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Jüdische Volksstimme · 1914-03-05 · Heft 9 (5.3.1914) · page 4

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XV (1914)
Issue
Heft 9 (5.3.1914)
Date
1914-03-05
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Syte 4. §hv9. Hast gibt das Große Astjons-Äonnte seiner. ■'■'׳'׳ 'lebhaften Gemigtiuing u. Freude?lusdruck ' über die würdige und erfolgreiche Vertcidigung der,hcLraischcn Sprache in Palästina.! Das Große Aktions-Komite beglückwünscht, die palästinensische Judenheit zu ihrer begeisterten und zielbewußten Haltung; es; billigt olle vom Engeren Aktions-Komite bisher getroffenen Maßnahmen zur Sicherstcllung und Entwicklung unseres Nation alen Schulwerks in Palästina und fordert die zionistische Organisation zu weiterer energischer Förderung dieser Tätigkeit auf." In der Sitzung vom 28. Februar wurde die Frage des Agrarkredites für die jüdischen Kolonisten in Palästina behandelt. Es wurde beschlossen, für die palästinensische . Landentwickiungsgesellschast (Palestine Land Development Company) eine großzügige Propaganda einzuleiten. In der Sitzung vom 1. März berichteten die Herren Dr. Schemarja Levin und Prof. CH. Wcizmann über den Plan der Universität in Jerusalem. Es wurden in dieser Angelegenheit eine Reihe wichtiger Beschlüsse gefaßt. U. a. wurde beschlossen, schon in nächster Zeit mit der Sammlang von Büchern für die zukünftige Universitütsbibliothek zu beginnen. Zur Leitung und Verwaltung des hebräischen Schulwerks in Palästina wurde ein provisorisches Schulkomi-te eingesetzt, dein zwei Mitglieöer des zion. A ktions-.Kmnites, zwei Mitglieder der Odessacr PalästinagescLschaft und zwei Vertreter der palästinensischen Judenheit angchören. Das Budget der zion. Leitung für ix ftc Geschäftsjahr wurde genehmigt. Im Anschluß an die Sitzung des Aktions- Komitcs tagte ain Montag, den 2. März, das Direktorium des -Jüdischen dkationalfonds, der zionistischen Bodenerwerbsgesellschaft. CARL BUCHTA Brünn Großer Platz Nr. 20 Kiavier-Etafalissement Größtes und reichhaltigstes Lager von Klavieren, Pianlnos und Harmoniums des In- Auslandes sowohl zum Verkaufe als auch leihweise zu den kulantesten Bedingungen. Beeideter Sachverständiger. jener Nachrichten. Emigranten-Fürsorge der israelitische» Allianz i» Wie» Während des Monates Februar 1914 wurden von der Zentrale der israelitischen Allianz in Wien inSgesammt 117 Emigranten, davon 106 russtsche und 11 rumänische weiterbesörderi und zwar 85 nach den Vereinigten Staaten. I nach Argentinien. 8 nach Kanada, 4 nach Eng land. 15 nach Frankreich und 4 nach andern Ländern. In ihrt Heimat zurückbesördert wurden 33 Rückwanderer. Wahrend des Aufenthaltes in Wien wurden im Monate Februar für 31 Personen zusammen 66 Tage LogiS und volle Ber. pflegung bezahlt und an 24 Personen zusammen 66 Speisemarken für die rsraelitische BolkSkücke ausgegeben. ES fuhren zu ihren Männern 11 Frauen, zu Ettern (resp. Kindern) 16 Erwachsene und 21 Kinder, zu t-.eschwistern 26 Erwachsene und 2 Kinder, zu sonstigen Verwandten 37 Er wachsene, ohne Verwandte 4 Personen. Dem Berufe nach waren unter den Beförderten 29 Schneider (Schneiderinnen), 5 HandelSangestellt« 4 Tischler, 4 Maler (Anstreicher). 