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Jüdische Volksstimme · 1917-10-19 · Heft 16 (19.10.1917) · page 5

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XVIII (1917)
Issue
Heft 16 (19.10.1917)
Date
1917-10-19
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Kl. 16. »Mische VeWfti««e» «tttf 9 Mtf 140 Mitglieder gebracht hat unkt die besonders 9« dm kleinbürgerlichen Kreisen der Gemeinde "btl Sterbe- und TrauerfSllen sich nach altjüdi IscherWeise invortrefflicher Art betätigt. Die Holländische Regierung für de« Zionismus Die intensive und systematische AufklLrungs-- ttrbeit in der grotzm holländischen Oeffentlichikeit AVer den Zionismus die im Laufe dieses llcchreS a-.ij.1aJ.!tu.* A«rtMn 1״5| .1:^*גיv/1v^11t״11״(.Vv ^r.. __ *Hat kürzlich in einer Nntpre^ima mit dem iE scheu Nirlis,Eilten Ben M^e ^wi Och' M entfchie dsnm Anbänner d'e^ Fy^lstMen Löstmv der?du ' denlra״e Dte <^tell1mcmdbme div-ietz in bMollanb sebr Mit'bi-en MinMrS fflr den AinniS- MikS baf rtitf die iiidilche und N'chtinMche l^ttent- ' ^'Weit nrnden E'i^ikck nemn'cht. De^t Minister 'Tm1$ Zeinen Gintre-ssall dnrltellt. e-raibt sich Es!?ner bedei^snmen cissentfichen Erklärnnn. die das Mitalted!^e« nro^en Nktiansk1wtt<»e8. Merr ^aknb'rs $v Kaan kkimlich abaab. $Wr Wann ^nOchk'rt-׳. beni-änd-'tei'Ni^iise saa»en זיי Wr-, Ven. d^l? dsp dailändiWe Nea'<1״ma> dem ZinnlsmnS sdmd^Nisch neaenüber (£§ b^ba!7>f faN M9 ^י׳זזי׳ו^חזי^, Hrm wk'schcir IN^ntima diese suna d>r dallandischen Nea^^n״!^ bei dem dktrch Pen ,On\»<T sn aesteiaerten n7״n^7?sch!en -nnd psckttl- 'Men (UpMichs den neirtrasen ^Wfm nnd de׳' Man7i-s>ke׳t d״r Mdnsiimja de!8 ^1-iedenskanaresspS sn Hnll^ndifch«m Bit׳Oden snr ^-i״ BeksaMima der bildensnaae werden kann _ An den Vranaer! Wort s-se esinmas fasa.^de ^״ilsn nnd d'inike 'tse ssch «*rs ^in׳?״ n-v^׳sch>n NeriMes. Iden ei״ ^ell>n׳׳i7nen ans der״ <^ssen sch'cht' ..BnN dr'^st»״ Manp^n ^r׳«״׳-׳ veMieden. — nids>8 Wdo-nn ne Menae — Die Och hier nschipfn diÄch^rr!1 מחיי!pr{ן1י . —ITןז״ ׳'?'מ§ dadei״- d?p ^«ייילו׳יי׳יימי׳זיז זיי׳יייי1וי _ (ST'ia frtTVtm 'mVtT |«מי׳מיוי, מיי7י e^'rn׳V'T <א*יז?vrpr^trtf» (1*׳ tf ^tpf?. S'Av.*ArtN nff Nch P?n' ^A^ff ► _ 071.P Sa« ׳K(^1.T£av.. .««Wf rtirti1ן ״ .V a..<? Ka^a.. Wf««*,' ^TC\ ___ <T,fWfyU r ״י> ״ »^־׳י/- crw« Die große Zahl der Juden gibt eine Begriff davon, lvelchä Lei dm das jüdische Volk m Osterreich insolge des Krieges zu tragen hatte. Don den jüdischen Flüchtlingen wurden 67,229 kr Böh men ׳rmd 40.237 in Men untergobvacht. Das La׳ ger m Deutschbrod, das infolge der von den jü-,! oisch-natiomüen Abgeordneten im Parlament vorgebrachten Anklagen gegenwärtig a ufgelößt' wird, zählte 6417 jüdische Bewohner. Unbekannt ist die Zahl der im! den Baracken oder auf dem Transport ums Leben gekommenen Flüchtlinge, wobei erwähnt sei, daß in, den Lagern die Sterb-! lichkeit bei stillenden Müttern, bei Kindern und Greifen eine außerordentliche Hohe erreichte. Auch Kriegsseuchen, insbesondere der Flecktyphuß,! forderten eine große Anzahl von Opfern. Das Elend in Saloniki. Der Züricher Korrespondent des Jüdischen' Kovrespondezbureau im Haag meldet: In der Schweiz hat sich soeben ewt. Komitee ״Pw Saloniki" gegründet, das die verunglückten Juden dreier Stadt tÄnidptt ־!!mW זוי/ו.