Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XVII (1916)
- Issue
- Heft 9 (9.6.1916)
- Date
- 1916-06-09
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Crtki «Huf» §*t*|toMW■*_" S ,Das Witsche Thmter iitt RWa!nib"> HM Aussatz Mitarbeiter dieser Sammelschrift weltfremd wä- Wr.Atmoleü. SjpvachenfMigis Md oiiNie Roso-' ren und keiiuell Sillü hätten für gsles, was jetzt ,iikiidir der AmMMsr -dar jüoilscheti Shmckie. Die in der Welt vprgeht, und wie sehr sich unser Volk Belletristik ist in.it einigen originellen Gedichten in Thranen ui 15 Blstck badet. Liest.m.an di« vrtwten. Einige Stimmungsbiider u. ei,ir Feuille '!Artikel, welche diese Leiden behanoelu, sll fähtt loiii.schließest d: Hesß Das ilibtressattst ist M.tjsrljch' biß tief . Ms Mark, so erschütternd wirvmLWermrdM, Ir. Jkm. lllllwe b. LcW.r feil flc. AMii di« Schlüsse-?!U-denen die eitlzeb von oiintqr Rvten-.Kveuz-Schwestle,r aius Rußland" «eit Autoren gelangen, sind, nicht ,negativ. Ilevüri Wcht-iigt. Auf eiino Frage» ob es wahr W!, daß i!n all wird das Eine betont: daß.gearbeitet Werden ittdtr zu, djaß -ihr hier mit yueru uichtjüdi-, dazu matM-lt der Raum. Wir werden 1ms also höit,Kr1i!tM.gc!fav>goneit SWalvskl hewählt! Atu 1.1: Fohr,uar wu-M ip1 Lgg-er eiMies Pap>ie׳!rgeld fiittMüiM. Ain 81; Ämiinnr ist. -W! viertle!. Gruppe vöu!tä SV-nftiirnl Ühk*n. ,hinimti.tf'r iPiiln.rSiriiv1 .•׳üv,',ß Rnb-/ hm!)2 Juvgli>d.en, darunter eiknJude, älchtz Ruß j-aich zurückgekchpt.. Den neun Vorstorbemen Kollesieit wird a,üf׳MN iihdischen Friedhof von Sonior- M e,i,n GriabstMt Uvi.t jüdischer M-fschrist Mstv-lkt Werden. Die Bibli>othewerwaltuitg hatte vom 14. DMuEw IUI 8 bis 18. Fesbvuar 1914 26 Sitzungen abgolMlten. Ältlich e>i,ne eigeM KrMlkenWk M.sl>e!ht lchnj Laajev- Horen crx&cfttan 1/bj 472 Kroheit Wt:rM.,ÄUt 9. 10 AvMmr f.üh'rt« hie Mginatiischtz Grikpbe /Mit den Strom" voln Asch schid ״Dnü-SÜiUde, VM Wle!w>i!ürktl ti,n!d eilt inusl- Wisches .Piivriesseimjent aus, d. -Eim1,ahinen betmigeil 202 Krojnielv In!dien Pausen koilWDtijgvt«.׳ e.iu eiPMies Orchester. Ein Pvograltnn m4r amsklärendlgnr Dlixt- Wor das Schaiisvibl wurde unter veii MsuMvli! gratis veMili: DeinSchauspüller Amdrejewski, griechisch-ovthvdoxen Glaubens üör sich beileiidligensti ühor die Inden ausgedrückt hatte, Wurdiä ׳der Bühnenanftvitt -verboten. Das Märzliest ist ganz denn BOften Geburtstag des Nestors dev jüdischen Literatur Sch. I. AbraMivwitsch- MeiWiesi^Nojchor Wsvritk tzeiwidmsh Gib sckyz ichs tzanidgezeichnietes Bild.des Jubilars ziert die erste Seite.. Damau schließt sich ׳cijn, FesWdicht vom Dichter?luski, zu welchem Feingold 1b!i(c׳ Mn- Am Vertag Otto Handel, Halle a. E., erschien in! Nahmen der Bibliothek der Gesamtl-i-teratnr eine i,n1 zierliche Net>n,e ge'brachio Llnthologie von charakteristischen DaluMdaussPrüchen« (Ewige Weisheit, Spruchpoosie des Talmuds, übersetzt von Max Weinberg, Geheftet eiue Mark). Die hier getroffie'im Answahl von Spriichen usw. muß als sehr gelungen bezeichnet werdelt und es wird tiier ohne Tendenz, aber oi,ndriuglich gezeigt, welche Fülle van! vmhrhaft ewilgen Weisheiten das Judentum im Talinud besitzt. Der Verfasser der mit großer Umsicht nnd Emsigkeit zusammengestellten Amthologie hat das Werk uvit einem genauen Quellenverzeichn