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Jüdische Volksstimme · 1917-09-10 · Heft 14 (10.9.1917) · page 6

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XVIII (1917)
Issue
Heft 14 (10.9.1917)
Date
1917-09-10
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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«eite S. Self**ta1»e* Nr. 14 leche Not in Jerusalem und die Furcht vor dem toren Jurberger und Serebremik, sowie des derkommenden Winter trieb sie fort aus ihrer so stärkten Synagogonchores die liturgischen Getreuen und geliobten alten Heimat. Denn die sänge mit wamer Empfindung vorgetragen hatte Not in Jerusalem, wie im Lande Palästina sei würdigte Rabbiner Dr. M. Grunwald in, Herzfür Me Juden unbeschreiblich. lichen Freundesworien die Verewigte als Muse Die amerikanische Gesandschaft, die israeliihres Gatten, als vorbildliche Mutter, als die tisthe Kultusgemeinde wie diie Zionisten nahmen Seele eines gastlichen Hauses, das den. Mittelsich der Bedauernswerten sehr warmherzig an. Punkt ienes weiten, treuen Freundeskreises bist In etwa acht bis zehn Tagen, sobald die Pässe dete. Am offenen Grabe nahm im Namen der in Ordnung sind, wollen alle die Reise nach Ame- Verwandten ein Neffe der Verklärten Rabbiner rika antreten, um dann, wenn die Friedsnssonne Dr. Kahan aus Znaim in ergreifenden Worten ihre heilenden Stralen über die Erde aussendet, nach Palästina zurückzukshren- Korrespondenzen. Brünn. (Ortsgruppe des Jüdischen Handlungsgehilfen-Verbandes.) Der Monat August stand im Zeichen reger Vereinstätigkeit. A׳m 4. fand die General-Versammlung statt, über die bereits berichtet wurde. — Am 11. toar eine feierliche Lokaleinweihung bei der Herr Oberkantor Fischer durch Vortrag einiger' klassischer Lieder ׳und Frl. Czuczka mit der Wiedergabe eines stimmungsvollen Prologes den lebhaftesten Beifall der zahlreich Anwesenden auslösten. — Am 18. Mb Kollege Strauß eine Vorlesung eigener Gedichte und Skizzen, die gleichzeitig sein Abschiedsabend war, da er demnächst ins Feld abgeht. — Der überaus starke Besuch zeigte von dem tiefen Interesse, das unsere Bestrebungen in Brünn finden. — Am 26. hielt Herr Ing. Friedmann!einen Palästina-Lichtbildsr-Vortrag, dessen gediegener Inhalt allgemeinen Beifall fand. — Der Lesesaal wurde eingerichtet und ist täglich von 7 ibs halb 9 Uhr geöffnet. — Borträge sinden imi September Samstag, den 1., 15., 22. und 29. jeweilig um 8 Uhr, im Vereinslokale statt. — Gäste willkommen. — Unterrichtskurse: in Englisch, für Anfänger und Fortgeschrittene, Stenographie, Buchhaltung, beginnen am 1.׳ Oktober. Mähr.-Budwitz. Samstag ,den 11. August efierte unser allgemein geschätzte Kantor und Reli'gionslehrer Herr Adolf Kohn sein 25-jähriges Amts-Jubiläum hierorts. Aus diesem Anlasse fand im hiesigen Tempel ein Festgottesdienst statt. Herr Kantor Kohn entrollte. in seiner Fest- Predigt mit kurzen, die zahlreich erschienenen Gäste rührenden Worten ein Bild seines 25jähr. Wirkens als Kantor und Lehrer in Budwitz und Abschied. Unter den überaus zahlreichen Trauergästen bemerkte man u. a. Frau Baronin Charlotte von Königswarter, die leitenden Persönlichkeiten der Vereine .