Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XV (1914)
- Issue
- Heft 2 (8.1.1914)
- Date
- 1914-01-08
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 2. ״Jüdische Bikksstimme" Seite 5. Erklärung! Die von mir letztens in der ״Wiener Jüdischen Volksstimme" erschienenen Briefe waren das Resultat meiner rein perHönlichen Unzufriedenheit. Sie waren aber weder im. Aufträge noch im Sinne der ״Wiener Zionist!- schen Vereinigung", der ich als Mitglied angehörte, abgefast. Aron Schwertfinger. ״Histadruth Jbrith". Mitteilungen des Zentralbureaus. In den Monaten Oktober-Dez. wurde«! gegen 30 neue Ortsgruppen der ״Histadruth Jbrith" gegründet: manche in den Grotzstädten Westeuropas (Berlin, Wien, Paris, Sofia u. i. a.) und die meisten in Rußland (12) und in Galizien(?). In Berlin ist ein hebräischer Kinvergärten eröffnet worden. Hebräische Abendkurse werden veranstaltet durch d. Zentralbureau. Verein ״Jbriah", ״Herzl-Klub", ״Herzliah", Verein jüdischer Studentinnen u. a. Es konstituirte sich ein Landeskomite für Deutschland bcstehend aus folgenden Mitgliedern: Dr. Heinrich Loewc-Bcrlii«, Dr. I. Klatzkin-Köln, Rechtsanw. S. Groneinann, Dr. Gerson, Dr. A. Wolf, D. Rosenfeld-Berlin. Dieses Landeskomite beschloß mit Zustiinmung des Zentralkomites. für die Propaganda in Deutschland einen besonderen Landesbeitrag, in gleicher Höhe mit der ״Thrumah", einzuführen. Die Werbetätigkeit üben zur Zeit im Aufträge des Z. K. aus: 1) in Deutschland, besonders in der Umgebung Berlin Herr I. Z. Klötzel: 2) in Rußland, besonders in Beßrabien. Herr Rabbiner Abraham I. Haibri aus Nowosielize. — Die Zentrale hat ein eingehendes Projekt über die Organisierung von Gruppen junger Leute zur Propagierung der hebr. Idee ausgearbeitet, welches demnächst publizirt werden wird. Ferner befaßt sich das Zentralbureau mit einem Projekt betreffs Gründung eines allgeineinen Fonds zur Unterstützung von Kindergärten. — Anläßlich der Abonnementssaison fordcrt das Zentralkomite alle Ortsgruppen und Mitglieder der ״Histadruth" auf, überall Abonnenten für die hebräischen Organe zu werben, sowol durch Gründung von Gruppen zur Verbreitung der hebr. Literatur als auch durch persönliche Propaganda im Kreise der Bekannten. Nachtrag. Aorrefpoaäeazea. Brünn. Samstag, den 13. Dezember sprach im Künstlerhause, auf Einladung der ostjüdischen Bereinigung, der Führer der Poale Zion Herr L. Chazanowicz über ״Der Lebenskampf der Juden". Der Vortragende bezeichnet die Schwarzsichern (Goluth) der meisten zionistischen Theoretiter als die Ideologie der assimilierten Intelligenz. In Wirklichkeit nimmt die Entwicklung der Juden im Osten in jeder Hinsicht eine ganz andere Richtung, als die der Juden in« Westen. Im Westen werden die Juden nach der Emanzipation kulturell aiinssilicrt, in wirtschaftlicher Hinsicht übergehen die Juden von« Kleingewerbe und Kleinhandel größtenteils zur Börse, zuin Großhandel und Geld. In Rußland, Galizien und noch inehr in Amerika werden dagegen die Inden in großen Mafien ״industrialisiert". Das Entstehen großer Mafiensiedlungen, die Wirtschaftlich von der anderen Bevölkerung nicht abhängig und auch für diese von großer Bedeutung sind, berechtigt, zu den