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Jüdische Volksstimme · 1914-07-16 · Heft 27 (16.7.1914) · page 6

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XV (1914)
Issue
Heft 27 (16.7.1914)
Date
1914-07-16
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 6. ״Jktzische «»lttstimme.- Nr- 27 zu haben. Ich glaube nicht, daß der Autor, der doch ge- Witz daran glaubt, datz הבורא י״ש הוא בורא ושהי: לכל הבדוא*ש והוא לבדו עשה ועשה העשה לבל הפעש*ש untätig die Hände ins Schoß legen wird, weil ja alles in der Hand des Ew-gcn liegt. Nun wie man um sein Brot zu verdienen seine Arbeit verrichtet und dann auf diese Arbeit den Segen G-ttcs hcrabflcht, muß man auch nach seinen Kräften für die Wiederbelebung des jüdischen Volkes im Heiligen Lande arbeiten, und dann d cnScgcn erflehen für die fromme Betätigung. Dies tut und, dies will die Misrachi-Organisation! Adolf Pinkas. Boskowitz. Am 3. d., fcmb im!)icfiqai Tcmvcl ein Zvanerflottesbienft für den Erzherzog Franz Ferdinand und dessen Gemalin statt. Tie Gedenkrede hielt Rabbiner Dr. S. Funk. Die kantoralen Funktionen versah Herr Oberkantor Nabbinowitsch. Boskowiy. Sonntag, den Id. d., findet im Schulgcbäudc die konstituierende Generalversammlung des ncugegründctcn Kranken - Unterstützungs - Vereines ״Selbsthilfe" statt. Gäste willkommen. Lundenburg. Am 8. d. M. fand für weiland Erz- Herzog Franz Ferdinand und seine Gemahlin im Dempcl ein feierlicher Draucrgottcsdienst statt, zu welchem außer dem gesamten Kultusvorstandc und zahlreichen Gcmcindcmitgliedcrn die Spitzen der kommunalen und staatlichen Behörden erschienen waren. Herr Rabbiner Dr. Schtvengcr hielt eine ergreifende Trauerrede, die kantoralcn Funktionen versah Herr Obcrkantor Goldcnbcrg, begleitet von dem unter der trefflichen Leitung des Herrn Robert Reich flehenden Tcmpolchorc, in wcibevollstcr Weise. — Für die Fugend der hiesigen Volks-, Bürger- und Mittelschulen wurden am 4. und 11. d. M. besondere Traucrandachtcn abgchaltcn. — Eine» solennen Verlauf nahm der am 8. d. M. anläßlich der 10. Wiederkehr von Dr. Theodor Hcrzls Todestag seilens der jüd. akad. Fcrialvcrbindung ״Hatikwah" im hiesigen Tempel veranstaltete Traucrgottcsdicnst, wclchem ein zahlreiches distinguiertes Publikum beiwohnte. Herr Rabbiner Dr. Tchwcnger widmete dem Gedenken Hcrzls begeisterte und begeisternde Wolle, welche auf alle Anwesenden einen tiefen Eindruck übten. Das el mole rachamim wurde mit Wärme vom Herrn Lberkantor Goldcnberg und der große Sulzcrischc Traucrpsalm durch den Chor mit Präzision zum Vortrage gebracht. Zum Schluffe mürbe der Kaddisch de Rabonon seitens des Herrn Rabbiners gesprochen. Anschließend ail diesen Trancrgottesdicnst wurde im proßcn Saale ״zur Krone" eine Gedenkfeier abgehaltcn, woselbst die Herren Tr. Emil Stein und Dr. Wilhelm Stein gediegene Referate über ״die Persönlichkeit Herz!.:׳" und ״der Zionismus seit dem Tode Hcrzls" ersiatteten. Bei der letzteren Veranstaltung Ivurdcn zahlreiche Lelbaumspcnden für den Hcrzlwald gczeichnet. — tfflcr. Sonntag, den 5. d. M., fand im Tempel eine überaus solenne Traucrfcicr statt. Ter Gottesdienst wurde mit dem Psalm ״Michtom l'dotvid", nach einem Motiv von Lberkantor I. Heller von Herr» Lberlantor Wilkowitsch mit gemischtem Chor und Drge! ivürdig vorgctragcn, eröffnet. In der Traucrprcdigi sckülderte 2e. Ebrw. Herr Rabbiner Tr. Grünfcld die Energie und die zielbcwußte Politik des verblichene» Thronfolgers und richtete inbrünstige Gebete für das Seelenheil des erhabenen Märthrerpaares zum