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Jüdische Volksstimme · 1914-07-02 · Heft 25 (2.7.1914) · page 11

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XV (1914)
Issue
Heft 25 (2.7.1914)
Date
1914-07-02
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Marrens in den Blättern dieses Buches folgt. Das gesamtes umfangreiche Material ist mit Sorgfalt gesammclr. Wenn man in Betracht zieht, daß mit Ausnähme einer kleinen Schrift von Liebknecht bislang kein Lebensbild von Marx bestand, wird man. begreifen, daß ein Jahrzehnt nötig war, die Arbeit zu vollenden. Aber der Verfasser genügt sich nicht in der Nolle eines nüchternen Mittlers; sondern mit warmer Persönlichkeit zeigt er im vielgestaltigen Leben und Scharfen Marrens die große Einheit auf. Dann und wann findet sich auch ein Wort über Inden und Judentum. Marx ist jüdischer Abstam-!nung. Sein Baker >var Rechtsanwalt, später preußischer Zunizrat in Trier und ließ sich 1824 mit Frau und Hindern, darunter dem sechsjährigen Karl, taufen. Die 6!runde, um derentwillen sich Heinrich Marx zu diesem Schritt entschloß, erscheinen vom Verfasser nicht ohne Voreingenommenheit dargcbracht. Ec polemisiert nämlich gegen die allgemeine Ausfaflung, die Annahme des Christentums sei rein nominell und aus Zivang geschehen: vielmehr sucht er zu erweisen sS. lt—!ו!, dos; der llebertritt aus cigöncin freien Willen und aus voller Ucberzcugung stattgcfunden habe. Zwei große Anden, deren Persönlichkeit für uns von bcsoliderem Antercssc ist, kreuzen Marx' Lebensweg: Heinrich Heine und Moses Heß. Tie Fäden, die sich zwischen Heine und der Familie Marrens, vornehinlich seiner Frau, Jennh von Wcstphalen, spinnen, sind von keuscher Zartheit. Die Mürrischen zogen in den vierziger Fahren nach Paris; da vergeht kaum ein Tag, an dem nicht Heine sie besuchen käme. ״ . . . kaum einer seiner Verse ist in dieser Periode ihrcni verfeinernden Cimluß entgangen. Der Dichter macht ein neues Gedicht, eine neue Stanze oder auch nur eine neue Feilc geschrieben haben, so las er diese seinen Freunden vor, die dann skandierten und kritisierten, Aendcruugen vorichlugcn oder applaudierten und gut hießen, wie cs sich nun gerade traf. Unzählige Male gingen sie eineu Vers oder eine Feile durch, indem sie die einzelnen Silbciunaße prüften und so lange arbeiteten und feilteil, bis alle drei znfricdcngestcllt waren und das Werk sich als seines Dichters würdig zeigte" iSl>N. — Tie Beziehungen zu Heß, unscrm Heß» sind flüchtigcr. Diirch Friedrich Engels, den großen Mitarbeiter von Marr. der Heß sehr schätzte, fanden sie sich; arbeiteten glich zusammen an der ״Rheinischen Zeitung" und am Pariser ״Vorwärts". Tie Wandlung Hessens, die ihn an der wundertätigen Kraft der Assimilation verzweifeln ließ und zum Nationaljudcn machte, fällt in spätere Zeit. ״Nom und Jerusalem" erschien 1862. Tie ausgezeichnete Uebertragung läßt vergessen, daß eine Ucbcrscbung des englischen Originals vorliegt. Ter Verlag bemühte sich mit Erfolg um eine würdige Ausslaiiuiig. Moritz Grzyb. »HM W Filiale Prag, II. HavIfSIcovo näm. Nr. 32. (beim Heinrichsturm) Telegramm-Adresse: Moravskosterskä Prag. Zentrale in Brünn. Filiale in Znaim. Durchführung von sämtlichen Bankhausaktionen Wechsel- und Devisen-Escompte. — Inkassi und Anschaffungen jeder Art — Vadien- und Kautionen-Einlösung von Koupons und verlosten Werten — Akreditive. — Verwahrung und Ver waltung von Wertpapieren. — An- und Verkatf von Valuten und Börsenaufträgen. Einlagen werden günstigst verzinst Alle Informationen erteilt bereitwilligst Telephon Nr. 5572. Die Direktion. Wilhelmstr. 25 כשר Restaurant Zimmer mit vollständiger Verpflegung von 5 M. an, Erstkiass. Küche. Am Kurpark, nahe Strand, nahe Bahn. 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