besten Hoffnungen. Freilich ist dadurch eine selbständige Siedlung in Palästina nicht überflüssig. Reicher Beifall lohnte den Redner für die glänzenden Ausführungen. Beim Konnnerse, der zu Ehren des Herrn Chazanowicz stattfand, sprachen Herr Redakteur Hickl, Herr Dr. Grünspann, Herr Techniker Dawid jun. und Herr Chazanowicz. — Lonntag fand iin Vereinslokale der ״Ostjüdischen Vereinigung" ein Vortrag des Herrn L. Chazanowicz über: ״Die Aufgaben der jüdischen Studentenschaft und an« Abend ein Diskusiionsabend statt. Czudin. Am 3. Jänner fand hier eine Makkabäerfeier statt. Nach einer Begrüßungsanspräche durch Herrn Dr. Flemininger, ergriff cand. Phil. Reifer (Emunah) das Wort zu seinen« Festvortrage. Ezernowitz. An« 23. Dezember fand im Saale der jüd. Toynbeehalle eine vom akad. Vereine ״Einunah" veranstaltete Makkabäerfeier statt. 'Nach einer Begrüßungsansprache durch den Präses der ״Enmnah", INC. Ludwig Chaies, ergriff Dr. L. Reich (Lemberg) das Wort zur Festrede. Ruff. Moldawitza. A«n 27. Dezeinber fand hier eine Makkabäerfeiev statt. Den offiziellen Teil eröffnete Herr Dr. Goldschkag mit einer Bes gLÜßungsansprache an die Festgäste und erteilte' hierauf dem Herrn stud. phil. Meier Reifer,! (״Emunah") Ezernowitz, das Wort zur Festrede.! Nachjher wurden vorn Herrn Jurist Hain einiges Ehanukahgedichte zum Vortrage gebracht. Es folgte hierauf die Tanzunterhaltung. Um das Geling«! dieses Abends hat sich das Komite unter Leitung ihres Obmannes Herrn Goldschlag und Frau Dr. Goldschlag als Obmännin des Damenkomites besonders verdient gemacht. Vom Reinerträgniße des Festes wurde den« jüd. Nationalfände 88 K, den« jüd. Schülerhein« Girrahumora. 20 K und an hies. Ortsarine 12 K abgeliefert. An Spenden haben geleistet Herr Majrowicz 10 K, Herr Moor, Kimpolung 5» K, Herr N. v. Strifchka -1 K. An Ueberzahlungen haben geleistet: Herr Dr. Goldschlag 7 K, Herr M. Schaffer 6 K, die Herren S. Kruinholz, Verwalter Schärf, Schwind je 4 K. Herr Goldenzweig 5 K, die Herren Preßner. Dr. Schärf.Gurahumora, Stein, S. Merdler, Waina, Havrelczuk, Montag je 3 K, die Herren Hoizner. Jurist Hain. Krau, Hauslich. Kirmeier, Horowitz, Feiner, Tragoßa, Stations-Vorstand Schuster je 2 K, die Herren Stier und Nennert je K 1:50, die Herren Jurist Engel. Eisenstein, Kanul, Jurist Dawid, stud. vet. Marmorosch, Pächter, Wildmann, H. Fischler, Lehrer Hafiewicz, I. Krummholz, Wassermann, M. Land. F. Land, L. Rosner je 1 K. 1914 Woche»kale»ver 5674. -- s ISn. I Festtage piekt־. M 8 Fasttag - עשרה כצבת D ו־ק־ב■ ים־ « S M D M D F 17 שם־מ Herren-Mode-Salon Wiesergasse l Empfiehlt seine tadellose Ausführung in englischer und amerikanischer Herrengarderoben. Keihhaltiges Lager von englischen Stoffen stets vorrätig. 