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Jüdische Volksstimme · 1913-12-04 · Heft 48 (4.12.1913) · page 5

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XIV (1913)
Issue
Heft 48 (4.12.1913)
Date
1913-12-04
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 48. ״Jüdische Bolksstimme" Seite 5 vor Veröffentlichung in unserem Blatte, an einem anderen Orte zu besorgen. Mutiger wäre es freilich gewesen, diesen Schritt nicht mit dem Schleier des Geheimnisses umgeben zu wollen. Ter wahre Zweck dieses Uebertrittes: Generaldirektor der Länderbank zu werden, wobei Herr Rottcr offenbar von der Ansicht ausgeht, daß nicht Befähigung und Charakter, sondern der Taufschein Voraussetzung für diesen Posten ist. Derart hat der präsumtive Generaldirektor bei Herrn Bürgermeister Weiskirchner und anderen Kommunalgewaltigen seine Visitkarte abgegeben und die unflätigen Beschimpfungen, die die bisherigen Glaubensgenossen des Herrn Rotler von den christlichsozialen Parteiführern erdulden müssen, treffen wohl noch seine Familie — ihn selbst nicht mehr. NIEDERLÄNDISCHE LEBENSVERSICHERUNOS-GESELL- SCHAFT, WIEN, I., ASPERNPLATZ I. im eigenen Palais.—Versichertes Kapital cirka 400 Millionen Reserven cirka 116 Millionen Kronen. — Billigste Tarife, Mitarbeiter werden überall gesucht. — Unser neuester Tarif mit 5aA> jährL-ci fallender garantierte Prämie, General-Agentur für Wien.!., Aspernplatz I, Leiter David Nebenzahl, Sub.Direktion für Prag, Perdinandsstr. 20. neu, Leiter Robert Gerstel Sub. Direktion wr Lemberg, SzaJoucba 3. Leiter LObl Taubes. General-Agentur für Krakau Moritz Griffel, Ringplatz Nr. 9. Generalagentur für Bielitz. Schlossgraben 9, Leiter Adolf Reitling. Hauptagentur fOr BrOnn, Rosaitzergasse 4. Leiter: Samuel Reiniger. Krünner Nachrichten. Die Jüd. Nationalfunds-Kommissionssitzung findet jetzt jeden Montag von 6—8 Uhr abends Großer Platz 21, 8. Stock, statt. Makkabäerfeier. Am 20. Dezember veranstallen die zionistischen Korporationen in den städtischen Redoutensälen eine große Makkabäerfeier. Mit den Vorbereitungen wurde bereits vor längerer Zeit begonnen. Unter anderem besteht die Absicht, einen Akt der ״Makkabäer" von Otto Ludwig zur Aufführung zu bringen. Das genaue Programm wird demnächst veröffentlicht. Tie Aussendung der Einladungskarten erfolgt noch in dieser Woche. Jüdische Toynbeehalle. Sonntag den 7. Dezember d. I., um .'׳ Uhr nachmittags, hält im Saale des Mährischen Gewerbevereines Herr Tr. Jgn. Schütz. Privatgelehrter in Brünn, einen Vortrag ״ber: ״Musik und Lied in König Tavids Zeit." Zion. Mädchenbund ״Mirjam". Samstag den 20. v. M. fand im Festsaale des Künstler- Hauses der von der ״Mirjam" veranstaltete Rezitationsabeud statt. . Ten schönen, geräumigen Saal füllte bis auf das letzte Plätzchen ein illustres Publikum. Am Vorlcsetisch erschien Prof. Ferdinand Gregor!, Wien, der unter stürmischem Beifall folgendes zur Vorlesung brachte: Leo Rafaels: Psalm. Israel Auerbach: Das große Wecken. Martin Buber: Zwei Tänze. Morris Rosenfeld: Sturm. Paul Lehmann: Aus den ״Akabjah"-Büchern. Beer Hoffmann: Aus dem ״Grafen von Charolais". I. L. Perez: Bonze Schweig. Heinrich Heine: Das Sklavenschiff: Tie Grenadiere. Ernst Lissauer: Aus dem Zyklus 18. Paul Wertheimer: Im Borübergehen. Raoul Auernheimer: Ter höfliche Artur, lieber Gregori günstige Kritik zu bringen, ist wohl 1111־ seres Erachtens nicht notwendig. Er ist ein Vortragskünstler ersten Ranges und verstand es auch diesmal, die verschiedensten Szenen in direkt lebendiger Form dem Publikum vor Augen zu führen. Bemerken müssen wir, daß Gregori in der Szene ״Ter rote Itzig" aus dem ״Grafen Charolais" den Juden in etivas unnatürlicher Form wiedergab. Auch war das Programm nicht besonders