is versehen. Das Klei ne aber reichhaltige Merkchen ist recht e>mp sieh lenswert. X Beschaah ״- In dieser Stunde. Eine Saniinelschrift für Literatur imd Kolonisationsilnteressen. Jaffa, Schewat 6(7׳l», Verlag ״Haawodah". ,In dieser Stunde", lvo das Geuiüt so bedrückt ist, bedrückt iill! erster 8ieihe um die geistigen Güter, Ivelche durch den gegenwärtigen Krieg so viel gelitten haben, kommt uns ein lieblicher Eine allgemeine Revue (die positiven Restil׳ tato der gegenioärtlMn jüdischen Leiden. .beham delu) voll L. N. — Aus ei,nein Briefe über dtis Wgenwärtigo ssidisch-amerikauischo Leben, das befriedigeilde oeffelöc'tt Üktd das Wesen der doxtigen jüdischen Presse, von Bar Jochai. Für G׳- SchichteMv ueuhebräischen Literatur. Eine geistreiche' AuseilliaÜdörfotznlng, -׳der^N. Entwicklung, von Jakob Rabinowicz. Krie-gsüildek doll MeüachUii Pozrlasky. ״Tmol", eine Rezension oer ileile'stett GedichtsälllMlnug des jnnghebräschen Lhri-kers Ascher Barasch. Äotizen über die gegenwart!gelt Arue!terverhältniM «N, Polästiua. Ei.Nle ipolitjsche. Revue. Zur,Geschichte väk Kolonie Beer Towi-a. teilt Streilfzüg dtirch.,die . je.rüsalemer Schulen. .Ein B,eitrag über vie Arbeitdrverhälttiissv in Nifchw.^ Ke^ian-während- ׳focS Hungers und der Heuschrecken, tfiü interessauichr Artikel über die - .medizinische Hi lfe und deren bxiilii sät mit Üütör dm Arbeitern Judäas. Schließlich och ein sehr schöner ArtiN ,)'Bon Dgtnaskps is Beer Schewa", der die ueugebante Elseiibahu- Tinte dieser Strecke und deren feierliche Eiu-weihnu-g behandelt. Auch e!i׳ni^ schöne Gedichtchen hat. dgs. Heft^aufzuwelsen, um zwar ein Poem Volt Jakob Steinberg: ,׳,^ewet", eilt. cntpflUdunasvolles Gedicht, das die Wsä.sti:nä->c> zn dieser Zeit zum Gegenstände hat. Eiu Herbstsjk kotnpoinVrt HM-Eint längerer Widnttmlgsargedicht von Kopl-ewitz, Em. kleines reisignationseiilch kurze Bi-ch1ra,ph.ile nuv zwei Gedichte, volles Gedichtchen von- % NHnez. Kurz: .eine Mben den Gesa,ilgeuen ein Bild nbe>r dias Schaffen ' " ‘ ".. ' des großen DWtjelrs. Es folgt ldlavln eiu Gedicht über den Puriuls!ai>e!r!ta>g t!in(b als Feuilleton cinlc Skizze: ״Cvin!nerügen". Der Redattiansbri-cfkastelt lluid das Prograiilin des aut 19. März sta>ttfi,1lden!dten Mendclle-Fe!st-<Abe 1 >ds schließt die N-imunjar. Diese jüdische Zeitschrift -ist, wie die Haudgeschri!ebe1n,en Micher des Mi!ttellalte>rs mit vcivschie,denen Verzievmtgen itlsbesondere -i,u den Ausschviifteil iiub beiden Aillfailgsbuchstabell, versehen, welche den külulstlerischen Wert dieser Naritat evliöhen. Die Blätter siuid-geheftet nud/machen e/iUen sehr Giten Eiudrck. .ryone-Sammlung, die üb-erhanpt allen schon nach einem tobräischen Wort Lechzendelt willkominen sein, mtch. Aber auch sonst allen uilseren Natioualjuden nmß das Erscheinen eines so schöneu hebräischen Buches in dieser schweren Zeit ein Trost sein, denn fest steht u. treu die Wacht am . . ... . Jhbdaüt. Ist auch so nmilches lltaterielle Gut verheert, das. wichtigste ift doch nach kok vor unversehrt: unser Geist! Der lebt und schafft, und mit seiner Hilfe müssen wir alle Krisen überwinden. Abraham Kohane derz. Prag. Marie von Ebner- Eschenüach: Stille Welt, Novellen, Verlag Gebrüder Paetel, Berlin. ״In den Werkeit!der Ebner ist bei aller Tragik doch