«1+,י/?ה.^ Maxim Gorki über die Gleichberechtigung der Juden in Rußland. Maxim Gorki schreibt in feinem! Blatt« ״Nowaja Schisn": ״Di!s Gleichberechtigung der Juden ist etne der schönsten! Errungenschaften der russischen Revolution. Indem wir den Juden als gleichberechtigten Bürger wnerkanmitsn׳, haben wir von unserem Gewisien einen schimpflichen, blutigen, schmutzigen Fleck genommen. In dieser Handlung ist nichts, das das Recht gibt, stolz zu sein oder uns zu freuen. Endlich hat man׳ sich zu einer guten Tat aufgerafft, aber man fühlt keine Freude. Der Antisemitismus lebt und erlbeginnt WWer sein Haupt zu!erheben und seine giftige I Agitation wi'eder zu verbreiten. Und warum ge« Weht dies? Weil unter dien anarchistisch gosinnten Bolschewi'ki sich zwei, drei oder sogar stebm Juden befanden ׳und Weil man fürchtet, daß diese stehen Juden Rußland vernichten werden. Mso ' für die Sünden der sieben jüdischen Bolschewik: soll das ganze jüdische Volk in Rußland bluten.. Wann man so urteilt, so muß man Lewin als ״^w wu«mm yc^cunaer, oas tue verunglückten Wenn man so urteilt, so muß man Lewin als Juden dieser Stadt Gaben und Naturalijm samecht russischen Sünder anerkennen, und dann!mjeln will. Die gesamte Schweizer Presse steht müßten für die Sünden eines Lewin sämtliche > dem von den hedeutendsten jüdischen Männern Bewohner des GouveMements SimLirsk, aus der Schweiz unterfertiaten Ausruf ׳hMoa ftn. ftietdfipm Pftvntn —׳~x1 ׳Mrtrtt מי׳יה^ *SV,« ^,;1 rm2P-^.5> KM» . (Tv^riV __ _ י׳*•״־» ׳מ'^« Y,ü«i w — ... r!״ r^A, cm.,.״ r., a,.c «SA, <%״';״ AV. V* rf' rrf-r.^- a Wv v:,v _ <V^V . _1t.״ r*״tu a^. n+/yrfsl?י׳<7ח ח.* fnntt ״. ״״yvv, r״״זן*״., .״,״!. ״ a... <nv:״frtrr;rut4;<.״ rA..1,A..^ cm:u,w״«A.״ Sa» cyr.vjr^A*. ^,.«i.r.....s'Ap 'n.a.״c. -r^.׳.....c....A tv,.s ־»׳.— :״a ,.״rr: J..v OiWa« v״a<* A..S «.... (V.5s,״ AACfAffA״ r.:.. jjru״ /~rr.«:cuA:f״v ^a- «1זמ Sa®״ AS A.. .i VJaCa WAAf!, A״״‘״״ •־» ״ S.׳A ... 4״SYPa..*f:aY,A«Ka״ cmjx^riAV׳*..״ ..זז״׳ס ״.: »״. tsr,xr..r.. ..״v ^׳A׳r,A.,....«t wrr» «זז״^זג״ז,;. . _ , fAvrt _rtAr,1.(?.Ar,?«<A״. CnA..t־i-SAr.V40 f4C״J״t; Sa.. MA״eAktA.- >,.k ז״. aYTa״ m5TA״־ «VaS.,,. ä״ww״״i... :! ״..v *.Ar, ׳ *,A..«is* ua.. Va.. 1ns:r-Ä «f>^A..»A.. A««,m u.!״v aTp v r nx v.’a A״«rA...n5r^A co.AtkA . y»»♦f V.9 A.r....^.A« flAttSS,.».SaR V,a..Saa-»TPI• t r.SA..rt.״.n׳,*A mA»...A-s: ..AfA..srj<»A w״ V CW...«׳A aSa.. A« Sai .. dt>A... a״ t a .« a״. ... Ar. - - —.״W״v|.w»״ jwviiw./tH;t/tuuiltu!der Schweiz unterfertigten Aufruf dieses Ko mitees sympathisch geWnüLer.. Christliche Spender und Freunde der jüdischen Sache haben diese! Gelegenheit -ergriffen, um ihre Sympathien» dem jüdischen Volke bezeugen. Man erwartet, daß die Tätigkeit des Komitees ״Pro Saloniki" dm be sten Erfolg haben wird. Der Brand von Saloniki.!bereits gemeldet, ist in der Nacht Pom!18. auf den 19. August die ganze AltstM von SalomEi niedergebrannt. Weitere Meldungen besagen, daß der Brand M!folge des heftigen Winpes ungeheure Ausdehnung