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Jüdische Volksstimme · 1918-07-12 · Heft 15-16 (12.7.1918) · page 5

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XIX (1918)
Issue
Heft 15-16 (12.7.1918)
Date
1918-07-12
Page
– (sequence 5)
Language
German
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*t 1516־ - ■&,'^3rv.yf^m׳i$-^’■ r®;׳^־r5i”V׳lS'״ MW^sOM . M fTim‘1^ ff - witivpnRMr «Kt 3. reichte ein Alter von 87 Jahvsn. — Ehre seinem Andenken! (Wegen Raummangel konnten wir diese Zuschrift nicht früher veröffentlichen. Die Redaktion.) Prag. (Vortrag Berthold und Salome Viertel Wer ״Ost-jüdisches Wesen und I. L. Perez", im Mozarteum in Prag, am« 11. Juni.) Es war ein Abend Ser Enttäuschrmg und des unbeschreiblichen Wi-ederfinden-Gefühls. Diesen fein pointierten, durchgeistigten Literaturkritiker, diesen an europäischen Anschauungen, Voraussetzungen, Vorurteilen, Geschmack, Sympathien und Antipathien gebildeten und gewitzigten Theaterrezensenten mit europäischen Glaochandschuhen an unsere primitive, unberührte, orientalisch-spi!ritualistische, durch Golus, also Scheiterhaufen, Tod, Heroismus, Zähigkeit und Wiederstandskraft durchwürzte, physisch-zerrüttete, geistig mit einem ganz eigenartigen, eintönigen und doch schimjinernden Kolorit umwobene, ins Große gehende Kleinhcitswelt Herangehen zu sehen! Aber welches Wunder! Es schien, als ob die Bäumten, ׳merkwürdigen Lebensräder dieser bizarren Welt ihn, denGleichstämmling, also ursprünglich geistig gleich gearteten, in den Kreis geistiger Uoberstrahlung gezogen hätten. Diese Welt ergriff ihn; und er nahm sie, wie sie war; wollte ihr bis auf den Grund; griff hastig hi,nein und kam nicht mit leeren Händen davon. Er fand dort, in dem Fremden, seiner Geisteswelt so weit Entfernten, sein eigenes Ich (und dies ist ein Zeichen des Geistes, weil, wer als Spaziergänger Beobachtet, ein Blinder ist."). ״Das Volk, dem ich angehöre, ist ein Teil meines Ich, nicht ich bin ein Teil meines Volkes". Dies ist die tiefe Erkenntnis und das rührende Bekenntnis dieses Mannes, den der Krieg nach Galizien verschlagen mußte, damit ihm, dort diese Wahrheit aufgehe. Und so geschah es vielen, wie er versicherte. — Seine Ausführungen über das Ostjudentum waren keine objektiv-kritischen, sondern ganz Gefühl, tiefes, echtes, wahres Gefühl, das sich bald zur Pathetisch-glühenden, gefühlvollen Begeisterung verdichtete. Und I. L. Perez erscheint ihm als das Prototyp des ostjWischen Wesens. In ihm, dem Dichter der wunderbaren chassidischen Welt, wo der Jude Eigenes leistete, Ureigenes, Unseres, nur Unseres, Wunderbär-Großes, Geiftig^Ueberragendes und Menschlich-Tiefes, in׳ ihm sah er das Ostjudentum mehr als in Bialik, der. das große jüdische Pathos und die jüdische Tragik habe. Das Publikum war ergriffen von all dem, weil da etwas geboten wurde, was aus der Tiefe einer Seele kam, einer Seele, die glücklich erschüttert ist, etwas Verlorenes, sie Ergänzendes wieder gefunden zu haben. Auch Frau Salome Viertel, die Dichtungen! von Perez und Malik mit tiefer Hingebung wirkungsvoll rezitierte, wurde zugejubelt. P. Haller. Literatur. dürfte die Wahrnehmung daß,das -tiefsinnigste ailler philosophischen Systeme (welches in der Ethik Spinozas entölten ist) .msit der übersinnlichen