Himmel empor. Das Gotteshaus war dekoriert und feierlick beleuchtet und wies einen überaus ansehnli- Men Besuch auf. Die k. k. Vezirkshauptmannschaft lvar durch de» Bczirksobcrarzt Herrn Dr. Beck vertreten. Marienbad. Fm hiesigen Tempel fand am 8. d M. eine solenne Tranerfeicr für tveiland Erzherzog Franz Ferdinand statt. Der Andrang war so groß, daß Hunderte keinen Einlaß mehr finden konnten. Es erschienen Vertreter der Staats-, Landes- und Stadtbe- Hörden, viele hohe Hsfizicr׳- und zahlreiche Kurgäste Nach einem Drgelpräludiuin intonierte Herr Dbcrkanlor Goldbcrg einen Psalm, begleitet vom Chorpcrsonal. Die Trauerrede des- Herrn Dr. Diamant rührte die zahlreich Versammelten zu Tränen. Mit einem innigen Seelengebet und einem Choral endete die Feier. Breslau. 1 Füdischcr Treubund.) Die Bewegung in der hiesigen Gemeinde gegen das Renegatentum hat nun zur Begründung einer Organisation: ״Füdischcr Treubund", geführt. Ein Aufruf zur Beitrittserklärung mit den Ilnlerschrisien einer Anzahl angesehener Gemeindemitgtieder, an der Spitze Professor Tr. Braun, Fabriksbesitzer Eugen Freund u. a., spricht sich über Aufgaben und Ziele der neuen Vereinigung aus: ״Der ״Füdische Trcubund" strebt u. a. an: 1. Gleichstellung der jüdischen Religionsgemeinschaft mit den christlichen Bekenntnissen in alle» Schulangelegcnhcitcn und damit auch Durchführung des jüdischen Religionsunterrichts; 2. tatkräftige Förderung jüdischer Gesinnung unter der Jugend; 3. Einrichtung einer jüdischen Generalvormundschaft; 4. Hebung des Interesses am jüdischcn Gemcindclcbcn durch Erlvcitcrung der Leistunge» auf sozialem Gebiet, durch Unterstützung aller auf das Wissen vom Judentum, seiner Geschichte und Literatur gerichteten Bestrebungen ,durch Erweiterung der Fraucntätigkcit in den Gemeindckommissionen, durch Einführung des Gcmcindewahlrcchtcs für selbständige Frauen." — Dies Programm allein würde den neuen Verein eher als einen Gcmcindcvcrcin charakterisieren, da alle diese Ziele nicht direkt gegen die Täuflinge gericktct sind, sondern ein Programm jüdischer Gemeindepolitik enthalten. Allein auch der Hauptzweck kommt zu seinem Rechte. Gegen das Renegatentum sollen folgcndc Maßnahmen angewcndct werden: ״Bekanntgabe ihrer Namen durch Gcmcindevorstand. Bekämpfung aller Personen, die vom jüdischen Glauben abgcfallen sind oder die Taufe unmündiger Kinder begünstigen, bei Bewerbung um Ehrenämter in Gemeinde, Stadt u. Staat." Kattowitz. Wir habenseinerzeit die Verwendung jüdischer ausländischer Bergarbeiter in den an Arbeiiskräftcn notleidenden oberschlcsischcn Bergwerken mit großem Interesse verfolgt und über die guten Ersahrungcn, welche man mit diesen Leuten nach dem Zeugnis der Zechenverwaltungen gemacht hatte, wiederholt eingehend berichtet. Handelte cs sich bei diesen Versuchen doch einmal darum, der notleidenden jüdischen Arbcitcrbcvölkcrung Galiziens und Rußlands ein neues Tätigkcitsscld zu eröffnen und andererseits durch sic den antisemitischen Vorwurf zu entkräften, daß die Juden durchgängig schwerer körperlicher Arbeit abgeneigt und ungeeignet für diese seien. Tic importierten jüdischen Bergarbeiter waren sehr religiös und nüchtern, froh, daß sic Gelegenheit zur Arbeit hatten und sich ihr Brot verdienen konnten, lebten harmlos und bescheiden, zeigtcn sich vor allem absolut frei von jeder Neigung zu Exzessen. Aber cs waren Jude»! Und die Folge war, daß die obcrschlcsischc Regierung, die aus Rücksicht auf die Bedürfnisse der Industrie die Ausschreitungen polnischcr und ruthcnischcr