Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XVI (1915)
- Issue
- Heft 14 (14.5.1915)
- Date
- 1915-05-14
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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'14 .ז* -־ י״ן ■* - י ־<■“ «3WfO Ccttc?. Vom Büchermarkt. Mitteilungen des Jüdischen Kriegsarchivs. In den nächsten Tagen erscheint Heft 1 der ״Mitteilungen" des Jüdischen Kriegsarchivs. — Aus dem Inhalte: Die Juden in Galizien und der Bukowina unter der russischen Invasion (Aute:-tische Origninalberichte und dokumentarische Belege). -- Leiden der Juden in Russisch-Polen (Original Korrespondenzen). Die Anteilnahme der österr.-ung. Juden am Kriege. (Patriotische Aktionen und Kundgebungen, hervorragende Einzelleistungen). — Juden als Soldaten und Offiziere. (Listen der Ausgezeichneten, Anerkennungsschreiben. Episoden usw.) — Verschiedenes. — Preis 60 Heller '(00 Pfennig). Vorausbestellungen durch den Verlag R. Löwit, Wien, 1. Bez., Rotenturmstraßr 22 oder durch das Jüdische Kriegsarchiv, Wien, 2. Bez., Jirkusgasse Nr. 33. ' Kriegsbriese deutscher und österreichischer Juden. Herausgegeben von Dr, Eugen Tannenbäum. 102 Seiten. Gewicht 230 Gramm. Preis Mk. 2.60 gebunden. Neuer Verlag Berlin W. 15, Sächsischestraße 9. — Daß eine. Sammlung von Feldpostbriefen jüd. Soldaten jetzt erst erscheint, ist eigentlich verwunderlich. Bilden doch die Juden eine so ausgesprochene Gemeinschaft, daß es höchst reizvoll sein muß, zu sehen, wie Sie als Soldaten, Bürger und Juden auf die gewaltigen Erlebnisse des Krieges reagieren. Aufschlüsse darüber gewährt die vorliegende Sammlung. Si!e enthält 64 Briefe aus Frankreich, Belgien, England, Ostpreußen, Russisch-Polen, Galizien, Bosnien und Serbien, die einen Zeitraum von vollen acht Kriegsmonaten umfassen. Bunt wie btie Her- ' kunft der Schreiber — sie gehören allen Schichten und Berufen, allen religiösen und politischen Richtungen an, die die Judenheit nur kennt ist auch der Inhalt. Sie schildern alle möglichen militärischen Situationen, von der Einkleidung des Rekruten bis zum Krachen der Schrappnells in offener Feldschlacht. Wir lesen den Abschiedsbrief des kleinen jüdischen ViehhäMers, Vaters -von sieben Kindern. Er hat sich mit sich und seinen Angehörigen beraten und ist auf die Stimme seiner Mutter gegangen. ״Ich bin, sagt er, die fünf Bücher Moses durchgegangen, ich habe-mich in die' Geschichte von Abraham, Mosche, Jehoschua, Debora, den Richtern und den Makkabäern zwei Nächte lang vertieft,, und ich kam zu dem Schluß, daß wir unter allen Umständen unser Vaterland, unsere Familie, unseren Glauben schützen müssen". Wir hören von dem fast beschaulichen Leben in einer kleinen Garnison uno von kühnen Rittern, vom Eisernen Kreuz, vom Leben in englischer Gefangenschaft, und vom Gottesdienst am Versöhnungstag in einer katholischeu Kirche. Daß der Schützengraben eine große Rolle spielt, braucht Wohl nicht gesagt zu werden. Mancher Schreiber lebt nicht mehr. So der öfterreichischo Leutnant Alfred Kraus, der