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Jüdische Volksstimme · 1915-05-28 · Heft 15 (28.5.1915) · page 7

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XVI (1915)
Issue
Heft 15 (28.5.1915)
Date
1915-05-28
Page
– (sequence 7)
Language
German
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fte 15. *SM?* rnrwimm* Sette 7. sinniger Talmudist,, wie Überhaupt als gründsicher Kenner des ganzen jüdischen Schrifttums, sondern auch als vortrefflicher Geschichtsforscher, Kritiker und Linguist vorteilhaft ausgezeichnet. Durch seine bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiete der jüdischen Literaturgeschichte hatte er sich, einen Weltruf erworben. Besonders sensationell waren seine Biographien hervorragender Gelehrten des Mittelalters, die in den ״Bikure veröffentlicht wurden, wie sein ״Erech Millin", ״Dalm. Realwörterbuch" usw. Wie schwer es iihm aber möglich war sich die Kenntnis der profanen Wissenschaften Hu erwerben, hievon kann sich die Generation der Jetztzeit keinen Begriff machen. In der^im Jahre 1871 in Prag erschienenen ״Wahrheit" hat G. Wolf folgende intevessante Mitteilung gemacht, die hier rep'roWziert zu werden yerdient: ״Die Zeitschrift für Kultur und Wissenschaft, welche Zunz herausgab, war in Oesterreich verboten und konnte tun erga schedam bezogen werden. Personen, welche die Begünstigung erhalten wollten, erga schedam ein Buch, das sonst verboten war, zu kaufenmutzten vor den Augen der Polizei! und ihres damaligen Großinquisitors Grafen Sedlinsky sehr tugendhaft sein. Der damalige ״Fleischpachtungs Cassier" Salamon Rappaport in Lemberg suchte um die Bewilligung nach, die genannte Zuschrift unter der erwähnten Begünstigung zu erhalten. Das Gesuch wurde von dem Gouvernement in Lemberg mit folgenden Worten an den Grafen Sedlinsky einbegleitet. (11. Dezember 1822. ״Der Koscher-Fleifchpächtungs-Cassier Salomon Rappoport ersucht um die Verabfolgung der Zeitschrift für die Wissenschaft des Jüdentums erga schedam. Er gehört zur Zahl gebildeter und aufgeklärter Juden und benützt seine freien Stunden fast ausschließlich zu seinen literarischen Arbeiten. Er ist auch einer von ׳jenen seltenen Hebräern, welche die Vorurteile ihrer Glaubensgenossen bekämpfen und unter ihnen mehr Listt zu verbreiten suchen, weshalb er auch von den bedeutenderen meist sehr orthodoxen Judenhäuptern nicht wohl gelitten ist. In seinem öffentlichen sowohl, als in seinem Privatleben beobachtet er alle Regeln der Sittlichkeit und der Anständigkeit und in seinen bisherigen Handlungen und Aeuhemmgen lag nichts, was einen Verdacht gegen seine politische Meinung erregt hätte." Trotz dieser warmen Befürwortung wollte der Graf Sedlinsky das Gesuch Rappoports doch nicht bewilligen und er schrieb am 19. Mai 1823: ״Ich bin nicht geneigt, für die Zukunft ihm oder anderen Israeliten diese Begünstigung angedeihen zu lassen, da diese Zeitschrift hierorts nicht von günstiger Seite bekannt ist." Wie haben sich doch seit hundert Jahren die Zeiten auch bezüglich der Zensur geändert. Wissenschaftliche Forschungen werden — Rußland ausgenommen — hüben wie drüben, nicht nur nicht gehemmt und unterdrückt, sondern kräftigst unterstützt und gefördert. Bemerkt mutz jedoch noch werden, daß in vormärzlichen Zeiten auch in den jüdischen Gemei-nden die Zensur, und zwar die religiöse Zensur streng gehandhabt wurde, was aber — und dies kann durchaus nicht geleugnet werden — zur Erhaltung des Judentums, zur Hebung und Belebung des religiösen Geistes insofern wesentlich beigetragen hatte, daß unwürdige Subjekte es damals nicht wagen durften sich, selbst in die kleinsten Gemeinden hinein zuschleichen um religiöse Funktionen ausüben zu können. B. M. Soeben erschienen: Sammelwerk zeitgenössischer Kanzelredner Band 1 י Preis inkL Porto K 310 Eigene Erzeugung von Pergament, Torarollen, Tefillin, Mesusos, Talesslm in reichlichster Auswahl. — Sämtliche jüdische Kultusgegen• stände, Bücher, Schriften zu beziehen durch den Brünn. Adlargasia Nr. II. Stock. ■■■■■■■■■■■■■■■ 1915 Wechrakalrnder 5675. פיון * Mai | Festtage הפמרד,| F 1« 28 r 1« 29 פרק שני. בהעלותך רני ושפחי S V 30 M יח 81 D י® M D כ כא II r S 3ב כג 4 5 פרק שלישי. מברכין החדש וישלח S כד 6 שלח לך יהושע M luihnitnai in Damenstrümpfen, Kinder* neuneiven Strümpfen, Herrensocken, Matrosenleibchen, Trikothandschuhen, Touristenstutzen, Touristenhemden, größte Auswahl in modernen i־S־ echte Tiroler Wetter• für Herren, Damen und Kinder, Ruck PlaillBII säcke für Herren, Damen u. Kinder empfehlen Taufar & Drapal, BrUnn Großer Platz, Llechtenstelng, 2. für Mähren und Schlesien, R. G. m. b. H Krapfengasse 19 BrÜNU, Krapfengaffe 19 Jüdische Volksbank Personalkredite Wechseleskompt Verkauf°°״Losen Spar» ««d Konto• korrenteinlagen mm gegen bestmöglichste Verzinsung — Heimsparbüchsen -VA werden den Einlegern kostenlos überlassen UÜa Uatürttche» «r *au W*teMi V«ch. «rü»». II}nßralwässBP,BpünDeQprodak| JA nfpl Uhrmacher k. k. Patentinhaber «*»HCl Brünn, Krapfeng 38. 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