Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XVI (1915)
- Issue
- Heft 4 (27.1.1915)
- Date
- 1915-01-27
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 6. M»qDe Vekk-KttkNe." Re 4 bilden das ,מנחד -Gebet an Fasttagen und das ,נעילך -Gebet am Versöhnungstage, das doch ebenfalls beim Anbruch der Nacht verrichtet ^vird, eine Ausnahme? Um diese Fragen zu beantworten, must man auf die Anordnung der Reihenfolge des Achtzehngebetes zurückgreifen. Im Talmud (Megilla 17 bj wird der Grund für die Abfassung und Angliederung des Achtzehngebetes in der uns üblichen Form angegeben. Daselbst heißt es u. a. מה ראו לאם־ שים שלום את* ברבת נ1ה:יםי ״Warum wird das שים שלים -Gebet nach dem Priestersegen verrichtet?" Und die Antwort lautet: Weil geschrieben steht: ״Sie (die Priester) sollen meinen Namen geben den Kindern Israels und ich werde sie segnen," und der Segen Gottes ist der Friede. (Vgl. auch Sota 80 a). Aus dieser Talmudstelle ist der innigste Zusanunenhang zwischen Priestersegen und dem שים שלום -Gebete klar ersichtlich, ebenso geht aus derselben Stelle hervor, daß das שים שלום Gebet dem ברכת כהנים ' zu folgen hat. Da an Fasttagen und im ,^^--Gebete der Pricstersegen verrichtet wird, so folgt daraus, daß an diesen Tagen auch zu מנהזה und נעילה das Gebet שים שלום zu verrichten ist. ' Es entsteht nunmehr die Frage: Warum wird an gewöhnlichen Tagen zu מגהה und מעריב gerade רב שלום gebetet (und nicht שים שלום)» Darauf gibt uns eine andere Talmudstclle, wenn auch indirekt, die gewünschte Antwort. Im Talmud (Megilla 24 b) heißt es: Die Bewohner von Bct-Schcon, von Bct-Chippo und die Man- ' ner von Tabonin dürfen nicht als Vorbeter fungieren, weil sie das«א wie y und oas y roie א aussprcchew). Nascht bemerkt dazu: Diese Leute haben eine undeutliche Aussprache. Würden sie öffentlich vorbeten und den Priestersegen verrichten, dann bekäme ihr Gebet eine ganz andere und geradezu entgegengesetzte Bedeutung. Anstatt יאר ך׳ פניו אליך (Gott wende sein Antlitz dir zu), würden sie sagen . "יער ד׳ פניו ונו (der Herr ergieße seinen Zorn über dickf); der Segen könnte infolge ihrer schlechten Aussprache wie ein Fluch klingen"). Man ersieht daraus, daß es beim Priestersegen besonders auf die scharfe Akzentierung und deutliche Betonung der Buchstaben und Silben sehr viel ankommt, damit der Segen nicht wie ein Fluch laute. Nun kann man ja nicht von jedem Vorbeter int voraus wissen, welche Aussprache er besitze, ob er nicht das 'א wie'p (und umgekehrt) ausspreche. Tatsache ist übrigens, daß heutzutage fast alle א wie y aussprechen, was speziell beim Priestersegen streng zu vermeiden wäre. Deshalb folgt dem ברכת כהניב gleichsam als nähere Beleuchtung und Erklärung desselben gleich das שים שלום- Gebet, worin der Priestersegen nochlnals deutlicher erklärt und wiederholt wird. Darin heißt es ברכנו אבינו באוד פניך (entsprechend -יאר ד״ פניו אלי und nicht יער). Und um auch dieses באור פניך deutlicher zu erklären (daß es nicht wie יער laute), folgt gleich der Nachsatz ׳כי באור פניך נתה לנו ונר welcher Nachsatz jeden Doppelsinn ausschließt. Dies alles gilt als nähere Erklärung des etwa! falsch ausgesprochenen Priestersegens. Wird der Priestersegen nicht