Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XIV (1913)
- Issue
- Heft 8 (20.2.1913)
- Date
- 1913-02-20
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2621806-2621846-2621854--2011-2623080- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
<Se»t10 ״. ״Jüdische Volksstimme." Nr. 8. im Volke zugesallcn ist, welche Pflichten aus ihrer Würde für sie erwachsen sind, so findet dennoch die traditionelle Ansicht von deren u rs p r ü n q l i ch e r P r i c st e r s ch a f t im Pentateuch selbst eine hinlängliche Stütze, denn so einmal die Tätigkeit der nachmals erwählten Priester aus dein Stamme Lewi um das Heiligtum und Opfcrwescn mit aller Deutlichkeit und Ausführlichkeit beschrieben wird, und wir .׳,ur erklärenden Begründung für die Einsetzung dieses Stammes in der Bibel ausdrücklich lesen: ״Denn gegeben sind sie nur aus der Mitte der .minder Israel׳, anstatt aller Erstgeborenen unter den mindern Israel habe ich sie mir genommen"') so setzt das wohl unzweifelhaft voraus, das׳, der Berus der ehemaligen Erstgeborenen mit dem ihrer nachmaligen Stellvertreter, der koitischen Priester in der .Hauptsache übereingestimmt haben müsse. Allerdings scheint dieser Annahme der Umstand entgegenzusprechen, das; bei der .Heiligung der Erstgeborenen als einzige ausdrückliche Pflicht diese betreffend nur deren Auslösung erwähnt lvird: ״Und alle Erslgeborenen deiner söhne sollst du anslösen."H Aber unsere Bibelerklärer beziehen diese Pflicht auch schon aus die Zeit nach der Einsetzung des Priestertums aus dem stamme Lern, dem sa dieses Lösegeld in Hinkunft immer gehörte. Aach alledem muffen jedenfalls zur Aniangszeit unserer Nationalgeschichtc, von der Zeit unserer Erlösung aus der ägyptischen .xlnechtfchaft die Erstgeborenen mit einer Reihe von Rechten und Pflichten ausgestattet gewesen sein, deren Eharaktcr wir erst in denen der späteren Priester kennen lernen und deren sie aus irgendeinein ernsten Grunde verlustig geworden sind. Hm allgemeinen wird als die eigentliche Veranlassung dieses wichtige!» Uebcrgangcs von dein Priestertnme der Erstgeborenen zu dem der Leviten im sinne der Tradition die-Vcrsündigung des Volkes.Israel am goldenen Kalbe bczeichnet. Und die Feststellung der Schrift, das; der Aufforderung des von Zorn entbrannten Moses: ״Wer für Gott ist, komme zu mir" nur die söhne Levis Folge geleistet und den verrätcrischen Abfall von Gott mit blutiger strenge geahndet haben, ist gleichzeitig auch die Quelle, der eigentliche Ausgangspunkt für die Erhebung dieses Stammes zur pricstcrlichcn Würde. In diesem sinne der damals erfolgten Weihe ist denn auch der Bibclvcrs zu deuten: ״Und Moses sprach: Ihr füllet eure Hand heute dem Ewigen, denn mancher war gegtzL' seinen Lohn unü gegen seinen Bruder und habet euch den Segen erworben."") Die Verhältnisse so ins Auge gefasst, wie sie nach der Darstellung unseres Wochenabschnittes tatsächlich liegen, haben wir es hier vorerst nur mit den ersten, vorbereitenden schritten, mit der ersten Aufforderung zur Inaugurierung des levitischen