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Jüdische Volksstimme · 1919-04-14 · Heft 8 (14.4.1919) · page 7

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XX (1919)
Issue
Heft 8 (14.4.1919)
Date
1919-04-14
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. a sehr rüstig in ihrem Aufbau fortschkeitet, ist bereits eine SinwanderungSgesellfchaft o^anifiert worden, um weiteren jüdischen Familien aus Rußland die Riederlaffung zu ermöglichen. In diesen Bestrebungen werden sie von ihrer Brüdergemeinde in Uokohama redlich unterstützt. Die Mitglieder der jüdischen Gemeinde in Kobe rekrutieren sich größtenteils aus gesetzestreuen russisch^, Juden. Dir Revolution in der Ludapester Gemeindestube. Die neologe israelitische Religionsgemeinde hielt am 12. März eine Generalversammlung ab, auf deren Tagesordnung die Wahl des Präsidenten und des Vor standeS stand. Schon vor Eröffnung der Versammlung kam es zu stürmischeil Auseinandersetzungen zwischen den Vertretern der'verschiedenen Parteien. Nach der Eröffnung drängte sich Artur Salgo auf die Estrade und verlangte, obgleich er gar nicht Mitglied der Repräsentanz ist, im Namen der sozialistischen Gemeindemitglieder das Wort. Im großen Tumult verteilte er dann Flugzettel der sozialdemokratischen Gemeindemitglieder, in denen diese im Namen der an der Ausübung des Wahlrechts verhinderten Steuerzahler gegen die Konsiituierung der Repräsentanz, des Ausschusses, des Vorstandes und des Präsidiums der Religionsgemeinde Protest erheben, weil diese Konstituierung den demokyaiischen Errungenschaften der Revolution und der ungarischen Volksrepublik widerspreche. Nur mit Mühe gelang es, den Wahlakt vorzunehmen. Es erscheint als gewiß, daß zum Präsidenten der Religionsgemeinde Franz Szekely gewählt werden wird, der von sämtlichen Parteien für diese Ehrenstelle nominiert ist. Große Jujdenpogrome in Südamerika. In Buengs Aires haben, wie das Stockholmer »Jüdische Preßbüro" meldet, Soldaten und Indianer, unterstützt von der Polizei, mit ]>er Begründung, den drohenden Bolschewismus bekämpfen zu wollen, einen Pogrom veranstaltet. Sie überfielen das Judenviertel und ermordeten viele Juden. Wir erfahren dazu folgende nähere Einzelheiten: ES haben in mehreren Provinzen ArgentinenS Judenpogrome ftattgefunden. Auch in Montevideo (Chile) fand eine Judenhetze statt, indem man die Juden des Bolschewismus beschuldigte und sie für den Generalstreik in Buenos Aires verantwörtlich machte. Der Pogrom dauerte drei Tage. Nä- Here Ziffern sind noch nicht bekannt. Eine -jüdische Delegation suchte den Präsidenten der Republik auf und der Oberrabbiner hielt eine Ansprache, in der er sagt: Während der jüngsten Unruhen waren Juden das Opfer ungerechter Grausamkeiten und unverzeihlicher Verfolgungen. Unter dem Verdacht, daß sich einige Russen unter den Agitatoren befänden, wurde die ganz« jüdische Bevölkerung ohne Unterschied des Alters und Geschlechtes mißhandelt. Die jüdische Bevölkerung ist jeden Augenblick unter beliebigen Vorwänden neuen Angriffen und Reprässalien anusgesetzt. Die Delegation verlangte die Bestrafung der Schuldigen, sowie Spezialmaßnahmen für den Schutz der Juden in denjenigen Provinzen, wo Judenverfolgungen ftattgefunden haben. Der Präsident sagte die Erfüllung dieser Forderungen zu. Die Juden richteten auch eine ausführliche Denk- -rer»,. Derartige Streitigkeit in der Oeffentlichkeit auszutragen, hatten wir nicht für berechtigt. Vielleicht wenden Sie sich mit Ihrem Anliegen an ein Partei blatt. — V. Ä, Preßharz. Nachdem von zuständiger Stelle zur Abstellung der Mißstände alles getan warden ist, wollen wir von einem weiteren Breittreten dieser bedauerlichen Falle absehen. — Student, Jglau. Sie unterließen eS, Ihre Adresse bekanntzugeben. ALOIS STROMPF* Old amarlean Bar 6 8 M E e III' 9 < 12• :fl as 3 r 1»fi är BRUNN. KRAUTMARKT. KINO UNIVERSUM Neugasse Nr. 16. Mobernst eingerichtetes Theater-Gebäude für 806 Personen. Drei Vorstellungen täglich. An Sonnu. Feiertagen 5 Vorstellungen. Stets allarneueste Programme. Konkurs. Bei der israelitischen KuttuSgemeinde BaSftnaitz ist die Stelle Ser Kantors zu bes etzen. Bewerber hat die kantoralen Funktionen am Samstag und Feiertagen