glücklich gewählt. Tie ״Mirjam" glaubte viel zu viel bieten zu müssen Alles in allem genommen, kann der Mädchenbund ״Mirjam" mit seinem ersten Debüt vollauf zufrieden sein. Es war ein schöner Abend. Peo-Brockensammlung des Vereines Machsike Hadas. Tie P. T. Glaubensgenossen werden. dringendst ersucht, der Peo-Brockensaminlung des! Vereines Machsike Hadas, Adlergasse 12, alte' Kleider, Schuhe, Hüte, Wäsche zu überlassen. Die Kleider werden an bilfsbcdürftige Glaubeusgenassen verteilt. Bekleidung armer jüdischer Schulkinder der Bibelschule des Vereines Machsike Hadas. Ter Vereinsleitung sind weitere Spenden zugekommen: Siegm. Zerkowiv:;> K, Anonym T.:! Knabenanzng, 1 Paar Strümpfe. Moritz Tragatsch, Krapfengasse: ."> Paar Hosen. H. Zucker, Johannesgasse: 2 Reste Störte-. Ungenannt: 20 K. Leo Blum, Ferdinaudsgasse: .־> K. Gebrüder Stiaßny, Pilgramgasse: 7 Coupons Stoffe. Ten Spendern sei an dieser Stelle Herzlichster Tank gesagt. Weitere Spenden werden entgegengenommen. Notiz. Wir machen unsere Leser aus das Inserat des Herrn Tr. Anton P l a n t. Spezialarzt und Operateur für Ohren-, Rasen- und Halskrankheiten, Brunn, Rennergasse l, beson- Vers aufmerksam. llorarucirerei Plissieranstalt « « « _FANTA, Postgasse r. Jtundfdtau. :5000 Mark Geldstrafe für Rituaimordbcschuldigung. Ein aufsehenerregender Ehrenbeleidigungs- Prozeß wurde von der Posener Strafkammer beendet. Im Sommer d. I. war der Kaufmannslehrling Munal ermordet aufgefunden worden. Der Zimmermeister Pavlicky bebauptete, daß ein Ritualmord vorliege und stellte aus eigene Faust ein Ermittlungsverfahren an. Ter Zimmermeister erschien wenige-Tage darauf bei der Staatsanwaltschaft und erklärte, es liege latsächlich ein Ritnalmord vor, er habe das Beweismaterial in'Händen und stelle es der Staatsanwaltschaft zur Verfügung. Tie Staatsanwaltschaft leitete pflichtgemäß die llntersnchnng ein, wobei sich jedoch alsbald ergab, daß die von Pav lickh erhobenen Beschuldigungen völlig nnbaltbare waren. Bei der heutigen Verhandlung bat Paclicky reumütig um Verzeiinnig. Er wurde unter Anwendung des außerordentlichen Mildernngsrechtes zu :'.<»><> Mark!Geldstrafe verurteilt. Eine jüdische Voiksbank in Bulgarien. Hier wurde vor kurzem eine Indische Volksbank A. G. mit einem Aktienkapital von mehrereu hunderttausend Franken ins Leben gerufen. Das Unternehmen ist rein geschäftlicher Ratnr und dürfte zur wirtschaftlichen .Kräftigung des jüdischen Kleinbürgertums in Bulgarien erbeb!ich beitragen. Tie Leitung der Bank setzt «ich aus angesehenen Persönlichkeiten zusammen, die auch auf anderen Gebieten jüdischer Woblfabrtspflege mit Erfolg tätig und und sich namentlich um die Verbreitung des Zionismus im Lande verdient gemacht haben. Tie Entrechtung der Inden in dem ueuerwordenen rumänischen Gebiete. Ein Mitarbeiter des ״Pesti Raplo" wurde dieser Tage von dem rumänischen Minister des Aeußern Grainiceanu empfangen. Bei dieser Gelegenheit äußerte sich der Minister auch über die Haltung der rumänischen Regierung gegenüber den jüdischen Bewobnern des nenerworbeneii. früber bulgarischen Gebiets. Bekanntlich hatte die rumänische Regierung vor der Einverleibung dieses Territoriums, als von jüdischer Seite auf die drohende Entrechtung seiner jüdischen Bevölkerung hingewiesen wurde, emphatisch erklärt, es sei selbstverständlich, daß sämtliche Bewohner des zu annektierenden Grenzgebietes im Sinne der völkerrechtlichen Bestimmungen in dem neuen SÄaatsuerliande die gleichen Rechte genießen wütrdei:, die sie vorher als bulgarische Staats bürtzer besaßen, daß also auch die jüdische Bevöl rerSng iin Voltgennise aller bürgerlichen und pa lirischen Rechte bleiben sollte. Wie sein׳ recht inan in jüdischen Kreisen hatte, diesen Versicherung.