3äckerei Skriwinka*? Brünn, r.T<m,Ulanetj|affe Nr. 9, empfieklt den geehrten H. X guuben sein tumAflfidje#, ,» lebet Tagesjett frische« Semmel , sowie LSettz. und Schworzgebdck. " Verband der isr. Religionslehrer an den österr. Mittelschulen. Montag, 20. Dezember fand im Sitzungssaale der Kultusgemeinde die nermte General- Versammlung des Vorstandes der israel. Religionslehrer an den österreichischen Mittelschulen unter zahlreicher Beteiligung statt. Unter den Anwesenden bemerkte man: Landes-Schulrat Dr. Gustav Kohn, Rektor Prof. Dr. Adolf Schwarz, die Schulräte: Prof. D. A. Weiß, Prckf. Äollck, die Rabbiner: Dr. Bauer, Tr. Feuchtwang, Dr. Mandl, Dr. Rosenmann, Rabbiner Reich, Dr. Taglicht, D. Diamant, Marienbad, Dr. Kahan, Znaim, Dr. Bardowicz, Mödling, Dr. Spitzer, Franzensbad, Inspektor M. Kanitz. kaiserl. Rat Dr. Lieben, sekretär Dr. E. Adler, die Professoren: Dr. Pollak, Dr. Redisch, Dv Goldhammer, Dr. Proßnitz, D. Frankfurter. Dr. M. Huß, Tr. K. Kupfer, Dr. Rosenfeld, Dr. Templer, Tr. Wechsler, Tr. Zimmels, Dr. Nagelberg, Redakteur Dr. Loewy, Inspektor I. Braun, Amtsleiter Horowitz, die Vertreter der Palme Fuchs, Neumann, der Esra: Stengel, Pick. Fer ner Frau Tr. Frischauer, Frau Prof. Goldhainmer. Der Vorsitzende Prof. Dr. H. Pollak eröffnete die General-Versammlung, erstattete den Bericht über die zweijährige Tätigkeit. Schulrat Prof. Weiß stellt nun den Antrag, dem Ansschusse Dank und Anerkennung zu zollen, Herrn Prof. Dr. H. Pollak und Herrn Inspektor Prof. M. Kanitz zu Ehren,nitgliedern des Verbandes zu ernennen, welcher Antrag per Aklamakion angenomiiicil wurde. Prof. Dr. Goldhainmer erstattote den Kassabericht. Hierauf erfolgte die Neu- Wahl des Vorstandes. TaS langjährige, verdienstvolle Mitglied des Ausschusses, Herr Rabbiner Tr. M. Roseninann, wurde per Akklamation zun« Obmann gewählt. In den Ausschuß wurden gewählt: Prof. Tr. Pollak, Rabbiner Dr. Feuchtwang, Inspektor M. Kanitz, Prof. Dr. Goldhammer, Pros. Dr. Redisch, Prof. Dr. Kupfer, Prof. Tr. M. Huß (Schriftführer».׳ Prof. Dr. Biach (Brür), Rabbiner Dr. Lewin (Nikolsburg), Rabbiner Tr. LazaruS (Göding). AIS Revisoren: Rabbiner Dr. Bauer und Rabbiner Dr. Mandl. Ter neugewählte Obmann Rabbiner Dr. Rosenmann wies auf die nächsten Hauptaufgaben des Perbandes hin und, u. zw. einerseits: Rechte der Kooptierung in Angriff zu nehmen, um der Heranwachsenden jüdischen Jugend die Möglichfeit zu bieten, sich aus den von bedeutenden Autorcn abzufassenden jüd. Schriften Belehrung und innere sittliche Stärkung zu holen. Am Nachmittag fand der neue Gesichtspunkt aufweisende, instruktive, formvollendete Vortrag des Herrn Prof. Dr. Goldhammer über ״Die Ethik im jüd. Religions-Unterrichte" statt, woran sich eine lebhafte Diskussion schloß. Mit Dankesworteu an ■ den Vortragenden, sowie an die Versammlung l schloß der Vorsitzende den an Anregungen und erfreulichen Resultaten reichen Verbandstag.! VrÜMt» RathauSgaffe. iieisis Gastu. Kaffeewirtschaft MMll Ins" - Sehenswürdigkeit Brünns. - Vorzügliche Küche. — Es liegen alle bekannten Zeit- Schriften auf Die P. T. Empfänger unserer Zeitung, die «nit der Bezahlung des AbonnementSbetrages hi« Rückstände sind, werden um gefl. umgehende Bezahlung ersucht, da «vir in anderen« Falle die Rückstände mittels Postauftrages beheben michten. Die Adinin. 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Ich werde stets dafür sorgen, meine geehrten P. T. Punden aufs beste zufrieden zu stellen und die bekannte, gute Qualität meiner Erzeugnisse womöglich zu verbessern trachten, um mir das Vertrauen auch in Zukunft zu erhalten. Hochachtungsvoll Rosa Keßler, MazzeSbäckerei Brünn, Dornichgajse 10.