochschtrle mit sich bringen, sind ihre Mftgtieder tos Leben hinaosgegan jren, ais brave und verlåBliche .Zionisten, die den Platz, an den man sie stelit ausfiillen. Leider hat der Krieg groBe, nicht zu schlieBende LUcken in die Reihen der Verhindung ge cissen. Reife, fertige Menschen und Jitagfingé, fast nochKnaben, die Biiite des Nachwuchses, hat er aus (ihrer Mitte gefordert. Und gerade dieser Umstand, sowie da$ Bewufitsein der Notwendigkeit ihrer Existenz, habefi bei den Zuriickgekehrten die’ Spannkraft und ..den Willen erzeugt, die Verbindung aus dem Chaos det Zusammenbruches der Anschauungen und politi* . schen Meinungen zu retten und neue aufzurichten. , Vieles, was vor dem Kræge eine conditio siné qua non einer straffen .studeattoohen Organisation war, wurde fallen gelassen undes..gipg an .die alte, liebe Arbeit mit neuen, dem *,gehnder-ien Zeitgeist entsprechend geSnderten Mitteln. Breite Schichtea des Judentnms hat uns der Umsturz zugefiihrt. Die Studentenschaft kann deshalb fiir die Bewegung nicht mehr das sein, was sie vor, dem Kriege war; aber eine-flberzeugte Hiiterin des reinen.Wollens u. Strebens wird sie immer bleiben. Das zarte Pflånzlein, das von ihr gehutet uud gepflegt worden ist, ist zu einem Baum emporgewachsen, der seine Wurzeln weit ansgebreitet hat.Aberdiese-miissen ihre Nah* rung aus der rebien Ueberzeugung nehmen, die keine Zngestfindnisse kennt, Ldamit :der Stnmm krank werde. Miihsam und lang ist noch unsSr Weg und Priifsteine des Mutes und der Treue wird es noch genug geben. Der endliche Erfojg^wird sich. aber einstellen und in diesem Zeitpunkt werden der akademischen Jahchundert." 3 Mona te, jeden Mtttwoch oder Samstag von 6 bis halb 8 Uhr abends, da sich Herr Pr. Qranfeld, um allen Hfirern die Teilnahme zu ermfiglichen, abermals erboten hat, den Kurs in zwei Paradlélabteilungen zu lesen. — Die Einschreibung fiir diese-Kurse, wobei das Schulgeld im Betrage von 20 Kronen fiir denganzen Kurs zu erlegen ist, findet fflr neue Teilnehmer statt: fUr Kurs I.: Samstag, den 7. Feber, um 5 Uhr nachm.; fiir Kurs II. a: Mittwoch, den 4. Feber, um 6 Uhr nachm.; fiir Kurs II. b: Samstag, den 7. Feber, um 6 Uhr nachm. in der stiidt. Vqlksschule. in .der Salzamtsgasse, I. Stock, Lehrzimmer Nr. V. Ebendaselbst beginnen an den genannten Tagen die Kucse. Unbemittelten werden halbe und ganze Schulgeldbefreiungen gewåhrt. — Die Gelegenheit, eienn der interessantesten und wichtigsten Zweig jiidischen Wissens in so bequemer und anregender Weise sich aneignen zu konnen, sqllte sich kein Jude entgehen lassen. Insbesonders werden die j^tern, die den Mangel ausreichenden Unterrich- -tes ihrer Kinder in der Schule schmerzlich empfinden, auf diese Kurse aufmerksam gemacht. — Das Kurgtorium: der Schule fiir hebr. Sprache und jiid. v-Wiæsen. Amerika und-spricht nur jiddisch. Wenn auch in der ktlrzesten Zeit von ihr Qedichte und MArchen in englischer Sprache in amerikanischen Blåttern erscheinen. Wie hoch Amerika bei unseren ostlichen Briidern gewertet wird, ersehen wir schon aus dem Titel des Buches: „Land der VerheiBung." — Der Verlag hat sich bemiiht, das Bucfi sehr scliQn auszustattcn und wir freuen uns, daB er in seine Memorien- Bibliothek nun auch jiidische Biicher aufnimmt und hoffen, daB er sein Beginnen fortsetzen wird. JLETZTE mCHKICHT. PieAtany, Am 1. und 2. Feber ,fand hier unter reger Beteiligung die Tagung-der slovakischen Judenschaft statt. Es waren ungeffihr 120 Delegierte