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Jüdische Volksstimme · 1913-05-08 · Heft 19 (8.5.1913) · page 6

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XIV (1913)
Issue
Heft 19 (8.5.1913)
Date
1913-05-08
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Seite 6. ״Jüdische Volksstimme." Nr.. 19 herbeigeeilt, um ihren Rabbi zu betrauern und Rom. Der jüdischen Korrespondenz Nabibn auf dem letzten-Wege das Geleite zu geben, binowitz, Boskowitz, wird aus Nom berichtet, daß Berlin. Der Bildungsminister hat die Verdortsclbst im August ein allgemeinen italienischordnung getroffen, daß jüdische Schüler, welche jüdischer Kongreß stattfindcn wird. Bekanntlich während ihres Studiums am Samstag nicht hat vor kurzein ein Kongreß der jüdischen Gegeschrieben haben, sollen auch bei den Prüfungen mcindcn Italiens stattgefunden. an. Samstag vom Schreiben suspendiert Athen. Gegenwärtig kämpfen in den griewerden. chischcn Reihen 500 jüdische Soldaten. Jin gan- Köln a. Rh. Die Rabbiner der hiesigen Synzcn leben in Griechenland 6000 Juden. agogengemeinde, Tr. Frank und Tr. Rosenthal, haben auf Einladung des Mctropolitankapitels im Chore des Domes, der für die Spitzen der Behörden reserviert blieb, der feierlichen Ingleitete diese für ein Theater gewiß alles weniger als würdige Aufführung mit Zischen. Die Direktion hat, was mit Genugtuung konstatiert werden soll, dieses Singspiel vom Repertoire abgesetzt. — Besondere Anerkennung verdient das Publikum, daß es gegen derartig obskure Aufführungen entsprechend demonstrierte. thronisation des neuen -Oberhirten der Kölner Diözese, des Erzbischofs Tr. Felir von Hartmann beigcwohnt. Petersburg. Die Vertreter der hiesigen Gemeiude erschienen als Deputierte beiin Minister- Präsidenten Kokowzew und baten mu Vcrbesserung der Lage der Juden in Rußland, nistcr erklärte, baß er ganzen Herzens für Verbcsserung der Lage der Juden sei, jedoch hänge dies nicht von ihm allein ab. Tic Deputation sprach dann auch beim Minister des Innern, Maklakow, vor und dieser versprach, die Bitte der Deputation dem Ministerrat vorzulcgcn. Run erfährt inan hier, daß die Opposition in der Duma eine Interpellation in dieser Augelegenheit einzubringcn plant. Kairo, Aegypten. Ter bekannte Philologe! Ben-Jchuda aus Jerusalem weilt gegenwärtig hier und pflegt Unterhandlungen mit dem Unterrichtsminister Achined Pascha wegen der Gründung einer Kommission für arabische und hebräische Reubildungen an der Universität. Ter Minister versprach, dieser wichtigen Angelegenheit ehestens Rechnung zu tragen. Riga. Eine jüdische Deputation aus Riga sprach beim Gouverneur zugunsten der ausgeer Miwiesenen Juden vor und bat, diejenigen Juden, ' welche hier noch vor 1880 ansässig sind, das Wohnrecht nicht zu entziehen. Shanghai, China. Hier leben zahlreiche jüdische Familien, die aus den verschiedenen Ländern eingewandert sind. Bisnun lebten die mei- Neu isoliert und pflegten gar keinen Verkehr untereinander, so daß sie nicht einmal einen Tempel hatten. In letzter Zeit beginnen sie sich einander zu nähern und inan geht schon daran, einen Rabbiner zu wühlen und ein gcincinschaft- .Kiew. Vier Räuber, die an der Ermordung der jüdischen Familie Grünstcin, aus dem Torfe! ., Prilokn, tcilnahmen und 587 Rubel rauhten. >1'"' eine blühende Milche Gemeinde erstehen ov^; lichcs Gotteshaus zu erbauen. Hoffentlich wird sind verhaftet worden Bukarest. Zur Schaffung einer rumänischeu Natioualslotte wird jetzt im ganzen Lande gesammelt. Beachtenswert ist