verrichtet, dann entfällt die nähere Erklärung desselben. Dies ist der Fall im Mincha- und Maariwgebete an gewöhnlichen Tagen, da das ברכת כהנים überhaupt nicht verrichtet wird. An Stelle von שים שלום das dem Priestersegen sonst folgt, tritt das Gebet שלום רב An Fasttagen zu Mincha und im Neilagebete, wo ברכת בהנים vorkommt, tritt an Stelle von שלום רם das Gebet שים שלום. (Schluß folgt.) Korrefpomlenzcn. Salzburg. Sonntag den 24. d. M. wurde hier Herr Gustav Schwarz, einer der ältesten Israeliten Salzburgs, unter sehr großer Beteiligung unserer Gemeinde zur ewigen Ruhe bestattet. Seit fast einem Viertel Jahrhundert in Salzburg wohnhaft, hat er sich um den entstehenden Kultus zu Beginn unseres Gemeindclcbens verdient gemacht und war lange Jahre auch im Vorstände. Seine besondere Tätigkeit galt der Chewra Kadischa, deren Obmannstellvertreter er war und deren Aufgabe er mit heiliger Gewissenhaftigkeit erfüllte. Sein biederes, gerades Wesen, seine jüdische Gesinnung brachten ihm Wertschätzung bei allen, die ihn kannten. Mit seiner Familie — sein Schwiegersohn ist der hiesige Kantor Herr Herm. Kohn — betrauert unsere Gemeinde seinen Heimgang und wird ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Vermißte. ') אין מורידין לפני התיבה לא אנשי בית שאן וכר מפני שהורין לאלפין עיינין ולעיינין אלפין ״) Vgl. Nascht z. St.: /-!ואם היו עושין ברם כהנים היו אומרים יאר יער ד" פניו ולשון קללה הוא וגר a) Früher wurde א anders wie y ausgesprochen. Vgl. Berachot 62 a. Ehaje Rosenstrauch aus Kudeine (Galizien) sucht ihren Sohn Salomon Rosenstrauch und ihre Schwiegertochter Liebe und Händche Rosenstrauch. Israel Barad ans Gurahuinora sucht seinen Vater Mechel Wenger. Malke Hirsch aus Nymanow sucht ihren Mann Abraham Isaak Hirsch und ihre Schwester Rosa Blau. Friemcd Blank aus Baligrod sucht ihre Töchter Cilli und Malwine Blank. David Singer aus Jilnek-Turka sucht seinen Schwiegervater Hirsch Wolf Mayer. Isaak Fieber aus Kossov sucht seine Söhne Salomon und.Siegmund Fieber-Herzig und seineu Neffen Alter Hillmann, Fabrikant aus Kossov. Baruch Hübner sucht seinen Schwager Abraham Isaak Berger samt Frau und Kinder. Mendel Blau sucht seinen Vater Abraham Blau und Mutter Gütel Blau, Schwester Esther Blau und Schwager Israel Grün. Rachel Geller aus Baligrod sucht ihre Tochter Tauber Geller. Jda Meisels aus Baligrod sucht ihre Eltern Moses und Regina Meisels sowie Geschwister Cilli, Lipa und Pepi Meisels. Herzel Goldschmidt aus Dolkopole sucht seinen Sohn Hersch Goldschmidt und Frau Fanni Goldschmidt. Berl Schatzberg ans Jablonica sucht seinen Bruder Jakob Schatzberg. Michael Dresdner aus Sokoluwka bei Kossov sticht seine Kinder Samuel, Peretz, Abraham, Antschel und Moses Dresdner, sowie Schwiegersohn Moses Hasenfratz. Frau Malke Krumholz aus Kutty sucht ihre Brüder Samuel, Isaak, Moses, Mendel und Jakob Pistener und Schwager Moses Krum- Holz. . Met he Pistener aus Wieznitz sucht ihren Mann Josef Pistener und Bruder Isaak Scherf. Josef Hasenfratz aus Czernowitz sucht seinen Vater Simon Bickel. Josef Sack aus Drohobycz sucht seinen Bruder Gerson Sack. Chaje Scherf sucht ihre Mutter Nekzel Scherf. Eiicilie Hasenfratz aus Sergie-Puttila sucht ihre Brüder Simon