Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XX (1919)
- Issue
- Heft 36 (5.12.1919)
- Date
- 1919-12-05
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Jahrg. XX. Nummer 36 vez«,»preise: Redaktion und Administration: Brünn, Adlergaffe - haldiahri, .׳ . . Jtsonen 15*50 ganzjährig ......... Kronen 30*— Deutschland, ganzjährig Mark 20׳— Nutzland, ganzjährig ....... Rubel 12׳ — Balkan, Frankreich Frank» 24׳— Herausgeber: Max Hickl. Duchhändlerische Vertretung: Ott, Klemm» sssipzig Inserate: dev 6-spaltige ZentimsLervcmm 2 L. Unverlangte redaktionelle Beiträge werden nicht hsno. riert. — Manuskripten ist Rückporto »eizufügen. Wien—Brünn. i3dkui?w* mm׳״ Prag—Lemberg. Chaim Strauchen. Splitter. Das Hebräische — Sprache und Schätze ----- lebte im Golus ein höheres, stets erhabenes Leben. Es war die Quelle der ewig sprudelnden Lebenssäfte des Judentums, welches wiewohl es sich auch gewissermaßen nur formell — int Golus assimilierte, jedoch die Produkte dieser Assimilation mit seinem Geiste durchsetzte, in dem es aus dem Hebräischen seinen ureigensten Stoff unaufhaltsam schöpfte (z. B. die jiddische Sprache). Hebräisch können. Hebräisch leben — war das jüdische Streben, das jüdische Ideal. Der des Hebräischen Unkundige war ein Amhaarcz im Sinne eines Nohen. Und wenn heute dieses ״Amhaarezcntum" mit gewisscr nicht kleiner׳ Sorgfalt umgeben tvird, so ist dies geradezu als Verfall zu bezeichnen. Wie sonderbar! — Ist die übermenschliche Attstrengung der Juden am Hebräischen festzuhalten und die Hoffnung, die matt daran knüpfte, zunichte wurden, verschwunden? Wo mag denn der im Judentum ewig schlummernde Wille zur Widerauflebung geblieben sein.? Hatte cvenstärle!en^ züm Zwecke? Was war denn eigentlich vom Golus zu retten? Der Golus? Die hebräische Sprache — ihre Schätze — das ist der jüdische Geist. Sind nun die Juden erwacht, um das - so sehr, .gepflegte Säriktuärium ihres Geistes der- KchMDt zü käffen? Moll -dieses Verwerfen der höchsten Quelle? dkr ^raft^ und׳ Ausdauer ewta die Erlösung, die NLnaiffance bei: Judest bedeuten? •;'* Jtrch MÜWschen>- antihebräischen Bestrebungen die Anspannung all' unserer ArDq unl 'ÄokusM Mumeton; EM Disput ‘ L^P e r e z. '"'AHetsstzß׳ Ernst Müller. - ’ DaS- .H^tzkrr. ÄWr Tomtow-Tag,7da gehen Meb dütrev Jude- ׳du Kotzßer uüd Reb 'SorÄß, Er>Aiedrng gewachsener׳ *Jude, ' ״t'n' etäitäirjMbtzr Stüöt ^-spazie- HahW? 