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Jüdische Volksstimme · 1919-06-27 · Heft 16 (27.6.1919) · page 7

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XX (1919)
Issue
Heft 16 (27.6.1919)
Date
1919-06-27
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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UAtAfche SeftlfHaiatt* Sette 7. r fetent gedachte auch in besonders warmen Worten der Tätigkeit des Herrn Adolf Herdan. Audem programmalischen Teil des Referatewäre hervorzuheben: Aenderung der Statuten. Allgemeines, gleiches und direkteS Wahlrecht. Ständige Fühlung des Vorstandes mit der Bevölkerung. Bau eines jüdischen Spitals. Errichtung jüdischer Schulen. Umwandlung der KultuSge- Meinde in eine Bolksgemeinde. Gründung jüdischer Schulvereine. Förderung aller jüd.-nat. Vereine. Herr Z e i s e l sprach namens der «Parteilosen". Er gab über das Zustandekommen deS Kompromisseseiner lebhaften Freude Ausdruck. — Herr Hickl bedauerte, daß ein großer Teil der Kandidaten, es nicht der Mühe Wert gefunden, vor den Wählern zu erscheinen; weiter-, daß die Herren deS Wahlkomitees bei Aufstellung der Kandidaten auf die religiöse Bevölkerung in keiner Weise Rücksicht genommen. — Herr Schüller gab die Erklärung, nicht als Poale-Zionist, sondern als Jüdischnationaler zu kandidieren. Er versprach in erster Linie im Vorstande für die Aenderung der Statuten einzutreten. Die Aenderung müsse unbedingt in längstens 2—3 Monaten durchgeführt werden. — Herr Rischawy machte die Mitteilung, daß er als religiöser Jude kandidiere. — Herr Dr. Haas gab die Erklärung sowohl in nationaler als auch religiöfer Beziehung zu wirken. — Dr. Sonnenfeld erklärte die Aenderung der Statuten müsse unter allen Umständen erwirkt werden. — Dr. Bäumel sprach tschechisch, forderte eine Vertretung der tschechischen Inden in der. Kultusgemeinde und gab dem Wunsche Ausdruck, die Juden mögen unbedingt die tschechische Sprache erlernen. — Dr. Saudek (parteiloser Demokrat) erklärte wohl einen Teil der Forderungen der Jüdischnationalen zu^ akzeptieren, für die Erweiterung deS Wahlrechtes in radikaler Weise könne er sich momentan nicht erwärmen. Für eine Aenderung der Statuten im demokratischen Sinne werde er zu haben sein. ■— Herr Grün (Poale-Zionist) erklärte namens seiner Partei, daß die Poale-Zionisten unter den gegebenen Verhältnissen, es unter ihrer Würde halten, an den Wahlen teilzunehmen. — Herr Dr. Schütz hob hervor, daß gegenwärtig von nichts anderem die Rede sein dürfe als von der Aenderung der Statuten und Wahlreform. — Herr Sonderling gab seinem Bedauern Ausdruck, daß der religiöse Teil der Bevölkerung» Sei Aufstellung der Kandidaten gar keine Berücksichtigung gefunden. — Dr. B r i ck (Parteiloser) gab gleichfalls eine Erklärung bei Aenderung des Wahlrechtes nicht für eine radikale Reform zu haben zu sein. — Nach Ansicht des Herrn Dr. Brick könne man nicht ave Juden unter einen Hut bringen! Notiz. I An-lo-Oesterreichische Bank. (Kundmachung.) Die > 56. ordentliche Generalversammlung der Aktionäre der! Anglo-Oesterreichischen Bank findet am 7. Juli 1619,' um halb 4 Uhr nachmittags im Kassensaale der Anglo-! Oesterreichischen Bank (1. Bez., Strauchgasse Nr. 1) j statt. Gegenstände der Perhandlung: 1. Jahresbericht des Generalrates. 