erschienen, welche 55 Gqmeinden vertraten. Unter den nicht I Anwesenden bemerkte man auch mehrere Rabbiner. Nachdem Herr Dr. Lang in. slovakischer und Dr. S i ro s in dqutscher Spxache namens der Einberufer dié Versammlung begrfifit hatten, wurden die Hesren* M il 11 e r (Fraåtak), Dr. S i p o s (Bratislava) und Direktor Reichental (Trnava) ins Prasidium Jugend wieder neue, upgeahnie Aufgaben er.wach* gewfihlt. sen. Wer auf Augenblickserfolge seine Hof faungen setzt, der m6ge unserer,Fahnen verlassen. Wir brauchen opierfreudige, geduldige Soldaten.;Diese zu urzle^en nod in denT3tienst.-der Nation zu&toUietV'sei der „Veritas" lange, lange Jahre beschieden. 'Briinn, im Feber 1920. Ernst MBlIer. Ziøntetischer -Volksver.ein „Theodor Herzl“. Infolg^des 'Stittctngisfestes stor.;,-,yeritas'l;)eti#Allt Sonntagrdbtt 8^d., die« fijMK&ev.Zusammtnkunft. 'Hugo Sålus: ,;Die' Hterarisehe Qesellschaft; Briinn" veranstaltet Freitag, den 6.- d. im Gewerbemuseum einen Vortragsabend: Hugo Sålus. Der Dichter, dessen neues4Werk „Das Neue Buch" wir Personalnachrichten. Wir laden unsere Verwandten, Freunde und Bekannten zur Barmizwahfeier unseres Sohnes Otto, welche s. G. w. am 14. Feber *pn næ-tø pv stattfindet, hOflichst ein. Vorlesung des Wochenabschnittes durch den Barmizwah in der Knabenwaisenhaus - Synagoge Prag, Galligasse 21, um 9 Uhr vormlttags. Ansprache und-halachischer Vortrag ♦r' nn um 11 Uhr vormittags in der Wohnung im selben Ha use. Rudolf und Kamilla Stransky. 1920 2§øi)eitf<t!ettber 5(>80, Die auwiesenden Gaste: Dr. Arthur Freund fiir den JQdisqhen Nationalrat in Wien, Dr. Theodor Haas (Briinn) fiir den mShr.-jiidischen Landesvolksrat und:Dr. Paul Mårz (Ung.-Hradjsch) fiir das måhr.-scMes.. zionistische Distriktskomitee begriiBtcn namens der yon ihnen vertreten.en Korporationen déii KongreB, v.orauf, die Kommissionen und das Zentralwahlkorpjtee . gewAhlt Wfurden. JJerr Dr. Lang ’.(Trstenna) erstattete. eitien sehr instruktiven Bericht iiber die F^ageder Licensen und des Ersatzes der ^Pliindérungsschaden, verwies insbesondere darauf, wie die Regierung durch den AmnestieerlaB in strafrAqh^ioberl'3!B»lbJiiling und durch das Moratorium beziiglich ,4er Jætreffenden Sehadenensatzanspriiche demnåchst bespcechen werden, liest Epik und Lyrik. I int zivilrutdjtUcher B,e?ichmig die Juden den Pliinde rern,.Ja iSftgar. 4en*Mdjrdorn gegenUber fiir vogelfrei deklariert. tøatte. Ueber die bevorstehenden Wahlen referierte Herr Dr, EJ sie r- (FraStak) als Vertreter des provisorischen Zentralkomitees der vereinigten jiidischen Partoten, Herr Dr. Maj du (Senic) besprach das Wahlprogramm und die, wabltechnischen Einzelheiten. Zu den einzelnen Punkten entspann sich eine sacbHch. und. wttrdig verlaufene Debatte. Es wurde bfisqhlfls^qn,. ,beayigUch ^der' Licanzen und Pliinde;- ryngsucbActen dieise^isnet erscheinenden Schritte bei der Regierung zd unternehmen, beziiglich der Wahlen wurde das vorgeschlagene Programm angenommen, dem^ufolge sich die Juden auf der Sloyakei an den bevorstehenden Wahlen in die Nationaiversammlung im engea Einvqrnehmen mit den Juden in Bolimen und MAhren im bewuBt-jiidischen Sinne aktiv su bctotigen Jiaben. Juden! Geslitnungsgenossen! In den breiten Massen .unseres-Velkes lebt die Eckenntnis von der NQtwAnd&toiLatidiscfeer ^dhuletl Nurallzu lange haben'-wir - gezogert,^diesen unséreiii Wunsch in die TatumzusOtzen. -Aber nunmehr wol len wir, .gestiitzt v auf das uns im MtooritAtengesetz gewåhcleisto4e.