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Jüdische Volksstimme · 1916-10-11 · Heft 18 (11.10.1916) · page 6

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XVII (1916)
Issue
Heft 18 (11.10.1916)
Date
1916-10-11
Page
– (sequence 6)
Language
German
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r »fttitot BoMfiimme" Nr. iS müssen. Diese Juden, heißt es im Testament, mögen <m das Grab nach Tachau pilgern, und dort ihre Gebote verrichten, dann werde Gott sich erbarmen und das 11 u glück abwenden-.Der Ruf des Wunderrabbii und die .^lmde von sei nein Testamellt hat sich bei den Ostjuden erhalten, ituib* tatsächlich pilgern, jetzt unzählige Flüchtlinge nach Tachau, mn dort aim Grabe des Heiligen zu weh. Mary Anttn: ״Vom Ghetto ins Land der Berhoiißung". Robert Lutz, Stuttgart. An diessom aufrichtigen, aufschlußreichen und lesenwerten Werke stört nur eiine stettenwoiise WeitsckMiifigkeit, «d.iig nli׳t selbstgefälliger Klemigkeitskrälnerei gepaart i!st. Dcwan abgesehen, präsentiert sich das Buch als wichtiges Dokument für die .Kenntnis des Lebens dar russischen Juden i'-m klagen u׳ttb zu beten .Herr Dr. Wohl, der Rabbi-' engen Ghetto und auf der Wanderschaft. Viel ,wer von Tachau, hat die hebräische Inschrift auf, Material zur Phsychologie des Ghettojuden W Grabe des Rabbi ins Deutsche übertragen.' bringt die mit ainer erstaunlichen Ilnonilttelbar- Dl׳e Anfangsbuchstaben auf denr Grabe bilden' m und Ehrlichkeit das Erlebens sowie mit einer ctttc kabbalistische Formel und ergeben die Iahloinstoror,deutlichen Kraft der Erinnarmiig ausgestattete Verfasserin. Einige Episoden und Einzelhoiten in! ihren Berichten wenden wahrscheiinveszahl des Ausbruches des Weltkrieges Prag. Die schwärzen Juden von Kotschin lich so u'puchen Dichter Staff und Anlegung zu ~ , ״״״ , . I st rin. imd ihr treues VerstäudiN'is für die Fehler Prag Nr. 204 vom lll. Septeniber 101l» besow-^^ Vorzüge!des russischen Ghettojuden. Di'e deres Interesse finden. Dr. I. Eisenbrrg m Do-, cmffkeilgenjdp L1'in,ic ihres kampfreichen Lehens'ist brisch schreibt uns: ״Die schwarzen Juden von tybisch im besten Sinmie. des Wortes. Uiid nur Kotschin im fernsten Indien finden, laut eineni^ilsie ihr Oebensschicksal für tybisch hält, erachin der ״Vossischen Zeitung" veröffentlichten und fie.es für lm׳rt .erzählt zn werden. Es ist, als ״' k, mm« ־».; J* 'S *״ÄlSi2 -yervmicmn v. Staden irr Berlin, ihren Ursprung hat und sich vom Leidn!icht unterkriegen lässt und In der von׳ König Salomo ausgerüsteten Hanunermüdlich au sich selbst arbeitet, ringt mcm sich delsexpcdition nach dem Lande Ofir. Hiezu wäre durch und bri,n,gt es endlich zu etwas i׳m W bcm«ken, .daß. tvfc aus der ifcjcm' ®wen•1®“•*״״**» ״ sich dmm E«cntz 1n.it Stolz •-״ ־irr»״״;״ ד s Gelehrten Rahabi aus demselben Kotschsm ln der . sensdiwsti^en strebsamen Fmu Marp UMn ge- Mw-Aorker Einzzyklopädiie Hebrew, Bd. IX.'wist nicht ve,rfagen, aber wenn wir aufrichtig 1913 (Pag. IW—134) hervorgeht, die gogienwär-' fci«n• sollen, so ist sie uns als kleine Jdealistin und tfrt 0c9cn 1300 Sc«lcn zählend: Gemeind« dm &״!»״<$>. w,e sich in RnUm°d Nor nicht so Herkknuft von den durch den Assyverkomg, Pal-, barerwels-e für griechische und römische Literatur niianasar 1V vertriebenen zehn Stammen nach^ schwärmender Blaustrumpf. Die beneidenswerte Indien versprengt waren. Freilich behaupten uoch junge Meimoirenschwiberiu sollte sich,nicht Manche, daß di« schwarzen Süden die Nachkom.' KDstzMidden da.1״!t b-MÜgen. für itnf Pr-rsan liiwn }««ט Mitochthanen Inder seien, welche vor L" ^7f.7? *££**$? Derl,«ch,n« a«, t 0, i■ t t 1 ■ i, « , ״, fiuuden m haben, sondern vielmehr opferwillig inehveren Jahrhunderten zum Judentum über-, Kräfte, Gelben und Borbilndimgen 1'n den treten waren. Sie werden als sehr am gesehene Dienst ׳dleir annien Schwcstevn stellen, die fahr- Kauflente, Wstfreundlich, wohlhabend und För-'ous, jghreiin i-n Amerika ans Rußland e-ijuwanderer jüdischer Neligion und Wissenschaft ge-.