Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XIV (1913)
- Issue
- Heft 45 (13.11.1913)
- Date
- 1913-11-13
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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Nr. 46 ,jüdische Volk-Kimme." «eite 11 irinfluts ausgcübt habe. Besonders zeigte sich aber diescr Einslutz aus den Verlaus von Gebetbüchern. Tic grotzcn Gebetbücher wurden ehedem in Rußland in Hunderttausenden von Exemplaren verkauft und jede neue Ausgabe hatte, falls sie nicht zu teuer loar. einen Absatz von zumindest 20.00(1 bis:!0.000 Exemplaren im Zahre. Zur Zeit der Revolution wurden selbst die bclicbtcstcn Sidurim in kaum :!000 Exemplaren abgcsetzt nnd erst nach vollständigem Abflauen der :lievolution zeigt sich hierin eine Steigerung. Dasselbe seben wir auch bei den Bibelausgaben. Zum Beispiel die bckannte Bibel mit den 00 .ttominentaren, deren Sabresabsav znr Zeit der :lievolution auf läOO Exemplare hcrabgesnnken ist. stieg »ach der Revolution auf :!000 jährlich. Betrübend iii die Mitteilung des Referenten, datz das talmudische Wissen ui Rutzland allmählich abnimmt und als Beweis dafür die Tatsache anführt, datz die Bibelausgaben mit .ttomnientaren von Malbim und Eben Esra jährlich im ganzen in 150 Eremplarcn verkauft lvcrdcn. Hingegen steigt der Absatz der Bibelausgaben mit jüdisch-deutscher Ueberscvnng. weil die durchschnittliche jüdische Bevölkerung in Rutzland immer iveuiger hebräisch versteht. Dasselbe Schicksal Haber» auch die Mischnah-Ausgaben mit vielem liommentarcn-, als diese in Roins Druckerei in Wilna zum ecsteninal erschienen sind, ergab eine Subskription eine Bestellung von 12.000 Exemplaren. Spätere noch so schöne Ausgaben erzielen höchstens einen Absatz von 000 Exemplaren und andere iveuiger schöne Ausgaben noch weniger. Interessant ist auch die Beobachtung, datz die Einzeltrattarc des Talmuds, rvelche für den Unterricht von .(lindern bestimmt sind, von dieser (trise nicht betroffen lvurdcn. Diese iverden auch jetzt noch durchschnittlich in 00.000 Exemplaren im Jahre abgesetzt. Schlimmer iteht es hingegen mit dem Verkaufe der Gesamtausgabe des Talmud. Von diesen wird sehr ivcnig verkauft. Die Drucker, welche auf Grund des früheren Matzirabcs grotzc Vorräte anlegten, sind jetzt gczioungen. diese Massenexemplare, deren Lagerung ihnen zu teuer kommt, zum Eiiistampfen zu verkaufen. Genall io ergeht cs auch den Midrasch-Ausgaben. Hingegen iverden Gebetbücher für die hohen Feiertage sehr gut verkauft. Merkwürdigerweise zeigt sich auch ein auffallender Rückgang in dem Verkaufe der Hagadab für Pcssach. Vor fünf Jahren noch betrug der Iaüresabsckilutz der Hagadab in Rutzland 7000 Exemplare, heute werden jährlich bloh 2000 verkauft. Diese authentischen Mitteilungen werfen ein grelles Licht auf die religiösen .Zustände in Rutzland. Oegen verdorbenen Liegen, Darmträgheit und Gicht. ״Sternhof er Bitterwasser“ Mild, doch zuverJäfilich. Sternhof,I’ost Sokolnltz bei Brünn. Lustige Ecke. Zwei unwissende Juden stritten einmal, ob es lieitzc wajilrach korach oder wajirkach korach. Da sie sich nicht einigen konnten, nahmen sie 10 Taler und gingen zu einem Rabbiner. Ter besann sich kurz und entschied: cs heitzt wajilach korach und strich die Summe ein. — Zwei bachurim speisten einmal bei einem reichen Man», der eine war schtoarz, der andere blond. Der Reiche versprach seine Tochter demjenigen zu geben, der den schönsten Witz vortragen würde. Der erste sagte: todir wc scheeno todir, todir ködern, zu deutsch: schwarz zieht an und hat den Vorzug. Der andere: ze ulmad man bikesch? lowon. Frag die Maid, wen sie will? den Blonden. Dem Blonden ward sie auch zugesprochen. 2HZIZIZZ2C2r2e3S3n Kinderarzt Dr. llfred ErDispn! M ehern. Sekundararzt des k. k. Wilhelminenu-Kindersritals In Wien, gew. Vol. Assistent der Prof. Finkelsteinschen Säue- 2 lingsltlinik u. d. Prof. Nenmansche Kind. r-PoIiklinik!.Berlin ordiniert täglich Brünn, Karl-Kandler-Gasse Nr. 8 V13—4, an Sonn- und Feiertagen 10—11 Uhr. Telephon 3314/VI. Telephon 3224/VJ. £3r3x3r2r stsbiss ixar 13 . Zahnarzt —~ ־״׳ s n» nniirnnmnnn 1 Brünn, Ferdinandsgasse 32. (Drei Hahnenhof.) Ordiniert vormittags von 9—12, nachmittags von 2—5. MUDr. Jan Navrätil ordiniert von 2 - 3 im Kaunapalals vis i via dam Landhauso Größere Operationen (sowie schwere Ohrenoperationen) im Sanatorium. Telephon Nr. 1251. (Auch interuiban.) Zubni!6kaF MUDr. Fr. Spacek, Brno, Ferdinandovä ulice 51310 28. Plomby, uraele zuby, sich sprävky a pftdelävky. Apothehe ״-,am goldenen Adler". s KV1RL SONTflQ 13 Brünn, Großer Platz 1 Telephon 930. empfiehlt: Telephon 920. 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