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Jüdische Volksstimme · 1916-09-27 · Heft 17 (27.9.1916) · page 5

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XVII (1916)
Issue
Heft 17 (27.9.1916)
Date
1916-09-27
Page
– (sequence 5)
Language
German
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17. ״JMschr Lsttsflimme^ f dtt S. IIIII4IW IlVU/mtll U׳l,v ^Ullt l׳|l tH U{*> ן UV. |!ז\> f ־*Civ l'V. IJ L l\ Ul^, wU/UJl H׳U׳V Ull | V('l H^Vtl U1m»׳n<y u׳a;v1» «׳ף׳»»»•; gung als Bojahmih ihrer Fraigie hitt tmd zeigten begegnen". Zu divsen Worten der ,,Bvhemia" Esrogim Ml den Greis an. Die Gendarmerie l)0ft׳c; ihn, es kann Noch hinzngefügt werden, daß bk genannte erwähnte Be begannen Verhöre, er wurde ins Gefängnis ge- Schrift die beste Orientierung für die Anteze-, schleppt und nach einen! Monat im; ,eilt sibirisches denzien des Weltkrieges txtrftcHt. Die Motive 'Tv־'“c aller teilnehmenden Völker am selben sind kurz Dorf deportiert, wobei er furchtbare ÖualeN auszustehen jatte. In ,der Heiwat sind nun die Falnnien seiner Söhne und Schwiegersöhne, für die der Alte gesorgt hatte, ohne jeden Unterhalt, die Mühle des Verbannten ist eimgeüschert, und er selbst erhält nicht die geringste Unterstützung, näbrt si-ckt von alten! Brot Md leidet Kälte. ’ rt.Y.L ... ..... ^!rf. r*■.. r 1 * . , betraut. Es wäre ratorthodoxen Kreise int Oester- Negierung mit einen! ähn- , , . un! den Import von und Lulawin! sicherzustellen, da die Bewilligung bloß für Ungarn gilt. den! Brief fleht er Un! Hilfe. Cr hat nur noch einen Wunsch: in! Kreise seiner Familie zu sterbett und in! der Heimat begraben zu werden. Avrrefponllenzcn. Brünn (Erzeugung dämschser Decken). Bein! Eintritt der rauhen Jahreszeit tritt an uns alle die Pflicht Heeg!!, mehr wie sonst an unsere brabell Vaterlandsverteidiger an den verschiedenen Fronten zu denken und sie, die für uns ihr Lefei! sich so trefflich bewährt haben und zu der jedermann sein Scherflein beitragen kann, indem er altes Zeitungspapier (kein!anderes)!der k. k. Gefairgenhausverwaltung Zeile 71 zur Verfüguing stellt. Aus diese!!! Papier werden Decken!erzeugt und der rastlos arbeitenden Kriegsfürsorge-Stelle in Wen ci-ngeschiickt. Die Gefangen- Hausverwaltung bittet alle Patrioten, sie entweder mittels Postkarte aber telephonisch (Tel. Nr. 1153) zu verständigen, wenn sie Zeitungspapier abg,eben wollen; Wien. (Vermählung). Unser Gesinnungsgenösse Ing. .Wilhelm Winter, Bauoberkommissär der k. k.. Nordbahn dir^ftion jm; Wien hat sich an! 17/. d. M. init Fr!. Jula Sauer in Pilsen vermählt Wien.