Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XVII (1916)
- Issue
- Heft 20 (23.11.1916)
- Date
- 1916-11-23
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Ja-ra. XVII. 17^ Nummer 20 m- Bezugspreise: f 3-----0 Redaktion und Administration: Brünn, Adlergasse d. Für Oesterreich-Ungarn, hawjährig ganzjährig. Deutschland, ganzjährig ..... Rußland, ganzjährig. Balkan, Frankreich. {£- . Kronen 620־ . Kronen 12• . Mark 12- . Rubel 16- . Frank» 4׳— Redaktion: Wien VIII. Lerchengasse 6ji. Buchhändlerische Vertretung: Otto Klemm, Leipzig. Inserate: die bspaltige Petitzeile 30 h. Unverlangte redaktionelle Beiträge werden nicht honoriert. — Manuskripten ist Rückporto beizufügen. Wien—Budapest. ÖVriitnt rr. Novemver 1916 ^vum1/27 5677 Prag—Lemberg. Unser Monarch Morden. Dienstag, den 21. November 9 Uhr abends sind Seine k. u. k. Apostolische Majestät Franz Josef I., im Schlosse zu Schönbrunn sanft entschlummert. Die Trauerfeierlichkeiten finden nächste Woche Donnerstag, den 30., statt. Gabriel Rießer. Bon Dr. M. H. Friedländer. scheu »gleich tctim' staatliche Anzahl vanjüdi- Ziist1tzl׳i>n!gen sich a!!: dem Befrei nun gskriege 1813—1815 beteiligte, obgleich die Inden- Doutschlands sich.!ihr Heiimntvecht, mit dien Tränen ^er Mütter u!nd mit dem Blute ihrer Söhim di»e aatf dom Felde der Ehre, für Thron und Vaterland gefallen -waren, gekauft nind ihren Pakriotisnuls durch di-e großen schlvierigen Opfer, bä2׳ sie mif dem Altar des Vaterlandes gebraw׳ bekundet hatten, dachten die wieder zur Macht njnjd Herrschaft gelangten Fürstet: nicht daran, ihr Versprechen, daß sie der: für Sie i-n beit K'mnpf gezogenen Ju^en halten um deren giorechtepr Wün״ Wenztl entsprechen. Jndoitfeindliche Schriftstellor, wie, N. Fries;, H!uu!dt-3takovsky, benützten die roaktianavo Strönnlng von der die Fürsten Deutschland ergriffen war!!:, um ihre g-ofährliiche (beschlösse, die sie ans den tni-tteloltorlichen Arsonlalen horvorsnchten, gegen das von: mittel alterlichen: Drucke! kam:: fre i gewordene Israel zu richten, es in Wort n!n,d Schrift zu verdächti-- ge!n und zu verunglintpfen und die Gemüter geigen s.i!e aufzuvege-n-. Auf de!!n, Kongreß zu Wig!: haben allerdiugs die Ve!rtreter Preuspns und Oesterreich, ,nämlich die von M. A. Nothschild und der Baronin: Fanny von Ornstoiin, günstig für die Inden bestiin:::ten Metternich und Harrnberg fitr di-e Rechte der Juden P laudiert, allein ihre A nstvenlgu'ngen blieben fruchtlos, dom: dle Vertreter Bayern und Sachsen traten: ihnen ont׳ schieden entgegen. Ju Hannover, Braun schweig usnid Hessen waren die Juden ihrer bereits e׳rworbenen Freiheit wieder beraubt und aus Lübeck nind Breinen schonungslos ansgewststn. In dep: bedeutendsten Städten, wi,s Frankfurt, Dann- Heidelberg, Hain bürg Sinne des Fortschrittes vorweüdcite. Er stu-! Psolle dos Blitzes -und Äe>r Post, wpi ihre Macht zu dierte tu Kiel und Heidelberg, wollte sich lyi bewähren, um ihre MseMaguiiKlu!in Erfüllmlg an der U!n!i!versität als Privattdocont ha!bHli׳ti>oreu׳,' W bringen; wollte der Mansch ihrer Macht zur wurde 1abor abgewiieson, weil er!ein! Jude war.' Hilfe kommen, sie. in Ehrfurcht anerkennen, so ltlnu wollte M advocteren, aber auch das wurdet sch lach tote -er ihnen höchstens einzelno Mglchchionnicht geduldet. Er hätte sich nur taufen dürfen/ opfor. Das waroi!n> ku!rA0r, vaschgr Tod, meist -in! ilm als juridifches Talent! anerkannt zu wordonh-zartesteir Jugendalter und der ist sticht der dr zog es jedoch vor, iim! JailM 1830 die Schrift schlimmste unter den Losen der Menschen; das über die Bekeuuung des mosaischen, Glaubens zu! Opfer