Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XIV (1913)
- Issue
- Heft 34 (21.8.1913)
- Date
- 1913-08-21
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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'Wy-S””,*fflvf• Nr. 34 ״Jüdische Bolksstimme." Seite 11. Landauers Kritik des Sozialismus. Die vorliegende Geschichte der französischen Revolution enthält, wenn man sich erst in Carlyles eigenartigen Stil eingelesen hat, viele Schönheiten. Besonders großartig sind die Massenbewegungen in den alten Straßen von Paris geschildert. Man hat nicht mit Unrecht gesagt, daß die Iranzosen niemals bester geschildert worden sind als hier durch Earlyle. Das Buch endigt nicht, cs hört nur auf: am Schluste steht Napoleon. Die Geschichte geht weiter auch über den 13. Bendemiaire des Jahre 4.... Ernst Weiß: Die Galeere. Verlag S. Fischer, Selten gelingt es einem Autor, eine so lebendig dramatische Handlung in das weite Kleid des Romans so einzuhüllen, daß die mächtige Idee durch die breiten Schilderungen nicht nur nicht verwischt, sondern sogar erhöht wird. Geradezu griechisch-klastisch ist die Tragik eines Forscherlebens, das in der aufreibenden Arbeit bahnbrechender Versuche ein frühes Ende findet. Die Durchführung aber ist modern, ja originell. Erik Gyldendal, der Sohn eines reichen Bankiers, hat alle sein Jugendkraft aus das Studium verwendet und hat auf dem Gebiete der Röntgenbestrahlung solche Erfolge erzielt, daß er sich schon zu 27 Jahren den Titel eines außerordentlichen Profestors erworben hat. Doch leidet unter diesem unnatürlichen Energieaufwand die Entwicklung des Gcfühllebens des jungen Mannes und er wird zu einem rücksichtslosen Egoisten, der in seiner Willensstärke sich und seine Umgebung ins Verderben reißen soll. Seine übcrangesirenglen Nerven lassen die Sinnlichkeit — auch sie war früher nicht zu ihrer Geltung gekommen — sein Liebesidcal bestimmen und ihr fallen Tina Lstoskaja und Helene, die seine männliche Energie und schrankenlose Sinnenliebe an ihn gefcstelt, zum Opfer. Erst an der Gefühllosigkeit Ediths bricht sich seine Raserei. Teiltveise ist nun auch sein törperlichcs Leiden daran schuld. Bei seiner unermüdlichen Arbeit hat sich Erik ein totbringendes Geschwür an der Hand zngczogen und als nun auch die Strahlen seines Arbeitseifers nicht mehr, lvie Dina gesagt hat, den tustleeren Glasinantel — seine Seele — durchstrahlen, ist er mit allein zu Ende. Diese tragische Handlung, die selbst für einen Film dramatisch genug wäre, mit einer starken Sprache und guter Eharakteristik der Nebengestalten vereint, macht dieses Werk zu einem der besten, die auf dem heurigen Büchermarkt erschienen sind. D e s h. Ludwig Garm: Päpstin Johanna. Tclphinverlag München, kart. 3 Mk. Die Sage von der Päpstin Johanna, die Jahr- Grand Hotel, stümj EasL «ck StefUmraiti, Roma« Ctyifkc, Hotel - Restaurant Eduard Skfivänek vis-a-vis der Kirche, nächst der Bahnstation Adamstal u. ZinsendorL Benins 1e!f lustifi!iep M Msteo Mp. SiHbU. Pilsner Urquell, Jehnitzer Kronen- und Bockbier, Osten mähr, und ungar. Naturweine, bestrenommierte Küche Passagierzimmer. (Touristen ermäßigte Preise.) 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Tie altertümliche Sprache, d׳e dennoch die große Leidenschaft, die das ganze Buch dnrchzittect, nicht verdeckt, erinnert in ihrer tvirklich klastischen Vollendung an Saltcns ״Junker Wenzel aus Rehbcrg und sein Knecht Kaspar Dinkel". Tie Ausstattung des Buches ist vornehm und geschmackvoll. T e s y. לשנה טובה תכתב Jüdische Serie 1 200 Karten ca. 20 Sujets . . K 5—־ ״ 25 ״ ״ 200 2 ״ * * n 6 50 * 8 200 . 8 , . . ״ 25״ - Jüdischer Buch- und Kunstverlag, Brünn, Adlergaffe 9. Telephon Nr. 1255 Telephon Nr- 1255 Metall- und Drahtwaren 11 Schiittgasse 6. BRÜNN Schüttgasse 6 Einfriedungsgitter, Tore und Türen, Transmissionsschutzgitter, 0 b e r I i c h t-Fensterschutzgitter, Rabitzgewebe Spezialität: Stahldraht־ matratzen. Caf& ^largaretenhof BRÜNN, Rennergasse 12—14 jR(Qv^/׳s1 Geöffnet d ׳ « Uhr früh fiflu, FvdkuduaiM, Dreihahnenhof P © © © Die Tuchhandlung Zullusvjeiak Brünn, =- Rathausg. 1, Ecke Krautm. empfiehlt ihr reichstes Lager von Her- _ renu. 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