Doktrin der Kabbalah in intimer Bemührung steht, für streng Wissenschaftliche und für weite gebildete Kreise von großein Interesse sein. Jüdische Bolksbichlech. Eure neue populärwissenschaftliche Ausgabe in jüdischer Sprache soll demnächst den jüdischen Büchermarkt bereichern. Lange schon hat das Volk ein Bedürfnis nach derlei Erscheinungen empfmrden, welche alles Wissenswerte /aus den verschiedeusteu Gebieten in mundgerechter Form -und mir billiges Geld bieten sollen. — Das erste.Heft: Volkswirtschaft von Magor erscheint schon in den nächsten Tagen. Dann sollen in, zwangloser Aufeinanderfolge Hefte erscheinen, welche durchwegs gute und nützliche Stoffe behandeln werden. Jedes Heft ist zumindest 64 Seiten stark. ׳i-j n r Verzeichnis der durch den ״Jüd.- Buch׳ und Kunstverlag Brünn", Adlergasse und Wen, 8. Bez., Lerchengaffe 6a zu beziehenden Bücher, Werke usw. usw. Altmann Ad. Zionismus und Antizionismus, Zionismus und Kozialismus. —.60 Belkind I. Eine Nationalschule in Palästina. —.80 Bondy E. Geld und Gut, HD. Familien und Kulturbild aus dem ersten Drittel des vorigen Jahrhundert. 1.60 Birnbaum Dr. N. Divrej Huolim, hebr. 1.60 ״ ׳׳ Kisvej Huolim, jidd. 1.60 EisenLerg Dr. I. Weltkrieg und Weltfrieden nach Bibel und Koran. 1.60 Elias Dr. Die jüdische Handwerkerschule im Elsaß. —.80 Fahn Rüben, Die HaskalahbewGung in Wien, 6.— Funk S. Dr. Für den Kaiser. Königstreue Worte aus dem jüd. Schrifttum brosch. 2.60 gebunden. 3.60 GelbhauS Dr. S. Spiinozastudien. 6.— Grnnwald Dr. Hilfskommission für Palästina 1916. —.80 Die Metaphysik der Ethik Spinozas im Quellenlichte der Kabbalah, von/ Dr. S. Gelb- Haus, Rabbiner der israelitischen Kultusgemeinde Wien, Lektor am Wiener Beth-Ham-idrasch. — Jüdischer Buchn. Kunstverlag, Max Hickl, Wien, 8., Lerchengasse 6. Preis 7 Kronen. — Diese Untersuchungen weisen den Einfluß nach, den die Kabbalah auf den Werdeprozeß der spinozi-stisch-- methaphysischen Ideen!ausgeübt haben. Du Gelb- Haus, ein hervorragender Keirner der kabbalistischeu und talmudischen Litemtur «und ein bewahrter Forscher auf dem Gebiete der! griechischjüdischen Philosophie, deren eminente Boherrschung er tu seiner ״Apologetik des Judentums" iim ihrer geschichtlichen Entwicklung, darg/eta-n hat, zeigt in vorliegendem Buche, -daß die Substanz und Atributenl-ehre der Ethik Spinozas (in ontologischer Form) den kabbalistischen Doktrinen über diese Materie homogen ist, daß Spinoza teilweise gegen die Behauptungen der Kabbalisten direkt polemisiert, daß er in manchen Punkten von ihnen vollständig bewußt!abweicht und eigene Prinzipien aufstellt. Ebenso verhält er sich mit den anderen methaphysischen Doktrinen der Ethik. Die kabbalistischen Dokumente werden im syrisch-aramäischen und hebräischen Urtexte und in deutscher Uebers-etzumg gebracht; ebenso werden die Lehren der Ethik lateinisch und deutsch vorge׳ tragen. Bei dem mystischen Zug unserer Zeit, Grunwald Dr. M., Rede zum! Gedächtnis des Dr. G. Kohn Günzig Dr. I. Rabbi Israel Bal-Schem!, der Stifter des Chassidismus. Sein Leben :und seine Lehre. Haas Th. Dr. Die Juden in Mähren. Darstellung der Rechtsgeschichte und Statistik. Herz! Dr. Th. Der Judenstaat. 