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Jüdische Volksstimme · 1915-12-09 · Heft 27 (9.12.1915) · page 7

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XVI (1915)
Issue
Heft 27 (9.12.1915)
Date
1915-12-09
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Sk. 27. Gckie-. ietzt zu jeden! Opfer an Gut und Blut freudig .bereit sind. Und -veil viele Köpfe keine eigene oder vielfach eine falsche Meinung über die deutscheu Juden in ihren! Verhältnis zum Weltkriege l-aben, wird diese Aufklärungsschrift große Beachtung finden: der bekannte Literaturhistoriker unserer Universität Geiheimrat Prof. Geiger, selbst ein Führer der geistigen Strömungen in der deutschen Judenschaft, wird als die autoritative Seite bezeichnet Werden müssen, die dieses Thema zu behandeln in erster Linie berufen war. Das Kaddisch der Trauernden. Von Prof. Dr. Adolf Kurrein, Rabbiner. — Dritte Auflage. Verlag von I. Kaufmann. 1916. In beziehen durch den Jüdischen Buch- und Kunstverlag in Brünn, Adlergasse. Ein am Erew Rosch-Chodesch Schebhat beim Buhgottesdienst der Ehewra- Kadischa in Teplitz gehaltener Vortrag erschien im Jahve 1896 im 3. Jahrgang der ״Jüdischen Chronik" und dann als Sepavatabdruck. Im Jahre 1911 erschien nach 16 Jahren die 2. Auflage und schon 4 Jahve später 1916 dritte Auflage. Sage und schreibe sie dritte Auflage. Mehr als eine lobsprudelnde Kritik,!als die findigste Reklame, besagt die Tats!ache, daß eine jüdische Broschüre eine dritte Auflage erlebt. Abgesehen davon׳, daß das Kaddischthema in jetziger Zeit, m welcher tausende Väter und Söhne um die teuere ans dom Schlachtfelde gefallenen Angehörigen das Kaddisch mit schwer verwundeten Herzen sprechen, aktuell geworden ist, schien es schon 4 Jahre friiher 1911, als kein Krieg zahlreichere Todesopfer verlangte, ein Bedürfnis für viele, sich über das Kaddisch zu belehren und zu erbauen, um mit Verständnis MÄ Gefühl diese Pflicht den teueren Toten zu erfüllen. Das will die Broschüre auch ihren Lesern bieten. An der Hand der vorhandenen Midraschim wird das oft spröde Agada-Matevial seines sagen- und märchenhaften Gewandes entkleidet und der natürliche, einfache Sinn in populärer, leicht faßlicher Sprache zur Darstellung gebracht, damit die Gebildeten und Ungebildeten, die heutzutage immer weniger Ehrfurcht und Verehrung den alten Sitten Und Bräuchen, dem geheiligten .Herkommen entgegenbringen, durch ein richtiges Verständnis und eine verständige Begründung dafür gewonnen werden. Demgemäß wird zuerst die Bedeutung des Kaddisch erörtert. Es ist die erhabenste Hymne zur Verherrlichung Gottes und darum die Blüte des Gottesdienstes, der Glanz- und Höhepunkt, die höchstmögliche Steigerung des Lobes, welches der Mensch über Gott sprechen kann und infolgedessen die höchste Frömmigkeit. Welche Beziehung hat der Kaddisch zun! Seelenheil der Verstorbenen? Kaddisch, das höchste Lob Gottes verkünden zu einer Zeit des größten Unglückes^des schmerzlichsten Verlustes beweist eine vollkommene Ergebung in den Willen Gottes,!bie Anerkennung seiner Gerechtigkeit auch im Verhängen der schwersten Strafe. Das ׳ist die höchste Frömmigkeit. Diese veranlaßtz der Todesfall, darum kommt auch das Verdienst dem Toten zu. Mer soll das Kaddisch sprechen? Der nächste Verwandte, der den schwe« ren Verlust erleidet und seine vollkommene Ergebung Gott bekunden will, da eine zwölfmonatliche Strafe für die Sünder nach dem Tode bestimmt ist. In den bescheidenen anspruchslosen Büchlein erhält dev Leser Aufklärung über alle Fragen, die den Kaddischsagenden bisher unbeantwortet behelligten, und dankbar erbaut wird der trauernde Leser sich von dem sehr interessant ten Büchlein verabschieden, es in trüben Stunden immer und immer wieder sich hervorholen Und!es auf den jetzt so zahllos Trauernden zu deren Tröste angelegentlichst empfehlen. Druck und Ausstattung ist sehr gefällig, ein Verdienst des Kaufsmannschen Berlages. (EUPHON Ml. GEGRÜNDET 19471 rerdinondsgasse Nr. I. AOg• und Homlopathle. inländische und atisUbtiBncfc» jwniueuUgeb• Spezialitäten. Natürliche Mlneraiwiaatt fiÄÜMt F&Uung. Quellenörodukte, Verbandstoffe. cM* nülache UtejuUien. Diltetftcbe Präparat•. Kfcukf« Ittel, fraäiOaisefien Cognac. Malaga. ausa-ilaa•, 1 Condurango, Cascare-WeiQ•. Varaaad 9 faatutöaataMa Bestellungen # auf Gebet* und Andachtsbucker» Machsorim, Tallessim, Mesusos, Teekinos, Chamoschim, sowie alle Devotionalien werden entge- - gengenommen. Jüdischer - Buchu. Kunstverlag, Brünn - - Adlergasse Nr. 9. - - Heinrich Herrmann’s Nachfolgor Anton Schwanda, Brünn Johannesgasse Nr. 7. Qegiündet 1873, praktischer Bandagist Gegründet 1873. empfiehlt alle zur Krankenpfleg e erforderlichen Artikel unter fachmänischer Leitung. Geschriebene , Gedruckte מגילות צו פורים in reichster Auswahl, zu beziehen durch *den Jüd. Buch-u. 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