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Jüdische Volksstimme · 1913-03-27 · Heft 13 (27.3.1913) · page 6

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XIV (1913)
Issue
Heft 13 (27.3.1913)
Date
1913-03-27
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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׳l^^->V-fcr;^jc ^MMM^M^WMMWWWWM^WHWUMK^MMWW^WUWDWMH^^Z^M Seite 6. ״Attische »,»»Hi««e» Nr. 13 Kenner des Hebräischen wegen der geschickten I Anwendung der Bibelstcllc שנים בא אל התיבה זכר ונקבה Nr. ■Ul: Ein Mann ans dein Hause Spira, schammes von Beruf. Doch wird ihm ein Lob gesollt, dessen sich ein Rabbiner nicht zu schämen hätte, unter anderem: ״Dem Frommen und Verschämten, dem Dulder und Schweiger, dem dem Studium der Lebre sich Hingebenden. Nr. 40 ist eine Monographie für sich selbst. Wachstein weist überzeugend nach, das; R. Äiauwach Hendel b. Schemarjah mit dem in rabbinischen wie in astronomischen Wissenschaften gleich bedeutenden Verfasser des הלבבוה N15L idenlisch sei. In jener Zeit eine seltsame Ersch'ciitung. Nr. ,"><> Menachem Manesch schick, 40 I. lang Vorsteher in Prag, stirbt aus dem Wege nach Palästina. Wie sebr mus; die Sebnsncht l nach dem Lande der Väter in diesem alten Mann rege gewesen sein, um allen Gefahren und Unsicherheiten der Reise Trotz zu bieten. Wir fühlen jetzt noch mit ihm mit, den großen schmerz in seinen letzten Stunden. den er ertrug, weil er sein Ziel nicht erreichte und im Erste, in diesem Falle im doppelten sinne, sein Leben beschließen mußte. (Fortsetzung folgt.) Konkurse. 2 ch u i I c i t c r für die Realschule Antwerpen. Offerte an S. AZotff, Antwerpen, 43. Avenue Plantin. Schouche t, Religionslehrer, Kantor, Vorbctcr. Gehalt 1200 M., :'fcbcncinfünftc 300 M., freie Wohmutfl. Offerte an N. T. Levy, Friedrichstadt, Eider, :ll e l i g i o n s I e h re r, Schouchet. Gehalt 1200 Mart. Offerte an Moritz Nies, Lunde i. Ost fr. O berfanior st eile in Colmar (Elsaß) neu zu besetzen. Offerte an Paul Wurmser. :liabbfner in Cchneidemühl, 0000 Mark. Offerte an den Vorstand der jüdischen Gemeinde in Schneidemühl. M anto r und Schächter, musikalisch. Synagogengemcinde Neisie. Kantor, Zavloeie Zywiec. 1700 K. Kultusgemeinde. Oberkanto r, (3000 K. Kultusgemeinde Szeged, ilt abbine r in Triescki, Mähren. 3000 K. :>! abbiner in Lolliveiler. Offerte an Lueien Mannluimer, Colmar, Ober-Elfast. Dr. Rudolf Katbolicky ge«. Letter der I.cbirg. JKiUiling der Caadeskrankcnanstalt «ob«t: Ecke lerdinandsaassemtd Jobannesgasse («Rom km»*) ordiniert tSgilcd von 2 dir 4 QDr nacbm. Jerniprecber Nr 603. Rorrel^ponäenzen. Jglau. Ter Jüdische Voltsverein ״Theodor Herz!" veranstaltete am Schuschan-Purim den 24. d. nachmittags im Marimsaale des Grand- Hotel eine Kinder-Pnrim-Unterbaltnng. die einen vollen Erfolg answies. lOO Kinder waren mit ihren Eltern und Verwandten gekommen und füllten den Festsaal bis aus das letzte Plätzchen. Tie Vortragenden, mit Ausnahme des Herrn Pros. K e ck, der in prächtiger, dem Verständnisse der Kinder angemessener Weise die Pnrimgeschichte erzählte, lauter Kinder, boten vorziigliche Leistungen. Prolog: Lena Tand e r. Re- Stationen: Franz Hermann, Jda Glas. Lieder: Anni W a ch t I. Letztere errang sich einen besonderen- Erfolg mit dem innigen Vortrage des ״Ales Beis". Tann wurde den Kindern eine gute Jause geboten, nach welcher gemeinsam Licder gesungen wurden, denen die Lichtbildervorsübrungen folgten. Zum Schlüsse wurden jedem Kinde Purimgeschenke überreicht — Bonbons und Südfrüchte -- dazu jedem Kinde eine Rummer der Jüdischen Zeitschrift ״Jung Juda" und das Kinderflugblatt des I. N. F. Man muß die Teilnahme der Kinder, ihre Freude gesehen, ihren Jubel gehört haben, um zu verstehen, daß Kinder und Erwachsene alljährlich das Kinder- Purim-Fest mit großer Ungeduld erwarten. — Am 0. April veranstaltete der Verein einen großen Lichtbildervortrag, als dessen Sprecher Herr G c o r g Weiner aus Wien gewonnen wurde. Znaim. In Znaim, wo feit einiger Zeit die zionist. Tafelrunde ״Theodor Herzl" eine rege Tätigkeit entfaltet, fand am 13. d. M., eine zionistische Tendenzveranstaltung statt, die von der Jüd.