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Jüdische Volksstimme · 1914-01-08 · Heft 2 (8.1.1914) · page 6

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XV (1914)
Issue
Heft 2 (8.1.1914)
Date
1914-01-08
Page
– (sequence 6)
Language
German
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«eite 6. ״Jüdische L-lkSstinnne." Nr. 2. Das Zentralkomite weist auf die heilige Pflicht hin, die Geldsammlungen für das hebr. Schul- 1 werk in Palästina, das jetzt seinen Daseinskampf anszufcchtcn hat, mit allerlei Energie zu bctrciden. Diese Gelder sollen nicht nur den momentonen Bedürfnissen genügen, sondern auch eine dauernde nmtcricllc Grundlage für das hebr. Crzichungswcfen schaffen und dessen Seibständigkcit sichern. Unsere Ortsgruppen und Genossen müssen die ersten sein bei der Erfüllung dieser Nationalpflicht! Berein jüdischer Hochschüler .,Mensa academica Judaica". Wien, 9., Lichtcnstcinstr. 23. Sonntag, den 7. Dezember 1913 fand in den Räumen der Mensa academica Judaica um 8 Uhr abends, aus Anlatz der Eröffnung der neuen Lokalitäten der Mensa 9.. Lichtcnsteinstrahe 23, eine Feier statt. Erschienen waren: der Präsident des Kuratoriums Herr Univ.-Prof. Dr. M. Hajck und Gcmalin, in Vertretung der israel. Kultusgcineinde Herr Univ.-Prof. Dr. S. Ehrmann und Gemalin, der Vize-Präsident des Kuratoriums k. k. Generalstabsarzt Dr. I. Zucker- >nann, ferner vorn Kuratorium Komerzialrat S. Nosenzweig samt Familie uttd von den Stiftern des Vereines Herr Emanucl Beer. Folgende acad. Vereine hatten ihre Vertreter entsendet: Bar Giora, Barkochba, Espcranza, Verein der jüd. Erportakademikcr, Jwria, Jordania, Kultur, Lese- und Nedchallc Unitas, Tl-eodor Hcrzl und Zcphira. Vor Eröffnung der Feier wurden die Gäste durch die neuen Lokalitäten geführt und drückten sich über die Zweckmätzigkeit der Einrichtung sehr lobend aus. Hierauf cröffnete der Präsident des Vereines die Feier, begrützte die Anwesenden und erteilte dein Festredner Hrrn cand. med. Lipa Schumer das Wort. Derselbe gab einen kurzen Ueberblick über die Entwicklung der Mensa und stellte mit Genugtuung fest) datz sich heute die Mensa in weiten jüdischen Kreisen besonderer Beliebtheit erfreue. Während inan bei der Gründung derselben an das Gelingen eines von Studenten begonnenen Werkes zweifelte, habe der augenscheinliche Erfolg in den lvcnigcn Iahrcn des Bestandes jedes Bedenken zerstreut. Die Mensa bedeute für die jüd. Studenten eine Stätte, in der sic sich wol an Festtagen als auch in crnften Stunden — das hat man anlätzlich der letzte,l Universitätskravalle so' wohltuend verspürt — heimisch fühlen. Redner wolle aber das Mitverdienst des Kuratoriums an den, Gelingen dieses Werkes nicht unerwähnt lassen. Dersclb schlotz mit einem wahren Apell an die Kollegen, in ihrer emsigen Werbearbeit für die Mensa nicht nachzulassen, da das Grundkapital, das den Bestand der Mensa für alle Zeiten sichern solle, noch fehle. — Hierauf ergriff der Präsident des Kuratoriums, Herr Univ.-Prof. Tr. Hajek das Wort. Er wies vor allem das ihm und dem Kuratorimn gespendete Lob zurück und hob hervor, das; er selber zu denen gehört habe, die der Gründung einer jüd. Mensa skeptisch gegenüber gestanden seien und erst dann das Protektorat übernommen, als er bereits einen Erfolg dieses Unternehmens gesehcn habe. Er wolle sich des gespendeten Lobes dadurch verdient inachen, das; er mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln für den Verein, dessen Notwendigkeit sich von Tag zu Tag mehr erweise, eintreten werde. Im Namen der israel. Kultusgeineindc begrüßte Herr Univ.-Prof. Dr. S. Ehrmann den Verein in seinem neuen Heime und gab seiner Freude Ausdruck, datz es der jüd. Jugcnd, der man wegen ihrer stark ausgeprägten Individualität, tvelche nach der Meinung des Redners kein Fehler sei, das Zustandcbringcn eines gemeinsamen Werkes absprcchen, gelungen sei. durch die Schaffung der Mensa die Öffciitlichkeit von, Gegenteile zu überzeugen. Redner hob im Verlaufe seiner Rede unter andcren, hervor. datz der Tisch im religiösen Leben der Juden ursprünglich als Opferstätte eine bedeutende :Halle gespielt habe, was erklärt, datz noch jetzt beim jüd. Volke der Tisch etwas weihevolles dedeute. Diese weihevolle Stimmung kann beim jüdischen Studenten nur an scinein eigenen Tisch, uingebcil vori seinen Stamniesgeiiossen recht Platz greifen. Tic einzelnen Reden waren von stürmischeiil Beifall begleitet. Es folgte hierauf der inoffizielle Teil, der in animiertcster Weise verlief. Dr. Julius Stix, Brünn Herrengasse 7 TelepTion 3092/IV ordiniert 10-1| und *-5 Uhr mit sämtlichen modernen elektrischen Apparaten gegen Rheumatismus, Nerven- und innere Krankheiten. Radium gegen Krebs und Hautleiden Honorar mSBig! Ziehung schon am 1. Februar Ich empfehle zum Ankäufe als äusserst preiswert und günstige Spielchancen bietend St 1 TOrkBnlos gegen Monatsr. ä K 7 — St 2 Türkenlose ״ ״ i K 14 ־ St 3 TDrkenlose ״ ״ ä K 21 - mimit וווו MiiiiiHJiffi■ Jährlich 6 Haupttreffer 3 i Fr. 400.000 3 i Fr. 200.000_ Viele große Nebentreffer 6 Fr. 30.000, 10.000, 4000, 2500 u. s. w. 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