Christen sehr nachsichtig bcurteilen muß, sie allesamt auswies! Es wurde förmlich eine Jagd auf sic veranstaltet, bis endlich der letzte Mann jenseits der Grenze war. Die Oppelner Regiernng erwies sich leider als durchaus unzugänglich gegen alle Bemühungen, diese harte Maßregel zu lindern. Es isi also dabei geblieben, daß christliche ausländische Arbeiter in so großer Zahl beschäftigt lverdcn dürfen, wie man sic nur bekommen kann. Nur Juden sind ausgeschlossen. — Das fudtsch-chazarische Reich. — Guck in die Welt. — Uebersctzungsaufgabe. — Rätsel. Dr. R. Faerber. Die Sittenlehre im israelitischen Religionsunterricht an Mädchen-Lyzeen. Sonderabdruck aus dem Jahresberichte des Mädchen-Lyzeums in Mähr.-Ostrau für das Schuljahr 1913/14. Dr. N. Faerber, Rabbiner-Stellvertreter. Vier Fcstpredigtcn im Tischri 8674 (1913) nebst einem Anhange, Referat betreffend die Gründung einer Talmud-Thora-Schulc in Mährisch-Ostrau. Ladenpreis IC 2.40. Mäyr.-Ostrau 1914. Im Selbstverlag. Predigtensammlung zeitgenössischer Kanzelredner. Unter dein Motto: ״Das Beste vom Besten" wird der Jüdische Buch- und Knnstverlagin Brünn in den nächsten Tagen die erste Lieferung des Sammelbuches Predigten zeitgenössischer Kanzelredner, auf den Büchermarkt bringen. Die erste Lieferung enthält Reden für sämtliche Fest- und Feiertage des Jahres, sowie sonstige Gelegenheitsreden. Die Stauten der Autoren u. a. Ob.-Rabb. Dreyfuß. Rabb. Dr. Feuchtwang, Ob.-Rabb. Dr. Güdemann, Chiefrabbi Dr. Hertz, Prof. Dr. A. Kurrein, Rabb. Dr. D. Leimdörfer, Rabb. Dr. Littmann. Ob.- Rabb. Dr. Margulies, Rabb. Dr. W. Münz, Landesrabb. Dr. B. Placzek, Rabb. Dr. C. Werner, welche als Kanzelredner einen Weltruf genießen, bürgen für die Gediegenheit des Sammelbuches. Preis 4 K 1914 Wochenkalender 5674. p* 2 Juni Festtage | ד,פטרה M בא 15 r 16 s :2 17 s 18 טברנין החדש, פגחם דברי ירפיהו Ö בה 19 פרק ראשון׳ M בו 20 L בו 21 M בח 22 D בט 23 יום בפור קטן, ערב ר״ח אב , ראש חדש F א 24 Püpfimann Gesuche, Anfragen und * rt-vlllliciiili• etc. Assentierung etc. Einrückung betreffend, sehr mäßig, 31jährige Praxis. Prospekte gratis• JANOUSKOVEC k. k. konz. Militär-Bureau Dr. Emil Bloch ordiniert in der Kur- und Wasserheilanstalt des Briinner ZentralbadeS für Nervenkranke, Rheumatismus, Gicht Ischias-, Magen- und Darmleiden. Blutarmut-, Fettsucht Herzenleiden u. s. w. Modernste Heilbehelfe: Heißluft (Blaulicht) Schwefel-Soole Fango-Radium-kohlentaures u. Vierzellenbäder elektr. Massage u. s. w. Telephon 709. Sehr mäßige Preise Literatur. SamslagiiachmittagS-Jugenbgottcsdicnstgcbctbuch. 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Thainus 89741. :Redaktion und Administration: Prag, 2. Bez., StephanSgassc 029. Inhalt: Morris;110־ scnkeld: Inda. — Ben Jehuda: Haphtarah zum Wochenabschnitte, Kap. 11. — Werner: Von einem, der die Jugcild liebte. — Zwei Briese Hcrzls an seinen Sohn. — E. K.: Ausflug zum Bache Sorek. — tSskar Baum: Freund Einfluß. — Heinrich Locwe: Und tausend Jahre sind ihm wie ein Tag. (Forts, u. Schluß.) 16. Jahre nur Prag II., Elisabethstraße 1083, Sonn- und Feiertag vorm, auch offen! Neue Glühlampenpreise II MstaHdrahtlampen, 75% Stromersparnis circa 1000 Brennstunden bis 135 Volt, 5 bis 60 Kerzen per i Stück K —•98 - 1b0 1.10 ״ ״ 1 ״ •״ 60 ״ 10 ״ מ -bO 1 <« ״ 60 ״ 10 ״ ,» n 1.30 bei Mindestahnahme von 20 Stück franko, verpackt per Nachnahme. Zu beziehen durch: Ing Max Singer, Brünn Unternehmung für elektrische Licht-, Kraft- Telephon- und Signalanlagen. 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