׳Vnei Brith", ,^Jüdisches Museum", Direktor Mlhelm Kux. — Um die Verstorbene trauern außer dem Gatten und vier Bialystock. Die Eröffnungsfeier des Kriegs- Waisenhauses ״Esvas Jesaruim" verlief recht stimmungsvoll. Nach dem Gesang des Ma tauwo seitens des Syrmgogsnchors sprach als erster M. Barrasch, der Mette Vorsitzende. Sodann ergriff Armeerabbiner Dr. Winter als Vertreter der ״Agudas Jisroel" das Wort zur Eröffnung deersten jüd. Kriegswaisenhauses in Litauan, deS vierten von der Agudas Jisroel geschaffenen Kriegswaisenhauses. Frau Rabinowitz sprach als Vorsitzende dies Damenbeirates und Stadthauptmann Roscher i׳m! Namen der Stadt Bialystock. — Unter frohem Gesang und Reigen zogen 50 Waisenkender, mit Fähnchen geschmückt, durch die Räume, und die zahlreich erschienenen Gäste gaben ihrer Bewunderung über die schöne Einrichtung des Hauses und die frohe Stimung und das Kindern Geschwister, darunter der Oberkamtor gesunde Aussehen der Kleinen .Ausdruck und der türkischen Gemeinde Herr Jakob Bauer sowie feierten noch lange an festlich geschmückter Tafel Frau akad. Maler Zewy. Marienbad. Anläßlich des Geburtsfestes Sr. unter erhebenden Torarollen des Stadtrabbmers eds Stadtmaggids und des Armoerabibiners die ״ . _ . , Eröffnung des Hauses. — Das Haus zählt 8 Majestät fand am 17. August um 11 Uhr vormitgrojße Raume, drunter ein Eß- und Lernzimtags im hies. isr. Tempel ein erhebender Festmer. Ein kleiner Garten und geräumiger Hof umgibt das Heim, in dem z. Zt.- 60 Betten auf׳ gestellt sind. Die Verwaltung des Hauses setzt sich aus einem Herren- und Damen-Ausschuß zusammen unter dem Ehrenvorsitz des Stadtrabbiners. In einem Telegramm des Ausschusses des Kriegs waisenfondes der Agudas Jisroel war alles zu» samengefaßt, was den Kindern in diesem Hause ,erblühen soll, und daß ihnen hier eine neue Heimat geschaffen werde und sie zu wackerenMenschien und überzeugungsvollen Juden heranwachsen mögen. gottesdienst statt, zu dem sich vom Kultusvorsteher Horm- Kraus empfangen, zahlreiche Vertreter der hies. k. k. Bezikshaupimannschaft, dee Steuer- und Postamtes, der Stadtgemeinde, zahlreiche Offiziere und verschiedene Vereine und Korporationen, eingefunden haben. Auch ein zahlreiches vornehmes Publikums, darunter Herr Univ.-Prof. Dr. Ehrmiann, Oberrabbiner Dr. Weiße aus Berlin, Prof. Alfred Grünfeld usw., hatten sich hier eingefunden. Nach dem Vortrag eines Festpsalmes hielt Herr Rabbiner Dr. Dia׳ mant eine die hehre Feier behandelnde, schwungvolle Festpredigt, welche in eine tiefempfundene Huldigung für unseren glorreichen Monarchen ausklang. Vor geöffneter Bundeslade verrichtete sodann Herr Rabbiner Dr. Diamant ein Gebet für das gesammte, hohe Kaiserhaus und u. einen baldigen, ehrenvollen Frieden. Die Feier, die bei allen Festteibnehmern tiefen Eindruck hinterließ, schloß mit der Absingung des Ka-iserlie-. . ... des. — Am Abend des selben Tages widmete, anmanach" mit einer Reih» literaris^wisi-nschaft läßlich seines Geburtstages, Herr Rabbiner den! licher Beiträge namhafter indischer Schriftsteller. Mahnen des verewigten Monarchen, «des Kaisers! Wie aus der Ankündigung zu ersehen ist, sollen Franz Josef 1׳ ״Worte innigen Gedenkens, die! hier Probleme des nationalen, ökonomischen und von der ganzen Gemeinde stehend und in tiefer! kulturellen Daseins ^des Indischen Literatur. Im Herbste dieses Jahres erscheint in Polnischer Sprache ein Sammelbuch ״Jüdischer Al- Wehmut angehört wurden. . r , Bjelovar. Die hies. isr. Kultusgememde bedankte der Gemeinde für das chm wahrend seiner fl(Cmn noch 1918 einen neuen Tempel zu bauen, ״ . . langen Tätigkeit erwiesene Wohlwollen wie für( 5er 1914 ^rtig gestellt hätte sein sollen. Infolge!erste Annäherungsversuch gemacht werden zwrdie zahlreichen Liebeskundgebungen anläßlich feides Krieges geriet jedoch! der Bau ins Stocken u. scheu den bis jetzt abgesondert lebenden Telie der gemeinen und desjenigen! in polnischen Ländern insbesondere