Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XX (1919)
- Issue
- Heft 33 (7.11.1919)
- Date
- 1919-11-07
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2621806-2622032-2622065--4148-2625416- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 38 Stauda WWVWMD» yWipiWT feine Wirkung nicht. — Lien««-» den 14. Oktober: Erstes «chautnrnen M HNflWN Mischen Turnvereine- Rokkabi, «it anschließenden musikalischen Bor» ttStz«. Von de« außergewöhnlich zahlreichen Zuschauern stürmisch begrüßt, verliefen diese exakten Darbietungen des erst vor 2 Monaten ins. Leben gerufenen Vereine» Ist einer, alle Erwartungen übertreffenden Weise. Auch ei« Stimmungsvoller Reigen, aufgeführt von Kindern -es Blau-Weiß erntete reichen Beifall. — Den Abschluß der Palästina-Woche bildete ein kleines TanzkrSnzchen am Samstag, den 18. Oktober. Wenngleich die gange Veranstaltung der Palästina-Woche einen guten Verlauf hatte und sicherlich diel zur Propaganda des jüdischen Gedankens beitrug, war der finanztelle Erfolg kein entsprechenderwas darauf zurüchftiMren ist, daß in unserem Orte bereits zur Schwuoth-Zeit im Aufträge de» mShr.«schles. zionistischön DistriktSkomitees eine Palästina-Woche veranstaltct wurde, deren finanziÄles Ergebnis vollauf befriedigte. Dar Komitee zur Veranstaltung der Palästina- Woche spricht allen denjenigen, die sich in den Dienst unserer Sache stellten und zu dem Erfolge beigetragen haben, auf diesem Wege nochmals den wärmsten Dank aus. , \ 1 ״י‘■׳,,״, 1. Neuerliche Aeußerungen Nordaus. Altmeister Nord au, der seit Ausbruch des Krieges abseits von jeder direkten politischen Betätigung in Spanien lebt, hat in der letzten Zeit begrüßenSwerterweise begonnen, wieder aktiven Anteil an der politischen Leitung des jüdischen Volkes zu nehmen, so mit dem bekannten Brief an die »Hadshoth Haaretz" und der Botschaft an die zion. Konferenz in Chicago. AngersichtS der erfreulichen Tatsache, daß der bewährte Führer sein fruchtbares Wirken dem jüdischen Volt׳ nicht länger entziehen zu wollen scheint, hat die ״Jüdische Preffezentrale Zürich" sich an Dr. Max Nordnu gewandt, mit der Bitte um gütige Beantwortung ei- Niger brennender Fragen. Nordau, der zur.Zeit in Zaranz, Guipuzcoa weilt, hatte die große Liebenswürdigkeit, in einem Briefe an die I. P. Z., in welchem er »die publizistische und insormative Arbeit der Jüdischen Preffezentrale Zürich nach ihrem-vollen Wert zu würdigen" betont und die Redaktion »zu dem Geistes der Umsicht'u.nö' der' Vof.- trefflichkeit ihres׳ Schaffens beglückwünscht". - unsere Fragen zu beantwortest.' . 4 ־ ' Wir schätzen uns.glücklich, der jüdischen Ccff1 *׳!'׳: ‘ feit die Aeußerungen des Altmeisters über, nachstehend Fragen vermitteln zu können: »Darf das jüdische Volk hoffen, seinen altbewährten Führer an der von ihm in den Borkriegsjahren innegehabten leitenden Stellung in der zionistischen Bewegung baldigst begrüßen zu können?" ״Ich werde mich immer bemühen, dem jüdischen Volke nach meiner Fähigkeit mit allen meinen Kräften an jeder Stelle zu dienen, an die es mich durch seine rechtmäßigen Vertreter beruft. Mich vorzudrängen, wichtig zu tun, mir Funktionen anzrNnaffen ist nie meine Art gewesen und wird es nie sein. Auch während der Kriegsjahre hat man mich immer gefunden, wenn man. mich gesucht hat. Ich darf mir das Zeugnis ausstellcn, daß bei mehr als einer bedeutungsvollen Gelegenheit meine Bemühungen im Jntereffe des jüdischcn Volkes reod mancher seiner Gruppen — der ottomanischen Juden in Frankreich und Italien, der jüdischen Opfer türkischer Soldateska in Palästina, der von Pogroms gemarterten Juden in Polen, der notleidenden jüdischen Kriegsflüchtlinge in Spanien, der als Bolschewiks denunzierten und bedrohten osteuropäischen Juden in Barcelona —, für die ich im Verein Mit dem hochverdienten Professor Aahuda eintrat, nicht obni; Nutzen