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Jüdische Volksstimme · 1920-01-22 · Heft 4 (22.1.1920) · page 7

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XXI (1920)
Issue
Heft 4 (22.1.1920)
Date
1920-01-22
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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Nr. 4 23MMBSB3I JtDtSCHE V0UCS9TIMME." sm 7. Versammlung wurde fterr B. Tintner gewåhlt, der dem ersten Referenten Dr. Max Brod das Wort erteilte. Dr. Max Bro^, vom tosenden Beifalle begriiBt, erklårt die Bedeutung der Briinner Gemeindewahlen, die gleichsam die Téte der groBen Wahlbewegung bilden, vor der wir im heurigen Jahre stehen. Er fiihrt aus, daB die jiidisch-nationale Bewegung uns nicht der Kultur entfremde, daB sie uns nicht zwinge, beispielsweise das Deutschtum zu verraten, weil gerade die jiidisch-nationale Bewegung als wahre Kulturbewegung in der Spraché nicht ein Politi kum sehe, sondern das Ausdruckmittel des Geistes, und daB gerade wir Jiidisch-nationale wiinschen und dafur eintreten, daB der O e i s t der V e r s 6 hn u n g in allen Volkern entwickelt werde, weil dieser Geist Ausdruck der Kultur sei, nicht aber die Sprache. Er wendet sich gegen die uns von den Assimilanten vorgehaltene These, daB nach der Anerkennung der Juden als Nation die Juden nach der Prozentnorm gemessen wiirden und dadurch zu Sghaden kåmen, in dem er den Satz aufstellt: daBfVolker nicht mechanisch gleich gewertet werden konnen; und daB die Prozentnorm ein Phantom der Åssimilanten sei. Der Assimilanten, deren Naturgeschichte er schreiben kbnnte. Er teilt die Assimilanten ein: in die verschåmten, die am Judentume noch festhaiten wollen, gleichsam dem ertrinkenden Judehtume einen Strohalm hinreichen, die mit der Religion und der ethischen Mission kommen, deren Religion aber nur hervorgeholt wird bei gewissen Anlåssen, die zu Lebzeiten der Religion und des Judentums vergessen, sich erst seiner erinnern, wenn der Tod herannaht. Die ethische Mission — in Humanitåtsduselei ausartend — ist und war nie im stande, das Judentum zu wahren — da sie letzten Endes im SchoBe der alleinseligmachenden Kirche endet. Daher sei die Wahl ein offenes Bekenntnis zum Judentum; die 5. s. Judenschaft wird beweisen, daB sie den Willen zum Leben hat. Dr. Angelo G o 1 d s t e i n: Cechisch beginnend fi'ilirt aus: Bei der Wahl wird gefnessen, gezåhlt und gewogen die Parteigruppierung in unserem Staate, die Tendenz, wem man helfen wolle, wem man sich zuzåhlt. Die Demokratie håbe auf allen Linien gesiegt, die Demokratie, die uns ein Wahlrecht gibt, aber auch die Wahlpflicht mit sich bringt. Redner spreche nicht als EmmissSr irgend eines fremden Gedankensr eines fremden Volkes, wåhrend def Wahl ginge alles gegen die Juden: so spreche er denn nur als Jude zu Juden. Wir miissen uns, wenn wir ehrlich sein sollen, sagen, daB wir nicht immer so waren wie wir håtten sein sollen. Zur Politik zuriickkehrend: geiBelter die „lsraelitenpolitik“ im alten Oesterreich und ruft ein flammendes pater peccavi fiir alle Juden. Deutsch fortfahrend bringt er uns die frohe Botschaft von der Anerkennung unserer Nationalitet durch das neue Verfassungsgesetz. Prvotffdnf stfavlci ilt mfry, a laktrtf boty nejltpif Jakoatl N" sa ntlrné ceny ^Pa akoi veSkeré opravy stfevicfi pfevezme a dodåvå ihned Ferdinand Keukola, Brno Cej! 49. Ccderniederlagt L«0 Czuczka, Brlinn BSckergasse 38. Lager sflmtlicher Schuhmacherzugehdre. LoZnice, jideiny, kucnyné, jedno livé kusy nåbyt ku kouplt« Mjlép« u Posplilla, Brno, Blatné ul. 10. Jutesåcke aller Qattungan, aoaueh Papla gewaba, all Ig alizugeben bal D Unger, Brlinn, SchUttgasse 8. Telephon Nr. 3070/VI. Brennftolzfl trocken, hart und weich mit Zustellung ins Hau? ■ liefert V, Mlfjekaa Al IbrQn ner gats« U A i4Mal al| Schmatterhof f Bestellungen Te'ephon Nr. 3221/IV. | jn°T°T°T°T°T°T°ToT°T°ToT°1 Soeben erschien: Alexander Levy Vom Bauen und Wohnen im neuen Palæstina Mit einem Vorwort von Pr of. Dr. Otto Warburg, einem Anhang von Ernst Herrmann, Haifa: „Ober die Aussichten der Bautåtigkeit in den Judischm Niederlassungen Palåstinas" und 5B Illustrationen. Konkurs An der Kultusgemeinde zu Nové-Mesto n. V. ist die gut dotierte Stelle eines Dalen der zugleich den Unterricht an dér Talmud-Thora- Schule zu ert eilen hatte, zu besetzen, und wåre