Priestertums zu tun. Zeitlich mag dies bald nach Moses' zweiter Rückkehr mit den neuen Gesetzestafeln geschehen sein, die gemäß der Ueberlieferung nach dem 10. Tischri, dein zur Sündenvergebnng prädestinierten Versönhungstage erfolgt ist. Im natürlichsten Zusammenhänge, mit dem dazumal verkündeten Auftrag zum Bau der stiftsbütte und diesen ergänzend erging alsbald an Mose auch der Befehl: ״Und du nähere dich deinem Bruder Aharon uno seine Löhne mit ihm aus der Mitte der Kinder Israel, ihn mir zum Priester zu weihen; Aharon, Radab und Abihu. Eleasar und Jtamar, die Söhne Aharons." Was weiter unmittelbar folgt, ist bloß die Schilderung der notwendigen Vorkchrungen zur weihevollen Einsetzung der Pricster in ihre Würde, wie die Herstellung der priestcrlichen Amtstracht und die genaue Anleitung zu dem sieben Tage währenden Einweihungsakte. Die wirkliche feierliche Ausführung des hier nur theoretisch Geforderten zeigt uns aber erst Levit. K. 8 und 0. wohingegen wir den Zeitpunkt der mit der Weihe der Priester zusammenfallenden Fertigstellung der Stistshütte aus Erod. M. 40, V. 17, erfahren: ״Und es geschah in! ersten Monate des-zweiten Jahres st אין מוקדם ומאוחר ::תורד -) Sebochim 115, b. woselbst sogar noch die Laien als zum Opfer zulüssig gelten. ->) A. Num. 8 16. <) Ekod. 13, 13. Vrgl. Raschbam z. St. '-) Exod. 32, 29. am ersten des Monates, da wurde die Stifts- Hütte aufgerichtet." Für die Stellung der Priester innerhalb des Volkes ist es charakteristisch, daß deren vorschriftgemäße Amtstracht so wie die Stiftslsütte und alle ihre Einrichtungsobjektc aus den freiwilligen Beiträgen, aus der Hebe des ganzcn Volkes hergestellt wurden. Dadurch erscheint aber schon äußerlich die Idee angedeutet zu sein, das; die Priester ihr Amt und ihre Würde dem Geiste des göttlichen Gesetzes gemäß gewisiermaßen aus der Hand der ganzen Nation erhalten, daß sie im Dienste Gottes nur als die Stellvertreter der Ration, zu betrachten sind, das; sie, allerdings nur in kultischer Hinsicht als die Vollstrecker des Gesamtwillens des Volkes handeln. Aus dieser Sachlage ergibt sich wiederum fürs Volk die natürliche Verpflichtung, die materiellcn Sorgen für den ganzen, seine kultischreligiösen Interessen ständig vertretenden Priesterstainn! auf sich zu nehmen, eine Konsequenz, welche an späteren Stellen der Bibel tatsächlich und genau detailliert als feststehendes Gesetz proklamiert wird, lind ganz besonders deutlich kommt dieser Gedanke der Wechselbeziehung zwischeu Volk und Priestertum, noch dadurch zum Ausbrncke. das; sowohl das zur pricsterlichen Amtstracht gehörige Ephod, wie auch der Brustschild des Rechtes auf den vom Volke selbst gespendeten und in sie eingesetzten Edelsteinen den Namen sämtlicher 12 Stämme enthalten mußten u. das; hierauf bezüglich es zu einem Gebote erhoben lvird. ״Und es trage Aharon die Namen der .xtinder Israel im Brustschilde des Rechts an seinem Herzen, wenn er in das Heiligtum tritt, zum Angedenken vor dem Ewigen beständig." Misrachi. «pcndcnauswcis. Organisationsfonds des Misrachi. Jsmar Woltowski, Kattowitz M. 9.