3 Händler. 3 Hmmacher. 3 Schmiede (Schlosser). 2 Friseure (Perückenmacher). 1 Schuster. 1 Müllner. 1 Photograph. 1 Bäcker. 1 Elersortierrr, 1 Mechaniker. 1 Zuckerbäcker, 1 Mon eur, 1 Weber, 1 Graveur. 1 Gamaschenmacher, 31 ohne bestimmten Beruf zumeist Frauen. Wie». (Verband der isracl. Religionslehrer an den österr. Mittelschulen.) Montag, den 23. Februar fand unter dein Vorsitze des Obmannes des Herrn Rabbiners Dr. M. Nosenmann die zweite Ausschuß-Sitzung in dieser Funktions- Periode statt, in wacher derselbe über die gegenwävstge Lage, der-rücht.-WWtiMz HMgions-! Lehrer an Msttelschuleu'schvie zu, unters nehmenden" Schritte" zur'. Verbesserung.. -ihrer Reckststellung ein anMs;en^es'MfiafahrärMiÄe. Ebeiisowurde. inikgetektt, daß es.der.Äerpandsleitiing geluiiAen' sei. ciue.grpße Anzahl,von. Pö-! Gutcnbcrgs auch bcim-hebrchschen Drucke entwickelt HM. .nifikÄioncn. für die (Berb^ndFnitDcderfAU ep-l -D-LytSÄ^imeÄne Miioprinccps (Eestlingsdrückß't-cs wirken-, ."י" s- H m sal KZ sbs e^blnUgeKnerr M »KiNmKn gelten der! bibliographisch, wicht!gsW11-Mcrkc 11. Diese Abbildungcn besaget? Ätze?Äkch7^llkw?8sch sich die Kunst v Wies. .Frl. Franzi) Güdenuuinj bic-ältefte Tochter des Herrn Obcrtabbiner Dr. Moriz GüLvinavn, ist Dienstag,, den 24. v. Dt. nach tangern, schweren Leiden inr 18. Lebensjahres gesioiben. Ten schwergeprüften Eltern "wendet sich allgemeine Teilnahme zu.!.■ : . -..״!:u:; Wien. Sonntag. ^dc1r.8,׳, Dtaiß/.uln 3 Uhr nachmittags findet im isx Tempel Leopoldstadt die Trauung. des Herrn Gersön März, mit Frl. Lina Zwirn statt. Unsere beswn Glücüviinsche. '■■',־ -י Die Redaktion.7 Wien. Mittwoch, den 11.,März um 8-Uhr abends veranstastet der'neu konstituierte Misrächiiugelldbuird eiucn-, Puriniabcnd vexbmiden mit Gesang und Vorträgen im Saale des Hotel , Newyork, Wien, 2., LI.- Sperlgaße 5. Oäste Da--? men und Herren wilkkommenl Lese- ««- Redehalle jüdischer Hoihfchüler iu Wie». Die Ausschußwahlen für das laufende Sommer-Semester ergäben folgendes Resultat: Präses.: cand.chem. Akstva Buchuer. .׳BizepräseS: Jngi Fritz? GrinSberg. 1. Schriftführer:cand. iur. Dawid Lecker. 2. Schriftführer: stud. med.Joses Weidenfeld. Kassier: cand. iur, Erwiu Samstag. Bihljothekar: stud. Mld. MariuL^Laude., HauS,- und^ ZeitungSverweiser " caöd.. mr^Dtto J.Werthnmer. . , J_n-hn 3;י -י- , ך;׳ : r«: Josef Hälftig,: Brunn fbidolfsgasse Nr. 25. stotlsiche Damentnodeivareh, Bänder, - Spitzen, Seidenfäm fe, und ZugfchBr; für Damenschneider- , ׳׳ rinnen.;י' '־' ־ ־ ־ Qummistrumpfe für Krampfaderfüße in allen. Qualitäten und zu konkurrenzlosen Preisen nur im UMMIGESCHÄFT JOS. Fl ALA sen., ßrilmi, Kräne 3—6. — MaBkarten poBtwsndefld ---י-ד-£--—-;ז ■ Mleralrir. Die Salo CohnMen Schenkungen für die Bibliothek׳ der Wiener isr. Lultnsgcmcinde. II. Was uns so oft uuangenchln berührt, ist es, daß die moderne» Forscher, um ihren Nimbus zu