die Besetzung fiir sofort erwiinscht. Reflektanten wollen ihre wohlinstruierten Gesuche mit Angabe des Alters, Familienstandes, bisherigen Wirkens, Oehaltsanspriichen, ebenso iiblichen Befåhigungsnachweis an den gefertigten Kultusvorstand einsenden. Die der slovakischen Spraché in Wort und Schrift måchtig sind, erhalten den Vorzug. — Auf Reisespesen hat bloB der Akzeptierte Anspruch. N o v é-M e s t o n. V., 6. Januar 1920. Der Kultusvorsiand. Julius Steinitz, Theodor Wister, Schriftfiihrer. Pråses. Israelltlsche Kultusgemeinde Lundenburg. Konkurs Bei der israélitischen Kultusgemeinde Lunden« burg gelangt die Stelle eines zweiten Kantors der zugleich Schochet- Ubadek und Koreh ist, zur Besetzung. Mit dieser Stelle ist ein Jahresgehalt von K 5000 nebst den Ublichen Emolumenten verbunden. Bewerber milssen Cechoslovakische Staatsangehorige, musikalisch gebildet, zur Leitung eines Chores mit Orgelbegleitung befåhigt sein. Die diesbeziiglich eigenhåndig geschriebenen GesUche mit Angabe der Familien verhåltnisse sind bis langstens 31. Jånner 1920 an die obige Kultusgemeinde einzusenden. Nur dem Akzeptierten werden die Reisespesen vergutet. _DER KULTUSVORSTAND. Neu erdffnet 1 Damenfr si er salon Herrang. 6/10 Falkensteinersches stiftungshaus im Hofe links geganllbar der „Stlbsthllfa* 8 Uhr f< Uh bit? Uhr abencL gettffnat. _Rosa Snhllhahn. fioiel und Kcsiauration Barsnak, Wien, II., Schlffgasse 3 Im elgenen Hauge. Streng pnon jo —nnc1? 'S’bm nr: Streng anter Aufslaht det etirenw. Rabbinat«* moderne elngerlehtete Zlmmer Zlvlle Prelee. Nlohat der StefenlebrOcke S Ulnuten voe .der Nordbthe Der jtidische Kultuswåhlerverein veranstaltet Donnerstag, den 29. Jånner, in der Schwechater Bierhalle eine offentliche Kultuswåhlerversammlung. Beginn 8 Uhr abends. Zionist. Volksverein „Theodor Herzl": Sonntag, den 25. Jånner, Zusammenkunft „Café Margaretenhof", I. Stock. Beginn 8 Uhr abends. Gåste herzlichst willkommen. „Jiidisch-nationale Vereinigung": Alle nationalfiihlenden Juden werden ersucht, die s er Organisation, als der einzigen politischen Vereinigung beiziitreten. Anmeldungen nimmt entgegen: Dr. G. Kohn (Koliåté 57) und Herr S. Hickl (Krona 22). „Jiidisch-nationale Verelnlgung.“ Samstag, den 24. Jånner 1920, um halb 5 Uhr nachm. AusschuBsitzung im Lokale des „Jiid. Volksrates**, KoliSté 57. 1920 28ø4)ett!<tTettber 5680* V Jånner Festtage mtstn s n 24 ‘iøk „lam s n 25 M i 26 D r 27 VI n 28 D * 29 F i 30 S tf 31 rov npn nityn Gedruckt als Denkschrift flir die Leitung der zionistischen Organisationen in London. In QroBquart anf gutem Papier in geschmackvollem steifen Umschlag Mk. 10.— Zu beziehen durch: M. Hickls Verlag, BrUnn, Adlergasse 9. Wien VIII. Urohøngaata 0 a. °T°T5T°T°T°3 Soeben erf(bienen: Oiottidjoll: Sflaba-tSommlunø fUe bie ftuøenb auSgeødblt, 93anb 1 91!, 6,50 (ifgttfdjalf: løaba*©ammlunø får bie $uøenb auSgehmljlt, fBonb 2 gut. 7.50 (yottfdjatf: lgaba*3ammlunø file bie Suøenb auSgetødijlt, fBcmb 8 SRI. 8. ‘ctv : mr.ba^autmtunø fiir bie Quøenb ntii3*‘‘tødljlL Sanb 4—5 2iUe 5 SOdnbe in einen Seintøanbbanb aehunben 8RL 58, øuaugiich 10 Hieigent 5teuerung83ufcf)lag. 3u begiehen bue^: 91. ^idl'8 Beelaø, Seftnu, ttblerøoffe Sie. 9. Die erste tschech. S klassige Volksschule Tschechischegasse 13. nimmt Vormerkungen får das kilnfdge Schuljabr bis 15. F ebnisr entgegeo. ]8eichrånkte SchulerauMbl- Spezialistin in BubenansUgan, Wlntarrttckan, HMdchankUldam, MHdchanmlinlaln. Illlinill-Mll Karoline Frank UUMMlIll I. Zahitatelier Hdyek 9—12, 2—5. Brllmt, Jakobsplatr 7. 98e4felftut>e ber prib« mabr. €icowpubank in ©rttmi. OlreiheitB'^L é 9 in* uab Beetavf osn BtaatHentcn, ffcnbleiefe«, OblilBftsnea, MMu aab Satea. tmb ©crfauf ban gtaluten ttnb $cbifen Riningen gev o Sparbudjer obee øur (butfcbeift im Jtonto*Aom> iBelchnung bon SBeetpapieeen. Die 14 ftattung n aucp in XeUøabtungen eefolgen. Cinlåfuns on ^Isaipte fiattUdee laapaaf aab b««> labtf Iffefte Qebeeasbaie aaa ØiUioitni øar leraabeuaf anb ^eeøaltanf. — eintuUnunøen u«d Debintulieeungen øon SBertpopieten fbr IH etben. •Hf« tungen unb Ronbf bon B5tpetf<bift*n. — BefAaftaa« tsa flilUBiicieetlfautlauea. — Bafe Debsftta øur lufbdsabcunf bon Beetpapieeen, Dotumenien, DdHnutfgtøcnftånben untee eigenem aie|tf«6eB les* fWvffs bee Icztti

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