einer sachgemäßen Erörterung 1׳ terzogen werden. Durch eine entsprechende Ver׳ beitung in allen polnischen Länden soll hier her nes Jubiläums. Herr Kultusvorsteher M. Fried ergriff darauf das Wort, dankte dem Jubilar für seine erfolgreiche 25jähr, Tätigkeit und schloß seine herzliche Ansprache mit dem Wunsche auf das Glück und Wohl des Jubilars. Die einfache aber würdige Feier schloß Herr Kantor Kohn mit einem vor offener Bundeslade verrichteten Dank- und Bittgebet. — Sonntag, den 12. August erschien eine Deputation des Kultusvereines der Chewva-Kadischa und des Frauenhilfs-Verei1n,es in der Wohnung des Jubilars und übergab ihm nach einer vom Herrn Kultusvorsteher M. Fried gehaltene Ansprache ein ansehnliches Ehrengeschenk. Nachdem ein Sohn des Herrn Kantors im Namen all seiner Geschwister der Deputation für die zahlreichen Sympathiekund׳ gebungen seinen Dank ausgesprochen, fanden die zu Ehren unseres Kantors begangenen. Feierlichkeiten ihren Abschluß. Wien. (Jüdischer Schulderem für den 9. Bezirk, Seegasse 16, 17. Vereinsjahr). Die Einschrsibungen der Schüler und Schülerinnen firn־־ den nur m Begleitung der Eltern (Vormund) statt. — Mihubrmgen sind die letzten Schulnachrichten und das letzte Zeugnis der öffentlichen Schule. Wien. Der akad. Maler Isidor Kaufmann hat einen schweren Verlust durch das Hinscheiden seiner Gattin Juliette Kaufmann erlitten, dis am 9. v. M., in einem hiesigen Sanatorium nach schwerem Leiden verschied. Nicht nur die Familie beklagt den Heimgang dieser edlen und vornehmen Frau, auch die Gesellschaft, in der die Gattin des Meisters volle Wertschätzung und Sympathien genoß, betvauert ihr Ableben. In vielen Wohltat! gkeitsvereinen wirkte Frau Kaufmann mit größter Hingebung, Das Leichenbegängnis fand am 12. von der Zeremonienhalle des Zentralfriedhofes, isr. Abt., statt. Nachdem Oberkantor Morgenstern unter Assistenz der ersten Kandes Krieges geriet jedoch-...-- ■ .. m ..... ~ ז _ mf׳ eine Zeit lang war in dem Neubau auch ein k. u. Juden Galiziens und Russisch-Polens. Allk. Reservespital untergebraG. Erst Heuer konnte, fällige. Zuschrlsten sind zu richten an den Verlag der Bau vollendet werden. * ״Mortah , W^en, 1. Bez., Ebendorferstraiße 3/13. mmxxxx Soeben ist Hickts jüd. Volkskalender erschienen. xmxmxx Mit fast 2klassl|. Lehrstoff einjährige Handelsschule für Knaben und Mädchen. Handelskurs einjähriger für Mädchen. Handels• Fachschule einjährige für Herren und Damen. mm» U! Kozak: BRUNN, Dorethof (gegenüber dem Stadttheater) verlanget ausführliche Prospekte! Telephon 3634-VI. Kurse für •Inialn gewählt• Handel»• Hoher u. Sprachen. Beginn: 1. jeden Manatee. Smonatl. Reformkur••, Nur geprüfte Lehrkräfte! Außer allen Handelsfächern auch noch: Handelsgeographle, Bürgerkunde, Kontokorrent, Bilanzierung, Tarif• und Zollwesen, Reklame, böhmisehe, französische und englische Sprache. Stellennachweis! Abend- Handelsschule und Handelskurse 7—9 Uhr. Maschinensohrslb-Sohule Beginn täglich, Brieflicher Unterricht für Auswärtige. Beginn täglich. BETHAUSANZEIGE. Anläßlich der hohen Feiertage werden am 15., 16., 17, 26. uid 26. September im gut ventilierten Großen ״Adlon-Saale“ WIIN, I., Rotgasse 9 (nächst der Marlenbrack•) feierliche Gottesdienst mit Chor SSSSSTaSS hat der bekannte jüdische Sänger Herr I. DautscV» übernommen. — Besitekarten sind täglich von S Uhr früh bla 8 Uhr abends Im BallOltala zu haben. Matliaiii-Varwaltung (iot Vorjahre ״Hatal Pect*) Ein Teil des Reincrträgaicsea tat Palästina Zwacken gewidmet. j

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