kurz nach Abgang seines enthusiastischen Briefes ״im serbischen Urwald" einer Kugel erlag. Die meisten Briefe berühren durch ihren frischen Ton. Es fehlt auch nicht der spezifisch jüdische Humor in seiner ätzenden Form (״Rekrutenloben") wie auch als Galgenhumor. (״Ein ״anständiges" Schrappnell"). Ditz Originale zweier Briefe sind jiddisch und Mit hebräischen Buchstaben geschrieben. Der eine ist klischiert u. übersetzt, der andere mit deutschen Lettern transkribiert und mit Fußnoten versehen, die das Verständnis erleichtern. —- Da der Krieg mit den großen jüdischen Feiertagen zusamrnensiel, kommt die religiöse Note und das Solidaritätsgefühl für die jüdische Gemeinschaft sehr stark zur Geltung. Den Tvd im Auge, hat mancher Jude an dien ernsten Tagen, am Rauschhaschonoh und Jom-Kippur, alte Zusammenhänge ganz anders empfunden, als es die seelische Lässigkeit sonst erlaubtt. Aber auch die heiteren Tage der Chanukah-und Pessachwoche bleiben nicht vergessen. Die Erzählungen von den Chanukahfeiern im Schützengraben und dem Kriegssöder gehören vielleicht zu den anziehendsten Seiten des Buches. — Zu beziehen durch den ״Jüdischen Buch- und Kunstverlag", Brünn. 1915 WocheNkalenVer 5675. פיון Mai Festtage ד&«רד, N v 10 % »2 11 M N2 12 % «2 13 יוס 2םור קסזן. ערב ריח פיון | rt 14 ראש חדש ~ Rosch chodesch והיה 6 2 15 בפרבר ספפר ביי S ג 16 M ד 17 שלשת יפי הנבלה > D ה 18 1 M ו 19 יו א• רשבועות Wochen!. für Mähre» und Echlefie«, R. G. m. b. H Krapfengasse IS BrÜNN, Krapfengasse 19 Jüdische Volksbank Personalkredite Wechseleskompt Verkauf°°״Losen Spar- «nd Kontokorrenteinlagen ob gegen bestmöglichste Verzinsung ■יי■ ■M- Heimsparbüchsen -V» werde« den Einlegern kostenlos überlaffen »AE NSlÄrtt-e» £»1*4*0« Nr. ÄOO «SH um ben HeNquefien und eoti der ^MpAtb« towttoßttri, *«pfietztt &s« Gack, Vr-A«« Rathausgaffe. JA nfp1 Uhrmacher k. k Patentinhaber *** IlCI Brünn, Krapfeng 38. Bienenhaus Lager von Silber.-und Goldwaren, Uhren. 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Samstag ‘/*8«V»9 Uhr abends. Damenturnen Montag 11. Donnerst, V»8-V,d*>, Mädcbenturaea , 6-1/48 * ״ , Zöglingsturnen Mittwoch u. Samstag 6-V,8 ״ ״ Heinrich fiemon’s Nachfolger Anton Schwanda, BrUnn Johannesgasse Nr. 7. Oegrfindet 1813. praktischer Bandagist Gegründet 1813. empfiehlt alle aur Krankenpflege erforderlichen Artikel unter fachmtntecher Leitung. Installateur Franz QluE, Brünn, ZollheSsgleelft Kr 17 Ä «aipfieidi sich für Wasserleitung»-. KanAftsaHedtemä ttlosettanlagcn, Badeeinrichtungen etc. — Teltuhao 107. I Apotheke zur goldenen Krone 1 relephou fh.tll, Josef & Ludwig Hlavka Niederlage: ' Werkstatte: Liechtenstelngasse Nr. 1. Bäckergasse Nr. 52. K. k. Postsparkassen-Konto Nr. 78.005. Telephon Nr. 1384. ----- Telephon Kr. 1384. 1. mähr.-schlesische Erzeugung chirurgischer und medizinischer Instrumente, orthop. Apparate künstliche Maschinen, Bandagen und Verbandstoffe. Trocken- Heißluft-Apparate. (System Dr. Mirtl). Rennergasse Nr. 1. 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