-An! Ich v> M, versHied iiu. 00. Lebensjahrie! der seit!!!ehr als drei Dezeennien wirkende E Hasan der ״Schiffschul" Bernhard Löwy. Wegen seines geraden, biederen Wesens und der Lauterkeit seines Carakters, seiner Frömmigkeit und Gelehrsamkeit war Bernhard Löwy hochgeachtet in den weitesten Kreisen der hiesigen Jndeuheit. Er hatte nur ein! Ziel vor Augen, Und zwar, Gutes zu üben ln /jeder erdenklichen Weise, Bei den! Leichenbegängnisse und der ,Bestattung׳, die auf heiinatlicher Scholle, tu Preßburg stattfand, kkrM die allgeineine Teilnahme ehrerid züiil Ausdruck. In. ergreifender Weise schilderte Herr Rabbiner Fürst die seltenen, Verdienste des Entschlafenen -und den unsäglichen Verlust, bett sein Scheide!! bedeutet, Ain Grabe sprach Herr Wi-l- Helm׳, Pappenhein! namens des Vorstandes und der Mitglieder rührende Worte des Dankes und der Al!!erkennn,nig, aber treffend gezeichnet. Ebenso die Sünden der Urheber, sowie derer, di«e an dessen Verlängerung die Hauptschuld tragen, sind mit flammeNdeN Worten gezeichnet. ----- Auch Nnmiänien der ji'lngste Genosse der Zertrünnnerer des Weltfriedens findet eine gründliche Beurteilung, wie er sie verdient. Die! Broschüre wird gewiß die weiteste Verbreitung finden. stückerbefprecüungen. Professor Hermann Gunkel in Gießen über Israel als Heldenvolk. Professor .Herwaiitt Gunkel, der hervorrngettde Alttestamentler in Gießen, hat ׳uicht nur in seiner soeben erschienenen vorzüglichen Schrift ״Israelitisches Heldentum uind Kriegs frönmrigkeit im Alten Testament" ׳den! kriegerischen Sinn und der Frömmigkeit der Anhänger.des ״Alten Bundes" ein schönes Zeugnis ausgestellt, sonder!! auch in! Auslande׳ in einer Vortragsserie des i!orwegisch-the ol og i schen S tudentenvere!nes gen Zeiträume oas.normale -eeoen miever!,? K^lti>M.ia das ״Alte Testament" als eine der gegriffen hat. In erster Reihe ist dies der jüdi- Grundlagen moralischen Denkens und ^religwstn scheu Bevölkeruing zu verdanken, die, sich uni das! Empfindens auch!n unserer Zeit m völlig Kriegsgewühl wenig kümmernd, 'mit voller Geineuem Lichte erstehen lassen.; ״ stesgegenwart in der Stadt verblieb oder in deren! Er sagt hierüber u. m: ״Der Geist des Hel- Umgebung die Beendigung, der Kriegsaktionen! dentmns, der einst dw Schlachten,gewinnen und bei ׳Belgrad abwartete. Nur der ,!Chachan!"t!<me Freiheit verteidigen ließ,!st!in, letzten (spaniolische Oberrabbiner) mit einigen vorsteh- Grunde derselbe, der seine religiösen Führer ben!eren Glaubensgenossen ging nut der serbischen sollte, als sie die Vo rutei le der Vorzeit durchbra- Regierung ins Galuth. Den ״Chachan!" vertritt!.chen und eine neue Frömmigkeit eroberte!!. Budapest. Der hier erscheinenden ״Allge-!!!einen Jüdischen Zeitung" wird aus Belgrad von! 21. August, geschrieben: Fast wie ein Wunder klingt es, daß i n einer Stadt wie diese, welche so lange. Zeit unter den! Delager ungsznstcmd gelitten, binnen einem verhältnismäßig nicht langen Zeiträume das.normale Leben wieder Platz jetzt der ״Ehafaa". In Belgrad befindet sich auch ein Ghetto, welches von den Kriegsäktionen schtver betroffen wurde. Verwüstete Gebäude, Demnach wird.