Mannheim
Compact Memory

Jüdische Volksstimme · 1913-06-19 · Heft 25 (19.6.1913) · page 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XIV (1913)
Issue
Heft 25 (19.6.1913)
Date
1913-06-19
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2621806-2621846-2621871--2229-2623315
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Nr. 25 ״Jüdische Bolksstimme". "־.*«י m 1 :1 im ^M.;* J',.y « Seite 7 bewußter Weiblichkeit, die, ewig unschuldig, Himmel versprechend Höllen schafft/Künstler produktiv und Bürger zu Tieren macht: Frl. vom Busch ist hier eine ganz große-, eine ganz vollkommene Leistung geglückt. a. b. Eine Baronin Rothschild auf dem Brettl. Einem Budapester Blatte, dessen Jnformationen sich stets als verläßlich erwiesen hauen, wird von einem gelegentlichen Korrespondenten aus Madrid über eine sensationelle Affäre berichtet. In den Straßen der spanischen Hauptstadl — schreibt der Korrespondent — sind seil einigen Tagen Plakate affichiert, in welchen die Aufmerksamkeit des Publikums auf die Baronin Joses Rothschild-Moser gelenkt wird, die in dem dortigen Vergnügungsetablissement Trianon- Palace als Tänzerin auftritt. Der Mitarbeiter der in Madrid erscheinenden Zeitrmg ״Heraldo de Madrid" suchte die Baronin auf, um sie darüber zu befragen, in welchen: verwandschastlichen Verhältnis sie zum Hause Rothschild stehe. Tie interessante Dame, die erst 29 Jahre alt ist und ihr Schicksal gar nicht tragisch zu nehmen scheint, zeigte dem spanischen Journalisten einen Ehrkontrakt, aus den: hervorgeht, daß ihre Trauung mit den: Baron Josef Rothschild am 29. Mai 1905 in der Kathedrale zu Barcelona stattgefunden habe. Ihr Gatte ist in Berlin geboren und der Sohn des Barons Emil Rothschild und seiner Gattin Ludovika. Die Dame ist eine geborene Anna Maria de Gonzalez und entstamm: einem alten spanischen Adelsgeschlechte. Die Baronin teilte dem Journalisten mit, daß ihre Ziviltrauung vor dem Madrider Stadtrichter Korryent Pfifferer stattgefunden habe und bemerkte, daß ihr Gatte ihr zu Liebe den Glauben seiner Väter verlaßen und zum Katholizismus übergetreten sei: den Taufakt habe der spanische Kardinal Casanas vorgenommen. Die junge Büronin war vor Jahren eine der gefeiertsten Schönheiten der spanischen Hauptstadt. Der Baron Rothschild lernte sie vor acht Jahren auf einem Ball der Madrider deutschen Gesandtschaft kennen, verliebte sich in sie und beschloß mit ihr trotz des heftigen Widerstandes seiner Familie, 0:2 Ehe einzugehen. Erst nach großen, fast unüberwindlichen Schwierigkeiten gelang es den: jungen Baron, der früher ständig in Berlin wohnte, sein Z:el zu erreichen. Die Baronin lebte, umgeben von Glanz und Luxus, abwechselnd in Berlin und München. Zwei reizende Kinder vervdllkommneten ihr Glück, aber sie mußte ihren Gatten dennoch verlaßen, da er die eheliche Treue gebrachen hat. Die Baronin Rothschild, die von der Direktion des genannten Vergnügungsetablissement eine hohe Gage erhält, ist seitens des Madrider Publikums Gegenstand stürmischer Ovationen. Es heißt jedoch, daß bereits in den nächsten Tagen ein Abgesandter der Familie Rothschild in Madrid eintreffen wird, um die Baronin zu veranlaßen, das Brettl zu verlaßen Die Gravierkunst bei den Juden. Die Gravierkunst war von jeher beiden Juden heimisch. Ja, Schudt will sogar Lewin Josef, den Graveur Königs Friedrichs des Ersten, als den Erfinder der Kunst, in Tiainant zu stechen und Figuren zu schneiden ,ausgeben. Interessant ist es aber, was I. G. Meusel in seinen ״Miscellaneen artistischen Inhalts" (Berlin 1785» darüber schreibt. Er behauptet, daß ״die Methode, mit Diainantenpulver Figuren in Stein zu schneiden, in den Abendländern nicht eher bekannt wurde, als nachdem das Geschlecht der wahren Künstler unter der Regierung