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Jüdische Volksstimme · 1913-12-18 · Heft 50 (18.12.1913) · page 5

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XIV (1913)
Issue
Heft 50 (18.12.1913)
Date
1913-12-18
Page
– (sequence 5)
Language
German
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ohne ein ihnen adäquates Milieu zu entwickeln vermocht. Waren sie doch an äußere Momente gebunden, die ihre Entwicklungsfähigkeit bedingten. Ganz anders das jüdische Volk. Auch ans seinem Lande vertrieben, ohne gehörigen Spielraum für seine^ Ideen, hat es seine Kulturschätze mit sich mitgetragen, ja hat sogar seinen Geist in die äußere Welt hinausproiziert, weil es ein rein geistiges Volk gewesen ist. In einen jeden Ort, wohin es ausgewandert ist, zog die Tchechinah (der Knlturgeist) mit ihn!, jagt der Talmud vom jüdischen Volke. Also selben wir in der jüdischen Geschichte nicht nur Entwicklungen, sondern auch Entwickliingssrörungen, aber ganz stagniert der jüdische Geist nicht, er sammelt bloß in manchen Epochen Kräfte, um sie zu entfalten und sie der Pollkoninienheit zu nähern. Unaufhörlich rollt der Zug der jüdischen Geschichte über Blumen und Dornen, Höhen und Tiefen, wird bald beleuchtet, bald wieder verdtinkelt, aber er hat eine Ansangsstatiön (in den uralten Zeiten) und reicht bis auf unsere Zeit, jo daß keine totale Abrechnung zu bemerken ist. Die Geschichte des Judentums ist daher die Weltgeschichte en miniature, ja, sie ist sogar die Geschichte der Menschheit. Die jüdische Geschichte wird von einer einzigen Idee geleitet und daher einerseits die Armnt, anderseits aber die Sicherheit, die »wnistische Klarheit, weil es die Gottesidee ist, die der ganzen menschlichen Multiir ihr Gepräge verleiht und sie der Geschlossenheit nähert. Droh der zeitweise» Passivität, hat sich der jüdische Geist bei Gelegenheit doch entfaltet, wenn auch seine Träger das jüdische Lager oft verlassen haben. Die gesunde soziale Bewegung, die im Judentum sich i,inner bemerkbar gemacht hat, das Verlangen nach Gerechtigkeit, haben im jüdischen Volke ethische Potenzen ansgelöst, die ihm auch für die späteren Zeiten das Siegel der moralischen Vollkommenheit aufgedrückt haben. Tie jüdische Geschichte bewegt sich im Rahmen religiöser und sozialer Kämpfe, die bis zur Unkenntlichkeit miteinander vermengt werden. Cs ist auch von Zeit zu Zeit ein Umschlag zu verzeichnen, so daß der Radikalismus mit dem Konservatismus gleichzeitig .zusammenfällt. Infolgedessen iveroen wir bald eine sklavische Abhängigkeit von den früheren, von der Tradition, bemerken, bald aber ein sich nicht Unterordnenkönnen und Unterordnenwollen in!-- ter eine höhere Macht. (Fortsetzung folgt.) Jüdische Toynbeehaiie. W«chs.1st«b. Sonntag, den 28. Dezember, um 4 Uhr nachm. > findet im städtischen Redoutcnsaale eine i Kinderchanukafeier! statt, zu welcher nur Schulkinder, welche von! § ihren Lehrern mir Eintrittskarten versehen' wurden, Zutritt haben. Erwachsene wollen der l ■ Zeier fern bleiben, da der Raum sehr beschränkt. .ist. Spenden an kleinen Bäckereien wollen bis, ' spätestens Mittwoch, den 24. d. M., mittags, im j . Miedcrgeschäft der Firma K. Lebowitsch, Ferdi-! nandsgasse 17, abgegeben werden. der k. k.priv. Neu eröffnet!! ׳!.