Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XX (1919)
- Issue
- Heft 17 (4.7.1919)
- Date
- 1919-07-04
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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Nr. 17 •«"ויויי• vn1vpt11Rr «ritt». Lustige Ecke. Zwei Juden au» Posen find in Berlin» fie besuchen eine Synagoge, in -er gerade geleint wirb, aber «ach dreijährigem Zyklus nur ein Stück de» eigentlichen ThoraabschnitteS. Der eine: »Siehst du, e» ist -och noch nicht so arg in Berlin, fie tun doch noch leinen." Der andere:' ,Da» nennst du leinen, La» ist nicht einmal halbleinen." Warum legt der Jude Tsillin auf die linke und «licht aus die rechte Hand? — Weil er keine Rechte hat. » » O Herr Kommerzienrat.und Frau Gemahtin geben sich die Ehre, Sie zu ihrer garantiertechtstl« Lernen Hochzeit einzuladen. » * Zwei Konkurrenten find wütende Feinde geworden. Wo fie fich treffen, zeigen fie sich ihre gegenseitige Verachtung. Zufällig kommen sie in einem Restaurant zusammen und müssen, da nur noch ein Tisch frei ist, andemselben Tisch Platz nehmen. Sie drehen fich ostentativ den Rücken zu, fie sehen wütend aneinander dorbei. ES ist Musik im Restaurant. Der Musiker kommt mit dem Teller zum Einsammeln. Der eine Legt eine Münze auf den Teller. Der andere schüttelt abwehrend mit dem Kopf, weist auf sein Gegenüber und spricht: »Wir zwei gehören zusammen." ■ « Neues zum jüdischen Wortlexikon: Mischpoche der AuffichtSrat; Schadchen der Partiewarenhändler; Bar« mizwoh, di« Bibliothek; Tsillin orientalische Berwick« hingen. Jüdische Sprichwörter. »WaS tut me mit'm Narr am SchabbeS?" In der Woche, im stumpfsinnigen Tagewerk und Frondienst mag auch der Einfältige, geistig gering Be- -gabte seinen Platz halbwegs ausfüllen, zu irgend einer Arbeit brauchbar sein. Aber am Sabbat, dem Tag, der nur der Beschäftigung mit ideellen Dingen, der Einlehrin eine höhere, eine Geisteswelt gewidmet ist: was soll da der arme Narr anfangen, der gar kein Geistesleben hat! »Wenn zwei sagen schicker (trunken), soll me fich legen ins Bett." Andere beurteilen deinen Zustand oft richtiger, als Du selbst. Darum sei nicht unbelehrbar. Deine Trunkenheit hindert dich, ihrer bewußt zu werden; wenn aber einer nach dem andern sie bemerkt: geh' hin und "schlafe deinen Rausch aus. Gilt doch der Menge stets Nüchternheit erstrebenswerter, als der glückseligste Mansch. Die Adresse für Geldsendungen Ist: I. Lin» Vom fitzenher de» Verbandes der Ostjuden in Deutschlands Berlin» Gormannstr. 