2. Ausl. Jomtofbuch. Jiddisch. Inhalt: Onochi, Dr. Geiyer Jiddischkeit. Dr. N. Birnbaum, Mit was ich schem mich feint. N. Silberbusch, Jsrolik. Skizze. Bas Jehudi, Sog, mir mein Kind. Jman, Der Milantschnik. Urie Zwi Grünberg, Elokim. Dr. J.Fränkl, Die Chasfidische Schiteh. Jakob Nestel, An mein Volk, Meine Brüder. Eisik Weinstock, Die Tragik von a Leben.Josef Holder, In Weldel. Jechiel Levi, Abendstillkeit. L.Schußheim, Von meine Aufzeichnungen. I. Th. TanbeS, Tofilo. Jüdische Bolksstimme, Jahrgang 18. Jüdisches Bereinsliederbuch. Jüdischer Kriegskalender. Jmber Erez, Jsmel-Lieder, jiddisch. ״ Esterka Poem, jiddisch. Jüdischer Bolkskalender. Jahrg. 1 —17. —.60 3.60 3.— 1.20 2.60 1.50 3.50 2.— 3.— LeimdSrfek Dv. D. Predigt, Unser« GotteS- Heiligung Keduscha, (Mujahr, Dersöhnungstag.) —.60 Krauß Otto, Sozialismus, Zionismus. 1.— Kurrein D. Ad. Herzls Grub. —.40 - ״ ״ Der Zionismus, der Fortschritt, die Humanität und die Sozialpolitik des jüd. Volkes. —.40 ״ ״ ״ Rabbi Jshudia hachafftd. —.60 Kurrein De. Viktor, Rede zur Einweihung!des Genesungsheimes für kranke Israeliten in Meran. —.80 Kaufmann Dr. H. E. Vorlesungen und Essays anläßlich der ersten jiid. Palästinareise nach -dem heiligen Lande. 4.— KriegShagadah schel Pessach, mit Geleitwort vvn Uabb. Dr. D. Feuchtwang. broschiert 1.60 gebunden 3.60 Kanter Dr. F. Dovor beito. Zeitgemäße Betrachtungen zu den Wochenabschnitten. 4.— Kohn Dav.,!akad. Maler, Krieg, Kultur Sabbat. —.60 Kohn Rudolf, Aus einer kleinen Kultusgomei-nde 2.— Krenverger Dr. S. Der. Zionismus von heute. —.60 Lederer Egon, Unsere Stellung zu den nichtzionistischen Parteien. —.40 Lederer Mar. Aus jüd. Spare. (Inhalt: Schillersche Ideen tm Lichte! des Judentums, Mittelalterliches Judenmartyyium, Der Jude :in einem Drama. 1.60 Leimdörfer Dr. N., Rabbiner, Unsere GottesheMigrmg, Predigt —.60 Nordau M. Dr. Der Zionismus, 2. Aufl. —.30 Nurok N. Der erste allrussische Zionistenkongreß >m Minsk. —.80 Pinsker Leo, Autoemanzipation, Mahnruf an seine Stammesgeinossen von ,einem russischen Juden. Mit Vorwort von Dr. M. Th. Schnisrer. 1.— PinkuS Dr. Felex Lazair, Palästina und Syrien. Untersuchungen zur Wirtschaftspolitik, mit Vorrede von Dozent Dr< D. Pazmanik 7.— PorgeS Fr., Licht, Schauspiel in 1 Aufzug. 1.— n״ ״ Die Helden. , ' 1.— Protokoll des 6. Ztoniistenkongreffes. 3.— Ravitsch M. Ruinengvoß, jiddisch. 2.— Rqbbinowiez I., Graf Zeppelin beim Wunderrabbi Puvtmspiel. —.80 Revue, Organ der isval. Kultusgemeinden, Jahrgang 1904—05 7.— Rabinowitsch I. L., Führer -itnd'-ev Sprache der Bibel, Lehrbuch der bibl.-hebr. Srache aufgrund von- 900 Bibelversen, nebst der Geschichte nnÄ Religivnstehre. Mit Wörterverzeichnis, Paradigmen und Präparationsta!- belle für schriistliche Uebungen 5.— Rothblum David Dr., Golus, Novellen und Skizzen -aius dem jüd. Leben brosch. 3.60 gebunden 6.40 Sabbatnachmittag, Jugendgottesdienstgebetbuch. 1.— Sandler Dr. A., Antropologie und Zionismus. 2.— Silbermann A. N. Dev Schüler des Chsaw Sofer, Erzählung. . 1.— (vormals Eduard Urban) Kaiser •» Frans •» Josef - Platz Nr. 18• Übernahme von Saldorn zur gllnotlgon Vor- :״.■ ׳:׳ s.r, zlnsung. ■׳..■■=!:::jz=s An- und Verkauf von Losen In allen möglichen ר rvsssB■■, - Kombinationen. as-״T^m78as ♦♦♦♦♦♦!♦ו♦!♦!♦!♦♦♦♦♦♦ . Cate ——— Margaretenhof BRUNN, Rennerflatse Nr. 1214־.

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