Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XIII (1912)
- Issue
- Heft 34 (28.11.1912)
- Date
- 1912-11-28
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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®ingcfcndct. Löbliche Redaktion! einige Jahre später sein Amt.nieder und trat zum Christentum über. Vom BeUis-Prozeh. Im russischen Justiz- Ministerium hat man den Vertretern der Presse,. «■» *!־• a» ״r 1 ® die sich dort nach dem gegenwärtigen Stand des' , Woche Woche stehen die Aerzte am Kran- Veilis-Prozesses erkundigten, erklärt, daß die kenbxtte des Patienten (Krankheit. Rückgang Frage der Freilassung des Angeklagten Beilis mährischen Kultusgemeinden),!eder verin Kiew noch im Luafe des Monats November burcE) oin anderes bte Stanfrjeü entschieden werden wird. Präsidentenwahl bei der Pester israelitischcn Neligionsgcmeinde. Die Religionsgemeindc hielt am 17. d. eine außerordentliche Generalversammlung ab, in der infolge des Abelcbcus des Hofratcs Philipp Wein zu heilen, alle diese Mittel wirken nichts, auch ich weih kein Heilmittel, es werden noch diverse ipeurr israenn- Borschläge von anderer Seite gemacht werden. Pester israelitische tnirh 1וי)10ווד. unh עדווויג mtS dk>n1 jedoch keines wird nützen, und zwar aus dem einfachen Grunde, weil die Krankheit zu tief sitzt bei unserer jüngeren ׳Generation. Der eine der Aerzte schiebt die Schuld auf mann stcigewordenc- Präsidentenstelle besetzt j,jc jetzigen Kultusvorsteher, der andere auf die wurde. Den Vorsitz führte Dr Moritz Stiller, Rainer, Religionslehrer und Kantoren. Daß welcher der ^otcn des laufenden Jahres: Dr.!^-, ...״_:.4,!«■״._.״ 2!-. _״.. r_ Ludwig Ballai, Bcrthold Herzmann, Dr. Bela Dalnoki und Emil Neuschloß gedachte, deren Andenken im Protokoll verewigt wurde. Die lZweckmäßigkeit der Teilung habe ich inmei- ' .cem Artikel nicht gesprochen/ -weder pro nöch kontra Stellung genommen, sondern nur die Tatsache registriert, daß die heftige Fehde der Orthodoxen und Neologen alle Kraft absorbiert und den Einheitsgedanken, der im Zionismus liegt, nicht zum Durchbruche gelangen läßt^Die Verhältnisse in Ungarn mögen die Spaltung als gerechtfertigt erscheinen lassen oder nicht — die Tatsache der Teilung steht einmal fest: darin aber, daß dies dem allgemein jüdischen Gedanken Kath exochen, den der Zionismus beinhaltet, nicht besonders förderlich sein kann, wiMswohl jeder objektiv Denkende mir beistimmen. Kann nun die Behauptung Ger wetoschabs, das Judentum Ungarns betreffend, noch auf ein Mißverständnis beruhen, so ist dessen Behauptung, daß ich die kroatischen Juden als religiöses Musterbild hingestellt habe, nichts anderes als eine glatte Erfindung, für die ich-selbst bei genauer Durchsicht meines Artikels nicht den geringsten Anhaltspunkt finden kann. Das gerade Gegenteil hiervon ist richtig. — Nun hat Ger wetoschab das Wort. Dr. Moritz Frankfurter, Vez.-Rabb. Eine Interpellation im Abgeordnetenhause wegen der Ausschreitungen in Saloniki. Abg. Reitzes upd Genossen haben im Abgeordnetenhause folgende Interpellation eingedie ersteren viel am Niedergange unserer Kehillas schuld find, wird niemand bestreiten, es fehlt ihnen Sinn, Herz, Takt und Liebe für « 4. a . r c״ i. ~ r״.,. das Judentum, dieses läßt sich teilweise entstelle de;? verstorbenen Präsidenten PH,- wenn dem gegenüber gestellt wird, I,pp Wenunann wurde durch die RcltgwnSgefür bi -c Gegenstände keine Schule beme.nde aus P,echt für den Verewigten em Jahr sucht haben, um'darin zu erlernen,' was sich ein lang nicht belebt, -0 jetzt das ^rauer;ahr ab- ,Jude an Derech Erez anzueignen-hat. gelaufen ist, wurde die Neuwahl vorgcnommen.! Ganz anders verhält es sich mit den Rab- Zum Pra identen wur-e Ludwig Adler gewählt, m Diese haben ja in den Schulen gelernt, zu Vorstehern Dr. Kiedrich Halasz und Baron oi,\c ^meinde als Seelsorger zu füh- Moritz Herozg: der Aussämß wurde mit den r t fic siud dazn bestimmt und zu dem Herren ^ozef Brody und Max Grunbaum er-? JC eigens ausgenommen, um über alles Jü- . gan.tz ^amtliche hatten 100 Stimmen״erholridti'״r , t Unjüdischc, welches bracht: te״. Nachdem c׳nc Deputation unter Führung ju ritneller Hinsicht zuunterlassen sei, zu Wachen.! Zu den gewöhnlichen Greueln des Krieges des Barons Adolf Kohner den neuen Pra,idengZcnn der Rabbiner seine Autorität nur streng gesellen sich in den letzten Tagen Ausschreitun- M 0•!"