Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XVI (1915)
- Issue
- Heft 16 (4.6.1915)
- Date
- 1915-06-04
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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WWstWWW üung; und die wird ihm hier zuteil. Anher einem überaus gelungenen größeren Aufsatz über den deutschen Kaiser finden wir folgende MitrW: Wanun Haffen uns die PWrf (ÄON Josts WohlgenDas jüdische Svissons (A. Berliner)> Probleme der Pentntcucherzesse (D^ Hoff- MüNNH TierMlh nach jüdischer und griechischer Auffassung (I. Heijiehmnv). Ä.ibliM Mo!we Kn GoeGes.Fa'üft (P, LeutWänder), Der Psal- Dävtds in! Wechsel.der ^age (I. EharlebachV lieber Aachelkgebung bei den Juden (9t. Sulz- Lach), Das Große und seine Lehre (E. Biberfeld(, Die Entweihung des göttlichen Namens (I. Wohlgenmth), Masol Tob (eine religionsge schichtliche Studie von Rabbiner Feuchtwang- Wien). Oüc!1erbe8pc.«l»l>״fl. Jüdische Kriegsgedenkbliltter. Das zweite Heft der vom Schriftsteller M. Frühling herausgegebenen, für die jüd, Geschichte so Werthöllen »,jüd. KricgsgedeNkblätter" vst soeben erschienen. Wie das erste Heft .ist auch das zweite prachtvoll Kilsgestatsth aitf vierzig Seiten Quartformat, Mf Kunstdruckpapier, nrit Titelbild. 5״ruym und!^hre" (FreskhgeMÄlde von Rahl). Dasselbe enthält 2Y^ ausführlich ׳und geradezu nrit Liebe Lehandelte. Gedenkblätter mit den Porträts gefallener jüd. Offiziere und Aerzte. Unter anderen finden wir die Herren Dr. Richard Subak, Dr. Leo Richard Grünfeld, Ernst Epstein, Bank- Direktorssohn in Prag, und Dr. Hugo Juckermann, den Autor der so berühmt gewordenen Soldatenlieder. Bei vier dekorierten Offizieren sind die bezüglichen Orden abgebildet. Unter den: Titel ״Aus jüd. Federn" ist ein stimmungsvoller Artikel ans der Feder des Herausgebers, äbgedruckt. ,״Ein Kaiserin Elisäbeth-Kadisch <tm Schlnchtfelde", ferner 3 TagebuchskizzeN , mit ׳ Portröt vom Feldrabbiirer Dr. Samuel Gutt- MMN. Es sind ZeildokMnente im wahrsten. Sin- Ue des Wortes üyd bilden ein bleibendes Denkiiiftt an dein Anteil der für Kaiser und Vaterilanö gefallenen jüd. Offiziere. Preis 2 K. In beziehen PWi Herausgeber Redakteur M. Frühling, Wien 2. Bez. Taborstrahe 4—5. Eingesendct. Doürisch, ׳den 30. Mai. Sehr geehrter Herr Redakteur! Bevor ich meine Erinnerungen wochruse, um in Ihren: gesch. Blatte die Greueltaten der Russen ׳.n meiner Heimatstadt, wo ich mit diesen Scheusalen sechs Monate zusammen war, zu schildern, ersuche ich Sie, den folgenden Zeilen in Ihrer ״Jüdischen Volksstimme" gütigst Raum zu gewähren, damit die Welt erfahre, was jüdische Herzen und jüdisches Nachinon.'s beißt. Die jüdische Genieinde in Dobfisch, wo ich mich seit einem Monate aufhalte, besteht aus ca. 30--!0 Familien, einer Zahl, die ö-ereu der!)ier weilenden galizischen Flüchtlinge fast gleich kommt. Aorrefponaeizcn. Änszeichnnng. Corpora! Robert Sar des Infanteric-Regiinentes Erzh. Karl Nr: 3, Sohn des Herrn Iakoh Sar, Ledcrhündler in Ws-etin, Wurde an! Schsachtfettje mitdem Eisernen Kreuz MM niisgezelchWi Brünn. Die Trauung des Frl. Hermine Bondy, Tochter!des Herrn Gustav Bondy, Sekretär des Brünner Stadttheoters, mit Herrn Bernhavd Wolfenstein, findet Sonntag, den 6. Juni um halb 1 Uhr mittags, im großen isr. Tempel zu Brünn (Stiftgasse) statt. — Unsere besten Glückwü׳ sche. Die Red. Berlin. Unter dem Vorsitze des Prof. Philipp-- son trat am Dienstag, den 26. Mai, der Ausschuß der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums zu einer Sitzung zusammen. Bot Eintritt in die Tagesordnung dankte Prof.Mittjnayn-Äresläu für die ihm seitens her. Gesellschuft durch die HeranschibL einer Festschrift, zy seineltt 70: Geburtstage bereitete Ehrung. Das Andenken des - um die, Wissenschaft des.