und Ben Zion Hasenfratz. Friede Scherf aus Uszie-Putilla sucht ihre Mutter Bluine Scherf und Bruder Moses Fehler. Josef Resch aus Kossov sucht seinen Sohn Salomon Resch. Isaak Peisner aus Delatin sucht seine Mt Rachel Peisner und Bruder Chajim Peisner. avid Fuhrmann aus Czernowitz sucht seit Vater Schwere Gutmann, Mutter Rei Fuhrmann und Frau Clara Hackel, srael Prostak aus Bojan sucht Eltern Salon! und Marie Prostak und Schwester Erna P stak. negsried Weißmann aus Czernowitz sucht se Frau Rebeka Weißmann und Angehörige. Chaje Kessler aus Baligrod sucht ihre Tochter Rosa Kessler. Sämtliche Zuschriften oder Anfragen sind zn richten an das Rabbinat der Israelitischen Knltusgemeinde zn Mnischek bei Prag. Zngsführer Salomon Spritzer, Gendarmeriekompagnie Nr. 4, Brünn, Josefstadt Nr. In, sucht seine Eltern Arie Spritzet: aus Ulicka Zarabana, Bez. Ravaruska, und Bercie׳ Mesuse aus Lemberg, Buznica 24. 2 Kinder, Sara und Giter Nachemic, suchen ihre Eltern Jacob und Makel Nachemie. Adressen sind an Hersch Leszkowitz, Brünn, Nitschlgasse Nr. 0/4 anzugebcn. Mendel Blumenkehl aus Padew bei Mielec Brünn, Jusagasse 7, sucht seinen Schwager Moses Maier Leszkowitz aus Mielec. Pinkas Singer sucht Jakob Anezel Knebel aus Baligrod. Mitteilungen an Raphael Gugenbeimer, Rabbiner in Kolin. Salomon Schleifer sucht Salomon Schleifer aus Brody und Moses Schleifer ans Przempsl. Mitteilungen an Rabbiner Dr. Raphael Gugcnheimer in Kolin. Mendel Strang sucht Jakob Weisberg, Chajim Margolis und Familie Strang. Mitteilungen an Rabbiner Dr. Raphael Gugenheiiner in Kolin. Ehaje Krieger aus Dubetz, derzeit in Brünn, sucht ihren Mann Leiser Krieger. Hüttes, derzeit in Weißstättcn, Post Mnschau (Südmähren), sucht Familie Chartiner samt Frau und 2 Kinder (ein Sohn und eine Tochter). Josef Steinbach aus Jaworov, derzeit in Brünn, Josefstadt Nr. 07, sucht seine Familie. ־ מצות Osterbrot - Bäckerei BRÜNN, Dornichgasse 19 Ich bringe meinen P. T. Kunden hiermit zur Kenntnis, daß ich mit dem Betriebe meiner Osterbrod-Bäckerei bereits begonnen habe. Wie bereits durch 40 Jahre werden auch im heutlgenJahre nur dünne braungebackene Mazzes erzeugt, so daß meine Ware auch heuer konkurrenzlos ist. Die im heurigen Jahre außergewöhnlichen hohen Mehl- und Produktionspreise veranlassen mich nur im Vorhinein bestellte Waren zu erzeugen; es empfiehlt sich daher den P. T. Kunden bis Mitte Februar ihren Bedarf zu bestellen, da sie sonst 60־ fahr laufen mein Fabrikat nicht zu erhalten. Ein Kundenbesuoh von meiner Seite erfolgt nicht. Bestellungen werden entweder schriftlich oder in meiner Bäckerei entgegengenommen. Hochachtend Rosa Kessler. Bemerkung : Gleichzeitig gebe ich bekannt, daß eine Zustellung der Ware ins Haus im heurigen Jahre nicht möglich ist. mit gutem Anschluß findet bei besserer jüdischer Familie alleinstehender Herr oder Dame (nicht lungenkrank), ev. 1—2 Kinder, zu mäßigem Preise. Schöne Südzimmer im 1. Stock, großer Balkon, elektrisches Licht und freie Lage. Näheres: S. Schreier, Meran, Villa Platinia. 1914 Wochenkalender 5675. שבט Jänner Festtage . הפטרה M 2' 27 D 2' 28 * יד 29 S טו 30 חמשה עשר׳ שבת שידה׳ בשלח נביאה S »ז 31 M יז 1 D יח 22 M יט 23 D כ 34 F כא “*5 stamm