Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XIV (1913)
- Issue
- Heft 40 (1.10.1913)
- Date
- 1913-10-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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V ML Seite 6. ״Jüdische Volksstimme". Nr. 40. Korresponäenzen. 381011. In einer am Samstag den 20. September abgehaltenen ösfcntuch.n Versammlung referierte der .Kottgrcßoclcgicrtc des Preises Jglau, Herr Jnspc.tor Friedrich Glas in ausführlicher und außerordentlich übersichtlicher Weise über de» elften Zionijtcnkongreß. Es gelang Herrn Glas dem zahlreich erschienenen Auditorium ein eindrucksvolles Bild von der Größe und Wichtigkeit der .Kongrcßvcrhandlungcn und Beschlüsse zu geben. AIS zweiter Redner sprach Kreisobmann Dr. Siegm. Werner über ״Lebendiges Judentum". Herr Tr. Werner präzisierte die Stellung der Zionisten gegenüber der Majorität der Jglauer Kultusgemcindc, mit der die hiesige zionistische Lrganisation wegen des von derselben mit dem jüngst geioählten Rabbiner abgeschlosienen Vertrages in Konflikt geraten ist, auf rein sachlicher Weise. ..Das ist ja der große, der gloreiche Unterschied zwischen uns und jenen", führte Dr. Werner aus. '״S i c, ein Stück pctrifizicrtes Judentum, so recht der Typus der alten Zeit, die so tot ist, daß sie nichts, gar nichts mehr vom Leben weiß — w i r das junge, hoffnungsfrohe, siegesgewisse Judentum, das mitten im reichen, blühenden Leben sieht, es mit allen Sinnen und Kräften in sich saugt und festen Mutes allen Kämpfen entgegengellt." Nach der Rede Dr. Werners verlas Herr Richard W e i ß e n st e i n folgenden der .Kultusgemeinde übersendeten Mandatsverzicht der zionistischen .Kultusausschüsse: Jglau, den 18. September 1018. Wohlgeboren Herrn .Kais. Rat Adolf Lieblich, Jglau. Sehr geehrter Herr Kultusvorsieher! Tie Unterfertigten, Mitglieder des Ausschusses und des verstärkten Ausschußes der Jglauer Kultusgemeinde, geben hiermit die Erklärung ab, daß sie auf ihre Mandate verzichten. Zu diesem Entschlüsse hat sie nach wiederholter reiflicher Ueberlegung die Unduldsamkeit der jetzt in der Kultusstube herrschenden Majorität gedrängt, die Achtung! Diejenigen Leser unseres Blattes, die aus rers, beleuchtete das Verhältnis zwischen ihm und den, Gemeindemitgliedern und richtete am Schluffe einen I warnten Appell an die Eltern, ihn in seiner Erziehungs-1 arbeit ztt unterstützen, an die Jugend, ihrer großen die Zusendung der 8 Seiten starken hebräischen Ausgabe, der toürdigen Vertretung des Judentums, ciu-I Wochenbeilade ״Hamizpeh" reflektieren, wollen gedenl zu sein, an den Vorstand, bei der Gründung außer 10 K Abonnementsbettag 2 K postwenvon Kaschruth-Jnstitutionen und der Reorganisation dcrs dend einieuden. da andernfalls die -r,,send,.na Talmud-Thora-Schule werktätige Mithilfe zu leisten. I Die eindrucksvolle Rede machte aus alle Erschienenen einen großen Eindruck. Um 7 Uhr schloß die erhebende Feier, der u. a. beiwohnten: Rabbiner Kramer, Rabb. Dr. Taglicht, Rabb. Dr. Basch, Vorstand der Chewra- .Kadischa Jakob Kann, Vertretung des Vorstandes ״Montejiore", Abordnungen von Tcmpclvercinen: der ..Schissschul", ״Talmud-Thora". Wien.. Das Hofourgthcater hat einen zwetlen ״Schalom Asch" entdeckt, einen ruffischen Juden namefs GitieSmann, der, als er vor wenigen Jahren als Buch. Handlungsgehilfe nach Wien .am, noch kein oeutj.res Werk gekannt haben soll. Sein Drama, das sich ׳.tach dem berühmten Dostojcw-. ^en Roman ״Rastolni.'vw" betitelt, ist von Tire.ior Schlcnther angenommen '■> erdend einseuden, da andernfalls die Zusendung unterbleibt. Die Administration. Uordrnckerei « Pli$$icra1malt « fawta, Po$tga$$e r. « * Statt jeder besonderen Mitteilung." ln lieDorstelieoileii ]ahremmsel entbieten die herzlichsten שנה טובה sowie בתיבה וחתימה טובה Wünsche, ben und wird während der Wintersaison im Hofourg-!dem verehrt. löblichen Kultus Vorstände und geehrten theater zur Ausführung gelangen. ztvar das Wort ״Frieden" sorttvährend aus den Lippen Dr. Rudolf Ratbolicky ftw. Elfter der l.edlrgUdteMk»- der EaNdttknaleMiutilf »•bat: €cKe yer<Hnandtgasse und lobaanetgat« (-»«>» >,»«>-> ordiniert tdgiicd von r dir 4 vdr nach«. - Fernrvrecder Dr. 803. Mitgliedern der israelitischen Kultusgemeinde in Brünn, den geehrten Herrn Kollegen und Bekannten. Brünn, im Jahre 