%*' I.P-?f V ' ’ ■',§ ’ 1 I i ׳.;• ■ i E Krautmarkt. v"? •-?!!!!ijij mw jEtErifitrnsns lusistcul Eiatür.EEEnt um. WT* Täglich Wiener Musik der Salonkapelle JOSEF KOPETZKY aus dem Palais de Danse In Berlin. :13r 2r3r 121 irxcararrr M Kinderarzt jj | Heil. Ili. Dp. lliril fipDitsoann s \ ehcm. Sekundararzt des k. k. VC'ilheimincn-Kindersritals In li f| Wien, gew. Vol. Assistent der Prof. Finkeisteinsehen Slug- H ngsklinik u. d. Prof. Neumansche Kind! r-Poliklinik i. Berlin l N ordiniert täglich Brünn, Karl-Kandler-Gasse Nr. 8 3 4—3!/1 ״, an Sonn- und Fe'ertagen 10—11 Uhr. k Telephon 3314/VI. Telephon 3314/VI. fab XC2S2C30E SC3S11QC3SIXE3CI Sri fhufi er׳. Ein Abonnent in Linz. Anonyme Zufchrifren können nicht veröffentlicht werden. — Rabbiner. Jünnn leider ans prinzipiellen Gründen nicht geschehen. — H. Budapest. Eine Rezension über das Blich ist in miserem Blatte bereits erschienen. Sch. Meran. Wir erbitten uns die Arbeit zur Einsicht.-— Dr. I. Karlsbad. Bei der Uebersülle, der uns zugehenden Beiträge müssen wir unsere geschätzten Mitarbeiter um etwas Geduld bitten. Gruß. — N. Krakau. Zn spät angelangt. — Acwii Lemberg. Die Mutter Paul Heyses war Jüdin. — L. Z. Prerau. Die Schul- Pflicht beginnt auch für den Religionsunterricht mit dem 6. Lebensjahre. Gruß. -- H. Levy, Wien. Die Trauernden werden selbstverständlich auch zum Minjan zugezählt und ist es nicht erforderlich, daß beim Kaddischsagen außer ihnen noch 10 Leute anwesend sind. — R. 10”>0. Solche Instirutionen bestehen in Brünn nicht. — Leser Kojetein. Chanukaleuchter können Sie durch den ״Jüdischen Buchlind Kunstverlag" in Brünn, beziehen. P. Z. Pilgram, für uns leider nicht verwendbar. •- H. G. Kornenburg. Ihre Verinutung trifft zu. —- Eines, Banjaluka. Bei!» besten Willen jetzt nicht möglich. Grnsst — Rosenblüh, Lemberg. — Jawohl, bei der Schisfahrts Gesellschaft ist für jüd. Auswanderer Koscher- Küche eingerichtet. Sünmg- Zpkickanren fläCis'a Zishungen: schon am 2,1., 14-, 1., 1.2. 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Lcrfichcrungcn von verlosbarcn Wertpapieren gegen Kursvcrtust. Pr », essen zu allen Ziehungen. Verkauf von Losen gegen Teilzahlungen. Leopold Hannak Brünn, Ferdinandsg. 16. MUDr. Jan Navrätil oidin ert von 2 3 im Kaunizpalais vis i vis dam Landhaus« Größere Operationen (sowie schwere Ohrenoperationen) im Sanatorium. Telephon Nr. 1201. (Auch interurban.i Zubni I6kaf MUDr Fr. Spacek, Brno, FerdinanJovä ulice Si'slo 28. i lomby, umele zuby, sieh sprävky a pr. dölävky. Zahnarzt m\ rünn, Ferdinandsgasse 32. (Drei Hahnenhof.) Ordiniert vormittags von 9 12, nachmittags von 2—5. ..UL. 1 ».,«/. uiil luitill Uilüil PerdinönUsöasse Nr. I. '> und Hoinäopaihie. Inländische und ausländisch* •rmazeutische Spezialitäten. Naiüillche Miner aiwäsaet 1i»cher FUitung. QueUenprodukte, Verbaadsiofle, ctztur gische Utensilien. Diätetische Präparate, Ktadacrähradttel, französischen Cognac. MalagjL China-Elsaa, *epsln, Condurango, Caacara-weüi•. V« LINKfl 6• R050U1, Drogerie, BRÜNtN, Adlergasse. 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