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Jüdische Volksstimme · 1913-06-26 · Heft 26 (26.6.1913) · page 6

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XIV (1913)
Issue
Heft 26 (26.6.1913)
Date
1913-06-26
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 ״Jüdische Bolksstimme". - Nr. 26 Lchächtverüot in Slanada. gen für die Reise an das Palä^״׳-Anforma- Halifax. Hier wurde ein Schächter zu sechs tionsbureau, Wien, 2. Bez.. Äarmeliterplatz 1, Dollar Strafe wegen Tierquälerei verurteilt. 3" richten. ___ Der Tierschutzverein will eine solche Mas׳,rege-' Je nach der Größe der Teilnehmerzahl werlung der Schächter in ganz Kanada einführen. den die Ermäßigungen und die sonstigen Be- Da» Ortskomitee der Baron Hirsch-Stiftung günstigungen sestgestellt. I!at eine Bersamiulnng eindernsen, in welcher - über die Mittel und Wege beraten wurde, wie' Portrag. Der Verein der Sabathsreunde mau laiche re» Fleisch für Juden beschaffen veranstaltet im Einvernehmen mit den israel. könnte.! Teinpelvereinen des :!. Bezirkes einen Vortrags- Ter italienische Siönig für Juden. > abend, der Donnerstag den 20. d. M. uin 8 Ühr Rom. Die Jüdische Korrespondenz Rabi-^d^uvsim.Ease ״Tteagnouth , Wien, ll. Bez., ״owitz, Boskowitz, berichtet: Der italienische ,^Mamp'ichimir. 20. bei der ^ranzensbrucke stattuig empfing den Oberrabbiner von Rom, Tr.ln״dct. Als Vortragender sungiert der Rabbiner Sarfcherdaiu in :'Indien׳,, welche eine halbe i^-׳ Vezirles. ^c. Ehrw. Rabbiner Hermann Stunde dauerte. Der Müiiiq verlieb ,einer $(c ״ f; 'a' Vortrag beginnt pünktlich um pal hie für Juden Äusdruck und bezeichnete sie!" Uhr abend und >0 allgemein zugänglich. — als treue Patrioten und ergebene Bürger, ans ^0r1eu n,r den Vortrag: bei dem Verein der die das Vaterland vertranen kann. . M׳bmh,rennde. Wien. 2. Bez.. eine «chissgaste l«>. bei den ^cmpelvcrcinen. st. Bez., Unt. r.,c ^udensragc aus dem Acrztckvngres, in Viaduktgasse ist, st. Bez.. Obere Viaduktgasse 12, Petersburg.! und st. Bez.. Erdbcrgstraße 11. Der zurzeit in Petersburg tagende stongreh der russischenAerzle und R'atnrsorscher — diese' Kongresse, die den 'Ramen des großen russischen ' Mediziners und Menschenfreundes Pirogow- Rorrel^ponäenzen. tragen, und der , , . . . , ן Nitolsburg. Ta Herr Philipp Kohn sein Amt als 1 . v ... - pHlM ver sortschritt- >,״,tue-vorstcher. welches er nahezu Zwei Dezennien mit ichen unv nottssrennolicheu Hntell,gen׳.,Rust-, tz״ Pf.ichNrene und Eifer oersah, zurücklegte, so lauds batte (Gelegenheit. pch auch E der'.^. ^.ern die Neuwahl oorgenommeu. Gewählt Zelter Ijh je ]t viele! Hcrr Zjgclcibcsiver Gustav Pisk zum Vorsteher achtbare .»'lltlutton von dem Jßeiste der Zen-'..,,״ ,l, dem»' Stellvertreter Herr Prokurist Jakob Lpiper. Dem zurückgetrctcneu llultusvorsle^cr wurde der wärmste Taut seitens der OultuSvertrctung votiert. jiönigSbcrg i. Pr. Tie hiesige isr. Religiousgcscllnichl ganz, verschon! geblieben. In der Sektion - iür Heeres und Marinewesen referierte ein gewisser Doktor Danfilew über ״körperliche (ste-! breche»" und hielt bei dieser Eelegenbeit eine ^a^״Adast-Jisroel-- hat Sr. Ehrw. Herrn Rabbiner .Tr. L. Jrantsurtcr, Lobositz a. E. in Böhmen cinstimmir, zu ihrem Rabbiner gewählt. Herrn Dr. S. Frankiurter, der längere stell an dem von dem vor kurzem -.verstorbenen Poscnrr Über-Rabbincr Tr. Feilchcnfeld 1., gegründeten konservativen Lehrerseminar zu Cöln iih. alt- Tozrnt für die hcbr. Tisciplincn wirkte und neue bereits seit I Jahren in seinem derzeitigen Wir ein guter x v - v. . , .. ... ..... .... .stanzelredner, Pädagoge und jüdischer Gelchrlve-rde». da,; dieie Anslaßnngen emmnttge Ei!!