׳man es verstehen, wem! Wir auch Israel, so gering feine politischen Erfolge auch gewesen sein mögen, ein .Heldenvolk nennen. Artillerie av. Mus oer Gage oegegnere! uy •—•v ™ . lenden. Kindern, von den eines auf *meine diesvonheldenhaften Gestalten tm-d Geschichten^ die bezügliche Frage mit rührender Freude zur Anttrotz aller durch die , Entfernung der Zeit, des < Volkscharakters, der Religion, der Kultur beding- Prag. ״An! i0. August 1010 fiel auf den! nördlichen Kriegsschauplätze Herr I. U. C. Moritz Grzyb, k. u. k. Lentnant i1׳n׳ Inf. Reg. Nr. 75, Sohn des Religionslehrers Max Grzyb in Aussig. I, n ihm hat die Lese- und R.edehMe jüdischer Hochschüler in Prag, deren langjähriger Obmann der Verstorbene, war, einen hervorragenden Ntitarboiter verloren. Ehre seinen Andenken!" Prag. Die ״Deutsche Zeitung Bohemla" veröffentlicht iw Nr. 223 von Sonntag, den 13. Juli 1010 nachfolgende Rezension. ״Weltkrieg l!Nd Weltfrieden^ Nach Bibel und Koran." Von Dr. I. ,CiseNberg, Gerichtsdolmetsch und Translator für Arabien et Hebraica. Preis 1K 50. Der Neinertag wird der Kriegsfürsorge zugewendet. — Die vorliegende Schrift stellt ein ״J'aeusse" dar gegen die Diploniatile des engliischeu Volkes, welche trotz ihrer Bibelverehrun-g die Grundlehren des Alten Testamentes 1m Weltkriege mit Füßen tritt. Jedes Kapitel des IVjtVp 4/IVV W^|VVV.;..,>7 .. . . den sei, der nicht einen in! Kriege Gefallenen zu betrauern hätte. Fürwahr, ein a׳ransa!nes Bild der Zeit! — Zur Geschichte der hiesigen jüdischen Gemeinde sei bemerkt, daß sie fast zur selbe!!!'Zeit als die Saloniker, mn das 14. Jahrhundert entstanden ist. Geger! das Jahr 1480 ist der Saloniker Gaon R. J-izchak (ben,Ä, Müsche, be!!,,N. Meier) Verfasser berühmter Schriften, nach Bel-!grnd berufen worden, was er jedoch abgelehnt hat. Ans seinen Schriften geht hervor, daß Belgrad zu dieser Zeit eine ״Stadt Voll Weiser und Schriftgelehrter" war. doch wollte er Belgrad mit der bedeutend größeren Gemeinde Saloniki iricht vertausche!!. Später hat der. genannte Gelehrte eine!! bewährten Schüler seiner berühmten Jeschibah -nach Belgrad geschickt. In! Lause der Zeit jedoch hat das Ghetto Belgrads von seinen! reli1H!iös jüdischen Gepräge bedauerlicherweise sehr viel verloren. — Wie das oben genannte Blatt ferner ineldet, hat -die ungarische Regierung dem Ansuchen der ״Zentralkanzlei der ungarländischen aut. orthod. isr. Konfession" stattgegeben und die Erlaubnis zur Einfuhr von Esrogim, Änlawim und Hadassim für das kmnmende Labhilttenfest erteilt. Diese. Erlaubnis war infolge des vor einigen Monaten erlassenen Ver- . botes, entbehrliche Produkte aus den! Auslande - zu!׳mportieren, nötig. Die Regierung hat hierbei ׳.hd/r Zentralkanzlei׳ die moralische Pflicht aufer- ■Ü’ltC . . ~cr wies er mir die ״Kriah" in׳ seinen! Gewände. Später habe ich dieses Trauerze^ll lin der ganzen!Schar -dieser Kinder wahrge!!o!n!n!en. Sabbat nachmittag war es, als sich eine große!Anzahl Glaubensgenossen ,!.st per Mynagoge vorsammelte nud dem Vortrage oes ״Chlasart" lauschte. 