—. Misrachi-Kvlvnialsonds. Mordechei Motliar Rbl. 1.—, L. Fcldmann Rbl. 1.—, David Poliak Rbl. —.60, Moses Kotliar Rbl. —.39, M. Sabrinsky Rbl. —.50, H. Gurland —.30, Mani Licbermaun Rbl. —.50, I. Zasky Rbl. 1.70, S. Kleimann Rbl. —.50, B. Z. Rubinstcin Rbl. —.50, Wolfs Jozis Rbl. —.50, Sch. Goldslein Rbl. 1.—, I. Melamcd Rbl. —.50, P. Friedman» Rbl. —.50, A. Jaspo Rbl. —.50, Moses Katz Rbl. 1.07, Israel Rabinowitz :HM.!.50, I. Rabinowitz Rbl. —.18, I. L. Zakrow :HM. 1.—, M. Gurland Rbl. —.30, IS. Baaltakosc Rbl. —.50. Zusammen :HM. 14.51. Gesammelt von M. Motliar, Teticiv und I. Rabinowitz, Teticiv: Isaak TwerSky —.50 k., Isaak Tschesky —.30 k., Israel Tschesky —.25 k., Sch. Sidcwezky, Moses Peker, M. Motliar, David Poliak, Isaak Mraman, I. Rabinowitz, I. Friedmann, L. Nowoposlowsky, K. Kotliar, I. Ginspcrg, N. B. Bckow, S. Kabann, L. Garezki, I. Goldinstcin» Sch. L. Sadowezky, P. Winizky, Sch. Mazmallit, I. Herlichmann, I. Katz, M. Sigalow, I. I. Tary, I. Lstrolvsky, T. Lakaschowsky,S. Bckow, I. Halin» K. Harling, Sch. Bogomolny, D. Zial, M. :Habniowitz, I. Rabinowitz, L. Schpiro, M. Golditsch, 2 .Geiser, B. Z. Rabinowitz, I. Scycl, T. Silbcrmann, Sohn Nalbanso», L. Halin, M. Friedmann zu 20 k. — Rbl. 8.85, Diverse :Rbl. 3.10, zusam- »len Rbl. 12.04. Gesammelt von B. Sabrinsky. I. L. Zokrow und 2. Mleimaiin: Wolfs Lew 50 k., Sch. Wolek 30 k., M. Zakrow 30 k., I. L. Zokrov 25 k., N. Krasnc 25 k., I. Mrasne, M. Spiwak, G. Rubinstcin, B. Sabrinsky, M. Libermann, B. Lipschütz, 2. Klcimann, Sch. Goldstein, M. Sabrinsky, L. Leiv, I. Melamcd, M. Libermann, M. Lew, lS. Ballakoc zu 20 k. — Rbl. 4.40, Diverse Rbl. 2.57, zusammen Rbl. 0.97. Gesammelt von M. Katz und M. Gurland, Tcticw: M. Katz 30 k., M. Gurland 32 k., H. Polak. D. Nolvoposlcwsky, M. Magclcwsky, M. Kratznc, H. Gurland zu 20 k. — Rbl. 1.08, Diverse Rbl. 1.10, zusammen Rbl. 2.84, Dr. Würzburger, Rappcllau, Thoraspendcn M. 5.—, Maskirgcld M. 2.—, insgesamt M. 7.—. Edw, Wcinbcrgcr, Ncwyork, 10. Doll. Zahnarzt :Rudolf Möller, Hamburg dankt allen liebelt Bckantcn und Freunden für die ihm anläßlich seiner Hochzeit erwiesenen Aufmerksamkeiten: 100 M. Kantor W. A. Löb, Bcuthcn, anlätzlich der Hochzeit seiner Tochter Aurclia mit Dr. Benjamin Lcwin, Pcssach-Tikwah: 8 M. N. N., Amsterdam: ״Wer folgt aus Holland?" M. 7.—. D. S. Möller, Hamburg, gesammelt beim Vortrag Schmarjahu Lcwin, Altona-Kaiscrhof, M. 1.—, Frl. I. Wolfs, verl. Wette 50 Pf., gesammelt auf der Misrachi-Gcn.-Vers. M.' 4.07, zus. M. 6.17. M. Magnus, Hamburg, kondoliert Frl. Jda Hagcnow, Hamburg, M. —.50. Schekel. Jsmar Wolkowski, Kattowitz M. 1.—, Martin Wolkowski, Kattowitz M. 1.—, Josef Wolkowski, Kattolvitz, M. 1.—, Alfred Nothmann, Kattowitz, M. 1.—, L. Wislicki, Kattowitz, M. 1.—, Edw. Weinberger, New- York, Dll. 21.75, Misrachi-Gruppc, Hamburg, M. 171.—. Matz. Jsmar Wolkowski, Kattowitz, M. 1.—, Martin Wolkowski, Kattowitz, M. 1.—, Josef Wolkowski, Katto- Witz, M. 1.—, Adolf Nothmann, Kattowitz, M. 1.