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Jüdische Volksstimme · 1919-09-24 · Heft 28 (24.9.1919) · page 6

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XX (1919)
Issue
Heft 28 (24.9.1919)
Date
1919-09-24
Page
– (sequence 6)
Language
German
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MK «aMf* s»n1|H«m< selbst tan -u schassenden Werk« beimiht, geht aus einer berg, Mähr-Ostrau und in jüngster Zeit, insolge der Zuschrift an das Hauptbüro des I. R. K. hervor, in der j bekannten Heimkehrervorfülle in Villach «inen ständigen er u. a. folgendes sagt: ״. . . Die Idee einer Gartenstadt ist schön und fruchtbar. Gelingt. es uns, fie zu verwirklichen, so werden wir damit ein Werk schaffen, daS unserem Volke und den anderen Bewohnern unserer historischen Heimat sowie der gaiizchi Welt vor Augen führen wird, was unsere Rückkehr zum Boden unserer Ahnen für die Kultur und den Fortschritt bedeutet, und welches der Geist ist, den wir dort hintragen. Ich werde eS mir zur Ehre meines Lebens anrechnen, sagen zu können, daß ich den Impuls oder wenigstens den Anstoß zu einer so bedeutenden Schöpfung zu geben vermochte." Von verschiedenen Seiten find der Verwaltung des <5• N. F. Vorschläge zugegangen, wie am raschesten die für die Errichtung der Nordau-Gartenstadt in Aussicht genommene Summe von'zehn Millionen Francs aufgebracht werden soll. ES wird darauf hingewiesen, daß einmalige große Aktionen und Veranstaltungen besonders geeignet seien, um die Mittel für die Nordau- Gartenstadt zu beschaffen. Die Verwaltung des I. N. F. hat daher beschlossen, die Sammelstellen in alle» Ländern aufzufordern, während der Chanukah- Tage dieses Jahres Palästinawochen im großen. Stile abzuhalten, deren Ergebnis der Nordau- Gartenstadt zufließen soll. Eine Ende August b. I. in Leeds stattgefundene Konferenz der NF-Kommifsäre für England, die aus allen Teilen des Landes beschickt war, hat beschlossen, eine Palästinawoche wäh-. rend der Chanukah-Tage in allen Städten Grotzbritanniens abzuhalten, bei welcher der auf England entfallende Betrag von einer halben Million Francs für'die Nordau-Gartenstadt aufgebracht worden soll. Nach dem großen Beifall, den der Gedanke der Errichtung einer Gartenstadt auf Nationalfonds-Boden in Erez Israel gefunden hat, ist anzunehmen, daß die Palästinawochc zu Chcmukcch sich überall zu einer imposanten Kundgebung aller Freunde Zimls für den großen Vorkämpfer der nationalen Befreiung gestalten wird. ׳ y Jüdische Palästina-Reise- und Transport-Gesellschaft m. b. H. Bekanntlich hatte Herr Jacques Brings seit Monaten den Plan propagiert, schon jetzt für den Transport der jüdischen Auswanderer und ihrer Sachguter nach Palästina entsprechende Vorsorge zu treffen und in Graz ein provisorisches Komitee zur Ausführung seines Planes gebildet. Dieses Projekt hat durch die Gründung einer Gesellschaft mit obigem Namenbestimmte Gestalt angcnommen. Die, Gesellschaft hat ihr Zentral-Büro i;! Wien. Das hiesige Palästina-Amt hat in Würdigung der Wichtigkeit des Unternehmens vSm nationaler. Standpunkte aus und um die Interessen der jüdischen Allgemeinheit gehörig zu wahren, sich n'cht nur mit einem gewissen Betrag als Gesellschafter beteiligt, son-' dern es sind ihm auch, im Gesellschaftsvertrage eine Reihe von Vorrechten gesichert. Insbesondere kann in der Generalversammlung ein gültiger Beschluß über Festsetzung der Transportkosten für solche Auswanderer, welche in geschloffenen Transporten dritter Klasse, beziehungsweise in Fortsetzung der Reise als Zwischendeckpaffagiere reisen, nur mit Zustimmung des Palästina - Amtes zustgndekommen. Zweck dieser Bestimmung ist, zu verhindern, daß diese minderbemittelten Auswanderer mehr zu zahlen haben als die diesbezuglichen Selbstkosten der Gesellschaft betragen. Bei Her konstituierenden