2. Bericht der Zensoren über den Rechnungsabschluß deS Jahres 1918 und Beschlutzfas. sung hierüber. 3. Beschlußfassung über die Verwendung des Reingewinnes pro 1918. 4. Bestätigung der Kooptation eines Mitgliedes des Generalrates und Wahl eines Mitgliedes infolge Ablaufes der Funktionsdauer. 5. Antrag auf Abänderung der Statuten. — Laut Artikel 30 der Statuten berechtigen 26 Aktien zu einer Stimme. Die stimmenberechtigten Herren Aktionäre werden eingeladen, ihre Aktien samt den nicht fälligen Kupons bis inklusive 28. Juni 1919 in Wien bei der Liquidatur der Anglo-Oesterreichischen Bank, in Aussig, Bodenbach, Brünn, Brüx, Budapest, Czernowitz, Eger, Falkenau, Gmünd, Graz, Innsbruck, Kaaden, Karbitz, Karlsbad, Komotau, Königgrätz, Korneuburg, Laa a. d. Th., Leitmerih, Linz, Lobosih, Marburg, Marienbad, Nagyvarad, Olmüh, Pardubitz, Pilsen, Pirano, Prag, Proßnitz, Saaz, St. Pölten, Teplitz, Tetschen, Trautenau, Triest, Wels und Znaim bei den Filialen (Exposituren) der Anglo-Oesterreichischen Bank zu deponieren. Laut Artikel 27 der Statuten können Vollmachten nur an stimmberechtigte Aktionäre erteilt werden. Wien, am 19. Juni 1919. — Der Generalrat. Vlabaster-Zahnereme macht die Zähne gesund und schön. — In Apotheken, Drogerien und Parfümerien in Tuben *nd Würfeln zu haben. 1919 Wochenkalender 5679. Festtag ד!םטרד. רביעי א׳דר׳חתםייקרח ב׳ דריח תפוז השפים הפאי ויפתח הגלערי פיק ח&ח8ז Verlas M. Hickl, Wien, VIII., Lerchengasse 6 a» Brünn, Adlergasse 9. Ein neues Buch aus Osteuropa: MoravsM v Brni. t Bankovnf obchody.ÄÄÄ dej cenn^ch paplrfi, v/mLna kupopfi a slosovan/eh cenn^ch papirfi. Vadia a kauce. Uhrady na chmu. Oddölenl pro zb02f. Äl'bVrod*vl OddSlenf pozemkovd. nemovit, näjem a pronäjem velkostalku.parcelace atd. Oddölenl dfevafskd parnich pH v Linnosti a tovärnu na bedry. Kupuie lesy k *uiitkovänf, kulaiinu kaidöho druhu a v kazdäm mn02stvi, prazce atd. Proddvä kulatinu, fezlvo parkeiy, praLce, dfimi a palivovö dkevo. rSIf י Boskovfce, Breclava, HoteSov, Chrudlm riliailiy •KromgH2, Mor. Ostrava, N6m. Brod, Olomouc, Opava, Plzefi, Praha, Prostejov. Pferov, Tfebifi, Tele, Ober. Brod a Val. MeziHä. Letnf axpositura v!drosch Luhaöoricfch. Telagramy: Agrobanka. Akclovf kapllll a rasarvy K 47,000.0110.- Obchodnl mfsto tffdnf loterle. Wechselstube der priv. Miibr. Escomptebank in Brünn, FreiheitS-Pletz 9 An- »mb Verkonf van Staatsrenten, Pfandbriefen» Sblisatianea, Aktien »nd Lafen. Ginmch Verkauf von Valuten und Devisen Einlagen gegen Sparbücher oder zur Gutschrift im Konto-Korrente. Belehnung von Wertpapieren. Die Abstattung kann auch in Teilzahlungen erfolgen. «Inlbfung und «Skompte sämtlicher EsuvanS und perlasier Effekten. Uebernahme van Wertpapiere« ,ne Verwahrung nnb Verwaltung. — Vinkulierungen und Devinkulierungen van Wertpapieren für Kirchen. Stiftungen und Fond» von Körperschaften. — Beschaffung von MilitkrhriratSkautisnen. — Safe Depafit» zur Aufbewahrung von Wertpapieren, Dokumenten, Schmuckgegenftänden unter eigenem mehrfachen Ver« schlusse der Partei. Versicherungen von verloSbareu Wertpapiere« gegen Kursverlust. PrnMeffeu zu allen Ziehungen. Nach dem Schlußworte des Herrn Dr. Schreier forderte Herr Singer die. Anwesenden auf am Wahltage für die folgende Kompromisliste einzutreten: Samuel