- Judentums. hochverdienten verstorbenen Prof. Abr. Berliner ehrte die Versarnmlung durch Erheben von den Sitzen. Mit Genugtuung wurde festgestellt, daß das Interesse der Mitglieder an den Arbeiten der Gesellschaft durch den Krieg nicht gelitten habe, indes auch die Notwendigkeit ausgesprochen, nach dem Kriege durch Gewinnung neuer Mitglieder Ersatz für den Vertust zu schaffen, den die wissenschaftlichen Arbeiten der Gesellschaft im ganzen keine Unterbrechungen erlitten hätten, und beschlossen, diese auH weiterhin mit allen Kräften zn.fördern, Insbesondere mit Rücksicht auf die große Bedeutüjig, welche jid־ mentlich das Wirken.der Gesellschaft, für, das geistige ,Leben der, jüdischen Gesamtheit .besitzt. Im Vertrauen darauf, daß auch in diesen schww rigen Zeiten der Gesellschaft die für ihre Tätigkeit erforderlichen Mittel niemals fehlen würden, bewilligte der Ausschuß aufs neue wie in den Vorjahren eine Reihe von Subventionen, namentlich für diejenigen wissenschaftlichen Unternehmungen, die auf die Unterstützung der Gesellschaft in erster Reihe rechnen. Der Ausschuß beschloß ferner, in diesem Jahre die satzungsgemäße Mitgliederversaimnlung wieder stattfinden zu lassen; sie soll am 23. Dezember in Berlin stattfinden. Herr Prof. Pick-Gotha wird in dieser Versammlung über ״Jüdische Münzen." reden. Die soeben ausgesprochene Hoffnung darauf, daß das Verständnis für die hohen Aufgaben der Gesellschaft und die Bereitwilligkeit, für diese auch finanzielle Opfer zu bringen, nie versagen werde, fand noch in der Sitzung eine schöne Bestätigung: Herr Prof. Gut-tmann war in der erfreutid>cn Lage, der Gesellschaft als Grundstock einer künftig zu errichtenden Stiftung den Betrag von 1000 Mark zur Verfügung zu stellen, freu ihm ein hochherziges Mitglied seiner Gemeinde, Herr Lippmann-Bloch, an feinem Jubiläum für wissenschaftliche Zwecke zur Verfügung gestellt lind benen Herr Rabbiner Dr. Werner-München noch 100 Mark hinzngefügt hatte. Man sollte meinen, daß dieses winzige Häuflein böhmischer Juden in dieser Zeit, wo auch sie beschäftigungslos sind, für ihre Brüder aus dem Osten nichts oder nichts Bedeutendes tun. Dern ist aber nicht so: Alle Mitglieder dieser kleinen Genieinde wetteifern miteinander, jeden Wunsch dieser Unglücklichsten aller Unglücklichen zu erfüllen, und jederinann sucht, dein anderen mit seinen Wohltaten ziworzukommen. Infolgedessen bekommen alle Flüchtlinge unentgeltliche Kohle und Erdäpfel zu. dem niedrigen Preise von 7 h pro Kilogramm. Die Aernreren bekommen auch Wohnungen, Milch und Erdäpfel ganz unentgeltlich. Besonders verdienen hervorgehoben zu werde!.: der Kultusvorsteher Herr Frankl, der Rabbiner Dr. Cisenberg und Frau, die Präsidentin des Frauenvereines Frau Pollak und Herr Ed. Bleier, der kein Amt bekleidend, alle klebrigen nur seinen Wohltaten übertrifft. Indem ich in meinem und im Namen aller Flüchtlinge unseren Wohltätern den innigsten Tank hiemit ausspreche und für ihr Wohlergehen den göttlichen Segen herabflehe, zeichne ich mit aller Hochachtung Feibisch Melzex. Pest. Im Jahre 101-1 verausgabte die Pester Chewrakadischa 302.000 Kronen für humanitäre Zwecke. Von dieser Summe wurde das Siechen- Haus, die Blindenanstalt, Altersheim und noch mehrere Institute erhalten. Uebicrldies wurden bei 200.000 KronLN an Unterstützungen verteilt. Debreczen. Zn den traurigen Episoden aus der Zeit der Russeninvasion in Szijet erzählt das Bild einer vom Wahnsinn gepeitschten Mutter, die, mit dein Jontofgewand bekleidet, mit Hut auf dem Haupte, aber barfuß auf demhiesigen Eisenbahnperron herumlief und. einen leeren .Kinderpolster in der Hand, jämmerlich lamentierte. Als sie kamen, war sie noch nicht ganz reisefertig. Sie schob ihre zwei kleinen Kinder vor sich hin, nahm ein jüngeres inden Arm und ihren Säugling, verpackt im Polster, nrit auf die Flucht. Sie wurde geschoben und gedrängt, gejagt und