Ä * hatte, richtete der Vorptzende ^r. ״ehmen will, so ist er in Religionssachen gegen gen und Gewalttätigkeiten seitens mancher Bal- M°r׳tz <-tiller an ihn eine warme Begrußungsjedermann in der Kehilla befugt, einzugreifen, kanheere gegen die wehrlose Bevölkerung der bean,prache ״Wir haben, zagte Dr. Ltiller, ״den ״ ^"ןןןur sollen, das Gesetz gibt ihm das setzten Gebiete. Die Nachrichten, welche hierüber Prandcnten der ersten Religionsgemeindc des Recht hinzu, und im Falle eines Konfliktes mit aus Albanien zukommen, sind schrecklich, aber ^andes gewählt, welche Wurde nur^ einem olfae״ ^ehillagewaltigen findet er Schutz bei den unverbürgt. Sicher sind die Ausschreitungen der chnr Manne verliehen wird, der ,ich wirklich Behörden ' griechl,chen Soldateska gegen die unschuldige große Verdienste erworben hatte. Der General-. ' . * -.7—-־יjüdische Bevölkerung Salonichis. Vielleicht haben Versammlung schwebten die vierzig Jahre vor -^,e Herren Religionslehrersind oftmals öie Juden nicht mit gewünschter Schnelligkeit Augen, die Du ,m Dienste der Ncligionsgeauch nicht besser tn der Ausfasiung ihrer Psllch-! Pflichten gegen de nStaat, welchem die Stadt meindc verbracht hast. Die Religio,isgemcinde ten. .. . . j bis vor kurzem angehört hat, vergessen! Vielwutzte die großen Verdienste zu werten, die Du! ״ Die Kantoren der heuügen Zeit sind za nur ^jcht haben sie. dem Sieger ihres Landesherrn mit Seiner bif^beriejeu Sätigfeit Sir crlnorBcn flröfjtentcilä nenncintlidjc Sänger. Sßenn fo ein ÄUQciu&elt^ cinbcreä fctnn nxnn ihnen hast, denn während andere in Deinem Alter Kantor nur eine schöne Stimme hat, weiter : ״icht vorwerfen. sich zur Ruhe setzen, hat 4^ich die 3teligionsgewird nach seinen religiösen Kenntnisien nicht j Zum Schutze der deutschen und türkischen mcinde mit einer großen und vcrantwortungsgefragt, ob er Jude ist, ob er vom Judentuin j J״den in Salonichi toll nach Zeitunasmeldunvollen Arbeit betraut." Die Rede wurde ,nit etwas hält, ist Nebensache.! gen die deutsche Regierung eingegriffen haben; lebhaften Elicnrufen ausgenommen. Präsident! Es ,st daher recht begreiflich, wenn aus was geschieht aber mit den österreichischen Ju- Vlölcr Ociuftc in l)crj\Iid^en ^Sorten fiir ntlcu Diesen llntcrlQ^ungcn, tüclcfje bieder ober ux^tcrncit)^ bie Öficrreidbiic^e D^egie5 seine Wahl und sprach die Hoffnung aus, daß jener Funktionär begeht, immer bei den andexEg. welche sich stets so lebhaft für Salonichi es ihm gelingen werde, die Angelegenheiten rcn Juden, welche es mitansehcn, ein Stück vom interessierte? der Rcligionsgemcinde in entsprechender Weise Judentume verlorengeht, zu leiten. Drei Worte: der Glaube, die Liebe und der Friede werden ihn stets in seinem Wirken leiten. Er hob besonders hervor, er halte es für notwendig, daß in vcrschicdciien Teilen der Ttadt Tempel und Bethäuscr errichtet werden. In Konstantinopel schritten alle Groß- Besser kann cs nur werden, wenn ein jeder, machte ein, als Ausschreitungen befürchtet wurvon, Kultusvorstcher, Rabbiner, Neligionslehden ,und ihre Intervention wehrte jede Gefahr rer, Kantor ängcfangen, diese ihre übernommeab. Warum geschieht nicht gleiches auch in Sanen Pflichten überall und bei jeder Gelegenheit lonichi? voll erfüllen und nur dann wird auch ein jedes In Nr. 7 der hebräischen Zeitschrift מדזדק־ polemisiert ein Anonymus 22גר ותד ^ic Rede des Präsidcntci, wurde von langan- Kultusmitglied nicht zurückbleiben können. Mit haltenden Eljenrufen begleitet. Nachdein noch c,utcni Beispiele, ihr Oberen, voran, dann foldre neuen Vor,tcher Dr. Friedrich