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Jüdische Volksstimme · 1913-04-17 · Heft 16 (17.4.1913) · page 6

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XIV (1913)
Issue
Heft 16 (17.4.1913)
Date
1913-04-17
Page
– (sequence 6)
Language
German
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״Jüdische Volksstimme". Nr. 16. Seite 6. Kolumbus jüdischer Abstammung. ׳Ein spanischer Gelehrter namens Konstantins de Horta hat auf Grund von Dokumenten, die er in den klösterlichen Archiven vorgcfunden hat, festgestcllt, daß der Entdecker Amerikas einer Marancnfaniilic entflammte, somit ist endlich bewiesen, datz er jüdischer Abstammung sei. Zur Blutmärchcn-Laison. Smyrna. Griechische Judenfeinde erschienen in der jüdischen Gcmriiidckanzlci und verlangten die Rückgäbe eines angeblich verlörengegangencn ChristenkindcS. Der Sekretär begab sich zur ׳Polizey die auch das schlende Kind ausfindig machte. Äoreejpondenzen.!Anerkennung ausgesprochen. Ebenso wurde der I Kassabericht unter lebhaften Ovationen für den Prcran. Tie langjährige Präsidentin des. ^assier.Herrn Leo Krieger, einstimmig Israel. Frauenvereines zu Prerau, Frau Dr.! 6^uchm1gt. Die MitgUedsbeitragc wurden in der Josesine Tauber, die mit Liebe und Hingebung bisherigen Hohe belassen.^Tls freie Anträge wurzur Förderung und Hebung dieses humanen! _״״ cJu^ )5cr ^er Mitgliedereinige uiter- Vereines beitrug, legte das Präsidium nieder, Alante Anregungen der neuen Veremsleitung da ihr Mann Herr Prof. Dr. Jakob Tauber, Verwirklichung-empfohlen, was auch der Ob- Ritter des Franz-Josef-Ordeiis, in den Ruhe- '״ann namenS des Ausschusses nach Möglichkeit stand als Rabbiner getreten ist, um seinen Wir-1 ourc^zufuhren versprach, ^n den neueii-Verciiis^ kungstreis zu verlassen. Ter Vorstand des Frauenvercines ernannte Frau Tr. Joscfinc .Tauber in Würdigung ihre iiuermiidlichen Lcistungen zur Ehreiipräsidentin des FraucnverciiieS, da i'e nicht nur liebevoll die Armen und Hilfsbedürstigen aufsuchte und stützte, sondern auch bestrebt war, Mädchen beruflich ansbstden zu lassen, Studierende herzhaft zu unterstützen und ttcbcrfall auf jüdische Jünglinge. Ustrzikq, Galizien. Samstag den i>. April wurden drei jüdische Jünglinge aus eincm Spaziergange von drei unbekannten, gutgekleideten Männern überfallen und durch Messerstiche ver- ״ ... letzt. Es gelang eincin der Jünglinge, in die allenthalben vorsorglich ihre .vnmamtat beta- Stadt zu entkoiiiineii und diesen Vorfall zu mcl-, Die neugewahltc Präsidentin,!zrau Cäden. Polizei und Gendarmerie setzten den Perc1hc -Corner jun. überreichte heute das herrlich brechern nach und es gelang auch, ihrer habhaft' ausgcjtattcteEhrendiplom in Begleitnng der Da- >d b.-i ihnnn 'li'i'nniin'v ,״m men des Vorstandes und hielt eine schwlingvolle begeisterte Ansprache an ihre Vorgängerin. Zu Elireiiiiiitgliedern des Fraucnvereines wurden auch vom Vorstande des Vereines ernannt die wohltätig für den Franenverein wirkenden, herzcnsguten Tamcn: Fabrikaiitin Frau Ernestine i .Siulfa und die Frau Rosa Schiiiied und wurden! ihnen die Ehreiidiplome in dankbarer Anerken-! iiiiug ihres Wirkens durch herzliche Ansprachen überreicht. Olmiit!. Eine scttcnc Ansz ichnnng wurde dem bochaiigeschenen Mitglied unserer Knltusgemeindc, dem!. t.Koininerzialral und Scniorch.i der Jyinna I. 11. W. zu werden. Man fand bei ihnen Revolver und Messer. Sie wurden dem Strafgerichte cingeliefert. Sie weigern sick. ihr Rationale anzugebe», man glaubt, es liier mit Studeiiten zu tun zu haben. Prinz Joachim in Palästina. Der jüngste Sohn Wilbclms, Prinz Joachim, defichligte während seines AufenthalicS in Palästina mehrere jüdische Einrichlnngen der Kolonien und sprach jich lobend aus. Sozialist und Antisemit. Für die Beschränkung der Rechte der Inden in Finnland sprach in der allgemeinen Saim-Sitzung der Sozialistcnführer Wik, dessen Antrag wegen der gcsickcrlen Majorität auch angenoinnien wurde. Tic Juden, besonders