die Aufforderung der Lehrer an die Schüler, die folgeirden Wortlaut enthält: Die christlichen Schüler sollen mindeftens je einen Franken bringen und die fremden Kinder müssen das Doppelte bringen, weil sie und ihre Eltern hierzulande fremd sind und hier ihr Besitztum erworben haben. Irkutsk, Sibirien. Die wegen Annahme der jüdischen Religion aus Rußland vertriebene Sekte der Sabbatarier führen jetzt bei der Petersbnrger Regierung Beschwerde darüber, daß man ihnen in Sibirien es verwehrt, einen jüdischen Rabbiner für ihre Gemeinde zu bestellen, zumal sie in ihrer Mitte keinen Gelehrten bcdortsclbst im August ein allgemeiner italienischkönnte. Silistra. Mit Rücksicht darauf, daß die europäischen Mächte gewillt find, Silistra Rumänien Shaugai. Die hiesigen Juden sandten dein Hilssvcrcin für die durch den Balkankrieg geschädigten Juden 1413 Franken. Dr. Rudolf Katbvlicky g«v. Heiter der l.cdlrg.Adteiiuag der CaRdetkranRenanstalt wohnt: Ecke Terdinaiidsaasse und 30hanne$gas$e («Rom •) ordiniert täglich von 2 vir 4 Uhr nachm. Jeratprecher Nr 803. Konkurse. Rcliqivnslehrer. Bewerber bis 35 Jahre. Gehalt nach llebereinkommen. Gesuche bis 1. Juni. Vorstand der isr. Kultusgemeinde Graz, zuzusprechen, sandte der hiesige Rabbiner an die i •liflUbiucr und Prediger. Gehalt 1500 K nebst Botschafterkonferenz in London eine Bittschrift! den Emolumenten, ferner aus Stiftungen in! Ramen der Inden Silistras, in welcher er 1500 K, außerdem ein Wohnungspauschale von 400 K und Erträgnisse der Matrikensührnng. Gesuche bis 15. Mai. Isr. Kultusgemeinde Pohrlitz. Wilna. Erstklassiger Kantor. Gehalt nach Übercinkommen. Gesuche an die Knltnsgemeinde. Rostow a. Ton. Erstklassiger Kantor. Gehalt 5000 Rubel. üürünner Jiacfmcfiefcn. Jüdischer Sportklub Brünn. Wir fordern ersuchte, auf Rumänien ein,zuwirken, daß die gegenwärtig bestehenden bürgerlichen Rechte der Juden Silistras auch im Falle der Einverleibnng an Ruinänien nicht geschmälert werden. Wie es hier verlautet, hat der hiesige Rabbiner vom englischen Minister des Aeußern, Olren, eine beruhigende Antwort erhalten. (Jüdische Korrcspondenz Rabbinowitz, Boskowitz.) Pittsburg, Amerika. Ein Offizier, der sich mst der Theologie befaßte und von dem Grundgedankcn des Jndentnms begeistert war, »ahnt an-.-, llebcpzeugung die jüdische Religion an. Es fportlustige iüdische Jugend auf, zwecks hangen sich überhaupt die Fälle, wo Christen (Gründung eines jüdischen Sportklubs ihre zum ^udciitum aus Ileberzeugung übergehen.!Adressen an die Administration der ״Jüdischen London. Dem jüdischen Schriftsteller Moses Volksstimme" zu senden. Brodskn ist eine reiche Erbschaft von 12 Millio- . Das vorbereitende Komitee. Pco-Brockensannnlung des Vereines Machsikc Hadas, 'Brünn, Adlergassc 12. Um Kleider, Wäsche. Schuhe, Möbel, Bücher usw. bittet der eines Deputierten ins Unterhaus statt. Es stand Verein zur Erhaltung der Bibelschnlc und Undem Mischen Kandidaten der liberalen Partei: terstützung armer (Klanbcnsgenossen. Sir S. Lcmjnel, der von den Konservativen! Rosenkranz und Edelweiß. Im Brünncr zur Mandatsniederlegung veranlaßt wurde, ein ^tadttheater gastiert seit gestern die ״Hölle" .Kandidat der llnionisten gegenüber. Trotz der' (Kabarettgesellschaft. Wien». Anläßlich der gestriaußergewöhnlichen Agitation von feiten der!gen Aufführung des Singspieles ״Rosenkranz emjuel wieder-' DaS Hohe Lied Salomos und die Volkskunde. Welch große Bedeutung die Volkskunde für das Verständnis der Bibel und die Lösung wichtiger Fragen, gerade