angenommen) habe. Bekanntlich sind 70 Proz. der gesamten Bevölkerung Salonikis Juden, so daß der durch den Brand hervorgerufene Schaden in» erster Reihe diejüdische Bevölkerung lbetriffft. Tausende von Judensind ihrer Wohnstätte und ihrer Habe \mb ihres Gutes beraubt. Emier Nachricht aus! Saloniki ist zu entnehmen, daß -die Behörden Maßnahmen zur Verteilung der notweMgen , LebenSmiittel an die OLdachtlosm und zum Abtvansport eines Testes der Bevölkerung in die umliegenden Dörfer von Saloniki getroffen haden. Einlsninteressanten, aber etwas Phantastisch anmutenden ^Vorschlag bezüglich des Abtrans- Portes der Abgebrannten machte, wie die ״Neue! Züricher Zeitung" vom 26. August mitteiit, eine, mit englischen Kreisen in naher Beziehung siehsnde Persönlichkeit. Da die Unterbringung der durch Nie Brandkatastrophe VeruuMckten aus! militärischen Gründen schwierig und mit großen 1 Gefahren verbunden sei, andererseits aber gegen!- wärtig sehr zahlreiche Verproviantitzrungsschiff von 8llero»nidrlK»n mftA /י«;»י>,זו״מ t.AA.*A>s..A.. v.i ---AVA׳ üvm*׳vwivihuu» WlllU׳U»l, UU» welchem Lewin stammt, verantwortlich gemacht werden). Der ׳größte Teil der Juden sind Menschewiki, aber die nationalistische Presse behauptet,! daß alle russischen Juden Anarchisten sind. Ich habe zu meinem Erstaunen festgestelli, daß die jüdische Rasse eine viel vernünftigere Liebe zu ihrem russischen Vaterland hegt als Viele Rüsten.. JH glaube nicht an einen Erfolg der!antisemitischen Propaganda, ich glaube, daß der Verstand des russischen Volkes, sein Gewisten, sein aufrichtiger Drang nach Freiheit es nicht zulasten werden, daß man ein Volk drangsalieren und mißhandeln solle,; ז י• Bon der amerrkanrfchen Zensur. A.!t.S * A.« A..S Ta*« CJvV 7״r.A ifttV VSaCwaaT ...kt > rtv-& rr. SA.. _ ® äia.♦»ז.«,eyns.rxA,. rr -o msw Hm «r:»lSA>. lyr... Die HM der mkttellofm FlüKtUnge. die tn- Volge der krkegevWM Eveigniste evakuiert Worden Mren. betrug nach einer VoM Mnisterium VeS Mnnern angekertWen Statistik am 1. Juni 1917 191,745 Personen. Pakon Waren aus dem Osten Wer 300,000, Ne sich Wkeder in fokgmder Weift! verteilen: 177.748 Jrcken, 84,498 Ukrainer, W.97S Poftn. 7060 Deutschs und 8857 RumS- «n. ״ » v - u—׳x׳vvr wvi»w» 1 ♦ 1,־v1 viw*tywju;ן ףt von Alexandrien nach SailonUki Verkehren, die ,dann dm Rückweg ohne jede Ladung oder mit Wasserbalast machen müßten, ,geht der Vorschlag! hahin, eiben Teil der Salon>i.ker Bevölkerung mittels dieser leeren Schiffe nmh Cypern zu verbringen, wo sie ausreichend Bewegungsfrei-! heit und ArbeitsMöglichkeit finden dürfen, da! ' die VechältnUse auf dieser Insel ikn» großen ganzen nicht ungünstig wären und die Zahl der Einwohner sehr gering!ist. Auf solche Weise! können 20—30.000 Personen nach Cypern trcms׳ portiert werden, ohne in die dortigen Verhältniste eine gar zu gwße Störung zu dringen. EL sei ohne weiteres anzunehmen, daß die Salo- Mker-Mlitärbehörden diesem Projekt nW ungünstig gogenüberstchen würden, da sie auf diese. ׳Weise der Verpflegung und Versorgung einesteils der notleidenden Bewohner entledigt würden. Die Ueberfahrt nach Cypern könnte auf den erwähnten leeren Schiffen