die sinnländischen Juden haben nun Gelegenbest, das sozialistische Motto: Gleichheit, Brüderlichi.il und Gcrcchtigkcil in der Praxis zu sehen.... Rumänien lut Butze. Der Jiid. Korrespondenz Rabbinowiez, Boskowiix enliiehmen wir: Ein in Bukarest siattgesundencr Ministerrat beschloß mit geringer Majorität, dem Paria ment und dem Senat ein Gcsctzprojckt wegen Gleich bereckitigung der Juden vorzulcgen. Zu diesem Projet trug hauptsächlich die Silijirasragc bei. Boykott gegen ״Ozar Israel". Der hebräischen Enzyklopädie Ozar Israel haben die Orthodoxen nachgcwiescn, datz sic über keinen or- Niodoren Gaon der letzte» 70 Jahre ctivas enthält, dagegen aber Dänslingc und Ehrjslcn, wie z. B. Börne, »?eine, Butstorf usw. ausgenoinmeii bat. Ebenso sollen die orthodoxen Zeilschristen, wie Hapeits Hapisgah und Hakerem im Cg.11־ Israel nicht dernckjichiigl worden sein. Die orthodoren <8csinnungsgenossen werden in der Zeitschrift Machsiic Hadas zum Bonlotl ansgesordert.. Konsrsiioncllr Schulen. Warschau. Die polnische Zeitung ״Diva i ',rösche", die den Boykott gegen Inden predigt, veröffentlicht einen Arlitit, indem ste nachivcisi, datz cs ratsam wäre, ivenn Inden für ihre Kinder eigene Schulen nnlcrlinltcn, da soiiji der gegcnscilige Hatz der verschiedenen Konfessioneu schon in der Schule kennen gelernt und ins Gemüt ausgenomincn wird. Tcportationcn Politischer. Wegen Zugehörigkeit zur sozialdemotratischeu Parte! sind hier soeben sieben Personen ׳,ur Deportation verurteilt worden. Tos gleiche Schicksal traf hier einen Anhänger der zionistischsozialistischest Pvrtci Poale-Zio». ausschutz wurden die Herren Josef Süßmandl als Obmann, Ferdinand Kraus als Obmann- Stellvertreter, Karl Racher als Schriftführer, Tr. Felix Wintcrstein als Schriftführerstellvertrcter, Leo Krieger als Kassier, Dr. Rubin Fürber, Tr. Othinär Hutz, Ingenieur Otto .Kratzny, Leopold Löwy und Eugen Wechsberg gewählt. Humpolet!. Am 18. April feiert Herr Moses Klein im Kreise seiner Angehörigen bei vollster Gesundheit seinen 95. Geburtstag. Budapest. Das Budget der größten ,דן, ק der Welt, der hiesigen 18.000 Mitglieder umfassenden, weist ein Einnnahinckonto von 1,810.081 K 11 h und ein Ausgabcnkonto von 1,201.010 K 18 h auf. Für humanitäre Zwecke hat der Verein im vergangenen Jahr 50 Prozent seiner Einnahmen, 700.909 K 74 h geopfert, davon für das Allersheim 01.000 K, für das Sicchenhaus 60.000 K, für Krankenpflege 89.000 K, für andere Institnle 880.000 K, für Kranken- und Armenfürsorge 102.001) K. Dausende armer Glaubensgenossen wurden unterstützt. Die ,ך!. ק steht auf der Höhe ihrer Aufgäbe und die Leitung verdient volles Lob. Juslizministcr Dr. Eugen Baloph hat für jüdische Patronagczwecke als autzerördcntliche Dotation 15.000 K überwiesen und außerdem für jedes Jahr weitere 3000 K zugcsichcrt. Krakau. Das Schauturnen, welches Sonntag den 0. April im Prachtsaale Krakaus ״Stary Teatr" abgehalten wurde, hat dem rührigen jüdischen Turiwcreine in jeder Hinsicht vollen Erfolg gebracht. Nach einer Einleitung des verdienstvollen Obmannes dieses Vereines, Ingenieur Zimmcrmanns, in welcher er auf die Wichtigkeit einer physischen Regeneration des Judentums hiinvies, folgten die turnerischen Leistungen, welche von einer Exaktheit, die kaum ctivas zu wünschen übrig ließ, waren. Insbesondere die Freiübungen der Herren und die Keulenübungen der Damen ließen gute Disziptin und fleißige Hebung erkennen. DaS Riegcnturncn am Barren, Bock, Reck bewirkte immer neuen Beifall. Es herrschte am Abend eine sehr frohe Stimmung. Der glänzende Besuch der besten jüdischen Kreise zeigte, daß der Verein bereits viele Shinpathien besitzt, die er in Brietz, Herrn Ignaz Brietz, zuteil Vor einigen Dagen erhielt er vom Obcrsikämmcrcraint Sr. k. k. Apostolischeu Majestät folgendes Handschreiben: 2e. k. 11. k. Apostolische Majestät Kaiser Franz Josef baben ein Exemplar der in zweiter Auslage erschienenen Broschüre: ,.Schilderungen aus dem Prcraucr Ghcttolcbcu von Jahre 1888—1818 von Ignaz Brich sei!.. Olmntz" der huldreichsten Annahme für die k. u. k. Familien- Fidcikommis-Bibliothek zu lvürdigcn und anzubeschlen icruht, datz dem Verfasser ans diesem Anlässe der Allerwchslc Dank belanntzugcben sei." Dieses Handschreiben ׳xrcicht dem greisen Verfasser um so mehr zur Ehre, ils seine Broschüre ansschlietzlich jüdischen Fnkalis ist ind Schilderungen aus dem Gbettoleben des Vormärz enthält. Es kann dies als Beweis gelten. detz die überaus interessanten und packenden Schildcr1!