auch der alttestamentlichen Forschung hat, zeigt Prof. Dr. A. Bertholet (Basel) in seinem Vortrage: ״Aus der Volkskünde" (Jahrgang 17) veröffentlicht wird. Er Heft des ״Schweizerischen Archivs für Volkskünde" (Jahrgang 17) veröfcntlicht wird. Er sagt dort u. a.: ״Das Hochzeitspaar spielt, wie es scheint, ein Königspaar. Noch heute nennen die Araber in Palästina die Braut nnalaki, d. i. Königin. Der Brautführer ist der Wezir der königlichen Hoheiten, ein besonderer Thron ist ihnen errichtet usw., und wenn es in alten zuging, wie es uns für das heutige Syrien, Konsul Wetzstein von Damaskus geschildert hat, so dauerte die schöne Illusion, bis am Ende der Königswochc einer der Genossen des jungen Ehemannes diesem mit einem Kuhfladen durchs Gesicht strich, damit er nicht vergesse, daß er jetzt wieder Bauer sei. Aus der Sitte dieses Königsspieles heraus erklärt man heutzutage gewöhnlich das Hohe Lied als eine Sammlung selbständigcr Hochzeitslicdcr, wie sie in der Hochzeits- Woche gesungen zu werden pflegen, wobei König Salomo also nur Bezeichnung irgendeines beliebigen Bräutigams, ״Ideal oder Folie des Bräutigam-Königs", die ״Sulamithin" nur sprichwörtliche Bezeichnung für eine Mädchen-!schönheit schlechthin sein soll." — Wenn auch diese Auffassung des Hoh. Liedes nicht allgemein ' anerkannt ist (auch Prof. Bertholet kann sich persönlich immer noch nicht dazu bekennen), so wird cs doch nur möglich sein, durch weitere Bcobachtung des Volkslebens im Lande der Bibel und Hcrbeiziehung der Bräuche und Sitten anderer Völker eine befriedigende Antwort auf die schwierige Frage, was das Hohe Lied eigentlich sei, zu bekommen. Als interessante, noch nicht beigezogene Parallele, führt nun ein Mitarbeiterder ״Basler Nachrichten" den rumänischen Volksbrauch an. Welch große Bedeutung das rumimische Volk der Eheschließung beilegt, zeigt sich u. a. darin, daß jeder Bräutigam als junger Kaiser angesehen wird. In vielen Gedichten, Balladen und Märchen wird er schlechtweg mit dem Ausdruck ״der große Kaiser" oder ״der junge Kaiser" bezeichnet, und ein Abglanz seines Ansehens fällt auch auf die Werber, die während ihres Amtes als kaiserliche Sendboten, Fürsten vom kaiserlichen Hofe, mit außergewöhnlicher Hochachtung behandelt werden; ebenso wird der Rang des Vaters der Braut erhöht; er wird Bojar, Großherr und ähnliches geheißen. Es wäre außerordentlich interessant, diesen Brauchen weiter nachzugehen; gelviß würde dadurch manch neues Licht auf jetzt noch Unverständliches geworfen. neu Krone!» vom hinterlassenen Vermögen eines Verwandten in Newnork zugefallcn. London. Vorige Woche fand hier die Wal!!' Verlanget in allen Hotels, Restaurationen, 5taffcehäuscrn, Lesehalle», Selchereien, Rasiersalons, Bibliotheken die ״Jüdische Bolksstimme." 1913 Wochenkalender 5673. Konservativen, wurde gewählt. :!r und Edelweiß", kam es, ober der ״Jüdelei" zu einer kleinen Tenionstration. Das Publikum ber אייר Mai Festtage | הפטרה M U ככ<ר,ת העז=־ 15 7 2*1 א׳ דראש חד. t. r. ch. D א 816 2 בי דראש חדש. t. R. ס!. ft 917 *הבהנים הלדם S 1018 פ־ק שני׳ אסור S M ה 11 29 12 20 תעני“ ■ג־נ• D M ז 13 21 14 22 D י י 15 23 2יק שלשיי כהר Frag, Wassergasse AS. Detektive ■Institut Direktor: Stof. Ctaodounsky. ־ Telephon 8561. w1 xxmmmmxxmmx Recherche», Reisen, Sammlung von De• weismaterial, Beobachtungen, Jnformationen priv. Art, HeiratSauSkünste, 8ertrauenSangelegenheiten schwierigster Art, aller sachmünnisch diskret u. ver lü blich.

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