-: der rnmäniichen Regierung zu mißtrauen, gein atrs den nnnme.brigen Ertlärnngen des Mini srers!Grainiceanu klar hervor. Ter Minister sagte dam ungarischen Journalisten: ״Was die früheren jüdischen Untertanen Bulgariens be trifft, so wird die Regierung nicht nur alle die :liechte, Oie ihnen bisher znkamen, anerkennen, sondern sie wird ihnen die gleichen Rechte ivie allen anderen rumänischen Bürgern gewähren, jedoch mit folgenden Einschränkungen: in einer Dorfgemeinde soll nicht mehr als eine jüdische Familie wohnen dürfen und die Inden des neuen Gebietes sollen nicht mehr als zwei Vertreter ins Parlament entsenden." Ferner meinte der Mi nister, es werde sich wob! als nottvendig erwm je«, den Ertverb von Grund nnd Boden seitens der Inden des nenerivorvenen Gebiets ans e!n gewisses Höchstmaß zu beschränken... Und eine derartige: Rechtsstellung wagt die rumänische :>ie giernng als Gleichberechtigung zu bezeichnen: Man dark gespannt sein, ivie sich die eurova! scheu Kabinette zu diesem neneilen flagranten :liechrsbrnch der rnmänischen :liegiernng verlial ten werden. ti-miqrnincir-stireinrrn׳ der gsraei. tfilin»! -,» Wie». fahrend des Monates ׳.>>oven1t-er 11 1:: iuuiik-ii von der Zentrale der gsrael. Nllianz zu Ällrn 1ns>,e i11!»t :>.'■1 vfininrnntiii, davon -1:’> russische >>>id •יי!־ ni mä nische iveiterdefsrOerl. 11. -10. noch een ׳in-ti 11:111 len 2laaken, nnch Nr--ennn!en. IN noch .nanada. i 1ta«.b hngiand.!N nmii g-rninreich nnd 1>> noch uuomi! ׳eandern. z>> ihre £>cimut znrndt'erdrdert wurden l־> •'im{ lvanderer. tpähreiid des rtiireinlirilies in ׳»dien ivurden an Monate '?!ovemder rar Personen znsaninien Tnge Logis nnd volle Perolleanng veznhl! nnd an l in •Personen zusammen Nd7> 2r>e>semar!en ׳ne die ös!neln!׳a1e PolkSküche >u1sgegel>en. Die .Niiitnriina in :üuinnuie». Tie .nuituriicht v.rniinnllele vier nnd in -Ni- 1r ator-,ece» Ltädieu des n.indes Massenversainintilnaen iii lveich-.!-. slnininende ::!ederi ,naai die >׳>e1vnhrnna von :tiechl.il an znoen geviillen lourden nnd die chiu'er inuin dcr 's uden ans der 71 rinee vorgeschiane-i >0 urdr. ps lvnrden lieilige VlNilris'e ans die gnlnei de! l־,i inän ischen , c»en.׳Vt. Lter», Pe>k » nd :> iien-ironee. ■mi die lltuon 1KT loinvennischei! g nde». veiondecs ־׳MIT den CfCui '■ *Mia Prilv geniachl. g n Putareil ivurd 10 ה :׳ Vi Ui -tvcinulg der Pavviner ׳Ne-.l nnd : i'iieniirower lElr des ,'.üiti'im c n ז ו ז 11 T'-ivin verl-!n>rl D 'ieie ,eorde nmti 11-ii'i >!;iiitt c nin v^k'0. זח 1t:, diese >utder inteüeltu.llen Proreiiore!! und 2!ndenlen!>-.0׳! n,-.׳ecr-.nend. e>iik>iiii,e Turners,l!ar!. '-!seiieur»viiis,1>rr greis, :zweiter ordentlicher nreisnir:!11>t in Wien. chamstaa den >. Dezent der, voll- Uhr -> ^chrauurnen des '.nd. sarnve-reines ,vuiiilniu•:■ in n .Nrt'ltriri'.ieu'äieii i-iels Dre'.ierpact . Donntag d-n .'. Tr-.enil-ec. 1 *' Mir vor m Mar,.-, -.'i'unuiöluiutiii des , ,ioenen ordenuigien >1re,ölilri׳l-׳- .- i-.u l. Po. z. T .!>. ttiechte'.n!, ins!ratze 2-». - lila nnehinillaas g-!1i;t-m!!1!>rlch o.s -.ooc.'NnVs to>n," gegen Dlidniac: an! dem ..Pienna" ^vorlvlal.e eoti-e -P-irle. v Uhr avends :'.'üvtiint nvec annetle ,z-ra-n-- der z»d. Tnent ria>e!N .:׳.N nonerei-lis 1m l. 'P. g. r. :d-onlag den s Dezeinver, t* 1 fi!u׳ vociNiiioe-s. d,,-: aitnna der -tN-rl!>1nd-,!nne!- im!. LN z. r. Pais : UVnmviN'.ltngs 'P-.>1:nr!1eci:n.ide nn 7. P. g-nnr -;--ns. >.'.. .-äertlor-gai-e 0>. nnlee rNilnna des I. -V. .d. t. 7> Uhr!-mhniillaas g-i»e o elorl 7r>1 des i. z 7.!, dessen geiannen 11<!<׳,men. J0s6f Hanu§, Brunn Rudolf3gas8e Nr. 28. sämtliche Damen-Modewaren. Piinder, Spitzen, S iden Stoffe, Posamenterie, und Zugehör für Damenschneide rinnen. 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