Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XIV (1913)
- Issue
- Heft 3 (16.1.1913)
- Date
- 1913-01-16
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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■ג/«-*“יין;;,־1 Seid: 10 ״Jüdische Volksstimme." Ne. 3 machte Außer den bereits genannten Würdenträgern ן Teil bedeutend unterlegen, die ländliche jüdische Bewaren noch Prof. Kloß, Thicbcrgcr und Dr. Kohncr als ן Völlerung, die etwa 40 Torfansiedlungen umfaßt. Sie ist Vertreter der Kultusgcmcindc erschienen. In hcrkömm-! dazu bestimmt, die große Frage zu entscheiden, ob es lichcr Weise verrichtete Kantor B. Hirsch von der Hoch-j möglich ist, einen erheblichen Teil der Juden wieder fynagogc das Mincha des Jomkipur K'oton, worauf Se. j der Landwirtschaft zuzuführcn und das Volk damit zur Ehrw. der Obcrrabbincr die Kanzel bestieg und im Genesung und zur Ausdauer zu befähigen. Der jüdische wesentlichen folgendes sagte: Obcrrabbincr Tr. H. B r o d y führte, ausgehend Landbesitz in Palästina beträgt augenblicklich etwa 40.000 Hektar. Hiervon sind 30.000 Hektar besiedelte vom Psalmvcrs ,.Tn' mir kund, o »Herr, den Gebens- ן Landsliicke, und zwar in ^,udäa etwa 8000 Hektar (15 psad" einleitend ans, daß keiner so innig und inbriin-! Kolonien), in Samaria 0000 Hektar (8 Kolonien), in stig das Gebet des Psalmistcn nachbctet wie die tätigen! Galiläa 10.200 Hektar (10 Kolonien) und im Ostjor- Mitglieder der Bccrdigungsbrüdcrschaft, die immer von! danland 300 Hektar (1 Kolonie). Es fiel zuerst schwer, ncucui crfadrcn, wie nichtig und flüchtig das Erden-! *,'c Huden, die bisher überwiegend ein handcltreibcnleben ist. und alles das, was die Menschen als den! des Volk gewesen waren, an die Landwirtschaft zu gealleinige» Zweck ihres Daseins betrachten. Und wenn! wöhncn, und es lvurde manchen Kolonien nicht leicht, sic die Erfahrungen, die sic auf diesem Gebiet machen, i 'u den ersten Zähren vorwärtszukommcn. Eine große beherzigen, so lernen auch ihre Lippen beten: ״Tu' uns!^ützc fanden sie aber im Baron Edmund v. Rothkund, o Herr, den Lebcnspsad" und ein solches Gebet! ichüd in Paris, der ihnen stets in ihrer Bedrängnis liegt ihnen besonders am heutige» Ercw Rosch Chodesch. beisland» den vielfach ungesunden Sumpfboden durch Tckieivat nahe. Ist doch gerade beule der letzte Kadisch Anpflanzung von Eukalyptusbäumcn gesundete, ausdes Trauerjahres nach dem Großen, der zwei Jahrzehnte! Oedchntc Weinkellcreicn erbaute, Wasicrlcitungcn anhindurch von dieser Kanzei das Wort Gottes verkün-! ^6^, den Absatz des Weines organisierte usw. Allerdct und in :lieben von mcistcrhastcr Vollendung uns ge-! öings hatte diese wahrhaft väterliche Fürsorge des Ba-! zeig! hat den — Lebenspfad. Nun sind >vir aus uns! vons v. Rothschild für die Kolonisten anderseits den selbst angewiesen, und da wir unsere Lhnmachl kennen, -׳achteil, daß viele unselbständig und lässig wurden, richten wir den Blick in die Höhe und inbrünstiger als - Öch mehr und mehr an die Hilfe des Barons gewöhnten je beten wir ״Tu' nun du. o Herr, uns kund den Le-! ״nd nicht recht vorwärtskommcn wollten. Entmutigt benspfad." Dieses Gebet wird Erhörung finden, wenn, durch diese unbeabsichtigten Folge» seiner