׳!gcn des gcistreichen Verfassers selbst an Allerhöchster Stelle die gebührende Würdigung gefunden haben. Bei dieser Ge- > p״llcm Matze verdient. Die Hebungen wurden mit Belcgenheit sei auch darauf hingelviese», daß die im x\ii־ glcitung seitens der Militärmusik gespielten jüdischen dischen Buch- und Knniiverlagc, Brünr, rer kurzem erschierene zweite Auslage der ״^schilde-ni gc-! von -stli ders Kahane, Rose und Gänger au naz Brietz ein Kapitel enthalten, das ansschlietzlich dein .Hcrjtein und Jnfeld. Weisen ausgcsübrt. Unter den Herren zeichneten sich besonunter den Damen blönsinnigen Ritualmordmärchen gewidm׳,! isl. Der Versasser hat mit wahre»! Bienenfleitz alle christlichen venn Lie Kr3uter-73d3k-ru83tz-8pszi3lit3t Amerüraa raucken. 1 Päckchen 20 h* bei FRANZ KUDA in BRÜNN, Bahnhofplatz (Pavillon). Krakau. Im Verlag ״Jüdische Kultur", Krakau i wird Ende dieses Monats die Sammlung: ״Jugend- Stimmen und Urteil über diese ruchlose, durch niditö ׳ «!leiten", jüdische Gedichte von unserem jungen, bcbegründete Beschuldigung gesammelt und sie anschan- ן fxc6t1.1t Dichter Jdies Hilcl Löwi, erscheinen. Preis!ich und übersichtlich geordnet. Und dafür wissen wir 'ן K 2n /,. Z» pezieheu durch: Wolf Kurz, Krakau, Tiedem sebr geschäyicn Verfasser ganz besonderen Dank, tt-'Isßaffc 00. mit so mehr als er nicht zur Zunft der Beriifsgclehrten s gebärt und er in seiner Bescheidenheit darauf auch keinen Anspruch erhebt. Ans seiner Broschüre spricht ן mir das gut?, warinsiidleiide. indische Herz und die ans- ן richtige Liebe zur Religion und dem geheiligten Glau-1 den unserer Väter. Es wurde bereits in diesem griebä | len Blatte erwählst, datz der Ertrag dieser Broschüre,! die ansschlietzlich vom Verfasser Herrn Kommerzialrat f Ignaz Brietz in Llmüb zu beziehen ist, einem wohltäti-! gen Zwecke gewidmet in und schon ans diesem >. ,runde, mehr ab.!׳ wegen des überaus reichen und anzichcudcn Inhalts derselben, wäre ein guter Absatz der ״Schildernngen" dringendst zu wünschen. Tchmeichelahste Auerkennnngsschieiden tawen dein Verfasser ans allen Kreisen zu, 11. «. vom Hberrablsincr Güdcinann. Tr. chmiedl usw. Biatt siebt, das Werk lobt den Meister! Mähr.-Lstrau. Jüdischer Volksverein vr Rudolf Katbolicky gtw. Letter a«r l.chltg.llhtellnng der taadetkranlunanttalt wohnt: Ecke Terdtnandsgassc und lobannesgasse <-»«>«, ordiniert täglich von 2 dir 4 Uhr. nachm. Fet»rprechet Nr 803. ג ,Zion' in Mährisch-Ostrau. Ter Verein hat am!>. April 1!)1;5, seine 4. ordentliche (siencralversammlung adgelialten. Ter vom Olnnann erstattete erschöpsende Rechenschafts - Bericht des absielaiisenen Ja vre s wurde einstimmig zur Kenntnis genvmmen und den, abtretenden Ausschüsse Tank niid!taefkaPten der Jledafetion. Böhm. Für Ihre Mitteilung, das; an einer hiesigen Schule jüdische .Kinder dem katholischen Gottesdienste beizuwohnen gezwungen werden, besten Tank. Um diesem Ucbelstande abzuhelsen, bitten wir um Namhaftmachung der Anstalt, sowie der Lehrkräfte und der Schüler. — An mehrere Knltusgcmcinden. In Brünn besteht ein 81613 WM.!m Falkensteinerl gasse 13, I. St. Enrlwiirfe und Ausführungen sämtlicher Arbeiten aus der Branche Architektur, Malerei, Plastik. Tischler- und Dekorations-Arbeiten, Wohnungs- und Lokalitäten-Einrichtungen, Grabmäler. Kein Lager. ~ Alles nach Entwürfen erstklassiger Künstler.[“ Brünn

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