gewesen sind. Allerdings haben weder Profeffor Uahuda noch ich die Gewohnheit und die Neigung, um unsere Arbeit ein Getöse zu vollführen." ״Wie denken Sie, Herr Doktor, über die Notwendigkeit der schleunigsten Einberufung des zionistischen Kongreffes und die Schwierigkeiten, die sich dem gegenüberstellen? Welche Stellung nehmen Sie als Zionist zur Einberufung eines allgemeinen jüdischen Weltkongrosses?" «Wie ich über die Notwendigkeit der Einberufung eines zionistischen Weltkongresses denke, darüber gebe folgende Stelle der Botschaft Bescheid, die ich ,'>׳ Aufforderung der zionistischen Organisation sür Amerika an deren Jahresversammlung in Chicago richtete, wo sie am 14. September vorgelesen wurde: ..Es ist Zeit, daß die Stimme Israels gchört werde; nicht durch dqS Organ selbstbestellter, wenn auch noch so verdienstvoller, Wortführer und Leiter,.sondern durch den Rund regelrecht gewählter Vertreter, die einen förmlichen Auftrag von den Millionen unseres Volkes aufweisen können. Nur derartige bevvllmächtigte Abgeordnete können zur Welt «it der erforderlichen Autorität im Namen Israels sprechen, in dieser Zeit der triumphierenden Demokratie und der Selbstbestimmung großer und kleiner Völker. Die Einberufung eine» Weltkongresses der jüdischen Nation ist deshalb eine dringende und unabweisbare Notwendigkeit und Sie amerikanischen Juden müssen diese Angelegenheit in Ihre Hand nehmen. Bestimmen Sie die Bedingungen der Wahlen, die Zeit und den Ort der Zusammenkunft dieser Versammlung, die der Ausgangspunkt des neuen politischen Daseins des alten Volkes von Israel zu werden berufen ist." Die einzigen Schwierigkeiten, die sich der Verwirklichung dieses Vorschlages entgegenstellen, nsid einerseitS die Hinderniffe, welche die durch den Weltkrieg erschreckend verwilderten Regierungen und Verwaltungen all e i? Länder, der siegreichen, der besiegten und selbst der neutralen, mit ihren Paß- und Polizeichicanen gegen die Bewegungsfreiheit Fremder aufrichten, andererseits die entsetzlichen Verhältnisse in Osteuropa, wo sechs Millionen unserer Brüder gegenwärtig die schwärzesten Tage der jüdischen Geschichtstragödie leben. Mit diesen Schwierigkeiten wird man natürlich rechnen müssen." , ״Wie stellen Sie sich. Herr Doktor, die Möglichkeit und Durchführung der jüdischen Maffensiedlung in Palästina vor, für die Sie in Ihrem bekannten Briefe an die ״Hadshoth-Haaretz" eingetreten find?" ״DaS Problem der Besiedlung Palästinas mit Millionen jüdischer Einwanderer kann nicht mit wemgen Worten abgetan werden; das liegt, denke ich, auf der Hand. Seine angemessene Behandlung ist nur'in sehr langen Ausführungen möglich. Hier muß ich mich auf knappste Andeutungen beschränken. Nach der Festlegung des internationalen Status von Palästina, die wir von der Pariser Friedenskonfcrnz verlangen und erwarten, ist die Bevölkerung Palästinasmit Juden für^ uns Sie allerwichtigste Frage. Wenn wir dort nicht rasch.eine BolkSmehrheit werden, sind alle licbenSwürdigen Worte, mit denen mgn unS das Land als ״die Heimstätte des jüdischen Volkes" bezeichnet und preist, Wind und' Schall ohne praktischen Wert und Bedeutung. Daß Palästina nicht sofort Millionen Inden reichlich ernähren kann, daß es für ihre Aufnahme vorbereitet werden muß, ist richtig. Aber diese VorberertungSarbeft mizß hon Menschen, von uns getan werden. Sie erfordert Hunderttausende von Arbeitern alle? Berufe und wenn man vor ihnen die Grenzen Palästinas eigensinnig versperrt, so wird die Arbeit eben nie-getan werden. Ich glaube meine jüdischen Brüder zu kennen. Ich habe zu ihrer. Anschlägigkcit, Tüchtigkeit, Zähigkeit und Arbeitsfreudigkeit genug Vertrauen, um ganz sicher zu sein, daß sie mit der größten Energie die Härte der Anfänge überwinden, dem Boden rasch reiche Ernte abzwingen,, für ftch die nötigen Häuser und Straßen bauen, für Sicherheit, öffentliche Gesundheitspflege, Unterricht und Rechtsordnnng sorgen, Industrien und Handel schaffen und sich in den neuen Verhältnissen ungesäumt zurechtsinden werden. Kleinmut und zaghafte Behutsamkeit sind sicherlich bequemer als schöpierisches Wagen, aber gerade dieses ist es, was der, Augenblick gebieterisch von uns verlangt." Büchereinlauf. Otto Wolfgang Arnold: Zwischen den Särgen der Sünde. Novellen. Verlag Aurora, Dresden. Mk. 3.