89. Literatur. Der Stiitm»! der Willenskraft. Von Orison Swett Marken. Einzig berechtigte Uebersetzung au» dem Englischenvon Dr. Max Lhristlieb und Cornelia Brun». Geschmackvoll gebunden S Stadl — Da» mm Buch MardenS kommt in Dieser entnervten Zeit wie gerufen, denn der berühmte Verfasser versteht e» ist etner geradezu wunderbaren Weise, die in unserem Inneren verborgen liegenden Kräfte hervorzuholen und zu stärken. Allen, die an der Last unsere» Schicksals schwer tragen, sei dieses Schatzkästlein tiefer und dabei so erfrischend gesunder Lebensweisheit aufs wärmste empfohlen; e» wird den »Lebensbüchern" de» Verlage» von I. Engelhorn» Nachf. in Stuttgart viele neue Freunde zuführen. . «riestasien. Kahn, Lrüa«. Dollen Sie wegen Beröftentlichung Ihre» Eingesendet in unserer Redaktion vorsprechen. — E. R. 12. Marz 1877 — 27. Adar 6837. — Mehrere Einsender. Anonyme Anfragen bleiben prinzipiell unbeantwortet. — H. P. Wir können Ihnen das Buch nicht empfehlen. — G. Wie». Gegen den 12. dürste Redakteur H. in Wien sein. Besten Gruß. — An mehrere Einsender. Die Zuschriften können nur auszugsweise veröffentlicht werden. — KnttuSwLhler Brün«. Wir werden Gelegenheit nehmen, alle Fragen in unserem Blatte eingehend zu besprechen. — I. R. veSkowitz. Womöglich in der nächsten Nummer. Gruß. — Ab. Sacharia» Namirow. Die verlangten Bücher erhalten Sie ehestens. Not*z. Nlabasier-Zahnereme macht die Zähne gesund und schön. — In Apotheken, Drogerien und Parfümerien in Tube« und Würfeln zu haben. 191S Woche»kale«d« MS. תמוז Juli Festtage ה«פורד. | s 8 r 5 חקת '1טרק חמישי ויטתח הנלעדי M D M D n v י יא 6 7 8 9 1 p יב 10 יג 11 יד 12 בלק טרק שישי ידיה שארית יעקב Verlag M. Hlckl, Wien, VIII״ Lerchengasse 6 a, Msrsvski Bankomi obchody. SÄ ckoj oeNn/rh jupfrä, v/möna kupoyü a sloaovaiifdr cennfch ptpfrfl. Vadia a kauce. Ührady na chfntt. OddSlenf pro 1b02f. Oddölenf pozemkovä. ne novit, näjem a pronöje« velkottatkä.parcelace atd. Oddlienf drevafskä JirfrÄ parnfeh ptl v Annoetl a tovärnu na bedny. Kupuje leay k ruLtkovänk, kulatinu kaiddho druhu a v u» ddm mnoistvl, praice atd. Prodävä kulatlnu, fedro parket/, praZee, dfllnf a paüvovd dfevo. ra, Tkeb!L.'TelL. Über: Brod a Val. MVzfflä. Utnf •xpotüura v lixnfch LubaBovIsfeh. Talogramy: Agrobanka. Akelavf kapttil a raiarvy K 47,000.000.— Obehodnf mfsto tffdnf lotarle. Wechselstube der priv. MSdr. krc-aMM iu Vrtdm» Freiheitt-Platz 9 «», pal »erkauf usu Gtaatöreuteu, »fandörtefe^ DbUgaAsumb ffHfit uk »ofsm Et»- m* Verkauf vou Valuten und Devise» Einlage» gegen Gpaiodücher oder zur Gutschrift 1» Koni« Bourente. Belehnung von Wertpapieren. Die >0« ftattung kan» «ach in Teilzahlungen erfolge«. GinlOsnue und ESöompt« sämtlicher Coupon» »nd tzeoa losker Effekte». UeLernohm» von Wertpapiere» sny »emoahrnn, »nd Vermalt»»». — V1»k»lterunge» und Devinkulierungen von Wertpapieren für Kirchen. Stift tungen »nd Fond» von Körperschaften. — Beschaffung vr» MilttärheiraGka»ti«»e». — Safe Detzostt» zur Aufbewahrung von Wertpapiere», Dokumente», Schmuckgegenständen unter eigene« mehrfachen Bast, fchkufle der Partei. Bersicheruuge« von verlosbare« Wertpapiere» gegen Kursverlust. Promeffeu zu alle» Ziehuugeu. verkanf »e» Lose» ze,«k reilzahlnngea. TELE?«0!