Kolonisationswir den Lebenspfad ernstlich suchen, und wir wollen Methoden, zog sich Baron v. Rothschild 1800 von der es tun, indem ivir den Lichtspurcn des Königs Salomo! Unterstützung der Kolonien zurück und übertrug die folgen, der von dem angeführten Psalmwort seines kö-1 Verwaltung seines Werkes der ^cwish Colonisation! niglichen Vaters abgesehen, allein noch den Ausdruck. Association in Paris. Seither ist eine ständige Entwick-., Oracki Ehajim, Lebenspfad, kennt und durch dreimaligen! der Kolonien zur wirtschaftlichen Selbständigkeit j Gebrauch dieses Ausdruckes uns darüber belehrt, daß;*1’״0 1י verzeichnen. Tie wirtschaftlichen Interessen der! wir den Lebenspfad, der in der Thora bezeichnet ist, j deutschen Kolonien Palästinas können in vielen Bezicimmer genauer erkennen suchen, daß wir ihn wandeln' Hungen mit denen der jüdischen als gleichlaufend bc- und wie wir ihn ivandeln müssen.! Scichnet werden. Tic allgemeine Besserung der Zustände,! die durch die jüdische Kolonisation beschleunigt wird, Redner behandelt nun die drei Verse der Sprüche insbesondere die Stärkung der persönlichen Sicherheit Der zweite Kongreß der jüdischen Jugend in Italien. Der ״N. I. tt." wird aus Turin geschrieben: Vom 22. bis 25. Dezember 1912 fand hier, wie bereits angekündigt, der zweite Kongress der jüdischen Jugend in Italien statt. Die Tagung gestaltete sich zu einem wahren Triumph «alontve. m denen der Ausdruck Orach Ehajim vor- ״״d die Einführung geordneter Rcchtsverhältnisie, ist! tomnit. Ter erste Teil knüpft an das Wort "der Lebens-! jür bic deutschen Kolonien von größtem Wert. Die! psad - auswärts für den Klugen" an. worin, wie aus- Türkei hat von der jüdischen Siedlung zweifellos nur! gerührt wird, e.n ew-ges streben, e.n ewiges Luchen.' Vorteile zu erwarten. Mit jüdischem Kapital wird ein! e.n ewiges ,rorschen uns empfohlen wird. Denn in der, ^icle Jahrhunderte vernachlässigtes Land zu neuer! re-I.gwien Erkenntnis g.bt es kein Beharren und keinen g^lc ccbrad)t״; ׳mitten der unruhigen arabischen Be- Stillstand. Wer n.cht immer hoher steigt, der fällt im- Alterung schafft ein seßhaftes, arbeitsames Element! mer tuster. Der Uv.-ite Teil knüpft an das Wort: Die;1־uI)c u״b Ordnung, hebt die Sicherheit und Steuer-! Er enntn.S des LcbcnSpradeS hat <-,nn für den, der bic ■ fraft bcS Landes und schlägt eine für den Welthandel Belehrung beobachtet. Es genügt nicht, daß ,vir den! nichtige Brücke zwischen Orient und Okzident. Lebenspfad kennen, wir müssen ihn auch wandeln. Wir besitzen Thoras Ehajim, d. h. wir müssen die Lehre - leben! Der dritte Teil bchandcltc das Wort: ״Hüte dich,! daß du den Lebenspfad dir selbst bahnst" und war ge-! richlcl nicht so sehr gegen die Richtlinien der 02 dcutj scheu Rabbiner als vielmehr gegen die Richtlinien, die sicki jeder einzelne in religiöser Beziehung fürs Leben zurechtgemacht. Die trefslichc :llede wirkte erhebend, erbauend. Der Pilpnl mit seiner trefflichen hebräische» Einleitung,,. .. , ....... ״ ,״ . . _ de», aus Bibelversen mit dem Schlußwort Ehajim be-! national-,udlfchen Gedankens. Hatte man stehenden Refrain war eine Glanzleistung des neuen Wollend des, e'1'slem Jugendk0Ngrc״cs V0r,lcht,g Oberhauptes der Prager Gemeinde in jeder