'waMN' sie! ein andSr - lkdrümanmettes dje - Kvtzker .Wö:e Helfer -gchen die AWMdükchWchrAst.Wer,^ dst' die KHtzker-Mcht mW As?stM Aeurr verloren' Häben7 Än fte Heide ihre" Pätteten sind destruktiver Natur und erbrüten bei gewissen Ju-, den den Beweis der sinkenden moralischen Kraft — es ist Zerstreuung, ein Festhalten an der Form bei Aus-, geben des Geistes. N Im Golus schützte unsere Seele ihre Güter, sic litt Märtyrerqualen in ihrer Verteidigung, die deswegen ihr umso teurer wurden, und so für sie — die geistigen Güter — leidend, reinigte sie sich immer mehr! Die Befreiung dieser idealen Güter von den ihr weiteres Fortblühen hemmenden Fesseln des Golus — das ist der Zionismus. Und was ist die Assimilation — jene Vernichtung des Golus ohne Zionismus? Die Vernichtung dieser so heiß verteidigten Geistesgüter. Und was die Aufrechterhaltung, Bejahung des Golus ohne Zionismus? Die Sehnsucht nach der Crlösüng — ohne Erlösung. Welch' ist die Quelle unseres Leidens und der Golustrauer, dieses Mottos unseres Volksliedes und der Perlen der jüdischen -Literatur? Unsere Verbannung. Welch' ist unsere Hoffnung — trotz der Leiden und dies umso größer? — Die Wiedererlangung der verlorenen Nationalgüter. MW nur die Freiheit, — ״wie es war einmal" — die Frei-1'^ heit als Hauptbedingung der weiteren Entwicklung und Vervollkommnung'. — Der Zionismus. — 1 * * . * - . . -׳.!:! יi .Die Forderung nach Anerkennung der jüdischen Nationalität erhebend, weisen die verschiedensten ünserer Nationalisten auf die heutige jüdische Literatur, hin. Schaut — sagen sie, auch wir haben" eine'-schöne Literätur, ein Theater, eine .Sprache gleichänderest Völkern und nun: Sind wir *keine Nation?' - ' ' Ja! Ist es aber diese heutige Literatur oder die jiddische Sprache, sind die es, die wesentlichen Fürsprecher unseres nationalen Jchs, die Träger unseres nationalen Wertes? ' Wo ist unser Stolz? Müssen wir erst aus unsere heutige Literatur Hinweisen, um zu dokumentieren, daß auch lu i r eine Literatur haben und auch schon befähigt sind, sogar eine eigene Hochschule zu besitzen, daß wir uns nationalisieren (!!), als ob wir erst der Wiege der Geschichte entwachsen wären und sich erst jetzt in der Welt umzuschauen begonnen hätten? Kennen wir uns denn selbst nicht? Und kennt uns nicht die Welt und weiß sie cs nicht, daß die Thora, daß sie vor allem für uns spricht, daß sie die Quelle unseres Wesens, unseres ׳nationalen Stolzes ist? Das ist eben ׳die falsche Methode, der unrichtige Weg so mancher uitserer Führer, die zum größten Teil aus fremden Welten zu uns hinüber kamen, nur nicht vom Judentum und behaupten, daß auch die Juden ein Volk sind und daß sie sich n a t i o n a bi si c re n. Ueber den Wert eines Volkes entscheidet sn erster Linie — und.bei den Juden insbesondere — die Ethik und die Glut der Seele. Unsere TongWeber^ lediglich unsere *Propheter/ ustd sere großen Interpreten vor in erster Reihe zu ׳zr n s-I'ä klli sprechen;; ׳allekn - 1öf/erWatten uns ' g^öestH. 