>1 291. OEQ RUNDET 1647 »Me soll nie auf'n neuen Melach (König) beten." Dennder alte mag schon seine Fehler haben, die die Jüdischen Untertanen oft empfindlich spüren mochten; «b aber der neue bester sein wird? Wieviel hundertmal im Laufe der Geschichte mögen schwere Enttäuschungen 4m einem sehnsüchtig erhofften Thronfolger die Juden diese Weisheit gelehrt haben! * 9 »Wer nich hält auf de Mispoche (Familie), an dem kV kein Brache (Segen). AuS dem patriarchalischen, dem Leben der Erzvä« ker und ihrer Söhne, der zwölf Stämme, hat sich ja das ganze jüdische Volk entwickelt. So war das Familienleben die Wurzelseiner Kraft, dem die wichtigen Sitten und Gebräuche entstammen. Jeder Hausvater konnte seine Tochter trauen, jeder Mann sich von seiner Ehefrau scheiden lasten: kraft ihres Familienrechts allein, ohne daß ein Priester die Hand im Spiele haben brauchte. Für das oft jüdische Hilfswerk find dem Verband der Ostjuden in Deutschland folgende Spenden überwiesen worden: Humanitätsloge Agudas Achim 808 Mk., K. Shman 300 Mk., M. Lewit 200 Mk., N. N. 300 Mk., G. 450 Mk., Cisner und Ehrmann 300 Mk., Fraenkel und Beer 300 Mk., Brüder Freystadt 200 Mk., Protzen und Co. 300 Mk., Bachmann und Löwenstein 200 Mk., Ja» kobsohn und Co. 300 Mk., Mark und Co. 200 Mk., F. Sachs 100 Mk., I. Landau 100 Mk., H. Judeh 200 Mk., Ing. BrodSki 300 Mk., M. Reinhart 60 Mk., S. Kraus 60 Mk., P. Kaufmann 60 Mk., M. Malina 60 Mk., Nußbaum 60 Mk., Kempanski 60 Mk., Rofenwasser 60 Mk., Ing. Trop 60 Mk., Linetzky 100 Mk., sämtliche ln Berlin, Unter den zahlreichen dstjüdischen Flüchtlingen herrscht gegenwärtig große Not. ES ist Pflicht eines leben Juden hier helfend einzugreifen. Brünn, Adlergasse 9. Ela neues Bach aas Osteuropa: Polnische Judengeschichten betitelt sich das neue Erzählungsbuch von Hermann Blumenthal der sich in einigen Romanen und Erzählungen als glänzender Schilderer von Land und Leuten in Osteuropa erwiesen hat. Wer den polnischen Juden in seiner wahren Gestalt kennen lernen will, lese dieses Bach. , Das Schicksal der polnischen Juden Interessiert heuto ganz Europa. Künstler-Spiele ״Sans Souci“ Schwechater Bierhalle. Täglich Vorstellung. AuS dem reichhaltigen Programm: Josef Fleischmann, GroteSk-Komiker, in der Posse: Gezähmte Bestien. Posse in 1 Akt von Alexander Lrebitsch. Regie: Ferry Rosen. Leo Nhl, Wiener Genre-Humorist. Honst Jackson, Wiener Soubrette. Auf vielseitiges verlangen: ״Er und Er", Schwank in 1 Akt von Adolf Glinger und Otto Taußig. Inszeniert von Ferry Rosen. Martina LandowSka, Solo-Tänzerin vom Brünner StadttheateL Ab 7. d.: ״Dagobert wo warst Du?" Operette in 1 Mt von Otto Heinz. Musik von Robert Stolz. Anfang */*8 Uhr abds. Kassaeröffnung */»7 Uhr abdS. Preise der Plätze: 1. Platz: 8 L, L Platz: S K. Vorverkauf; S. Winkler» Vnchhavdlg, «»»»erraffe. Masarykstrasse Nr. 1 AUe- und Hojnäopathie. Inländische und ausländischpharmazeutische Spezialitäten. 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