Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XIV (1913)
- Issue
- Heft 3 (16.1.1913)
- Date
- 1913-01-16
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6. ״Jüdische Bolk»sti««e." Nr. 3 z auch der Vorschlag gemacht, eine Ortsgruppe zu sich. Erst aus Dränge^ seiner Frau und seiner gründen, die die Aufgabe haben soll, die Armen beiden Söhne, Hugo tznd Jakob, empfängt er 111יו fltffmnrt 0<ז1י וו1י/11זווז£ווווו)י hflvfrtVArt« P?f+f»rtvP. 0ל■ av( fCw « Emigrantcn-Fürsorgc der israelitischen Allianz zu Wien. Während des Monates Dezember 1919 wur- וז;'* &iüi9cn Lebensmitteln zu versorgen und Esthers Verlobten.' Er stattet demseben sogar den von der Zentrale der Israelitischen Allianz Verkaufsstellen im Armenviertcl zu errichten. einen Gegenbesuch ab, bei welchem es zu einem in Wien insgesamt 1*21 Emigranten, davon 112 . ^״, Bor einigen Zähren ging durch grossen Krach kommt. Die Eltern Jürgens berussische und 11 rumänische, weiterbcfördcrt, und die Welt die traurige Rachricht, daß ein frommer stehen darauf, daß ihre Kindeskinder getauft iiiuiv 1>!> nad) bei! Ä>c1*cu1i(]icn Stciotcu, 2IJ iiüd) unsrer ^tübt nennend tH1*0l)cnn HIIH 5um tDerben joden, ouf lodere SJebiuQurtQ ber eilte 2lrgentinien, 7 noch ,Kanada, 5 nach Enalaiid, ^ode durch den Strang wegen Raubmordes Levin unter keinen Umständen eingehen will. 12'nach Frankreich und 7 nach verschiedenen verurteilt wurde. Ter Beschuldigte hat damals Esther jedoch hat, ohne ihren Eltern davon Mitanderen Ländern. In die Heimat zurüekbesördert ~^’~י . •''mittel angcscgt und vor aller Welt teilung gcniacht zu haben, cingcwilligt. Die Elwurden 12 Rückwanderer. > beteuert, dag er unschuldig ist und weil die tern geraten darüber in einen solchen Zorn, daß Während des Aufenthaltes in Wien wurden ^9cntlichcn Mörder gegen ihn als falsche Zen-!sie das Haus Hermings schleunigst verlassen. im Dezember für Personen zusainmcn 157 Tage ciussagten, wurde er zum Tode verurteilt. Bald daraus verläßt auch Esther das Haus. Aber Logis und volle V 112 Eniigranteu in; für die Israelitische Volksküche ausgegeben. . _ ־ r - . , , t ״ ־ ־ aber vom Tode nicht mehr freigesprvchcn werden nen gelernt habe und schließt mtt den Worten: und nicht niehr vom ewigen Schraf erwachen. ״Was dein ist soll dein bleiben. Was du geliebt Kolomca. Wegen des schlechten Geschäftshast, sollst du weiter lieben. Es soll mir heilig Vom Jänner bis Ende Tezeinber 1912 wurden insgesamt von Wien aus 1216 russische und rumänische Einigranten nach überseeischen beziehnngsweise westeuropäischen Ländern weiterbefördert und 20:; Rückwanderer repatriiert. ganges haben die hiesigen Talisfabriken die Arbeit eingestellt und über 200 jüdische Arbeiter sind brotlos geworden. ־ Tuchus (Rußland). Der hiesige Arzt Herr Dr. Meierowicz ist unterwegs von Räubern gefangen genommen worden. Für seine Befreiung verlangen die Räuber 20.000 Rubel. Frankfurt a. M. In Anwesenheit vieler Rabbiner und führender Gemcindepersönlichkeiten hat am 8. Jänner die Gründung der rumäuischen Laudesorganisation — der ersten der Aguda — unter großer Begeisterung stattgefuiiden. An das Frankfurter prov. Komitee wurde ein Begrüßungstclcgramiii gcrichtte. Berlin,?teuer jüdischer Gcmeindcvcrein. Tie von der Bczirksgruppc Lchöuhauser-Vorsiadt ciiigcrichtcteu Hilfsaktion für die Juden der Balkanländer. Der Israelitischen Allianz zu Wien sind bis zum 12. Jänner 1912 zugunsten der durch deii Krieg in Rot geratenen Juden der Balkanländer insgesamt 10.318 K 13 /< zugegangen. In diesem Betrage ist das Ergebnis einer Samiiilung des Verbandes der Israel. Humanitätsverein B'nai B'rith in Oesterreich in der Höhe von 10.000 K, feriier Beiträge von Knltiisgemeinden enthalten: und zwar von der Israel. Kultiisgeineinde in Wien 5000 K, von der Israel. Kultusgemeinde in Prag 1000 K, Brünn 500 