-..,.. ״״b tocrbcn in id״;gnstiges Wirken graste Hosfnungcn gesetzt. Ter neue .stönigsbcrgcr;Rabbiner Schimpfrede aus die Inden, die er -beschuldigie, ׳ich bäistig selbst zu versriimmelii, um dem Mililardieusle zu entgehen. Schließlich verlangte der Redner den Ausschluß der Juden aus der Armee. - Ihn, assistierte dann ein zweiter patriotischer Arzi, Herr.nrasnorubkp. Der Vorsitzende, Prof.! ' ' Makkawejeiv, Ehef der militärärztlicheu Aka-!' Hütet Euch vor dem deutschen Schulverein. Der ״Tagesbote" aus Mähren druckt der ״Deutschen Lehrerzeitung" eine Notiz nach, aus welcher heroorgeht, daß die Macher des deutschen Schulvcreines nicht gesonnen sind, ans die Geld- Unterstützung der Juden zu verzichten. Darrnit erklären sie, daß die Forderung des Taufscheines bei ihren Lehrern mit Rücksicht aus das Gesetz seit jeher gestellt werden >nuß, weil das Gesetz vorschrcibe, daß der Lehrer der Religion der Mehrheit seiner Schüler angehöre. Daß das Gesetz eine derartige Vorschrift ent- Mt, ist keck erlogen. Für den Schul l e i t e r besteht wohl eine solche Vorschrift, aber nicht für den Lehrer. Das ist den Obermachern und den kleinen Geistern im Schulverein bekannt, aber sie glauben mit ihrer jesuitischen Verdrehung die geldgebenden Juden intmerhin betrügen zu können. Es ist wahr, daß mit einer anders sttlisierten Ausschreibung am Wesen des deutschen Schul- Vereines und seines Antisemitismus nichts geändert werden würde — es ist ferner wahr, daß heute dieser Antiseinitenverein zur Not auf die jüdische Unterstützung verzichten könnte. Wichtigcr waren die jüdischen Geldspenden, als der Verein in seinen Anfängen stand und ohne die Hilfe der Juden vermutlich nicht aufgekominen wäre. Den Tank für ihre Aufopferung und Selbstlosigkcit haben die Juden schon längst in allen beleidigenden Formen erhalten. Jetzt wäre es aber doch schon an der Zeit, daß die Juden, die auf Ehre halten, sich aus dein deutschen Vereine ziirückzuziehcn und insbesondere mit den Beiträgen zu sparen beginnen. s. ן י * w , . .. , .ר . w ...! ״UH i'iiiuv Ul > ouiimi »11 iiuuu uunuu, 11 0״1״יUTMc Patriot,Ichen Redner aRvohreu.ß^E iu echtjüdi'ckn-m Sinne wirkt, geht . i.n Ebren des ^ongrestes must aber,,e,,gestellt aU fia״äclrcil1u.r; ״״& jüdischer rusiuiig bervoriefeu, so daß die betreffende Delliou sich veraulaßt sah. den Vorsitzenden zu be-! auirrageii, in de» Bullelins des ötongresses eine Erklärung zu verössenilicheii, die die erivähnlen stiedner ausdrücklich desavouiert. Im (Gegensätze zu diesen! nnerqnickUchen Zwischenfall hatte übrigens der Kongreß ande rerseiis lstelegenhei!, seine schönen!׳nmonen Traditionen zur Geilung zu bringen. Tie Sek livn für gesellschaftliche Medizin nalnn einstu!׳ >nig eine Resolution an, die die Abwandelung russiicher Slndenlen nach dein Auslande als Folge der engherzigen reattio>,ären Regierungs bat seine AuSbildnnHnn der Prchburgcr Jcschibä und am .-ölldesl-eimersche»;Rabbiner-Seminar zu Berlin genvssen und tritt seine neue Stelle bereits aut t. August S. I. an. Sein Abgang iü weist ein ernster Verlust für die kvnservativen Elememe Böhmens. Bialistok. Ab l. Juli d. I. beginnt hier eine neue jüdische Zeitung unter dem Titel ״Bialiiloter Tagblatt" zu erscheinen. Paris. Anläßlich der hier tagenden Finanzko»serenz erbot׳ Xlein.aiiso seine Stimine in einem Artikel gegen Ruinänien und führt aus. polilii bin!!ellt und gegen die Rnssenbeve an daß man bei dieser Gelegenheit Riimänieii aufden ausländischen tlniversirären protestier׳. Der ׳ordern muß, den Berliner Vertrag in Bezug .stengreß drüelle gleichzeitig die Hoiinnng aus. ans die Jndensrage einzuhalte». ״daß die sreibeitlichen Traditionen des de!׳.-ichen Volles ichließUch über die tleinlrchen nanvna li'iiichen und Ltandesinleressen den Tieg dav׳-n!ragen iverden." Willniger noch als diese .Reiolulion war eine andere >-undqebnnq Um!nng lniioii an, die gegen den Beilisprozeß und die damit verbundene stUlnalniordbetze icharien Prolest einlegl. ... ..... .... ..... ..... matt 01 e; >n1!1 ver 1nv1gt>e!i L'evemet stete vunr-gebnng ve-.