\RechL. daraij gehen, vmit dem; konjmenden..Schuliajire .iiberAll,* wo 4ie VorhedjmpstolP hiezu gegeben sind, das jiidische Schulwerk erstehen zu lassen. Der geeimgte Wille unseres Volkes soli es gcteHen. Als Hauptaufgabe erscheint zuniichsLdie Zusammenfassung aller Gleichgesinnten und ein Proponentenkwnitee; hat die-Auf gabe > auf sich genwnmen, fiir Mahren . einen Verein, Jludiache. Schule", ins. Leben zu rufen,..dessem.Bestimmung es sein soli, diese Schulevm$Ktcbten..,Un& abeiu JmupAhli^hv^auf, daB dfeseF Vereto' das gesamtc jfidisché Volk umfassen 6^1l,MStell^er in mtteriMler« iHinsicht recht gerjnge Anforderunftea amdetuAinielpen. So ergtht demr an^Euch/ Veiksgenossen, der Ruf t* HeHet-mitr das JAdlscbe Bcttulwérk «^lg|He«i, tretet *!aHet‘éem‘-'Ver©ifle bJAdisehe ^Sohuto"' bep und werbet tflr ihnl Anmeldungen (Jahresbeitrag K 5.-) nimmt die jUdiscb-nalionele Vereipigune (Scbulreferat), Koliito Nr> S7*}eatoegen. Schule fiir hebr« Spra£he~imd iiid. Wlspen. , Nene Geschicht#kurse. Diese Woche «enden-die* ereten. Drei-Monatskurse au^jud^Qfii9juckto^4toi.Hen^‘&’oL,DL J&an feid unter' der hegelatorteaJAuimerkj«^ Schiller, Horer ød Hdrøinnen abgibalten kat. NAchste Wocba*JtoAii|ie^ und zwar: I. 4Sr ScMMer »und SohMeriwie» «voi*'« 10.—10. Lebemfebittvbber (derv^Auden vftn;Uerodes bis zum UMfrautgr^deir^ctobesi im Jabre 70.“ ijhriudMreh d-Wopto; j* U. flir Stiidentea. und " Exwach§ene beiderlei Geschlechtes fiber : „Geschichte der Juden vom 11.—14. LtTEflATUR. , BttfOEJf&ESPFECHUNG. . hUcuorieivBibUothek. V. Serie. 2. Band. Vom Ghetto ins Land der Verheiøung von tM,ftry Antin, II, Auf|age, Ro6ert Lutz, Stuftgart. •Geh. M. 7—, geb. M, 10.-, Wbfr. M. 17.-.‘ 387 Seiten. — Mary.Autin schildert jm. vorliescnden. Buche die.EutWifiWwiif ^tner rassigcb.en Ghettoittdin m fteien Amerikaneriij. Die Vexlasserin in Polozk (RuBland). geberen, kQmmtnoch als Kind nach Amerika, da .der .Vater in der, aJten Hfiimat z.ngrundeg.egangen isL. ia dee jtouen- Welt sein, Glttck vec&Mfihen wil|. Die Geschifibte Mary Antins hier wiederguse* ben*, ist oicht ndtig, da doch jedermann dies. Buch machlesen kann. Wir halten es ,vom kulturgeschicht- Jichen Werte,..da. wir fiber mebisses Qhettoleben orienttort werden und zwar geeeheq durch^ die Bril-1 len i(eiaej\Amerikaa^'.in> /Jewil'Jiat uns^oniare estjfidiidHe.Ljtecatur .so^manch Jlfii^^s^herkWtt^ker^ach Marv AnUivkoiwntJ^jiacb Feb. IT B"' •e n5 nr JO .12 7 8 9 10 n 12 13 14 F e s 11 a g e nrr p3i3D -nuei me r;e>3 “jborr P3W |3 Ernst Scbuschny Ofga Schuschny, geb. Munk empfehlen sich als VermAhlte. Briinn—Boskowltz. émåmåmmSunaumB^ Manthol-Fran^branntweln A I D A ” G8Sundheits-Zanncr6me,,ALr A Oas beste auf diesem Gebiete. Rami«miid<*flHJlaiid! SuchenSie O jschAftsverbindungen mit England, Amerika ’allBtlna, dem Orient, etc. Annoncieren Sie mitteis der Londoner Jddischa Annoncsnagentur in den BlAttern des Auslandes. Bllllgsta B3dlngungen| PrempteBedlenueg! Gunstige Tarife fUr Inserate in den jadischen und nichtjOdiscben Blattern aller Lander. Jewlsh Advortltlqg Agency, 3, QranyiUe Chambers, lurySknli London, W. c. 1. Loznice, jidelny, kuehyné, iednollivé kusy nåbylku koitpll« nejlépe u Do,uJ*j|a, Ur«|o, Blatné ul. 10. -ve»aei^»tp<f mw 1 nu '< 1 J '1111,11' " 11 """" "" tweken, hirt und weich mit Zustellung ins Haus liefert m Ad IfAkvi JltbrllMtteui« tf rnkPim ROnUe * Mwellemet .BeiWbroeii^^pbfMi^mmUlV. Derbreitet die JiidUcbc Uolk$$tinuae'’ 1 349395