erhöhen, den Männern, die ihnen eigentlid) vorgelmut haben, nicht volle Anerkennung gewähren, ja mehrfach d>e Vorzüge dieser Geistcsheroen viel zu wenig beleuchten, dagegen das ganze Milieu des »Ghetto" in seine!» ethischen und naiionalen Werte hcrabsctzen. In diesen Fehler verfällt unser Antor nicht. ES mögen nur folgende, diesbczüglichc Worte des Verfassers aus der Vorrede hier noch Platz finden: »fromm lvaren ja alle, der geistige Führer sollte jedoch ein Protest gegen die in die Augen sallende satte Materialität sein." Ter .Katalog, der Wohl nur •MW Werke umfasst, besagt uns, dasz diese Bibliotkck ganz besonders wertvoll ist. Enthält sic doch Inkunabeln <Wiegendrucke?, Frühdrucke und sonstige Seltenheiten. Es ist also ganz begrcislich, daß Wbchstcin den Frühdrucke» des 1V. Jahrbundcrts anLsührlichcrc Besprechungen widrnct und ans -dic. handschristlichen Bemerkungen, die diese Bücher enthalten, hinwcist. Ganz riditig ist cs, daß der Autor diese ^!11«4»»^!1 mit diplomatischer Treue, also vollständig •unverändcrt, lvicdcrgibt. Im Anhänge folgt dem alphabcthischcn Ncgistcr der Büchcrtitcl eine Znsamliiclistclluiig der Trucker, Drnckorte, Druckjahrc und zuletzt der Zensoren. ES ist vor ungefähr einem Jahre seitens des osterreichisckicn Untcrrichtsministcriums eine besondere Kommission mit der Ausgabe betraut lvordcn, eine Zählung der vorhandenen Inkunabeln vorznnchmcn, u. 1׳m deren Erhaltung bekümmert zu sein nftv. Wir sehen •also, welchen Wert sie gelehrten Kreise auf, die Sich-!timg dieses Materials legen und somit können wir.auch purtrilai, lueJdjcn Dienst . ,Dr. Wachstcin. der chem-Iahre-448Sst-stn--er' Hnuplsache", 71chHb77McknM>ex illik des T?uchs>r11ckcs jetz'cr'Mst ^sp^/töÄs'nicht so ent» Kmckcltstbaßs die ^üydvsttschrlststnLKxär gefälligen Foriy ierschetnt.^tzn--1chimer׳-rabbtrn1cher׳׳׳Schrkst"tst^dW״rdMo Luigi aus Bologna, rlststl), keniienleme!!. Im Gegensätze zum philosophischen Intakt dieses Buches, das ungefähr 50'^Jahre nach, dölü Tode des׳'Vsrfaffcrs erschienen ist, steht der ganz prosaische Eintrqg»des Besitzers, dcsr, Mpchcs, der die ganz simple Nachrichs' ^jlesj Aamiliciizu- Wachses bringt. Die Art des Eintrages erweckt aber »11־ scr Niteresstj.Dcir.Drtsck'dcs'Pestfatehchkommcntärs des Bachjah' den Ascher erfolgte , im Jahre 1492. Dqs Buch "zeichnet sich durch Holzschnitte aüs, cs vcrlohstt sich die Mbbilduiig eines Holzschnittes aus diesem: Werke im ^Kataloge naher jju besichtigey,, ^n bibliographische!: -Einsichtijirt'$§.׳'iin§־ zu diesem^ Buche chiclcs (zu,-sage». Ein Beitrag zur ׳Geschichte des Vcrciüßlpcsiuis( Itn dcntum-ist der Äcsitzvcriiwrk: , ״.