Halasz und ch». wir ^vri Baron Leopold Moritz Herzog für ihre Wahl gedankt hatten, schloß Dr. Stiller die General-' _k versaiiiiiilung. _ Die Landeskonferenz des Verbandes der gegen incincn in Ihrer geschätzten Zeitschrift er- Zionisten aus den südslawischen Ländern der schienen Artikel ״Der Zionismus in Kroatien" östcrrcichisch-nugar. Monarchie ist für Soiiutag in einer אדדות Tw- מעיצה betitelten den 1. Dezember nach Agram einberufen. Die Feuilleton. Konferenz tagt im Beratuugssaal der Agram er! Herr Ger wetoschab ist — das dem ganzen israelitischen Kultusgeiiieinde. Referate haben st Tenor seiner Polemik zu entnehmen — ein er- Tr. S. Bogad, Dr. M. Horn und I. Kraus über bitterter Gegner des Zionismus. Das gibt ihm zionistische Arbeit: Tr. I. Jacobi über I. N. F.; jedoch keinesfalls das Recht, persönlich zu wer- T. A. Licht, H. Licht und Alfred Singer über den und mir religiöse Inkonsequenz vorzuwerdas Parteiorgan ״Zidovska Smatra". ' ifcn. Ich bin sicher von den allermeisten Lesern Nach dem kroatischen Amtsblattc vom 12. d.: Ihres geschätzten Blattes nicht mißverstanden beziffert sich die Zahl der Juden in Kroatienworden zu sein, bei Herrn Ger wetoschab jedoch Slawonien auf 21.2:11 (Ergebnis der Volkszähscheint die deutsche Sprache nicht auf allzu großes lnng von 1910), gegen 20.2K; im Jahre 1000. Verständnis zu stoßen. Im Verhältnisse zur Gcsamtbevölkerung 0.8"/״ i In der Hauptsache macht Her wetoschab mir (2,110.804). — Agram hat 4838, Essegg 2840, zum Vorwurf, in religiöser Hinsicht das kroa- Seiuiin 081 wohncr. und Varasdiu 010 jüdische Ein- Diskonte Jesellschaft bei der Nordösterreichischen Bank für Industrie, Handel und Landwirtschaft, registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung in Brünn, Ferdinandsgasse Nr. 33 Telephon 1340. Empfiehlt sich für alle einschlägigen Bankgeschäfte. hauptsächlich auch für den Eskcmpt offener Buchforderungen ur.ter den allergünstigsten Bedingungen. tische Judentum auf Kosten des ungarischen zu sehr in die Höhe gehoben zu haben. Er findet dies begründet in meiner Behauptung, daß der religiöse Parteikampf mit eines der Haupthindernisse bildet für die Entwicklung des Zionismus in Ungarn, während in Kroatien dies.nicht in Betracht ko!nmt. Ger wetoschab kennt mich überhauptnicht mehr wieder, mich, der ich noch vor nicht allzu langer Zeit für die Erhaltung alttraditionellcr Einrichtungen in meiner Gemeindc mit Eifer eingetreten bin und gekämpft habe. Mag sein — aber ich wüßte wirklich nicht,! wieso ich das ungarische Judentum damit herabgesetzt haben sollte? Im Gegenteil habe ich dasselbe als ״zum größten Teile noch im Gedanken an Zion fußend, im Kampfe gegen Entjudung und Assimilation erzogen" bezeichnet, lieber die Angesichts dessen richten die Gefertigten an Se. Exzellenz den Herrn Ministerpräsidenten die Anfrage: 1. Findet der Herr Ministerpräsident nicht für angezeigt, den Herrn Minister des Aeußern um Schutz für die Judcnschaft Salonichis und speziell für die dort ansässigen österreichischen Juden zu ersuchen? 2. Findet der Herr Ministerpräsident nicht für angezeigt, durch den Herrn Minister des Aeußern eine Intervention sämtlicher Großmöchte zugunsten der Juden Salonichis anzuregen? Röntgen-Institut Durchleuchtungen der Brust »ud Vuuch eingeweide. Photographien bei Nut»». Verletzungen, Gelenksn. Kuochenkrankheite«. Heilbehandlung bei verschiedenen chr». uischeu Krankheiten. Speziakarzt Ar- Gugen Kok-n, Vrstn», Großer Platz 8. (Bankhaus H«M») releptzo» 1444 (tKtetatiaak. 1912 Wochenkalender 5678. בסלו 910b. Festtage הפטרה M t' 27 D יח 28 ft יט 29 S כ 80 וישב בה אמר ה׳ S כא 1 M בב 2 D Z 3 M. בד E 4 השאלה: ותן טל וסטר׳ מדליקק נר תנובה D כה 8 5 1 — א' חטבה. Tag Chanuka ft בו 6 ב 2 “ כ" חניכה. Tag Ohanulca S בו 7 מבוח ן החדש׳ שבת חנוכה׳ מקץ רני ושמחי s m H m Spezial-Geschäft in Strumpfu. Wirk- Waren. Alleinverkauf von gestrickten Anzügen. Strümpfe, Socken, Handschuhe, Sportartikel Berthold Herrmann Brünn, Herrengasse Nr* 8—10. S BHBMI