Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XX (1919)
- Issue
- Heft 14 (12.6.1919)
- Date
- 1919-06-12
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 14 «ett» 7. Latz die Schaffung dieser Organisation jedem Bibliathekar nur willkommen sein kann. Interessenten wollat sich an Herrn Paul Lindenberg, Berlin, Blücherstratze 29, wenden. Dr. Josef Seliger f. «. Aus Jerusalem kommt die Nachricht von dem Ableben des Doktor Josef Seliger. Dr. Seliger ist tn Galizien geboren und in seiner wahren Frömmigkeit und seinem talmudischen Wissen war er gang ein oftlicher Rabbiner. Er studierte auf einer der westlichen Universitäten und erwarb dort den Doktortitel. Er schrieb ein vorzügliches, eigenartiges und volkstümliches Hebräisch und hatte eine starke literarische Begabung. Vor zehn Jahren gründete er die Tachkemoni- Schule in Jaffa und lebte dann in Krakau und Leinberg. Damals gab er den ״Bath-Kol" heraus und schrieb wissenschaftliche und politische Artikel. 1914 kam er. wieder als Lehrer der Schule der Freien Vereinigung nach Palästina. Posen. (Butter für Speck.) In einer Stadtverordnetensitzung wurde hier die Interpellation eines Stadtverordneten betreffend die Butterausgabe in unserer Stadt verhandelt. Redner teilte mit, daß die der Bevölkerung Meinungen laut geworden sind, die Verteilung det Butter wurde in ungerechter Weise besorgt und die jüdischen Einwohner bevorzugt. Stadtverordneter Rechtsanwalt Dr. Kollenscher gab zu, daß die rituell lebende jüdische Bevölkerung etwas mehr Butter als die übrigen Bewohner erhalten habe und zwar 75 Gramm pro Kopf, woraus jedoch der Allgenteinheit kein Nachteil erwachsen sei, denn die Juden hätten lediglich aus Gewissenszwang darum gebeten, ״weil sie nach ihren Religionsvorschriften Speck nicht genießen dürfen. Redner verlangte Toleranz gegenüber der rituellen jüdischen Bevölkerung und bat, daß eS bei dem gegenwärtigen Modus der Butterverteilung fein Bewenden behalten möge. Wenn man mit der Gleichberechtigung ernst machen will, muß man doch auf dem Gewissensgebiet anfangen. Perfonakna«kricöten. Brünn. Sonntag, den 22. Juni l. I., 12 Uhr mittags, findet im Tempel, Ottgaffe, die Trauung des Frl. Selma Bogad mit Herrn Ignatz Nokach statt. Verlobung. Fräulein Irma Berger, eine Toch- 1er des hiesigen Kaufmannes Heinr. Berger, hat sich mit B. I e l l i n e k, Ingenieur der Nh. Elektrizitäts- A.-G. Mannheim, verlobt. Wien. Sonntag, den 8. d. M., fand die Trauung deS Fräulein Malvine Kohn, Tochter des Herrn Hermann Kohn, mit Herrn Moriz Herlinger, Sohn des Cafetiers Herrn Eduard Herlinger, statt. Verlobung. Fräulein Erna W e i n st e i n, Tochter des Herrn Eduard Weinstein, hat sich mit Herrn Fritz N a t h, Troppau, verlobt. Wien. Sonntag, den 1. Juni, fand die Trauung deS Fräulein Lola H o f b a u e r, Tochter des Herrn Bernhard Hofbauer, mit Herrn Jngeniuer Ludwig Kritzler statt. ' Wien. Sonntag, den 8. d. M., fand im Tempel 1. Bez., Seitenstettengasse, die Trauung des Fräulein Jlla Blau, Tochter des Cafetiers Josef Blau, mit Herrn Dipl. Exp. Julius Fliege!, Sohn des Herrn Wilhelm Fliege!, statt. Budapest. Der angesehene Talmudforscher Jonathan S t r a ß e r, führendes Mitglied der ungarischen Orthodoxie, Urenkel des Chassam Szofcr, ist hier im Alter von 65 Jahren gestorben. Offenbach a. M. Am 20. Mai feierte Rabbiner Dr. Goldschmidt seinen 70. Geburtstag. וו «חוו1י1ד I -■!)TUT 11 -1 (Einges endet.) ~~ Löbl. Redaktion der »Jüdischen Volksstimme", Brünn. j Bezugnehmend auf die, in der jüngsten Nummer Ihres wert. Blattes ersastenene Notiz über den Hilter-; der Jerusalemer Rabbiner wegen der Subventionsentziehung seitens der Zionistischen Organisation, gestatte ich mir nachfolgende Anfragen: 1. Der Unterzeichnete Chaim Sonnenfeld (Borsteher und nicht Rabbiner des ungarischen Kolel) hätte doch nur für einen Kolel schreiben können; sind denn die anderen Kolelim nicht in Mitleidenschaft gezogen? Oder ist speziell der ung. Kolel in Ungunst gefallen? 