—, lSdw. Wcinbcrgcr, Ncwyork, Doll. 1.50, Misrachigruppe, Hamburg, M. 130.—. Organisationsfonds des Misrachi. Misrachi-Verein, Antwerpen, Jahresbeiträge pro ganisationsspescn dortselbst): Leop. Lindcnbaum 50 K, Adolph Schlesinger 50 K, Josef Saphir 50 K, D. Lembergcr 50 K, M. Grausz, Nagytapolcsanh 50 K, Alb. Czuckermann 00 K, I. Steiner 20 K, Dr. Js. Alt 50 K, Dr. Simon Stern 15 K, Simon Lisfer 10 K, Markus Trebits 10 K, Saul Stern 10 K, Bankier Klein, Szatmar, 100 Ii, zusammen 525 K. Misrachi-eBreiil Antwerpen, Jahresbeiträge pro 5672: H. Mandel 10 Frs., D. A. Rosner 5 Frs., I. Gros; 5 Frs., N. Fuchs 10 Frs., Max Ratzcrsdorfer 12 Frs., B. Krcngel 5 Frs., B. Rabinowitz 10 Frs., O. Fischer 12 Frs.. B. Adler 10 Frs., S. Wolfs 12 Frs., Dr. A. Wolfs 12 Frs., H. Freudmann 6 Frs., A. Aptroot 5 Frs., I. S. Locwy 5 Frs., A. H. Trobuschicht 5 Frs., R. Cohn 10 Frs., Max Frcudmann 10 Frs., zusammen 144 Frs.; von demselben, Spenden: Gesammelt bei Brith Milo Gottdicner Frs. 30.30, N. N. Frs. —.30, Kletz 5 Frs., Gottdicner 3 Frs., Zion.-Vercinigung ״Kadimah" 20 Frs., R. Cohn 40 Frs., I. Eibenschütz 12 Frs., zusammen Frs. 200.60. abzüglich Porto FrS. —.50, Frs. 200.10. Jakob Hertz, Hamburg, M. 5.—, H. Barth, Berlin, Chanuka-Spiclgctvinn M. 2.30, Max Saul, Berlin, durch S. Jurovics, Berlin, M. 3.—, Ch. M. Zuckermann, Radom, M. 0.50. Misrachi-Kolonialfonds. S. Wolfs, Antwerpen, 1250 Frs., R. Cohn,' Antwcrpen, 500 Frs., Adolf Adler-Weißlitz, Antwerpen, 100 Frs., H. Mandel, Antwerpen, 100 Frs., Sam. Eisemann, Antwerpen, 75 Frs., Moses Eiscmann, Antwerpen, 25 Frs., S. Aptroot, Antwerpen, 10 Frs., Münzer, Antwerpen, 20 Frs., M. Schiratzky, Antwerpen, 20 Frs., Frcudlnann, Anttverpen, 25 Frs. A. Barth, Berlin, Teil einer Sammlung aus der Hochzeit Hcnr. Barth-Leo Spiro M. 30.70, Jakob Hertz, Hamburg, 5 M., Dr. L. Franck, Atona, kondoliert Herrn Rabbiner Dr. Wilhelm Lcwy und Frau, Charlottenbürg, 2 M., von Abraham Keusch, Stanislau, 5 K, abzüglich Porto 30 h — K 4.70. Dr. Louis Pcrlmann, Königsberg, Chanuka- Spiclkassa 5 M. Ferner eingegangen und ausgewiesen in der ״Jiituschen Rundschau": Hermann Gabriel und Berta Calvarh, Posen, dankcil für die Glücktvünsche ztir Verlobung, 5 M., ״Unser Stammtisch", Hambreg, 10 M. Schekel. Gesammelt von Abraham Keusch, Stanislau, Ii 4.80. Gesammelt von Heinrich Reichenbauch, Zürich, Frs. 13.75, abzüglich Auslagen Frs. 2.20 — Frs. 11.55. Ch. S. Schlamowicz, Lodz, 40 M., eingegangen beim Zion. Zcntralburcau, Berlin und ausgcwiesen in Nr. 46 und 48 der ״Welt" aus Holland, 81 M. Leon Lion, Luzern (durch Heinrich Reichenbauch, Zürich) Frs. 1.25, durch Herrn M. Berlin, aus Szatmar (Ungarn), K 8.40, Ch. M. Zuckermann, Radom, M. 36.70, Misrachi-Gruppc Berlin (2. Rate) 52. M. Matz: durch Herrn M. Berlin, aus Szatmar (Ungarn) K 8.40, Misrachi-Gruppc Berlin (2. Rate) 10 M., Samucl Källel, Königsberg, 2 M. Misrachi-Kulturfond. M. Berlin, Charlottenburg, kondoliert Herrn Rabbincr Dr. Wilhelm Leivy und Frau, Charlottenburg, 1 Mark. I Sternhof I bestes aller Bitterwässer. Achtung auf den kleinen Anzeiger!