unter Chorbegleitung, im VedarfSfalle auch an Werktagen zu verrichten. Den Religionsunterricht im Ausmaße von sechs Stunden wöchentlich zu erteilen, aushilfsweise als Schächter zu fungieren und die Kanzleigeschäfte der Kultusgemeinde zu Besorgen. Die Kenntnis der tschechischen Sprache in Wort und Schrift ist erforderlich. Der Jahresgehalt beträgt 3000 K exklusive eines eventuellen Teuerungszulage und sind mit dieser Stelle auch Nebeneinkünfte verbunden. Ausführliche Anbote mit Belegen über die biSherige Tätigkeit sind zu richten an den Kultusvorstand. BoSkowih, den 3. April 1910. Der KultuSvorsteher. Konkurs. sGlGIGlGlGWlGtGlGWMGWMNNG׳ Mitarbeiter, Korrespondentin, Berichterstatter, jüd. Familienblatt ge* ״Mitarbeiter“ an die Vertreter für vornehmes sucht Zuschriften unter: Adniin. d. Bl.!GIGIGIIG»GIIGIIGIIGIIG«GIGIIGIGIG»GIIGIIG« Soeben erschienen! IM ■ul! Josef Benbow: , In der israel. Kultusgemeinde Mähr.-Weißkirchen ist der Posten eines 'Kontors zu besetzen. Derselbe muß Schachet und K o r e h sein und die Befähigung besitzen an den Volksschulen den hebräischen Unterricht erteilen zu können, sowie das Sekretariat zu versehen. — Der Gehalt beträgt 2000 K und 1500 K Teuerungsbeitrag sowie Naturalwohnung nebst den üblichen Emolumenten, wie auch das Erträgnis der ״Schechita"..— Bewerber um diesen Posten wollen ihre eigenhändig geschriebenen Offerte nebst Angäbe des Alters und Familienverhältnisse an den Kultusvorstand einsenden. S. Kober, Kultusvorsteher. ״Der Lemberger Judenpogrom." November 1918—Jänner 1919. Aus dem ׳Inhalt: Die Lage der Juden in Polen. — Ukrainer und Polen. — Die jüdische Neutralität. — Dies irae. — Wer hat den Pogrom angestiftet? — Das Verhalten der polnischen »Mitbürger". — Nach dem Pogrom. — Statistische Tabellen. — 26 Orig.-Aufnahmen. v r ״™ h fa, Preis Krone« 15.50. schritt an daS Parlament, wo der Sozialist Bravo aufs' . _ , , . .. , “1 * »««w* Jeder Kulturmensch muß diese grauenvolle Martyriologie gelesen haben! Eine erdrückende Fülle von Anklagematerial! Zahlreiche Originalaufnahmen aus der Zeit der Schreckenstage. Zu beziehen: R IM-IMl, Ul. ML, MHHIliL Brünn, Adlergaffe 9, sowie durch sämtliche Buch- Handlungen. Schärfste gegen die Exzesse Protest einlegte. Die jüdische Autonomie in Ostgalizien. Der Jüdische Nationalrat für Ostgalizien hat, einer Meldung seines Wiener Preßbüros zufolge, in dem Bestreben, die nationale Organisation der ostgalizischen Judenheit auszubauen und dieselbe auf^ Körperschaften zu stützen, welche der wirkliche Ausdruck des Volksver trauenS sein sollen, angeordnet, daß alle jüdischen Orts nationalräte in kürzester Zeit Wahlen auf breitester demokratischer Grundlage durchzuführen haben. Damit diese Wahlen ungehindert vollzogen werden können, hat das Präsidium des Jüdischen Nationalrates für Ostgalizien am 12. Februar 1919 das weftukrainische Staatssekretariat des Innern ersucht, 1. den Bezirks- Behörden mitzuteilen, daß demnächst Wahlen zu den jüdischen Nationalräten stattfinden werden, und daß seitens der Behörden kein Hindernis in den Weg zu legen ist; 2. im Berordnungswege die Regelung der jüdischen Autonomie durchzuführen. Kriefkasiea. S. P., Brünn. Unseres Wissens noch nicht in Buchform erschienen. — A. N. vlmütz. Die Geheimlehren der »Kabbala'* werden in dem im 13. Jahrhundert entstandenen Werke «Sohar" vorgetragen. Die geistige Urheberschast wird N. Simon ben Jochai zugeschrieben. — Zewi, Prag. Für uns leider nicht geeignet. — Zionist, Jüdischer Buch- und Kunstverlag, Max Hickl, Wien, VIII* Lerchengasse 6 a, Brünn, Adlergaffe 9. Soeben erschienen! Die metapbysUt der €tMR Spinozas im Quellenlfcbte der siabvaiad. Von Dr. D. Gelbhaus, Rabbiner der israel. Kultusgemeinde Wien, Lektor am Wiener Bethamidrasch. Preis inklusive Ports K 8.50. Arnold hickl rrrtt Sattler and Tapezierer ■rann, Krem 22. Moravskä v BrnS. Bankovnl obchody. dej cennych papiru, vymena kuponu a slosovanych cennych papirfl. Vadia a kauce. Ührady na cizfnu. Oddälenl pro Zdori. Ä,kprodävi Oddälenf pozemkovd. Äl'Ä nemovit., näjem a pronäjem velkostalkü.parcelace atd. Oddälenf dfevafskd f£“S1;Es5 ' . dem mnozstvi, prazce atd. 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