׳ Pirogoiv-:Kongresses. de>ns lnngesälir loo.ooli Inden) zu de le> stnriiuicher Z,nstimmnng der Versainm - Einwobnerzahl, so ist dies ein bedeut ig nahm der Migreß am ] \ Juni eine klieso-. f0!a jüdischen Fleißes. L Dr. Rudolf Katbolicky ge«. Leiter der ledirg. Rvketluvg der CdRdakrankrndnsult «obat: €cke Terdinand$<ja$$e und 30ba11ne$8a$$e äst«»,« ordiniert kSgiicd von r vir 4 Uhr nachm. Jeritprechet nr. 803. LvilVon. Unter de» 10 ״tlianglcrn" (Studeuieu. die eine Hochschule mit Aiiszeichnuiig absolvieren >, die jetzt ihre Rigorosen mit Auszeichmmg machten, ivare» drei Juden. Vergleicht mau die Zahl der jüdischen Bevölkerung Londer anderen tendcr Erlg des jüdischen Fleiße! Trcmbowla. Vorigen Samstag nachts wurde der hiesige jüdische Bäcker Nachman > Hirschborn. dessen Wohnung am Hauptplatze sich!besiudet, von Räubern überfallen und samt seipu׳f Frau ermorde!. Ein Betrag von 100 K soiwie sämtliche für Samstag vorbereiteten Speij sen. darunter auch Schollt, wurden geraubt. Tie j Dbduktiou erwies, daß das Mordinstruinent ein j Hammer geiveieu ist. Ein Polizeihund wurde - aus Lemberg bestellt und dieser verfolgte die!Spuren der Mörder und führte die,Kommission bis ins Haus der Mörder, die auch verhaftet ivurdeu. Zu den Landtagswahlen. Herr Tr. F. Fialla, Präsident der Brünner htultusgemeiude, ersucht ans Grund des Paragraph 10 des Prcßgesetzes un! Aufnahnte folgender Berichtigung. Obwohl diese Berichtigung keinesfalls den Preßgesetzlichen Anforderungcn entspricht, stehen wir nicht an, dieselbe zu veröffentlichen: ״Gemäß tz 19 Pr.-G. ersuche ich um Ausnähme nachstehender Berichtigung in dem Wochenblatte ״Indische Volksstimme": Berichtigung. In dem in k>!r. 25 vorn 18. d. M. Ihres Blattes auf Seite 8 veröffentlichten Artikel ״Zu den mährischen Landtagswahlen" wird behanptet. ich hätte trotz der geheimen Wahl einen aus Rögelböck lautenden Stimmzettel dem Vorsitzenden der Wahlkommission offen übergeben. Diese Behauptung ist unwahr. Wie die sämtlichen Mitglieder der Wahlkomiiiissioil bezeugen können, überreichte ich meinen Stimmzettel g c s ch l o s s e n. Gewohnt, weine Meinung stets offen und mannhaft zu bekennen, bedarf ich allerdings nicht des Schutzes geheimer Stimmabgabe, aber bei gesetzlichem Bestände geheimer Wahl fällt es mir nicht bei, den Inhalt meines Stimmzettels ostentativ an die große Glocke der Oeffentlichkeit zu hängen. In welchem Sinne ich aber mein Wahlrecht ausübe, dafür bin ich nur meinein Gewissen verantwortlich. Hochachtungsvoll Dr. Hicronhiiuis M![«." P11I1isri11,1-0׳cst׳ltsch,islsreisc ,1 »lässtich Ves elfte« Zioiiistrnkongresscs. Das Palästina - Ju׳oru1ai!onsl׳ureau in Wie» teilt mit: Im Anschluß an den eisten Zstonistenkongres; sindel eine große (׳׳esellschaitsreise nach! Paläilina stau. Die näl'eren Bedinonngen fürs die Teilnalnue und das Programm werden nächstens betannigegeben werden. Es empfiehlt sich, schon jetzt die Anmeldiiii- 1913 Wochenkalender 5673. p‘ 7 Juni j Festtage הפטרה M 25 D פא 20 F -- 27 S כ; 28 פ־ק 7r־2 ,*rב־ב־ז ה~ד r-p דאטר S כד 29 שטואל M כדל 30 D כו 1 M כד 2 D 3 י־= בם" קטן ישרי,ים‘ s כט —, 4 Richtigstellung. Zum Niedergänge der mähr, .stultusgemcinden. I. Auf Seite 2, 2. Spalte, 2. Zeile fall es anstatt ״wurden" ׳vorder lauten; 2. In derselbe» Spalte sub 1 mus; anstatt 15.580 K 155,800 K stehe». Im 4. Ansätze vor dem Ende des Artikels svll anstatt vor allem einen feste» Wissen vor allem eine» festen Willen stehen. Wir mache» rinserc Leser aus die neu eröffnete Apvthckc 1»«$״ Löwen", Brünn, Strömt Nr. 61, besonders a^sincrksam. Krankheiten der Nerven, des Magens, Darmes etc. werden mit Erfolg in. Dr. Mbans Sanatorium in TISCHNOWITZ kuriert. — Prospekte.

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