Beran, Fabrikant, Siegfried Blumen thal, Bankdirektor, Dr. Emil Brick, Advokat, Dr. M. Brunner, Advokat, Dr. Theodor Haas, Advokat, Dr. Friedrich Aug. Herrmann, Advokat, Sandor Hirschmann, Fabriksdirektor, Siegmund Patak, Fabrikant, Bernhard Rischawh, Kaufmann, Med. Dr. Ignatz Saudek, Med. Dr. Adolf Scherbak, Leopold Schnürer, Fabrikant, Med. Dr. Philipp Schreier, Julius Schüller, Dirigent, Dr. Karl Sonnenfeld, Advokat. Eine gewerkschaftliche Organisation der Briinner Kultusbeamten. Der Umsturz auf allen Gebieten hat auch ein Novum geschaffen. Die Kultusangestellten unter dem Namen ״Meschubodim" den Kehillagewaltigen bekannt, haben sich aufgerafft und eine eigene Organisation auf - gewerkschaftlicher Basis begründet. Es fanden zu diesem Behufs mehrere Besprechungen und Versammkungen der Angestellten der Brünner Kultusgemeinde statt. In diesen Versammlungen wurde die trostlose Lage der Kultusangestellten geschildert und der einmütjtze Beschluß gefaßt, diesen schier unhaltbaren Zuständen ein Ende zu bereiten. In einer der Versammlungen referierte der jetzige Gemeinderat Dr. Loria über die 'Organisation und Abhilfe des unerträglichen Zustandes. Eine Resolution behufs Teuerungszulage, Erhöhung des Gehaltes, außertourliche Aushilfe usw. wurde beschlossen und dem Vorstande durch Vertrauens- Männer überreicht. Der Vorstand hat als außertourliche Aushilfe einen Beitrag von 10.000 Kronen bestimmt, jedoch die Verteilung dieses nach eigenem Gutdünken vorgenommen. Aus diesem Grunde hat die Organisation eine neuerliche Eingabe an den Vorstand gerichtet und die Forderung gestellt bis 28. d. M. die gerechte Aufteilung im Sinne der Angestellten vorzunehmen. Hoffentlich verstehen die Herren im Kahal die Mt und lassen sich nicht von persönlichen, sondern rein sachlichen Gefühlen leiten. Polnische Judengeschichten betitelt sich das neue Erzählungsbuch von Hermann Blumenthal der sich in einigen Romanen und Erzählungen als glänzender Schilderer von Land und Leuten in Osteuropa erwiesen hat. Wer den polnischen Juden in seiner wahren Gestalt kennen lernen will, lese dieses Buch. Das Schicksal der polnischen Juden Interessiert heute i ganz Europa. Künstler-Spiele ״Sans Souci“ Schwechater Bierhalle. Täglich Vorstellung. Aus dem reichhaltigen Programm: ״Fräulein OSkar", Schwank in 1 Akt von Adolf Glinger und Otto Taußig. Inszeniert von Kerry Rosen ״Bunter Teil: «nette BaloiS, Soubrette, Willy Schlesinger, Groteskkomiker.. Mina Brissa, Koloratursängerin, Borelli und Little Charly, Balanceact. ״Er und Er", Schwank in 1 Akt von Adolf Glinger und Otto Taußig. Inszeniert von Ferry Rosen. Anfang t/,8 Uhr abdS. Kaflaeröffnung 1/*T Uhr abdS. Preise der Plätze: 1. Platz: 8 K, 2. Platz: 8 K. Vorverkauf: G. Winklers Buchhanblgv Rennergaffe. KINO UNIVERSUM Neugaffe Rr. 10. Mobernst eingerichtetes Theater-GebSube für 800 Personen. Drei Vorstellungen täglich. An Sonnu. Feiertagen 8 Vorstellungen. Stets allerneuaste Programme. verkauf von Lose« «ege« Teilzahlungen. TELEPHON 291. QEORONDET 1647 Masarykstrasse Nr. 1 Alle• und Homäopathie. Inländische und ausländischpharmazeutische Spezialitäten. Natürliche Mineralwässer irischer Füllung. Quellenprodukte, Verbandstoffe, chi« rurgische Utensilien. 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