Generalversammlung wurden in den siebenköpfigen Aufsichtsrat gewählt die Herren Wilhelm Alper, Josef Banier (Graz), Adolf Böhm, Ignaz Hauser (Graz),. Baruch Löw, Jakob Nowak und Dr. Egon Zweig. In der ersten Sitzung des Auffichtsrates wählte dieser zu seinem Vorsitzenden Herrn Dr. Zweig und zu dessen Stellvertreter Herrn Nowak und bestimmte zu Geschäftsführern die Herren Jacques Brings und Adolf Stand. Zugleich wurde beschlossen, das Gesellschaftskapital im Hinblick auf die Größe des Erforderniffes einerseits und das Jntereffe, welches die Gründüng schon jetzt in zionistischen Kreisen findet, auf vorläufig 1,000.000 Kronen zu erhöhen. Jüdische Palästina-Interessenten, welche sich an diesem Unternehmen beteiligen wollen, mögen sich mit ihren Anfragen, Wünschen und Anmeldungen an die Jüdische Palästina-Reise- und Transportgesellschaft wenden, die ihren Sitz in Wien, S. Bezirk, Praterstraße Nr. V, 1. Stock, hat. * " * . * Die Gesellschaft geht daran, in den meisten Aus- ,Wanderungszentren und Eisenbahnknotenpunkten sowie Grenzstationen, Geschäftsstellen, bezw. Expofituren z׳r errichten und unterhält in Wien N. B ., N. W. B. und tzüdbahn, ferner in TarviS, Triest, Lundenburg, Oder- Bahnhofdienst. Die Organe der Gesellschaft sind durch blau-weiße Abzeichen gekennzeichnet und mit Lsgitimaklonen versehen. Es wird den jüdischen Reisenden dringend empfohlen, sich dieser Gesellschaft zu bedienen, damit alle Maßnahmen für die Reise nach Palästina richtig getroffen werden und alle unlauteren Elemente (Auswanderungsagenten usw.) völlig ausgeschaitet sind. Wir warnen, sich solchen Ausbeutern auszuliefern u.׳d wolle man sich nur den mit Legitimationen imit Pho* tographie) versehenen Organen anvertrauen. Die wiffeüschaftlichen Zeugnisse für das Sonnenwunder . des JesaiaS. Hiezu teilt Dr. Schütz mit: In meiner dritten Vorlesung über die Verfassung -der Himmelreiche, die ich kürzlich im Gewerbevereinssaale des Deutschen Hauses hielt, erwähnte ich, daß das jüdische Voolk unter einem seiner besten Könige eine Riesenwelle religiösen Aufschwunges nahm, in der ausgesprochenen Absicht, ide Ankunft eines Gottesreiches herbeizuzwingen. Dieses stellte sich freilich nicht ein, doch begann dazumal der große Weissaget Jesaias — es war dies just um die Zeit der Gründung Roms — in hochgesteigertem Maatze von einem zukünftigen Gottesreiche zu predigen, und er beglaubigte sein Prophetenamt aus ganz geringfügiger Veranlassung durch die Ansage wohl des größten Naturwunders aller Zeiten, nämlich einer rückläufigen Bewegung der Sonnenbahn, die sich denn auch nach zwei biblischen Zeugnissen für eine, wenn auch kurze, so doch merkliche Zeitdauer vollzog. Dazu erwähnt^ ich nebenbei, daß für dieses Sonucnwunder des Jesaias auch außerbiblische Zeugnisse bestehen, ja daß sogar ein rein natur- 'wissenschaftliches Zeugnis hiefür heute noch erkennbar ist. Von einigen Seiten bestürmt, diese Zeugnisse, das naturwissenschaftliche zumal, in einer besonderen Vorlesung gemeinverständlich klar zu machen, habe ich mich dazu entschlossen, eine solche Vorlesung anzukündigen. Sie wird im Völkshochschul-Stile gehalten sein, einmal'wöchentlich in einer Abendstunde stattfinden und mindestens fünf Vorträge, darunter einige vorbereitender Art, umfassen. Anmeldungen hiezu nehme ich wochentäglich um 6 Uhr abends in meiner Wohnung, Johannesgassss 12, Fernruf Nr. 49, entgegen, jedoch längsteM bis zum 24. d. Mts. Eine Be- .schränkung der Teilnehmerzahl behalte ich mir nach meiner freien Wahl vor. Angehörige des Lehrerstandes erhalten jedenfalls den Vorzug. Die Vorlesung über die Verfassung der Himmelreiche setze ich demnächst — wie bisher als collegium publicum — unabhängig davon fort. Korresponäenzen. Ung.-Hradisch. Mittwoch, den 17. d. M., hat die Vermählung des Herrn Max H o f b a u e r, Kaufmann in Ung.