9cach den! Minchagebete war ich Augenzeuge eines überraschenden Aktes. Fast alle Andächtigen erhoben sich von ihren Sitzen und sagten das ״Walsen-Kaddisch". Später wurde mir Herzig .... --״ erklärt, daß hier tütsüchtich kaum jemand vorhan- Das Buch erschien in Göttingen, Verlag van ' ־ ׳ c ”" ־- - - ־ ׳* •it. den Hoek und . Ruprecht. Die Aufsätze wurden daran aufrichten und kräftigen". Die Schrift des Professors Dr. Gunkel ist eine gruÜ^l'E׳ lehrreiche, interessante und hochaktuelle. . Das Buch, dessen Umschlagbild von Wilheliü Wachtehgezeichnet wurde, bringt Bilder von Hermann SrrinE, Jakob. Sfprk,, Wilhelm Wachtel, zahlreiche interessante Illustrationen und ,die Autotypie des denkwürdigen Briefes Theodor Herzl's an die Münchener jüd. Kultusgcmeinoe. i •yU'14 CI 11 kf ' ^׳v ( zuerst iin der ״Internationalen Monatsschrift für Wissenschaft, Kunst und Technik" veröffentlicht.. Am Schlich sagt der Verfasser: ״Gleichberechtigung der Völker׳ und darum Frieds auf Erden. Das ist de!r letzte^ Gedanke; der alttestamentlichen Religion. Und so mögen denn auch die christlichen Völker Europas, wenn der ge gen wartige Weltkrieg —- will's Gott — zum Heile unseres Vaterlanoes beendet ist, sich aufs neue! best!!- neu, daß es ein höheres Ziel gibt als die gewaltsan!e Unterdrückung! Und daß Unser Volk auch im׳.> Siege nicht vergessen, daß es auch Nationen auf Erden gibtz die alle ein- Gedanke Glaubens sind, tmd ihr!eigenes Recht haben. So wie auf sozialen Gebiete, so ist auch auf dem politischen das Ende des Streites die Gerechtigkeit.". Jüdischer Nationalkalender 5677. Ende August erschien in! Verlage der ״Jüdischen Zeitung", Wien, der ״Jüdische Nationalkalender 5077", Preis K 2.50 herausgegeben von Otto Abeles und Ludwig Bato. Dieses Jahrbuch wird im 20. Jahre nach den! Zluftreten Theodor Herzl's veröffentlicht und in zahlreichen Arbeiten berufener Autoren wird diesen! bedeutsalnen Zeitabschnitte Rechnung getragen. Aus dem!! Inhalte heben wir folgende Aufsätze hervor: ״Das gung des religiösen Bedarfes verwendet werde, ohne Verbrauch zu anderen Zwecken. Zur Durchführnng der Kontolle wurde verfügt, daß für die --.. . ... . - importierten Produkte bloß eine Firma an der schrecklichsten Vülkerringens, das dieenglischen Schweizer (Grenze in Buchs sowie zur Verteilung Staatslenker mit Blut und Eisen schreiben, daan die einzelnen Händler nur eine Firma in Bu- Mit die voni ihnen beschützten Nationen verblu- - - - - .. .״״^—׳ ten, bildet die flagranteste Verletzung der Grundder Bibel. Auch der Gedanke des Weltder Zentralkanzlei die moraliische Pflicht auser-ziiane yeoen .. legt, darauf zu achten, daß der Jinport der er-, Jahr 5070" von Ludwig Bato, ״Theodor Herzl wähnten Produkte tatsächlich bloß zur Befriedi-Iund wir" von Adolf Stand, ״Zwanzig Jahre '...^,׳i > politischer Zionismus" von Otto Abeles, ״Zu- ״ rU,>fKn1,r»nn. ..Groll- PÜllU]m>t־L ^IHII'ISIIHIV -- rück zu Herzl!" von Nachm!! Goldmann, ״Großzügige Palästi!!erarbeit" von Adolf Böhm, ״Die Entdeckung des Ostens" von Osias Thon, ״Vom Leben einer toten Sprache" von! Dr. Heinrich Loewe, ״Die volkserzieherische Bedeutung des jüdischen Nationalfonds" von Dr. Egon Zweig, ״Von jüdischen Dichtern und Erzählern" von Martin Buber, ״Schalem Aleche-m" von Dr. Z.

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