^r-n׳. Dann wird sie wahrlich Grund haben, ans schld-rt und sind k>«st«bt, di« Irermdschaft d«r^ «Ä°n >«dWirken stolz W s«m. Mö«c si--' «.» . Lj. m irir. r »tr < . 1.!der Bücher -und >dc>r BMotWen den Weg ZU den «MMwaind-rt-n. etwa 100 Serien zahlenden Assim!lM,tcnf.chrwn,si-r zu stell Inden zu erlangen und zu erwldetvtt . .den Juden zn.rückfi׳n<dend, Leid limidemd, helfend Die oben .aus. der ״Bohemla"^ geschöpften ׳und tröstend, e,i,ne tvahre tunno Tochter des Gh.'t- Mitteilungen dürften auch für die Leser der, tos. Dann erst wird sie mit Recht sagen föaincn: ״Jüd. Volksstimnie" besonderes Interesse! be- ״DH ׳i'ch, die. ich hinter bcn Git-te-rn. des Ghettos kulldell- ' . - . . - .- - .ßücficrfiefprecfttinflfn. 'geboren war, iln Lande der Freliheit lebe und de!i Befwiten im ihyam Kampfe unijs tägliche: Brot bei stehe, d׳as ist ei׳n Wunder!" We1n!i'ge!r Virgil und Honierlektüre und mehr soziale, denn eigtien Heinz Koch, Wien. Beamte der k. k. priv.' Volk geweihte WtrksaniWit. das >ist. was wir von öfter. Kreditanstalt f. H. u. G. Prof-Kand. für. der wackeren Antill erwarten, die für sich, wie höhere .Handelschulen, Ehrenmitglied der zion.i ft־' W׳ beimits die lichteren Höhen erreichte und Vereinigung absow. Handels- und Exportakade-' sich selbst tmi gebliielbeii ist. Dr. M. Scherleg. miker ״Nenre Jchuda", Kadett-As,P. des Feld- ״ .. . jäger-Baon Nr. 28, geboren in Saaz, Böhmen,! ״Dre Geschichte der klenren Fkege." Dies der erlitt an seinem 22.'Geburtstag, am 7. April neue Nonmn, den Doris Wittner bei Grethletn 1917» den Heldentod. In den Karpathen, auf dem Berge ״Wierch ׳nad Lazom" (Kote 891) hatte er den Rückzug seines Battallions gegen den überlegenen Feind zil decken rmd nachdoni er diesen Befehl getreulich ausgeführt hatte, ist er einer feindlichen Kngel Zliin Opfer gefallen. Kurz vorher wurde er, dadurch, dast er eine Patrouille erfolgreich führte u. sogar eine russische Patrouille gefangen nahm mit der silbernen Tapferkeitsnicdaille erster Klasse ausgezeichnet. Dllrch eiiiige Jahre bindurch hat er beim Elternverei'ii ״Pestalozzi." die Sektion> Verköstiguna mW Wohlfahrtsipflege in selbstloscrweise geführt. Sein Leichnaul wurde ׳erhuminiert und an! 4. Mai 1919 ans dem Israel. Heldenfriedhof in Wien unter inilitär. Ehren zur ewigen Rilhe bestattet. - J-li. der Trauerrede gedachte Sr. Ebrwürden. .Herr Feldrabbliier Dr. Frankfurter des edlen Charakters des Dahingeschtodeneii, der seine Ersparnisie letztwillig jüdischen hnmaiieii Zwecken vermochte und Most niit den Worten, dast zwei Fahneil trauernd <m dieser Bahre gesenkt stehcii.׳ ״Die Fahlie des Vaterlandes ivnd die Fahne des Jlideiitmns!" Ein. hoffnungsvolles Leben ist mit ihm dahin ge gangen! .1t. Komp (Leipzig) unlängst erscheinen liest. Wie Wohl die .Heine-Litteratnr so beträchtlich angewachsen ist, daß man. kaum mehr Neues über den viel geliebten und viel geschmähten Liebling der Musen zu erfahren hoffen darf, hat dieser neueste Heine-Roman doch ein dankbares Publikum gefimden. Mjer die Dichterin aus ihrem im Vorjahre erschienenen Roman ״Drei Frauen" (das Liebesleben Napoleons) kannte, wusste vorahnend dast dieser neueste .Hoine-Noman ein Genust eigener Art sein werde. Doris Wittner hat es verstanden sich mit der ihr eigenen Feinfühligkeit in das Seelenleben des Dichters zu vertiefen, in lebhaften Farben zu schildern wie er geliebt, gehasst, gelitten, wie die ihm ningebenden Menschen auf ihn einaewirkt. Glänzend ist ihr die Zeich'n.nng sagenhaften Mouche gelungen, der in unglücklicher Ehe lebenden kleinen Frau, die des todtkranken Dichters letzte Lebensjahre durch den Zauber ihrer Persönlichkeit verschönte. Die (beschichte der klei'nen Mouche ist zwar das Leitlnotiv des hochinteressanten Romains, aber des Dichters Fühlen und Denken, sei'ii, Streben 1111b .Hoffen wird uns in so plastischen Bildern veraiischaulicht, dast Um׳ ihr die besten Werke der Heine- Literatur ivürdig an