— Kurt Martin: Die beiden Ehen des Edgar Hallinger. Roman. Verlag Aurora, Dresden. Weinböhler. Ge- Kunden Mk. 8.— Max Rosenkranz: Eros unter den Völkern. Kulturskizzen. Mk. 4.—, Verlag Aurora, Dresden. Karl F. Koemala: Karl Kraus. Der Krieg und die Ausgeräucherten. K 3.—, Verlag Revolution, Wien, 1. Bezirk. Dr. Jg. Zollsdran: Revision des jüdischen Nationalismus. Mk. 8.—, R. Löwit Verlag, Wiest. Karl F. Kacmata: Zur Kriegszeit als Geheimbündler im Wiener Landesgericht. Kr. 3.—, Verlag Revolution, Wien, 1. Bez. Dr. N. Birnbaum: Bor dem Wandersturm jüdischer Zeitfragen.. V. Sänger Verlag, Frankfurt a. M. Mar Wolfs: Lernet Werden. Gedanken über Kulturentwicklung und Kulturpolitik. Mk. 4.50. Der neue Geist Verlag, Leipzig. Marv Antiri: Vom Ghetto ins Land der Derheißung. Verlag Robert Lutz. Stuttgart. Gerhard Holdheim, Walter Preuß: Die tbeoretischen Grundlagen des Zionismus. Weltverlag, Berlin. Brünner Nachrichten. Talmud-Thor» bklaffige Bibelschule für Knabe« und Mädchen, Ndlergaffe 12. — Die P. T. Sttern werden nochmals auf diese Institution aufmerksam ge* macht und aufgefordert, ihre Kinder an dem Unterrichte teilnehmen zu lassen. — Anmeldungen täglichvon 5—6 Uhr abends. (Schule für hebe. Sprache und jüd. Wissen.) Am 8. d. wird an dieser Schule ein Kurs für BibelerklLrung eröffnet und von Herrn Pros. Dr. Schornstein geleitet. Der Kurs ist für die Dauer von drei Monatzm gedacht mit je einer Stunde in jeder Woche. Die Teilnehmer und alle, die für diesen Kurs Interesse haben, versammeln sich Samstag, den 8. d., -/«6 Uhr nachm, in der stadt. Schule, Salzamtsgaffe, 1..Stock. Notiz. Allgemeine Lepastten-Bank. In der am 31. Oktober ISIS stattgehabten außerordentlichen Generalversammlung der Aktionäre der Allgemeinen Depositen-Bank wurde der Beschluß ge» faßt, das derzeitige Aktienkapital von 80 auf 160 Mid krönen Kronen zu erhöhen und den DerwaltungSrat zu ermächtigen, die näheren Modalitäten dieser Kapitals* erhöhung im eigenen Wirkungskreise zu bestimmen. «labaster-Zahncreme macht die Zähne gesund und schön. — In Apotheken,׳ Drogerien und - Parfümerien in Tuben und Würfeln zu haben. 1919 Wochettkalender 5689. חשון ן Nov. Festtage המטרה S מי 8 דדא ואשרו »יית s ns 9 M r 10 D יח 11 M יט 12 D כ 13 - F כא 14 S כב 15 ■ חיי שרה דדזסלן" דוד Sefathamenu Sesathamenu. Lehrbuch der hebräischen Sprache von M. Rath ist durch die Admin. dieses Blattes zu bcziehen. K 20.— exclusive Porto. Chaituka! Wir empfehlen paffennde Chanukkageschenke für Kinder und Erwachsene in allen Preislagen. Jüdische Bücher in's jüdische HauS. Palästina Im Bild Ern großartiges Gefchenkwerk. - Die Aufnahmen, die Schulung von, Auge und Hand zeigen, sind die großartigste aller bisher erschienenen Bildersammlungen, die palästinensische Sujets wieder- / geben. 1. Grolle Ausgabe 24 Sujets Format 50X60 Zentimeter. Alle Sujets in einer vornehm ausgestatteten Rappo, Halbleinen mit goldbraunem Japanüberzugpapier, vereinigt. Preis dieser Albumausgabe Mk. 120.— Einzelbilder Mk. 5.— 2. Kleine Ausgabe zirka 150 Sujets, Format 17X20 Zentimeter in e i* nem Album vereinigt Preis Mk. 20.— IO"/» Buchhändlerteuerungszuschlag. Zu beziehen durch: M. Hickl's Verlag, Seftniv Adlergasse Nr. 9. Niederlage der UkOrfsbrlk Gottlleb Lustig, BrUm» Adlergasse Nr. 18--- Gegründet 1856 UGGßG ■lakaufequell• rar feinst• UM«• •ddsa *um« *•WaaN, Sdwoerits etc. als• *• ״£b1n«Mtabge$che1itr in M. RlckU Verlag Brlns.