Hinsicht ^omfNsche DlStUpwN verhindert. fv war und schloß sich sowohl inhaltlich wie in der äußeren' ^,>)00 damals bcr Boden für CHIC Offene Anordnung genau der Predigt a». W. K. ׳'U'SM'achc über die Renaipancebeftrebungen des modernen Judentums auf kulturellem und kolonifatorischcm Gebiet vorbereitet worden. Der zweite Jngendkongrcß statte folgendes Programm: 1. Sonntag, den 22. um 2.30 Uhr: Eröffiiungssttzung im großen Saal der jüdischen Gcmcinde. Vortrag des Advokaten Alfonse Pacifici ans Florenz über: ״Tic hebräische Sprache." Abends 9 111)1־: Bericht des Herrn Dr. David Krinkin (Rom) ,der soeben von seiner Palästinareise zurückgckchrt ist, über: ״Die jüdische Kolonisation in Palästina" (mit Lichtbildern). — 2. Montag: Bericht des Herrn Einilio Bacchi aus Turin über: ״Die beste und praktischeste Art, die jüdische Jugend in Italien zu organisieren." Abends 9 111)1־: Bankett zu Ehren der Kongressisien, das vom Vorstand der Gemeinde gegcden wurde. — Dienstag: Bericht des Herrn Dr. David Prato aus Florenz über: ״Tic Juden in Tripolitanien und der Cyrenaica" und Vortrag des Herrn Rabbiner Tante Lattcs, Direktor des ״Corriere Jsraelitico", aus Triest über: ״Die religiösen Zeremonien". Abds. 9 Uhr: Dr. Elias S. Artom aus Florenz über: ״Die jüdische Schule in Italien". —Mittwoch, 25.: Bericht des Herrn Dr. Umberto Cassuto aus Florenz über das Thema: ״Für eine Geschichte der Juden in Italien". Diskussion über verschiedene Vorschläge (Zionismus, Pro-Cultura-Vereine, Dicc Juden in Palästina. Die Köln. Zeitung sckn־cil׳t: Die jüdische Einwandernng lv־! in den letzten Jahren erheblick, zngcnommcn nnd zur Anlage blühender Kolonien i» Palästina geführt. Man muß die jüdische Bevölkerung Palästinas in ztvci Hauptgruppcn teilen, in den alten Jischub, den alleren Teil der jüdischen Stadtbevölkcrung, d. h. die ältere Niederlassung, und in den neuen Jischub, der den unter dem Einfluß der nioderiien zionistische» Bewegung neu zugcwandcrten, produktiven, crwcrbstätige» Bevölkernngteil bildet. Hierzu gehören über 40.000 Städter und sämtliche ländlichen Beivohner. Wenil man die Zahl der in Palästina ansässigen Juden auf etwa 100.000 schützt, so gehört etwa die eine Hälfte zum allen, die andere zum neuen Jischub, nur daß letzterer in dauerndem Anwachsen begriffen ist. Die städtische Bevölkerung des neuen Jischub ist von höchster Bcdeutiing iür bas Kultur- und Wirtschaftsleben des nur halbenttvickcltcn Landes. Sic liefert Kauflcutc und Gcwcrbctreibcndc, Acrztc und Lehrer; sie arbeitet an der Entwicklung von Handel und Industrie, an der Besseruiig der Gcsiiiidhcitsziiständc und an der Hebung der allgemeinen Gesittung. Was sic bereits hierin geleistet bat, beweist das in Jaffa befindliche prächtige neue Stadtviertel Tel Aviw in der Nähe der Bahn Jaffa- Jerusalem. Auch der an dieses angrcnzcnde ncujüdischc Stadtteil Nachalath-Bensamin, sowie die in den letzten Jahren in Haifsa und anderwärts gebauten Stadt-. Lage der Juden im Jemen und die Notwendigviertel sind Zeichen jüdischen Fleißes. Den eigentlichen feit ihrer Kolonisation in Palästina usw.). Kern des ncucii Jischub bildet, obwohl dem städtischen ' _ -lusnLdmsottert. Wir offerieren freibleibend: Dauthcnder Max: Der Geist meines Vaters. Aufzeichnuiigcn aus einem begrabenen Jahrhundert. statt K 5.