'unserer: 'Sehnsucht ׳ stnd ׳ unseren Taten HjDur^ s b£'■ unser Stölz, s i e haben uns zu einenr großen Volk g^-,'' Macht. ''"ן יי ׳ י '• t ׳- ' " י' י Die extremen'*,Jiddrschi^en'-" v2:gessen im hohdü' en.K«vd m mmjnÄ> In ' chrOcM? ltitt-efn Hfttzek Wi-HM Honne ‘t springen'hrej! iesteiMe^ M: ״ iti xti Seü 'ÄeftK "HW " " - MM 1r^Ä׳rf * ^oär ־ r'H M'.- zehnten Haus vom NaM Migneten Andenkens,' da wohnte ein Fleischhauer. J'O will״ keine.SüüdS fpLe^ chen — er ist schon in der Melt der,Wahrheit ^--׳ein grober Fleischhaüer, ein Fleischhauer in höchster ׳ Potonz! Einen Nacken wie ein'^ Stier, Augenbrauen wtz Borsten und Hände wie BaMklötze! Und erst Li^ Stinsme! Wenn er redete, konnt^ ivän meinen, es 'domchxt von ferne, Militär schießt, -f Ich glaube—׳ er istein Belser Chossid gewesen." ■y./>. . *v‘ »t »Nu, nu . . murmeWReb Serach». ■1? Mdi meinem Leben", GnOidrte^ ,MeV ׳ .SchachM 'kaltblütig. ״Er pflegte mit Mtsavt wilden Gehßrden züj beten,-' mit aellrlei Obersttü^lem: und. UnterstimMeh..' MänchiNak ׳'mochte man glqWen^es kämpfe dst-Feück:; ׳Urä^.-Wasser.".' - ׳ -K/ ■* ״:.׳•,. * Mertzeihrstig- VerzeihuD^ 4 k:. : . »Acht' stell' bie': erst da» Märmen vorwen», so, yjn- -Junge 'sich׳ M' Hagadäh Mtl ׳^-^.- Jedes Wort.. htzj^> f: man in 'des Rabbi'StubefiDewD einl.Fleischhqnj^^ scht-'ed fkch'däzü wie'ein FWschyiGer'. Lachtz män MM um dM-^isch^ Nur der hkü kaum E deU Oppen gezuM Man -sieht doch dWlich^'wLM: LLtLqchelt d-U. SjräALbäv, als der 'seltMe,MD»n'chi^. HlageniMf-' WzSVsDGchcMtt, Äs׳ fieWr'v«Ktrsm.Mnd»1fÄMf --wie '׳MMugLln, als' er^dWi ntzh.tdeu AjM wie^M einem ׳Wmiükr bearbeitM -M Äch:' dM MsngeytzdM Becher'Mts da ist dLrMabbi.MMetrn Anddr-eM ׳in ZRGinüt und TrübstO stersunkvn ..-. - י.-'*.״י י .M MMnis - ^«Mestta^^chi^ PchE«^׳ Was OMst d'ü?" M ״ ייMn hat ihn auch WMch?NW-r gefragt/' ״UiSk'Ms hat er gDtworteH-tz.. '־ <־ .. -f ״DK LMtenschöpfex Wkber, fq|ie ‘ «, < ist bM^i Auszug^aüs Aeghptest^M^rübnWWMkö» —י ״WMr^hät er SaS MwmmM^-! ׳. > 1:.׳ ־?• . f.; •*- v Matze was l ste eigentM HW .nÄnkiG יי daß sie Hudeü Wtn' Midrasch! Als dve Kinder" Meer^ üderschrDetk ünd^ < Heer' ertMnklen^und högrüben/im^beggnnen^hfe ^ngÄ PWMeder zt? singen. ^sr^hWK'nV^ÄPZaMMMget» in asten--.peben^HrmmeM . unde'!- Aste^ÄMe' b täMM ÜW?^ Sphavost.? ׳ iSelMtöckMMWrLeH-.^ Nur.Lev-'WHMWe.HiL ״ ............ ..,."JÜ::. - ׳#»»ד• urH/stiMLHck.׳ dach PhaM tzrch ftist doch die KxM׳.. *?■ i W״61? ׳v gen,^nlit froher^, begannest 7zu Hngen — KchjststM H.iMn-f erschall Hre. Otjckmeb'' ״MMpf^ - mejnerL ken' im 'Meer ^und ״ iho sintzk׳Jubellieder?^3> m■ WWW MMU, ,^י׳גימי!teJ Jüdischer ׳&m-1 fr» *4£;; ־ 4׳ stittr <?:.> tz 1 f,i : ._י '.גי'.,-י־ 5׳^ ... r־'-;:S ' 'L ׳?»״ ■:v.■*.*' M M.M' י:׳' Een«, an und etwas MeÄs ist-alt. v!an entl^Mn PsgM m .--PE " -k' 5־.ii