die Seite stelleli können. Jda Barber. ״Jüdisches Kriegsgedenkblatt" bisher erschienen .Hefte Nr. 1 bis 5. Eine der interessantesten Erscheinimcjdn unter den in! Kriege entsta>n.denen Publikationen ist die vom Millitärschriststeller M. Frühling, Wien, I. Maysedergasse Nr. 5 hcransgegebenc und von ihm zu beziehende, die oben ang-csührten Titel fübrt. Die bisher erschienenen 6 Hefte enthalten ans 299 Seiten Kunstdruckpapier —״ Quartformat die Gedenkblätter mit den Porträts von 99 gefallenen jüdischen Offiziierell. Aerzten, Fähnrichen und Kadetten, (die meisten Gedenkblätter nx'hrere Seiten stark) viele sonstige, mit dem Krieg im Zusammenhang stehende Bilder, Porträts und Ordensa.nszeichnnn.gs- Abbildungen. Tie in diesen Gedenkblättern verwerteten Feldpostbriefe der gefalle!nen .Helden, sowie die Zuschriften von Kameraden, Mitkämpfern und Militärkommanden sind Zeitdokmnente im schönsten Sinne des Wortes, bilden ein bleibendes, den Juden der Monarchie zur Ehre gereichendes, unvergängliches Denkmal an dem Anteil der für Kaiser und Vaterland gefallenen, in. den bezuglichen Heften gewürdigten Offiziere und Aerzte — der Elite von ihren zahlreich gefallenen Söhnen und Brüdern. Der Preis des vornehm ansge statte ten Einzelheftes ist K 2 der bisher erschienenen 6 Hefte (mkl. Porto) K 10,80. Wie so manche nützliche Arbeit, die gcsördert zu werden verdient, scheint auch diese derdienstvolle! ungenügend gewürdigt zu sei.n, gerade seitens jener Faktoren, die das Erscheinen dieser Publikation als wünschenswert erachten sollten. Dies geht aus einem, dem letzten Hefte beigeschlossen, ״in eigener Sache" überschriebe- ׳neu Appell des Herausgebers hervor, den wir, da sich einiges publizistischer Veröffentlichung entzieht, nur auszugsweise reproduzieren: "Die Redaktion der Gedenkblätter, das Neproduzieren derselben in dieser Publikation, selbst das Klichieren der Bilder wird von gar keiner Geldbedingung abhängig, gemacht. Der Herarlsgebcr steht auf dem Standpunkte, daß er sich unseren heldenhaften Toten gegenüber einer Pietätlosigkeit schuldig machen würde, wollte er deren Ehrung nur vom unbedingten Bezahlen abhängig machen. So sehr bei den teueren^ Herstellivngskosten ein Druckkostenboitrag erwünscht ist, wird ein solcher doch von niemandem beansprucht, es -wird dies dem freien Ermessen nur bemittelter Angehöriger überlassen. U.׳m so bedauerlicher ist es, wenn die Fördernng dieser Arbeiten seitens der grasten jüdischen Allgemeinheit viel zu wünschen übrig lässt. Werden wir doch, infolge Bestrebungen von uns übelwollender Seite, imsere schweren Opfer und Verdienste wegzuläng,nen, diese Publikation leider sehr bald dringend benötigen! Es ist somit eine Flucht in die jüdische Oeffentlichkeit, wenn -ich den unter den obwaltenden Verhältnissen unbegreiflichen jüdischen Jndifferentismns unter Anklage stelle. ״De r He ran s geb-e r ". ״Haadam" ist der Titel einer in- Jaffa ixfchieneuen Broschüre von Dr. Mettnmnn Cohen (Direktor des hebräischen Gpumasiums in Jas- Kt), die für den Anfangs Unterricht in Phisiologie in den unteren Klassen des Gwunafiums bestimmt ist. Das bekannte Werk von Prof. Wilhekn Bacher ״Die Geschichte der palästinensischen Amoräer" ijt soeben von dem bekannten Schrgtsteller und Pädagogen A. S. Rcibi-nowitz ine׳ Hebräische übersetzt worden. ״Daphiin" ist das Heft betitelt, das eine Sammelzeitschrift für ״Kritik und Kunst" in Jerusalem einleitet. Diese erste: Nummer enthält wertvolle Beiträg׳.׳ jü-ngever palästinensischer Schriftsteller. Die hebräische Tageszeitung ״Hachernth" in Jerusalem kündigt das Erscheinen eines l>el>röischen Volkskalenders zum Jahre 9977 a׳u, der in grostem Format und geschmackvoller Ausstattung erscheinen soll. Gesucht werden: Reizie Nagler aus Zaleszczvki Galizien, derzeit Dobrisch, Böhmen sucht ihre Familie Eizse Schächter samt Ehaim Harns k aus ,Mitw.au BnkoUnna. Schon 3 Monate ohne Nachricht.

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