-Hradisch, mit Frl. Irene Schwarz, Tochter des Herrn Heinrich Schwarz, Kaufmann in Neuyäusel. stattgefunden. Badern (Doppelbarmizwah.) Samstag, den 13. d. M. Wochenabschnitt כי תבא fand im Hause des hier, zur Kur weilenden Josef Goldmann aus Wien, eine solenne Barmizwah-Feier seiner beiden Söhne David und Elchanem statt. Herr Josef Goldberg gehört in Wien zu dem Kreise der 1ישראל־ vjieN שלומי an und ist als wahrhafter תמ״ה p und edler wohltätiger Jehudi bekannt. Er ist stets bemüht seine Söhne im wahren Geiste des Judentums zu erziehen. In der hiesigen Synagoge, in der die beiden besonders gelungenen Söhne zur Tora aufgerufen wordey sind leitete der neu engagierte Oberkantor Herr Salomon Kreuzstein den Gottesdienst. Herr'Kreuzstein, der in sich die Kenntnisse des ostjüdischen חזגית mit westlich vokaler Musik vereinigt, trug das מי שבירך herrlich vor. Herr Kreuzstein, der aus Mähr.-Kromau, wo er im dortigen Tempel eine segensreiche Täiii׳ entfaltete, hierher, engagiert wurde, entzückt alle andächtigen Herzen durch seinen wahrhaft jüdisch verinnerlichten Gottesdienst. Karlsbad. Der langjährige Kantor und Neligionslehrer der Karlsbader Kultusgemeinde, Herr Moritz Löw inger, wurde in Anbetracht dessen, daß er das Amt des Oberkantors seit dem bald nach Kriegsbeginn eingerückten und in serbischer Kriegsgefangenschaft verstorbenen Oberkanwrs Jakob Weiß s. A. in derart hervorragender, geradezu meisterlicher Weise versah, daß sowohl die Mitglieder der Gemeinde, als auch die Nr. 88 Kurgäste nur Worte höchsten Lobes für die stimmlicl und auch fachlich vollkommenen Leistungen fanden, einstimmig definitiv zum Oberkantor der israelitischen Kultusgemeinde in Karlsbad gewählt. Neujahr 5680. Zum Jahreswechsel entbieten allen P. T. Kunden, Freunden und -Bekannten die herzlichsten Glückwünsche Siegmund Fluß, Kunstfärberei und chemische Waschanstalt in Brünn. Zum Jahreswechsel entbieten allen P. T. Kunden, Freunden >und Bekannten 'v die herzlichsten Glückwünsche > Otto Drost, SchreibmaschinengeschÜft Betinn, Krapfengaffe. Z n mJahreswechsel ~ entbietet die herzlichsten Glückwünsche Cafe L. Hannak, Masarykfiraße. Zum Jahreswechsel > entbietet die herzlichsten Glückwünsche Roman Schuster, ״Grand Hotel". ZumJahreswe.chset entbietet die herzlichsten Glückwünsche Dania-Restauration, Kröna. Zum Jahreswechsel entbietet die herzlichsten Glückwünsche Apotheker Karl Sonntag, FreiheitSplatz. Zum Jahreswechsel entbietet die herzlichsten Glückwünsche L. Hager und Frau, Krapfengasse. Zum Jahreswechsel entbietet die herzlichsten.Glückwünsche Elias Wolfer und Frau, Cafe .,Margaretenhof", Rennergaffe. Z u m I a h r e 8 w e ch s e l entbietet die herzlichsten Glückwünsche Cafe Biber, Neugaffe. Zum Jahre sw echsel entbietet die herzlichsten Glückwünsche Em. Bella! und Frau, Cafe Padowetz, Masacykstraße. _;_t__ Zum JahreSwechse» entbietet die herzlichsten Glückwünsche Maximilian Kohn, «Cafe Royal", Brünn, Masarykstraße, .,Dreihahnenhof". Zum Jahreswechsel entbietet die herzlichsten Glückwünsche Adalbert Schuster, Geschästsleiter, ' Cafe ״Grand Hotel", Brünn. Zum Jahreswechsel entbietet die herzlichsten Glückwünsche Leopold Schenk, ״Cafe Zeilerhof", Brün«. Zum Jahreswechsel entbietet die herzlichsten Glückwünsche Johann und Marie Hruby, Cafe Neuhauser, Wiesergasse. Zum Jahreswe chfel entbietet die herzlichsten Glückwünsche Anna Jäger, Cafe Stadttheater. Zum Jahreswechsel entbietet allen P. T. Kunden, Freunden und Bekannten Cm. Neugasser und Frau, ״Cafe Bruua", Schwedengaffe. ZumJahreSwechsel entbietet die herzlichsten Glückwünsche «. Schey, Restaurateur, Adler-. Alle» meinen Freunden und Bekannte« , entbietet die herzlichsten Glückwünsche z«m Jahreswechsel , Tiegmund Baß jun., Herrengasse. ״HiLlS jüdischer BoMaleadcr".

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