getrieben und von der verzweifelt wirr dahinwälzenden Masse zur nächsten Bahnstation getragen. Als sie in den bereitstehenden Flüchtlingszng eingestiegen war, gewahrte sie, daß ihr jüngstes Kind aus der Wickel gefallen, daß sie den Säugling verloren hatte. Nichts war ihr geblieben als der teere Polster, den sie von der Verzweiflung vom Verstand gebracht, an die Brust preßte, in den Schlaf lullte und mit grausig-schauerlichen Wiegenliedern her-, und hinschaukelte. Der Anblick der unglücklichen Mutter Wirkte wie ein« Katastrophe Mf die stillen Di* schauer, die laut im Bahnhöfe schluchzten. Austtahmsofferte. beziehen durch den ״Jüd. Buch- und Kunstbiirlag" in Brünn.׳ -i- Ascher, Dr. M.: Kein Widerspruch zwischen Indentum, Wissenschaft und Leben K — Ascher Dr. M.: Sogenannt ״liberales" und ״konservatives" Judentum. Back Wilhelm Ignaz: Antrittspredigt. Biach Dr. Adolf: Zur Erinnerung an den 700jährigen Todestag des jüd׳ischeu Geistösheldett .. Moses MaimMMA -.4(h Biach Dr. Wolf: Rede an der Bahre des MUDr.- Z. GE ..... Biach Dt. Adolf: GrabrÄt tiii in 'Äilw |n Fraw Karoline Spitz. .־rJ,. Cohn.Dr. (^mit: Mss.in. Kanlpf un:s Recht. —.30 Carlevllch St..6»! Zunr.Andenken än Herrn.Dr.׳ 1ne!d. Ephraim Adler. - : . K. L^ Deutsch Dr. A.: Frieden im Krieg. —W Dienemann Dr. A.: Festprodigt!aus Anlaß der Feier des 100jährigen Bestandes der Synagogengemeinde in Natibor. Eisler Dr. Leopold: Beiträge zur Nabbinischen Sprach- und Altertuinskunde. K. —.80 Faerber Dr. R.: Vier Festpredigten. K., 2.40 Faerber Dr. R.: Festpredigten zuin Allerhöchsten Geburtstage Sr. Majestät des Kaisers Frwnz , Josef 1. . , K., 1.20 Friedländer Hr. M. H.: Die hervörrageiidstcrs. ji'chi'ischcw׳ Religionsphilosophen uiib Dichter K. —.00 Frankl-Grüü Dr. ÄSülf: Der Wecj zü Gott.- , im Mittelalter. ... .. Geiger Dr. Abraham: Unser Gottesdienst. K. h. Guttmann Melanie: Dem Andenken weiland Vela Guttinann. K. —.00 Hillel Dr. F.: Festpredigten. K. —.80. Nr. 6. Hillel Dr. F.: Festpredigten. K. 1. Nr. 7. Horowitz Dr. I.: Rede, gehalten ain zweiten Tage -des Sukkoth-Festes 6073. K. —.60. Hoff Dr. E.: Die Empörung Korachs und der großen Nation". K. — 60 Hirsch Dr. I.: Jakob flieht... K. —.50 Hirsch Samuel: Friede, Freiheit und Einheit. K. 1. Jellinek Dr. Ad.: Jsaaels Sprache. K. —.80 Jung Dr. M.: Rede, gehalten zur Zeit der Reichsratswahlen in: Juni 1911. K. —.80 Jelski D>: Rede zunt 100. Geburtstag Siegmund Sterns. Jelski Dr.: Rede, gehalien an der Bahre des Neichsgerichtsrates n. D7 Dr. Jakob Friedrich Behvend. Jelski Dr.: Bekenntnis und Erkenntnis. Krcpel Jonas: Der Weltkrieg und die Judenfrage. K. L. Klotz Dr. M.: Krankenbesuch und Trauergebrauche. K. —.80 Karpeles L.: Predigt, gehalten am ersten Tage des Wochenfestes zu Eiwanöwitz. K. —.80. Kantet Dr. Felix: Zeitgemäße Betrachtnngetl zu allen Wochenabschttitten des Jahres. Karpeles Elias: Eine Samin!luüg vott Predig« ten, gehalten in der Synagoge zu Eiwanöwitz. K. —.60 Lazarus Dr. Ludwig: Patriotische Reden, gehalten an vaterländischen Festtagen, K. 1.20 Lewin Dr. M.: Reden aus ernster Zeit. Lewin Dr. M.: Gedenkrede bei der Enthüllung eines neuen Grabsteines für den- Oberlandesrabbiner von Mähren und Schlesien. K. —.60 Lerner Dr. M.: Festpredigt zur Erinnerung an die im Jahre 1803 erfolgte Emanzipation ver Inden in Holstein. K. -.60 Lerner Dr. M.: Festpredigt anläßlich des Regiernngsjubiläums Sr. Majestät des Kaisers und Königs Mlhelin 2. K. —.00 Lipschitz Dr. Hermann: Sieben Predigten. K. 1.50 Löwy Dr. Gustav: Worte der Trauer. K. —.60 Leimdörfer Dr. D.: Unsere Gottesheiligung. Neuda Abraham: Eine Auswahl gottesdienstlicher Vorträge. K. 2.50 Placzek Dr. B.: Die Wächter der Lehre. K. —.60 Pleßner S.: Religiöse Vorträge zunächst für Israeliten. K. 2.50 Pleßner S.: Religiöse Vorstäge zunächst für Israeli ton, Nr. 9. K. 1.50 -WK» -M