K, Teplitz-Schönau 50() h.! Vorträge, die in der von der jüdischen Gemeinde znr Eine jüdische Schülerin in Brest Litewsk, > Verfügung gestellten Aula, Rykcstratzc 53, stattfinden Rußland, hat unter ihren Freundinnen eine j ״״& bie von den Herren Rabbiner Dr. Pctuchowski, Dr. Samuilung zugunsten der türkischen Juden ver-! Gstiietvachcr, Dr. Oönigsbcrgcr, D. Bcrmann gehalten anlaßt und das Ergebnis im Betrage von 11 werden, würden durch einen äußerst anregenden Vortrag des Hrrn Tr. Escheibachcr über den Talmud cingclcitct. Im Flamen des Zcntralvorsrandcs des Neuen jüdischen Gemcindcvcrcincs begrüßte Rechtsanwalt Tr. Klee die Erschienen und dankte den Herren, die sich sreundlichsl dein Verein, bei seiner Arbeit für die Erhaltung des Judentums zu ivirkcn, zur Verfügung gestellt haben. Herr Ludwig Vehr sprach im Namen der Bczirksgruppc. l Herr Tr. Königsberger >vird am 2g. Jänner, 12., 19. und 2li. Februar über ״Das Gebet" sprechen, Herr Dr. sein, das verspreche ich dir. Wir wollen einander helfen, so gut wir können." Sowohl die Darstellung, als auch die die Regie des Herrn Direktors H e r z k a und Herrn Teller leistete ancrkennenswertcs. Vortrefflich war Herr L e nhart als alter Lcvin. Man hat vielleicht von ihm noch nie eine so sorgsam durchgcarbeitete Gestalt gesehen. Ausgezeichnet Frl. Nies als. Esther. Herr Strauß als Jakob Lewin war sehr drollig. Frl. R o g a l l gab die Frau des alten Levin sehr natürlich, mit sehr großer Würde. Sehr gut war die kranke Etatsrätin Herming der Frau W i e s n c r und der judenfeindliche Etatsrat des Herrn Teller, der jüdische Arzt des Herrn Rubel und der ganz von der Kultur beseelte Dr. Jörgen des Herrn Ving. Ter Beifall war nach den ersten drei Akten sehr stark und nach jedem Akte gab es sehr viele Hervorrufe. ' Hugo Gold. Rubel der Israel. Allianz mit einer hebräischen Zuschrift eingesandt. Äorrejponcienzen Misiliv. Ter jüdische Gesangverein entwickelt eine immer regere Tätigkeit und Hot endlich die ölte Geselügleit in M!ßlip wieder bergesicllt. Unter dem Titel ״Narrenat'end" wurde Donnerstag den 9. d. ein fideler. Bergmann am 12. und 2H. März über die ״Erbanungs- Abeich verauüaltet, der äußerst animiert verlies und ’ bücher der Väter", Herr Dr. Petuchowski wird Vorträge bis in die eri!en Morgensiundcn dauerte. Herr eand. aus der Mischna halten. Der Zutritt steht jedem erjur. Hans ,Fischer, als Festredner bestens bekannt, er-! ivackscnen Juden frei. Der nächste Vortrag findet am öffnete mir einer sehr schwungvollen, humoristisch ge-; 15. Jänner statt. Herr Tr. Eschelbacher spricht׳ über baltenen :liede die lange Reihe der Vortragsnummern, ן die ״Hagadah im Talmud". Der Neue jüdische Ge- Darsteller und Veranstalter taten ihr Bestes und jeder) meindcvcrein" zählt jetzt euva 1400 Mitglieder, hat Leistung solgre jubelnder Beifall. Nach Melodien von! Tschaitowskh führten die Damen G. Ncumann, Elsa! und Frieda Grünbaum russische Nalionalränze auf,1 voll Temperament und Grazie. Am .stlavier begleitetest Frl. Frieda .Hauser in bewährter Weise. Glänzende Leiiiungeu Voten die Damen Anita Tckmidt und Emma Hauser im humorvollen Einakter ״Das Heiratsncsl": beide lebten fick mit wahrer Virtuosität in' ihre Rollen ein. Volles Lob verdiene» auch ihre Partner. Den Deltlnst des Abends bildete das Tingspiel ״Die Maus", in dem das Talent unserer Mizzi Jivereuz, Frl. Emma >׳>a!׳.u, voll znr Geltung kam. Eingestreut in das Programm tvareu Ehorgekänge des Vereines und originelle >o,'i!anzeln. die die alten Misgitzcr Zustände karrikierteti und mit jugendlichem Elan von unserem lieben Vbmann, Herrn Denslv, uitd Herrn Pollenz borgetragen lvurden. Tictierlich tvünsche» alle Mißlitzer dem iveiieren Gedeihen des Vereines das Beste. Krakau. Freitag abend bat man in der berübiinen Raino-Snnagoge (kliabbi Moses Jsserls) J!