י' ::;; Ein anderes Werk des vorhin genannten VerfasserL -/.Kad tzakemäch^ benannt: weist eist, 'besonders' schönÄ mi4 Hrnämcirkcn -umrahmtcL Eitelblatt NUß.tzsajiz b^- stotiders! reizend'׳ Istder'Holzschnitt,' der 11ns'.,LtF der -Pcntatcuchausgabe Jscar 1490—1495 (und zwar zum Sjegerliede am Meere), geböten wird. Die Textprobc aus der. editio princcps des Kiinchi-Kömmcntars z»m' Pen- 4atcuch)zeigi uns jeden! Bibelvers iwOuad):ät,'den Konimentar.tzor jedem Sätze folgt, in klenn:n>׳zierlichen, sich dem Kursiv nähernden Quadrat: Den Druck der Rcthorik des Juda Messer Leon versetzt W. in die Zeit vor I480. Der. Thpus des )Druckes ist ein• derartiger, l-datz manecin kalligraphisches Berk:vor.sich.zu haben!glaubt. Ter ziveibändige Gcbetzhklus für das:ganze- Jähr nach dem römischen '-Hitn» ,ist 1485—1480 :gedruckt lvordcn und im Jahre 1000 hat das Buch ein.ZensUrveemerk erhalten und, zwar von dem uns bereits bekannte» Luigi in Bologim. .Das so vielfach interessante:.Buch weist ganz• besonders, schöne Jnitmlien iii. Holzschnitt ans und das Werk crmnert unS in mgncher Hinsicht an die Haggadah,bon Sarajevo, -Midrgch zu,den fjiiif Mcgillöth ist im Titelblatt von oinctn Holzschnitt nutz rahmt, dessen Ornamentik :totijiciii Mist st leb , Flöriö Varvafförc Hcrrührch.Die zwei-ersten ,Bücher des Mischt »a Thörä des Malmonides liegen in ciner Ausgabe .unbcfannteii. Druckes vor und W, vermutet, cs .wäre, Konstantinopler Inkunabel! Diese Bibliothek enthält , ein Exrmplar des ״More Ncbnchim" .ohne Drnckort - und Drnckjayr-Angak'c. W.sstst dsw Ansicht, daß dieses Buch in Nom vor 1480 gedrückt ivorden ist. In doppcltcr'Weise interessant ist da§ Werk »Moschol Hakadmoni" von Isaf ibn Sahül, des. Inhaltes Wegen, nnd infolge der ganz vorzüglichen ׳ Holzschnitte, ißicrfäbcln und Parabeln füllen das Buch aus und die Holzschnitte sind' den Text erläuternde Bilder. Das Werk ist auch mit dein Druckerzeickicn des Gcrson Soucino versehen. Auch der Druck vieler der obgenanntcn Werke sind den Svncinatcn zu verdanken. •Wie vieles wäre über Drucker, Drnckorte, Zensoren, über die einzelne» Werke und deren Vcrfasset zu sagen. Aber wir müssen dein Nantnmaiigel :Neckmung fragen und abbrcchen, wictvohl 1,och vieles zu bemerken wäre. ,Die jüdische Wissenschaft, speziell die jüdische Bibliographie, ist um ein wertvolles Buch bereichert tvorden, nm ein Buch, da» überdies zum Studium der jüdischen Schriften anrcgcn soll. Es ist daher unsere Pflicht, allen Faktoren zu danken, die!an dem Erscheine» dieses Ivirklich schön auSgestattctcn Werkes Anteil haben: Autor, Mäcen und Verlagsbnch-!Handlung. Dem Werke ist die weiteste Bcrbreisting zum!Nutzen der jüdischen Wissenschaft nur zu wünschen. Dr. G- Freudmann, Wien. Eh. A. Kaplan: Srscr hamischafim,׳ haschaaschuint wchahittamluth. (Buch der Spiele, Ergötzungen und des Turnens.) Verlag .Moriah" Ldessa. Preis 00 Kop. — Dieses Buch ist ein lebendiges Zeichen für die vcrändcr- :te Stellung der jüdischen Erzieher zum Kinde. Ein hebräischcs Spielbuch für jüdische Kinder — das wäre vor ,wenigen Jahrzehnten unmöglich gewesen. Heute sehen auch unsere Pädagogen ein, daß man dem Kinde seine Jugend nicht rauben darf: dennoch müssen freilich schon •in den ersten-Kinderjahrcn in die jugendliche Seele die!Keime der Li:be. zum .eigenen: Volke ,eingepslanzt werden. Ans solchen Erwägungen heraus ward der,Gedanke geboren, jüdische Kinder hebräisch spielen zu lassen und y mn

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