die Grllilldstiul-NlUllV eiuliebensw-ürdiiger Humor, wciil die Dichterin trotz -aller Enttäuschung au die Güte des inenschll-chen Herzens -und trotz allen Elends an -eine weise Whltreg-iernna glaubt. It1t-b dieses -ihr menschliches Wesen spiegelt sich auch iilt -der Art ihrer Kimst wieder, in diesenl r-eiinen goldklaren Stil, dieser CilN-fachhoit und Natürljiichkeit der Darstelltmg, der Bestinlntthe.it und Lebenslvärlile der Charaktere, dieseim, Nealislinis, der laus tiefster Seeilenkuude h-ervo!wächst." Mi-t diesen zutreffenden Worten kennzeichnet der bekaunte deutsche Litierarhistoriikev Heinentan das Wirken der jäugst!in hohem Alter verstorbenen größten DichtierilN Oesterreichs. Marie von. Ebner und Berta von Suttuer, -beide groß in ihrer Kunst uud noch größer in ihrem Gunüt, beide für diehöchsten Menschheitsideale kämpfend, sie, die iuuerhalb einer kurzen Spau>ue Zeit dieses Leben verließen, sie waren die größten Dichterinneu Oosterwichs. In diesen letzten Novellen, welche Marie vou! Ebner ihrer Mit -und Nachimtt geschenkt hat, ixuwiut sie -noch einmal alle Vorzüge ihrer edlen Knust mit ׳dar abgeklärten Lebens- Gruß aus Palästina, in der Form einer hebrä-j anschauuug ihres Alters. Wir wollen dieses letzte isch-litievarischeu Saninilnug, ivolche diesen Titel! Werk der Dichteriu-, die so viel zu schenken verführt, und da sehen wir, haß wir keine Ursache mochte, J׳ede:m eu!Pfehlen und möchten bei diesem haben, so trostlos und resigniert zu sein; denn'letzten Werke wicht tinterlassen, dctrauf hiiligumutig und hoffMmgsvoll steht die wackere weisen, daß eine Bennachlässiguutg der früheren Schaar iliitserer hebräisch-literarischen Pioniere Werke der Dichterin duit nicht tvivder gutznjii iaauf ihrem Posten und verkündet unsere alte chen-des Unrecht -Iväre. L. G. Heilsbotschcift der Wiedererstehung eines Volkes und des Sichverjüngens seiner Sprache und Ivos Adolf Vogl, Tristan nnd Isolde, Briefe an sonst drum und dranhäugt. 9Ucht als ob die eine deutsche Bühnenkünstlerin. Mit vielen Notenbeispialen. Geheftet i Mark 66Pf., iitK Halb- Pergament 5 Mark 50 Pf., in Leder 10 Mark. Verlag von Hugo Schmidt in München. — Unter den vielen Pttblikatianen, die das Wagnergedenkjabr gebracht hat, sind diese Briefe wohl die eigenai'klgsti und schönste Ga-be an die große Waguergerueiilde. Was das Interesse au den Himptfchöpsuimen M.gll7rs nicht nur bis l-ente erhalten, sonderiisogar noch gesteigert hat, ist auf etlvas zurückzuführen, wäZ inan früher geglaubt liatte tadeln zu müssen, nämlich ctltf dict philosophische Tiefe jener Kunstwerke und die Schwierigkett^ ,ms!t Perständn.is darin einzudringen. Adolf Vogt, der ausgezeichnete Dirigent, hochgeschätzte Komponist von Symphonien/ Liedern ititb der Oper ״Maja", hat in einer Rei-!>ö tiöll Borirägctt vor einem, ausgewählten Publikum in München, Berlin uud Darnistadt die Tiefen deS. ״Ring", des ״Parsifal" und des ״Tristan" i'ti dieser Hinsicht aiifzudecken versucht. ErnM Aufmerksamkeit Md reiches beifälliges Versteheli haben.seine Bemühungen um das gedankliche Erfassen vön Richard Wagners Meisie!Werke 11 belohnt. Die hier augezeigten Briefe entitammen ieNLnVorträgen, ihr Eutstiehett jedoch verdanken sie e!uer Anregung der Kammersängerin Berta Moren«, der Adolf Vogl vor ■ei'itciit Jahr. rbit’ Isolde neu ei!!studieren half/ Als die Künstlerin ihr letztes Gastspiel in Anierika absolvierte, erfüllte Bögt sein- Versprechen und schrieb ihr diese Briefe. Au eine Heraüsgäbe war nicht gedacht. Doch Berta Morena. und alle die,- öiö düse Briefe kennen ( lernten, waren der Ueberzeiigun.g, Mserer Zeit taten Gedanken, wie fit? iii den Briefen niederget-egt sind, drinaend uvt, und. sie draußen auf die, Veröffentlichung der Briefe. Erstaunt und e'Mi.ffen iverden Wagners Verehrer durch diese Miefe zu elllkNt twneti, vertieften -Erfassen seiner Tondmmen velangen. Adolk Vogls .Tristanbxiefe werden schnell als das fei-njte, elch'nartigste und vornehmste Buch über Wagners Schaffen weit geka>n,11t und -gerühmt sciu. Der Verlag hat ihnen eill schönes,׳ vornehines Gewand gegeben. Mar. .Halbe, Die Tat des Dietrich Stobäns. R'oiimu׳. Geheftet 0 9N!a1׳k,. gebunden i!n Leitnen 7 Mark. 50. Pf., iu noxwe!g-isches HaifiMleder 10 Mark. Verlag von Albeirt Lan«gjen in Müll che ll, — Max Halbe hat sich seit -eiui-ger Zeit, von! drainatischeli Schassen abgewaudt und sich^ epische Stoffe zur Gestattung -gewählt. Man.' möchte! es zunächst säst bedauern ׳, hat 1mm aber sein schönes Nbwellenbuch ״T»or Ring des Lebens" Nud jetzt diesen N0jn׳!au, der überdies sei!!! -erster ist, gel-esen, so kommt man zu -der Erkenntnis, daß es gleich ist, tn> welcher Knustform eiu Künstler wie Halhet.s-eiine Stoffe .gestaltet; ob ' Bühuentverk oder Roinalü, jedes׳ Merk von ihn! ist eiu- Gewiitu für 1ms. So wurde auch ״Die Tat des Dietrich Stobäns" ein Buch, das FMu.de bringt.. Ter Dichter der ״Jugend", des ״Stroms" -imd des Novellenbuches ״Der Ütiug des Lebens" hat iu ihm eimen Liebesroman ,geschaffen, wie ihn int dieser Psychologisch fast minutiös detaillierten und doch kompakt und groß->K,nhe-itlichen Darst-e-llun-g der Hauptcharaktere, diesem glutvollen und kräftig siiiinlichen Leben kann! eiu anderer hätte schassen kön'nen. Dietrich Stobäns, der kotmiplizierte und -doch ,nach e-iufa-cher Lebensbejahuing strebende Patriziererbe, nnd Earola, die schöne, nnrubvollej!nn׳W Schau «spiele ri-n-, sind zwei (hestalten von uumittelbar deutlicher Existenz, deren gleichen wir iu unserer Literatur imr weitige haben. Die Liebe der beidel! ist ein eigenartiges, menschlich und Poetisch echt konzipiertes Ans nnd Ab seligsten LiebesA'uusses, leichtfertiger Cuttäuschimgen, qivalvolter Grübeleien. Mit feimer Kunst läßt der Dichter ans diesen dnuklen Gedanken in Dietrich Stobäns eiue Erbitternng erwachsen, deren philosophischer Ausdruck die Ueberzeugimg von der?Dichtigkeit 11,nd Gefährlichk-eit dieses Weibes ist: und so folgt als letzte Konsequenz — die Tat des Dietrich Stobäus, ein??Lord, der vor dem tveltlichM Gericht ungesühnt bleibt. Besonderen Reiz gibt dem Buche das kimswolle Vorw-e-ben übernatürlicher Einflüsse in die Hoindlung, die so überzeugend hingestellt sind, daß auch die Erschein,1mg des verstorbeucn?lbnHerrn selbswerständlich wirkt,?luf eiu breites Bild städtischen, politischen und beruflichcu Lebens hat Halbe mit Absicht verzichtet; et Hut seine ganze Kraft ans die Darstellung der Liebesgeschichte gerichtet und so ei,neu seinen psychologischen?tomaugeschaffen, dem man einen großen Erfolg und viele?lnflagen vorhers.igen kann.