״ei Kassen wurden angebohrt und ausgeranbt. Es beraudeu sich in denselben Papiere im Werte voit 000 K, ferner einige Paar Silberleuchter und eine Tborakrone. Eine zweite Krone, die drci Bczirtsgruppcn, Lchönbauscr-Vorstadt, Roscntalcr- Vorstadt und Aord-Lsr. Dir Bcgriindung der Bezirksgrnppc Lüden steht bevor. M. F. Kiew. Der Untersuchungsrichter Moskewicz erklärte, daß der Beilispro.zeß in kurzem zu Ende geführt werden wird. Wie es aus sicherer Duelle verlautet, sollen die Verhandlungen schon Ende Jänner beginnen. J!n Rainen der Mutter Juslschinskis werden die zwei Vertreter Zainislowskp und Schinakow gegen Beilis plädieren. Das Justizministerium wünscht die Verlegung des Prozesses nach Petersburg. Kiew. Endlich gelang es dem Verein Mefize Haskolah die Erlaubnis zur Errichtung von hebr. Schulen (Ehedarim) vom Unterrichtsministerium zu erhalten. Es werden nun zwei .Knaben- und: zwei Mädchenschulen errichtet werden. Unters Knrder Zilow wäre dies unmöglich gewesen.! Tüeater-Äuml^mu. Für die jüdische Wissenschaft. Der Jüdische Buch- und Kunstverlag in Brünn bringt hiermit zur Kenntnis, daß er in der Lage ist, wissenschaftliches Material aus Talmud und Midrasch, sowie aus der mittelaltcrlichcn und neuzeitlichen hebräischen Literatur in reichster Fülle für alle Zweige der modernen Wissenschaften zu liefern. Die Zitate sind ent-, weder punktiert oder transkribiert, deutsch überseht und sachlich gruppiert. Ebenso ist der Verlag in der Lage, Literaturangaben und Quellcnverzeichnisse ans den verschicdenen Literaturen und Sprachen in erschöpfendem Maße zu beschaffen. Alles nur in Manuskript erhältlich. Jüdischer Buch und Kunstverlag Brünn, Adlergassc. 1913 Wochenkaleuder 5673. טבת Jan. Festtage הפטרה M ז 15 D 16 תענית יטובבים ת״ת F ט 17 וז־בלרה אשה S י 18 שבת שידה׳ בשלה נביאה S יא 19 M 20 תענית שובבים ת״ת D 21 M 22 D מ: 23 - המשה עשר כשבט׳ סזק־ל st סו 24 Neujahrstag kür die Bäume. lS •ד 25 יתדו •Lm•■ ■***» •HM«!!פ■ 1 . "סל r.w- ״Hinter Mauern." Zum erstenmal am 12.! Jänner. Schauspiel in vier Akten von Henri größer war als die angcbohrten Löcher, haben die R a t h a n s e n. Der alte Levin ging nach seinem Einbrecher zerhack!. Atich einen alten, höchst wert-j finanziellen Zusammenbruche zu dem alten Hervollen Becker ans den! 15. Jahrhundert, dessen' Wer! ans 20.000 K geschätzt wird, zerbrachen sie in Stücke. Bon Ten Verbrechern fehlt jede Spur. Lemberg. In den Straßen der Stadt werden Kundgebungen im Rainen der jüdischen Bürger verössenllickt,!vorin die gegeinvärtige Situa-!!an drav.jsch geschildert wird nnd die Volksverming und bat ihm um eine Anstellung in seiner Bank. Er wurde jedoch von dem judenfeindlichen Herming, mit den Worten: ״Ich nehme keinen Inden" hinausgeworfen. Seit dieser Zeit iß Levin ein reicher Mann geworden. Esther, Röntgen-Institut Anrchlenchtnnge» der Brust «nd vanch ringeweide. Photographien bei Xtahm Verletzungen, Gelenksu. Knochenkrankhekr» Heilbehandlung bei verschiedenen chr«. nischen Krankheiten. _ Speziatarzt Ar. Augen Kodon, Grstnn, Großer Platz 3, (Banchau» H«b«j releptzo» 1444 linternedanl Monantsbinde für Damen mit 3 waschbaren Reserveeinlagen die Tochter des alten Levin, besucht jeden Freitag die Borlesungen des jungen Dr. Jörgen Her-. , . _ m'-.a■ ansgeiardert werden, ihre Versprechungen, j >ning übe!-Kultur, verliebt sich in ihn und cs! 8enäetEchchreß gegen^b-'aehnahme^nur clle'lirma°^ die tie vae den Wahlen feierlich abgegeben haben, monnnt auch eine heimliche Verlobung .zustande. R ״ - R ״ Minnritpneraeep Mr 19 auch einznlesen. In diesen Kundgebungen wird Als der alte Levin davon erfuhr, geriet er außer!«' mres> Brunn׳ Minontengasse Nr. 12■ Spezial-Geschäft in Strumpf־ u. Wirk-, waren. Alleinverkauf von gestrickten Anzügen. Strümpfe, Socken, Handschuhe, Sportartikel SS Brünn, Herrengasse Nr. 8—10. Berthold Herrmann R 1 1 s i