der römischen Kaiser bereits gestorben war. Ein Teil der Juden zu Alexandrien war bekanntermaßen lauge Jahre hindurch gewohnt, sich mit Edelsteinschleifen und -fassen zu ernähren und sich vorsichtshalber nackt ausziehen zu lassen, wenn sie von der Arbeit nach Hause gehen wollten. Als ihnen dort nach und nach das Handwerk gelegt wurde, verbreiteten sie sich in die übrigen Provinzen des römischen Reiches, und diesen Flüchtlingen haben wir vermutlich die Handgriffe des heut'zutage üblichen Steinschneidens zu danken." Es ist das ein sehr dankenswertes Verdienst, das sich die Juden um die Verbreitung eines wichtigen Kunsrzweiges erworben haben und das in der Geschichte unerwähnt blieb. Man hat bisher geglaubt, daß bei den Juden die Entwicklung dieser Kunst schon durch ihren Kultus gehindert war, wie es in dem Artikel ״Steinschneidekunst" in Brockhaus' Konversations-Lexikon heißt. Das ist ein Irrtum. Verein Nikolsburger israelitisches Versorgungshaus in Nikolsburg. Verwalter und Pflegerin wird gesucht. Bevorzugt kinderloses Ehepaar, welches beide stellen versehen kann. Entlohnung nach tlcbereinkommen. Cffcrtc mit ׳kt»gäbe des bisherigen Berufes, der Ansprüche und von Referenzen bis zuli >!»lu an die Leitung des Vereines erdeten. Ter Schriftführer: Ter Präses: Krakauer. Zpivcr. כשר Höt^l ״. Restaurant Josef Guth,Wien II Erstklassiges Einzig in seiner Art! MODERN! כשר ELEGANT! STRENG RITUELL! Wien II., Kleine Sperlgasse 5 Rendezvous der besten jüdischen Kreise unter persönlicher Leitung des Herrn Jakob Pinkas. Dem P. T. Publikum wird höflichst zur Kenntnis gebracht, dass ich ab 10. Mai I. J. in Mödling eine Stephani estrasse 11. Telephon 13702. i Bestrenommierte Küch? u. vorzügliche Getränke. *׳״« Hotel Stephanie. Rotel Stephanie. M. Operer כשף Restaurant WIEN, II., Taborstrasse Nr. 12 Neurenovierter Prachtsaal geeignet kür Hochzeiten, Dieners usw., Passungsraum 400 Personen ist von April bis September zu vergeben HausspezialitSt: TSgllch warme Pfefferkarpfan und Hechte. Ausschank: Schwechater Lager u. Pilsner Biere Die P. T. Empfänger unserer Zeitung, die mit der Bezahlung des Abonncmentsbetrages im Rückstände sind, werden um gefl. umgehende Bezahlung ersucht, da wir in anderem Falle die Rückstände mittels Postauftrages beheben müßten. Die Adiiliu. כשר restauratioh eröffne. — Mein Bestreben wird sein, mir durch Verabreichurg gut r Küche und guter Gerränke, sowie durch aufmerksame Bedienung und mäßige Preise das Vertrauen des P. T. Publikums zu erwerben und zu erhalten. Brotsor ishattlgor Hochachtenil Barten. Uobornahma . . n . von Dine» und David Fischer (Pfessbu׳g>, R-staurateur Hochuiten. Mödling, Babanbergerstrass• 40. כשי Nagels ™ב Restauration Wien II., Stefaniestraße 10 Parterre, Tür 12 Hochzeiten werden in und ander dem Hause bestens Übernommen. Referenzen bezüglich כשרות erteilt (Schiffschul) ^הרב דגאון מחד ישעי סירספז רב דעדת ישר 21VN05TEN5K/I BrtNKfl FILIALE WIEN 1 יי™«J: Wechselstuben in Wien: Herrengasse 12, II. Prahrstraße 24, III Landstraße Hauptstraße 88, IV. Favoritenstraße 4, V. Margarethenstraße 71, VI. Gumpendorferstraße 100, VII. Maria-, hilferstraße 84, VIII. Josefstädterstraße 103, IX. Porzellangasse 9, X. Favoritenstraße 95, XVI. Neulerchenlelderstraße 41. XXI. Am Spitz 15. Kulante Besorgung aller Bank- und Börsenaktionen. Aktienkapital und Reserven: Uber EINL4QEN A} auf Büchel * K 100 Ulli. Zentrale in Prag, gegründet im Jahre 1868. Filialen: Brünn, Budweis, Friedek-Mistek, Iglau Karlsbad, Klattau, Königgrätz, Krakau, Lemberg Melnik, Olmütz, Mähr.-Ostrau, Pardubic. Pilsen Pisek, Prossnitz, Reichenberg, Tibor. Triest. Stahlkammern mit vermietbaren SAFBS, Abonnementvon 7 — K an. /ymi/myJlaMmtd. Fabriks-Marke.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.