2. Die Kassenzentralstelle für den ung. Kolel ist bekanntlich Preßburg; das angerufene Amsterdam ist die Sammelstelle für den »Konkurenz"-Kolel Deutschland-Holland. Warum hat sich Sonnenf. nach Amsterdam und nicht nach Preßburg gewendet? S. Meines Wissens hat die zion. Organisation die ungarische Jeschibott und Talm. TH.'S bisher auch nicht subventioniert hat, warum hat sich die Ehaluka- Judenheit bisher noch nicht bei -er Organisation für diese Woltat bedankt? 4. Sollte jedoch unter »Entziehung der Subvention" gemeint sein, daß die Organisation die einlausenden Chalukagelder, von denen sich der Kolel und eine Institutionen erhoben haben, zurückhält(???), bleibt die Frage offen, wie denn die Organisation dieseS Kunststückchen fertig bringt, da sie doch bekanntlich die Administrationen des Landes noch nicht in Händen hat? Und waS bedeutet aber in di esem Falle die sonderbare Absendung deS Hilferufs? Chalukagelder sind doch keine zion. Subvention?* 8. Ist daS Ganze nicht eher ein Bluff? Emil Neumann, Nytra. Notiz. «qbaster-Aahneeeme macht die Zähne gesund und schön. — In Apotheken, Drogerien und Parfümerien tu Tube» «nd Würfeln zu haben. 1919 Wocheukaleuder 5679. סיון Juni | Festtage ה«פורה s v 7 גור ראשי! נשא והיהיאיש אחר 8 י 8 M יא 9 D יב 10 M יג 11 D יד 12 סזק״ל F טו 1S ALOIS STROHPF* Old amerlcan Bar Sekretär a SL-i « 3 :*0(0 KRAUTHARKT. BRUNN HäfH MM tüchtiger Redner, wird gesucht: Offerte sind zu richten an den Vorstand der ״Machsike Hadas" Brünn, Adlergasse Nr. 12. Einladung zu der am Souutag de» 22. Juni 1919 um 9 Uhr twrm. im Sitzuugssaale der isr. Kultusgemeinde in Brünn, Theresiengl. 11. stattfindenden X. ordentlichen General-Versammlung der ״Jüdische Volksbank^ für Mghren und Schlesien, r. G. m. b. H. in Brünn. Tages-Ordnung: 1. Geschäftsbericht des Verwaltungsrates und Vorläge des Rechnungs-Abschlusses. — 2. Bericht des Aufsichtsrates über die Prüfung des Rechnungs-Abschlusses. — 3. Genehmigung der Jahresrechnung und Beschlußfassung hierüber. — 4. Erteilung des Absolutoriums sür den Verwaltungsrat hinsichtlich der Verwaltung der Genossenschaft. — 5. Wahl des Aufsichtsrates. — 6. Ergänzungswahl des Verwaltungsrates und der Erj«?- männer. — 7. Freie Anträge. Im Falle der Nichtbeschlußfähigkeit dieser General- Versammlung findet eine halbe Stunde später eine zweite General-Versammlung statt, welche ohne J/ma־ sicht auf die Zahl der anwesenden Mitglieder beschlußfähig ist. Der Berwaltungsrat. für die vurchfürung sSmtlleber Vermessungsarbeiten Anfertigung an: Situationsplänen für das Grundbuch empfiehlt sich: Technische Kanzlei des beh. aut. Zlvllgeometer Karl Pallasek in Brünn, Jesui engasse!5, I. St. MoratsM v Brnö. Bankovnl obchody .SSSÄmÄ dej cenn^ch paptrfl, Wm?na kiiponfl a slosovanfch centrfch paplrfl. Vadfa a kauce. Ührady na eirmu. Oddölenl pro zb02f. Ssfrbr** Oddölenf pozemkovä. ^?V-1 nemovit., näjem a pronäjem velkostalkß.parcetace atd. Oddälenf drevafskO fl'rhS . d£m mnoistvi, pri2ce atd. Prodävä kulatinu, fezlvo parkeiy, prafce, dfilnf a palivovd dfevo. , Boskovlce, Bfcdava, Holeiov, Chrudlm ■KromSftZ, Mor. Ostrava, Nem. Brod, Olomouc, Opava, Plzen, Praha, Prostgjov, Pkerov, TkediL, Tele, Uher. Brod a Val. MrziHH. Letnf •xposltura v liznfch LuhaBovlefeb. Toisgramy: Agrobsnka. Akclov? kapltäi a rasarvy K 47,000.000.— Obehodnf mfsio tffdnf loterle. Wechselstube der priv. MSI)». €$compteba1tk in Brttuu. FreiheitS-Platz 9 10. 00b Boafoof u«0 StaatSreoteo, Pfandbriefe«, OMsattsue«, «He» Wob Lase». Eintmd Verkauf vo« Valuten und Devise» Einlage« gegen Sparbücher oder zur Gutschrift im Kontokorrente. Belehnung von Wertpapieren. Me Abstattung kann auch in Teilzahlungen erfolgen. EiolLsuvß «ob Esrompte sämtlicher SeupenS «ab ver« laftar Effekte«. 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