unentgeltlich geschehen, und im Cypern feldst, welches erst der Entschkießung und der gvündäichen Bewirtschaftung harrt, würden die FlWlwge leicht sich mnleben ,könnm. Ein mit großen Mitteln auSgssWteLes > Hilfskomitee könnt« «in kurzer Jett verschiedenes «onoon. Mrs rm Haag oerrwrer, oatz Ateliers und Arbeitshäuser für düs arbsiLsfreu-^die ״Times" in einem Leitartikel Erem Ldedauern dige Saloniker Bswoihnerschaft errichten und über die widerspruchsvolle und zögernde HnttuM ,Oe Flüchtlinge würden-'sich auf dev klimatisch des Kriegsmünisterimns in der tS99g wj Bist von Saloniki׳ MHt fthr verschiedenen Insel recht dung jüdischer Regimenter Ausdruck gSt. Warum wohl Men. Nach BooMgung der Feindselig-.sollten, ftagt das Blatt. dijö Wischen Regimmtev , In!ejijner beißenden Ironie übjerr die jüngst Angeführte! amerikanische Zensur lesen Wir im jüdisch-aMepikanischen Arbeiterblatte ״Die Wahrheit": Uns kann «die Zensur nichts anhaben. Haben wir doch eine Schlüstelsprache «erfunden, die unsiere Leser ohne -Westers entzifftzrin Werdern^ vor der aber der allgewaltige Herr Zensor wie der Hahn vor dem ״B'ne Odom" (dom Gebete des Kaporoihschlagen) sichen würde. So sprechen wir beispielsmise, wmn vom Präsidenten dev Republik die Rede ist, nichjt mehr von Wilson, sondern emifach vom schlechtm ״K-lesmer" (Musikanten), wegen der vielen falschen Noten. Mr berichten auch nicht miehr über U-Boote, die Schiff fe versenkt -haben, sondern in Anlehnung an dre Schrift einfach von ״Phamos Reitwagen", die ״wie Blei in «das Wasser sanken". Neulich erzählten wir in dev Art der ChastMmi, daß der ״Alte, soll leben" mit dev Hand gewinkt hat, was auf große Ereiigniffe hindertet. Natürlich war der ״Alste, soll Wen", kein anderer als Hindenburg,! her mit eimier Handbewegung die neue Offensive angsordnet hat. Die amerikanische Flagge ist so vielfarbig, haß man uns ohne weiters verstehen ,Wird, WM»N1 wir sie von heute an mit Jakob nur noch ״Akndim NekuVim Ubrudim" nennen. Eng), land.-heißt bei uns von heute cm nur noch ״Min- Hamezar" (Aus der Enge). Unsere Gespräche werden dann Mgefähr so geführt: Wir fragen ,einen grünen׳Landsmjcmn, wie er seine zweite^!Frau liebt, und meinen damit!natürlich, ob er' ein guter.amerikanischer Patriot ist, und wollen wir von unserem Nachbar Misten, ob er Pazifist ist, so fragen wir einfach: ״Seid ihr auch van ״Ansche Schlaumenu?" Einen Jüngling fragte!׳ich neulich, ob.er bereits beim Totengräber war. Er verstand mich sofort und antwortete prompt:- «Ich habe mich bereits zur Fremdenlegion ge» meldet . ,." So lange wir so sprechen und schreiden. sind wir von «der allerftrengsten Zensur gsschüht... Das jüdische Regiment. London.!DaS J.-K.. Lm Haag berichtet, daß Leiten würde eS ihnen öffw• stehen, Heimatorte zurüchMhren oder mf Cypern .selbst zu bleiben oder aber in PMsMa xm stn nahen Aeghten ihr Fortkommen zu suchen.! , xv—»«»», V« w anwumuc« , nicht sofort durch besonder Abzeichen renn-Mnet werdend Me DaseiiBiWung dees jWschen Regiments liegs darin, daß es in jeder HLnstcht jüvisch stm müsse und seine Mische %xt hmtM

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