— K 3.20 Braun Lily: Die Liebesbriefe der Marquise. statt K 0.— K 4.— Poppcnberg Felix: Das lebendige Kleid statt K 3.60 K 2.20 Ziegler, Dr. I.: Die Gcistesrcligioi, und das jüdische Religionsgesetz statt K 4.80 Ii 3.— Hermann Struck: Das graphische Werk ״ statt K 3.— K 1.50 Bienenstock, Dr.: Das jüdische Element in Heines Werken statt Ii 4.20 K 3.— Fricdländer, Dr. N. Ol.: Chachmc Hadoroth, Geschichtsbildcr aus der nachtalinudischen Zeit 500—1500 9 statt Ii 3.— K 2.— Blumenthal H.: Jünglingsjahrc, Roman statt Ii 3.— Ii 2.— Lamprccht Karl: Einführung in das historische Denken . statt K 2.40 Ii 1.20 Mayer Ed.: Der Papyrussund von Elcphäntine, Dokumcnte einer jüdischen Gemeinde aus her Perserzeit statt Ii 3.— Ii 2.— .Key Ellen: Rahcl Vernhagen statt Ii 3.— K 2.— Schreiber H.: Die religiöse Erziehung des Menschen statt IC 3.60 K 2.20 Büchner Eberhard: Das Neueste von gestern. Kulturgeschichtlich interessante Dokumente aus allen deutscheu Zeitungen. Band 1 statt Ii 4.50 Ii 2.30 Beugt Berg: Der Secfall statt Ii 4.— Ii 1.80 Jampcl Siegln.: Die Wiederherstellung Israels unter den Achamcinden statt K 3.— K 1.60 Palästina, 1. Jahrg., gcb. statt K 4.80 Ii 3.— Haller, Dr. E.: Die rechtliche Stellung der Juden im Kanton Aargau ' statt IC 4.80 K 3.— Die sozialen Verhältnisse der Juden in Rußland statt Ii 2.40 K 1.60 Grünwald, Dr. N.: Die Hygiene der Juden statt Ii 6.— K 4.— Asch Schalom: Amerika, Roman statt IC 3.60 IC 1.20 Frommer Jak.: Ghettodämmerung statt 3.60 IC 2.40 Münz CH.: Wir Juden statt Ii 2.40 K 1.20 Dokumente zur Emanzipation der Juden. Vier Reden ' von Th. B. Macaulay, Gabriel Nicffer statt Ii 2.40 IC 1.20 Jörg Joachim: König Saul, Schauspiel statt K 2.40 K 1.30 Mendel Mayer: Aus dem Leben für das Leben, Gedichte statt K 2.40 K 1.— Kredc bei! heit: Der Durst nach Schönheit statt K 3.60 IC 2.— Guthmaiiii Johaniies: Romantische Novellen statt IC 4.80 K 3.— Schott Emil: Bach Arnold, Roman in zwei Teilen . statt Ii 6.— Ii 3.— Wittovsky Georg: Tic Entwicklung der deutschen Literatur seit 1850 statt Ii 2.40 Ii 1.20 Braun Felix: Till Eulenspiegels Kaisertum, Komödie in 4 Akten statt K 2.40 IC 1.— Levy Alb.: Aus großer Fahrt. Das Neisebuch eines Schiffsoffiziers statt K 2.40 K 1.— Wied Gustav: Die Väter haben Sperlinge gegessen statt Ii 3.60 Ii 1.60 Ncwinsohn, Henry F.: Die Bitte des Pan statt K 3.60 K 2.— Zickel, Dr. H.: Tic Heilung der Fettleibigkeit statt. Ii 3.— K 1.20 Kolbcnheyer C. Montsalwasch, Roman statt Ii 4.— K 2.20 Vorländer Karl: Geschichte der Phylosophic, 2 Bände, Altertum, Mittelalter, Neuzeit statt K 8.— K 5.— Rabbinowicz I.: Jak. Salowcicziks Jugend, Roman aus dem russischen jüdische» Volksleben statt K 3.60 K 1.80 Krähe, D. E.: Jüdische Geschichte statt K 4.50 IC 2.20 Josef Israels: Sonderabdruck aus jüd. Künstlern statt K 3.60 K 2.40 Salomon I. Salomon: Sondcrabdruck aus jüdischen Künstlern statt K 3.60 IC 2.40 Lilien E. N.: Sondcrabdruck aus jüd. Künstlern statt Ii 3.60 Ii 2.40 Hirsch S. N-: Gesammelte Schriften, 3 Bände statt K 33.— K 24.— Heines Gesammelte Werke, Band 1, Band 7. Judenmassakrcs in Kischincw, gcb. statt K 2.40 Ii 1.60 | Sternhof | bestes aller Bitterwässer.