-akad.-Verbindung ״Jvria"-Wien in Form einer Damenkneipe gegeben wurde. Es war nicht nur ein gesellschaftliches Ereignis, es lvar vor allem ein bahnbrechender Erfolg der ziouiftifchen Idee, die durch den Antisemitismus in Znaim begünstigt, sich rasch die Sympathie und Zustimmung der jüdischen׳ Bürgerkreise erwarb. Da die Stimmung unter den Juden in Znaim dem Zionismus nicht abgcneigt ist, ist zu erwarten, dast durch diese gelungene Veranstaltung der ״Jvria" und die Arbeit der Znaimer zionistischen Tafelrunde sich bald ein ganzer Erfolg einstellt. Wien. Jüdisches Museum ״Einheit". Im neuen Heim, Wien 2. Bez., Malzgassc 16, hielt am 1!). d. Herr Rabb. Tr. Grünwald einen besonders spannenden Vortrag über ״Die Rechts- Verhältnisse der Juden in der vormärzlichen Zeit" und wohnte im großen Festsaale der Talmud-Thora dem von der Oefterr. isr. Union vcranstaltetcn Vortragsabend eine besonders große Zuhörerschaft bei, die denn auch den im Museum von Herrn Tr. Grünwald erläuterten interessanten Objekte besichtigte. Das jüd. Museum bildet heute schon eine Sehenswürdigkeit ersten Ranges und kommt in den neuen ,Räumen besonders zur Geltung. Man sieht und lernt hier;ehr viel aus unserer Geschichte und gedenkt dankbar des verewigten Gründers des Museums des genialen Baurates Wilh. stiaßny. Vom Museum aus begaben sich alle in die benachbarte Speiseanstalt des Vereines ״Einheit", wo der Obmann, der nimmermüde Herr B. Hofbauer die Honneurs machte, den strengsten religiösen, aber auch kulinarischen Vorschriften wird׳ hier Rechnung getragen bei einer Reinlichkeit und Billigkeit des Preises, daß alle erstaunt waren. Ter Zuspruch zur ״Einheit" und der ״Mensa academica judaica" daselbst ist auch ein sehr großer. Poller Befriedigung verließen alle auch diese Räume. A. Krakau. Sonntag, den 10. März 1013 fand ein vom Cirkel ״Jehuda" veranstaltete Abend zu Ehren Jehuda Halevbs, statt. Nach einer Einleitung des Präsidenten :liapp und der Musikproduktion des Frls. Knobel, rezitierte der bekannte Deklamator Herr Goldberg in pol- »ischer Sprache meisterhaft ״Den Sturm" von Morris Rosenseld. Die Tendenzrede hielt Dr. David Bulwa, der in einer fchöiten polnischen Sprache ein Lild der Schöpfung Jehuda Halevys und feiner Bedeutung für das jetzige Jungjudentum gab. Besonders gelungen war der zweite Teil des Abends. Ter siebenjährige Lazar deklamierte reizend schön und mit Verständnis הקרש דנרי אהבה ובבר לארכה von Jehuda Halevy. was alle Versammelte» entzückte. Der Sänger-Artist Herr Mann erntete mit seinem Gfange begeisterten Beifall. Ztim Schluß beflieg die Tribüue unser junge, liebe jüdische Dichter Josef Löivi, welcher gelungen manche von feinen Schöpfungen rezitierte. Tosender Applaus belohnte den sympathischen Poeten. I. H. Lemberg. Mittwoch, den 10. März veranstaltete das Zentralkomite der galizifchen Zionisten in Lemberg einen Vortrag des Herrn :Redakteurs Frostig, mit dem Thema: ״Das jetzige Palästina." In herrlichen Bildern malte der Redner das Leben der Juden in Palästina, besprach sodann ausführlich die Arbeiterfrage daselbst und die politische Bedeutung der Stadt Jerusalem. ״Tie zionistische Parteileitung soll sich beitreben in der nächsten Zeit, Palästina durch jüdisches Kapital und jüdische Arbeit zu erobern." Seine schwungvolle Rede fand bei der zahlreichen Versammlung frenetischen Beifall. I. H. Stanislau. Der Zahnarzt Dr. Ttepanizky mißhandelte eine jüdische Patientin, nachdem er ihr einen Betrag von 32 K abgenommen. Tie Sache wird noch ein gerichtliches- Nachspiel haben. Suczawa. Jüdischnational-akadJ Verein ״Tikwah". Tie Chargenwahlen für das lausende 22. Sommersemester ergaben folgendes Resultat: cand. jur. Alfons Krämer, Präses, Phil. Philipp Rohrlich, Vizepräses, ing. Chain! Grün- - 'eit, Schriftführer. Buchara. Die zionistische Bewegung hat auch Hier Platz gegriffen. Fünf Knaben find nach Jaffa gereist,- um das hebräische Gymnasium zu besuchen. Demnächst sollen auch aus Smarkan einige Knaben an das Jaffaer׳ Gymnasium gehen. Petersburg. Die für April anberaumte Rabbiner- Versammlung zur Beratung jüdischer Fragen wurde vom Minister des Innern auf unbestimmte Zeit vertagt. Lodz. Ueber 100 Juden sind wegen Eröffnung eines Privatbethaufes angeklagt. Die Verhandlung wird demnächst stattfinden. Warschau. In einer der hiesigen Talmudthoraschulen, welche von zirka 700 Kindern besucht wird, befindet sich die Schülerküche in einem Keller. Als sich die Kinder in denselben hinunter begaben, entstand infolge Fastens eines Kindes eine Panik und wurden >s Kinder verwundet. Jstromsche. Nach der Besetzung des Ortes durch das bulgarische Militär verlegte die christliche Bevölterung den bis nun am Freitag abgehaltenen Wochenmarkt auf den Samstag. Aus eine Beschwerde der jüd. Bevölkerung veranlaßte die bulgarische Regierung, daß der Wochenmarkt wieder auf einen Wochentag verlegt Bialistok. Seit einem Jahr besteht hier ein jüd. Privatmädchengymnasium. Um das Oessentlichkeitsrecht zu erlangen entließ die Besitzerin sämtliche jüd Lehrerinnen. Mazzoskartell. Die Münster Mazzosbäckereibesitzer vereinigten sich behufs Erzielung höherer Preise zu jinent Kartell. Aus diesem Grunde begründete Herr Polin eine Konkurrenzbäckerei, um die armen Glaubensgenossen vor Ausbeutung zu schützen. Kiew. 1000 jüd. Handelsschüler werden nur als außerordentliche Hörer angesehen. 80 dieser Hörer haden beim Ministerium um die Bewilligung angesucht, die Prüfung ablege» zu dürfen. Dieses Ansuchen wurde jedoch abschlägig beschieden. Kowno. Hier bestehen 33 jüd. Wohltätigkeitsinstitute. Ihre gesamten Ausgaben belaufen sich auf 133.000 Rubel jährlich. Konstantinopel. Am 4. März stattete der russische Botschafter dem Großrabbiner Nachum einen Besuch ab. Es ist dies das erstemal, daß ein russischer Botschafter dentürkischen Großrabbiner mit einem Besuch beehrte. London. Während der Prozession, an welcher König Georg die neue Parlameutssession mit einer Thronrede crössnent sollte, trat ein alter Herr mit einer Papierrolle aus dem Gedränge hervor, und versuchte dieselbe dem Regenten zu überreichen. Der Mann wurde sestgenommen und bei Ausnahme des Nationales gab er an, Saimon Kohn zu heißen und die Rolle, die einen Protest gegen den Finanzminister enthält, zur Verbesserung der sozialen Lage der jüdischen Bevölkerung im Ostend beinhalte und al* Bittgesuch überreiche. Rumäniens Versprechungen. Wie wir der jüd. Korr. Nabbinowicz entnehmen, hak der rumänischc Botschafter in London an die ״Jewish Ehronicle" einen offenen Brief gerichtet, in welchem er seiner Meinung dahin Ausdruck verleiht, daß in! Falle der Abtretung eines bulgarischon Gebietes an Rumänien, die rumänische Regierung den Juden dieselben Rechte belassen werde, die sie unter bulgarischer Herrschaft genosscn. Auch der rumänische Minister des Innern nahm Veranlassung, im Bukarester Tagblatt eine ähnliche vielversprechende Erklärung für die Juden Silistras zu veröffentlichen. In rnmänischen Regiernngskreisen wird dem bulgarischen Oberrabbiner Tr. Ehrenpreis sein öffentlich erklärtes Bedenken gegenüber Rnmänien bezüglich der Rechte der Inden Silistras übclgcnommcn. Wir bitten um sofortige Bezahlung des Abonnements. Spezial-Geschäft in Strumpfu. Wirk- Waren. Alleinverkauf von gestrickten Anzügen. Strümpfe Socken, Handschuhe, Sportartikel Berthold Herrmann AN Brünn, Herrengasse Nr. 8—10.

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