wurde! mit Blumen bekränzt, die ׳veröffeutlichen, womit er deu Farnatismus, den wurden :11)111 n:׳itleidsvoll vorbWlldgn-; dile Liebe, Fedehandschu h hinwarf und den Vo rurtei len das 1:icht der Haß brachte!es Mir und-geleitete es zu inu!:vor äußerliche Recht olitgegoi: setzte. In: Jahre Altar. Solche iniilik^ Opfer gcMMN dein Gotte 183l> ging-er nach Kurhosstin׳ -und schrieb e!inige ju-! uicht der ans hier verkündet wird, seine Pfeile ridische Werke, die unter den Fachmäunor!!:, Anstich di<e Pfeile des n:׳avt<erndel:, des langsam e!rkon»lnmg fanden. I tötcnlbcu Hasses. Die Beweise saiuver Macht, die In: Jahre 1840 schrieb esr gegen Monzel Bürgschaften feister Wahrheit, se׳i!n.er Offen- ״stillst juridische Briefe," oi!n Mustor lvüMgor barungen, das sind von Haß zertrennender Ge- Polemik. Sodann kehrte -er nach Hainburg zurück ׳schlechter, das sind die lebün.sla>::ggn. Tausender, und )vard dort von: öffentliche,n Seniato zum denen!der Tod ein- Erlöser ist, das sind schuldlose Notar erkannt. 1817 sehen wir ihn in! der schles-. Kün-dor, iinl der Wiege schondurch einen alten wig-holstoinsche!: Frage für deutsches Recht und Fluch, zu.einMn, durch nuverdiente::, verstörte!!:, deutsche Freiheit kämpfen. 1818 wurde er in! MH .zerrüttelten Haß, Dasein verurteilt! Bai der Frankfurter Versammlung gewählt, derer:'den: .allinüchtign- Vater der Mstschen, ihr lästert Vizepräside!nk -er in: nächsten' Jahre wurde.; Ihn- '• Das Lallen der Säuglinge, das Gott proi- Unter den Deponierten dem König von Prenstt verdamnit Euch! >ßö!:! die deutsche Krone -ange tragen, befand sich >' Es lobt -etwas -in der Seele des auch der Jude- Rwßer. Bei dir Nengostaltnng des Menschen, das der rohen Übermacht, den- In: Dienste!des Vater l-andes, dom er mit Harz' folgung zu allen Zeiten gehoben sehen, M-e u>n!d Hand angehörst.׳, starb or an: 22. Apoll 1803. mächtige Hofjsmmg auf >e׳in Jenseits, die i'm Anr- Rießer hat ihueu den Rechtsboden -im! Deutschgesichte eines qualvoWu Todes, den: Märtyrer land ׳oMimpft. Hier möge!: einige Proben seines Gejbete voller ErgebentM in den seines Gottes glänzenden Styls und s!e!in:!o.s .hoAgen Eifers! ein gab. Der Leidende, der N::t׳evdrückte ist dar um stadt, Karlsruhe, Heidelberg, Ham bürg etc., rotterto sich der Pöbel und s-chvie den vqn. Studenein sprecheiidgr Beweis ten evsö>m:enen Ruf ״Hepp, Happ!" (HyrusoliNm! stentmus sei, weil die Worte oft Perdita), d. h. Jerusalem!:,ist Untergänge::, ge-' seu Zustand der Zukunft Wir di; Juden zusannu'an rmid echt :uittelalterstillrmg gegaugou," schrieb folgei:. ״Als -in: feiirdlichen- Lager -mit aller Kraft g?gon die Ein-ancipation der Judon gekämpft > . und die Behauptung ausgestellt wurde, daß der lveis fmdo!:׳ wolltet traurige Zustand, in-dem sich die Juden befanden^ Eueres Glarrbens, soweit der . d. Wabr-beit׳d-׳s ktin-i-! diese zu erweist:: vornrag, so nicht rmnror-der Glückliche, am weuigstejn! ist es der ruu sai׳n׳er Ueberze-rrgring, ttnb. srinies Glauben sw i llen Leiberrve. Wen n ihr einen Bedie geistige Macht :neu schliche Sin!!: sucht ihn i-n! den:, genötigt. __ . . . ״ ״ , . ״ ... ...״ ' ' ' £' ~ ~ ~ “ '* ' '" Das Blrrt der Christen, das während deir ersstia Jal-rhunderte des Christontun:s vergossen .. ״ . ... wordorr war, tvav ein Mr schlechter Beweis für in Hamburg, wo sein Vater ins" holMn Ansehen! Christenmrn so schnräheu.Ho es dieser Verehrerpdie WahrlM des Heidentunrs. für dessen sribjekstand und sich für die Vorbessevrhug des Kultus im getan. Der: Göttern des Hoi-dem.truns ri׳eh man di!e> tive, das Gourüt orgwifeinftDr Wahrheit wenig- Soeben erschienen: Hickls Jüd.