5674. Oberkantor Heller und Frau. כתיבה וחתימה טובה Prof. Dr. S. Schorstein und Frau. כתיבה וחתימה מובה Oberkantor I. Ra b i n o w i t s ch. Boskowitz. führt, aber uns zionistischen Mandataren gegenüber niemals den Frieden gehalten hat. Anläßlich der Rabbinerwahl hat sich die feindselige Haltung dieser Majorität mehrfach in völlig unbegründeten Angriffen auf die von uns vertretenen Anschauungen gezeigt. In dem Vertrage mit dem Rabbiner aber, einem Vertrage, den der .Kultusvorstand dem gesamten Attsschuffe vorlegte, hat sich diese Feindseligkeit geradezu ein bleibendes Denltnal gesetzt. Unser Urteil über diesen Vertrag kennen Sie und die Herren der Majorität. Tie Begründung aber, welche die Majorität der .Knebelung der Gewissensfreiheit und der amtlichen sowie außeramtlichen Tätigkeit des geistlichen Oberhauptes unserer .Kultusgemeinde gegeben hat, indem alle die im Vertrage angeführten Gebote und Verbote für den Rabnibcr angeblich nur zur Erhaltung des Friedens in der .Ktiltusgemeinde und des Friedens mit unseren andersgläubigen Mitvttrgern angcordnet tverden müsseit, stellt nicht nur eine persönliche Beleidigung der Zionisten, sondern auch eine durch nichts zu rechtsertigende Verkennung und Herabsetzung des Zionismus, wenn nicht eine absichtliche, tendenziöse Mißdeutung seiner Ziele dar. Wir sind zwar völlig unbesorgt darüber, daß etwa' die Haltung der Majorität des Jglauer KultusausschusseS, unserer großen und herrlichen Betvegung schaden könnte, die für eine menscheiuvürdige, ehrenvolle und gesicherte Zukunft des Judentums die höchste Hingebung eines jeden treuen Juden in Anspruch nitnmt, die tief eingedrungen ist in die weitesten Schichten unsereS Voltes und für welche unsere gesamte Jugend voll idealer Begeisterung lebt, finden es aber weder mit der 'Mitling, die wir unserer Bewegung schulden, noch mit unserer Selbstachtung vereinbar, noch länger einer .Korporation anzugehüren, deren Majorität uns noch niemals auch nur das geringste Entgegenkommen gezeigt hat. Deshalb legen tvir mit dem aufrichtigen Danke an die Wähler, die uns in den Ausschuß entsendet haben, unsere Mandate nieder. Genehmigen Sie den Ausdruck vollster Hoai-.-uung. Wien. Am 21. September 1918 fand im Israel. Tempel- und Schulverein im <i. Bezirk (Siumpergasse) die Antrittsrede des neugetvählten Herrn Rabbiners Moritz Flesch statt. Das Gotteshaus war von einem zahlreichen Publikum gefüllt, das den begeisternden Worten Sr. Ehrwürdeu mit größter Aufmerksamkeit lauschte. Die Feier wurde mit dem -Gebete, von Kantor-Fischmann vorgetragen, eröffnet. Hierauf begrüßte Herr Obmann Moritz Felsenburg in einer geistreichen Ansprache den neuen Seelsorger im Namen de-5 Vorstandes und aller Versammelten und übergab ihm die Kanzel. Als Herr Rabbiner Flesch die Kanzel bestieg, stimmte der Kantor das ״Bornch-Häboh" an. Redner enttvickelle das Programm des Rabbiners und Leh- Gebetstunden. Roschhaschonoh. 2. und 3. Oktober. Großer Tempel. כתיבה וחתימה טובה Dr. I. Günzig , Rabbiner, Loschitz. Parabend.s/40 Uhr Schacharis.8 Uhr j כתיבה וחתימה טובה Dr. H. Flesch, 'Rabbiner, Kanitz. Neuer Tempel, Thcresienglacis. Zum Jahreswechsel Vorabend.-°/^6 Uhr Tchacharis . . . ׳.7 Uhr entbieten die herzlichsten Glückwünsche Brüder Rctt, Herrengasse. Polnisches Bethaus. Vorabend..W)l'l Tchacharis.; T > Bethaus Machsikc Havaß, Adlcrgasse 12. כתיבה וחתימה טובה entbieten die herzlichsten Glückwünsche Rabb. Prof. Dr. Reach und Frau, Gaya. כו״חט ושייט Allen meinen Freunden und Bekannten entbietet Vorabend.*Ifi Uhr I die herzlichsten Glückwünsche zum Jahreswechsel tchacharis.1U‘ Ui)1" Minchah.1/4״ Uhr Oberkantor I. Meisel, Brünn Dfekrato-ueseHschaft bei der - Nordösterreichischen Bankr Neueröffneter Friseur-Salon Leop. Rohacek [ Minoritengassa 16, Ecke Adlergasse empfiehlt sich dem P. T. Publikum, beste, solideste Bedienung. Mr Industrie, 1«ו»»»וי and Landwirtschaft, realst• rlerte Genossenschaft mit beschränkter Haftung In BrQnn, Ferdinandsgasse Nr. 33 Telephon 1340. Zorek Fsllner; pbswgrapblrcber Meller Empfiehlt sich für alle einschllgigen BaakgeschSfte, hauptsächlich auch für den »•« BrQnn, Aswrartrarre -, I empfehlen dem geehrten P. T. Publikum Photographien jeder Art tadellos k&nstl. Ausführung bei maß. 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