Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XIII (1912)
- Issue
- Heft 32 (14.11.1912)
- Date
- 1912-11-14
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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- Radom 1× ep/1000823
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Seite 6. ״JLdksche BolkSstimme." Sir. 32 ״Solche Dinge hängen von des Herzens Andacht ab. Wenn der ע; ץ sich vom Herzen freut, weil er Gott lobt und preist mit angenehmer und lieblicher Stimme und freut sich darüber aus Gottesfurcht (׳(ירע so komme über ihn Segen." (Hier folgen die Beweise dafür.) ״Doch mutz er vorbeten aus Demut (עובר ראש)- Auch mutz er stehen voller Ehrfurcht, als Jugend helfend einzugreifen. Im Hinblick aus ״gegen die Unterdrücker der mazedonischen Chri- Noch eine Frage, betreffend eine , dessen die Taubstummen ist dieses besonders ein Gebot sten" eine ungeteilte. Man erzählt sich eine inter- Stimme lieblich und melodisch für-die Zuhörer (klingt) der Nächstenliebe, da es sich darum handelt, die esiante Episode von der Tapferkeit eines jüdi- und der ausdehnt das Gebet, damit das Publikum höre von der Natur vernachlässigten Kinder zu er- ׳ schcn Soldaten. Wie bekannt, gibt es in der - seine liebliche Stimme und damit er stolz tut und freut wcrbsfähigen Menschen heranzubildcn. Nicht bulgarischen Armee — trotz ihrer hervorragensich feiner Stimme, und das ist seine Absicht, während nur aus Berlin, sondern auch in der größeren den Beteiligung an dem großen Schlachtzug geseines Vorbetens und sagt, das sei würdig. Soll man .Mehrzahl aus den Provinzen des Reiches sind gen Serbien, wo bekanntlich der Battenberger . ihm das verbieten, da es seine Pflicht ist, das Gebet usss Kinder anvertraut. Die Aufnahme der seine ganze Armee mit dem Beispiel der jüdi-! Tseksnunim (demütig) sei, wie aber flehet er aus Kinder im schulpflichtigen Alter erfolgt nur schcn Makkabäer aneiferte — keinen Juden, der' Freude?" Schon aus der formulierten Frage geht unalljährlich zum 1. April. Kindern unbemittelter es über den Leutnantsrang gebracht hätte. Dies zweideutig hervor, datz ein gesangliches Vorbeten dem Eltern gewähren wir Freistellen. Anmeldungen mag vielleicht damit begründet sein, daß sich Fragesteller eine unbekannte Neuheit war. Und die müssen rechtzeitig, spätestens bis zum 10. Fedie Juden nicht zu stark um diese Laufbahn ge- Antwort darauf? bruar, geschehen und sind an unseren Schriftkümmert haben. Bei der Schlacht um Mustapha führer Adolf Salomon zu richten. Berücksichtigen Pascha hatte eine überaus zahlreiche feindliche Sic gütigst unser segensreiches Wirken und Abteilung das durch einen jüdischen Leutnant schaffen Sie uns Mittel, dasselbe von Jahr zu und von einem Major.geführte Bataillon über- Jahr erweitern, dann wird der Erfolg Ihnen rascht. Der Major wollte ihm, als er sich von der Freude bereiten und uns zum Segen gereichen! feindlichen Uebermacht an allen Seiten rettungs- Postsendungen gütigst an Herrn Adolf Salolos cingeschlossen sah, das ihm anvertraute Mili- 2 Knesebeckstraße 35-30. tär übergeben, als der jüdische Leutnant seine er vor de- Schechinah." (Hierfür folgen wieder Postscheckkonto: Berlin 6222 Soldaten m׳t einer flammenden Ansprache be-s Beeise.) ״Aber wenn er von der Absicht getragen ist, Daruvar. Freitag den 8. d. feierten Herr Adolf geisterte und Mit ״Napred (Vorwärts) gegen : .6 _״:״־Rr»״״ »״זז״ז ״s wr.w ״״, t Löwl,. Mitchcf der Waldcxploitationsfirma Löwy u. Co. den Feind zuiii Sturm führte. Er hat den eiscr-' Nublikum seine Stimme kö^ und ibn^lnbe' liicrscllsst, und seine Gattin Berta geb^ Nosenberg, in ״en Ring mit seinen Leuten durchbrochen. Er! J £ verächtlich. Auf ihn und seinesgleichen patzt das!aller Zurückgezogenheit das den Silbernen Hochfani Mit seiner Abteilung zur Hauptarmee, W0 Prophetenwort ״ ... es liefe gegen mich aus sein Gezeit. Das Ehepaar Löwh zählt, obwohl nur kurze Zeit er sofort zum Major befördert wurde. Er ist r^ll, darum ward ich ihm gram. Keinesfalls aber ist b.er. '"folge wrner echten Religiosität und ob w'״e. der erste Ma)0r der siegreichen bulgarischen cs zu billigen, wenn er darüber das Vorbeten ausdehnt." seltenen Wohltat,gkesissinnes zu den geachtet,te.i und Armee." . . . . 3- B. A. Ich stelle jetzt jedem Arbeitsfähigen anheim, angcic iciii cn rfami icn unsere a icn . . m er. lieber denBosporustragt emeBarke Linen. daraus zu schließen, ob zu jener Zeit das Vorbeten nach gangcncn Sabbat wurde Herr Lowy zur Thora gerufen, Muselmann, eigen Christen und einen Juden. Meten und musikalische- Begleitung allgemein war wobei er für den I. N. F. und andere wohltätige Zwecke Wütend betrachtet der Erste den Zweiten und , Hinsichtlich der B-hauMr^, datz ״unsere Andachnamhafte Summen spendete^ Dem Jubelpaare sind aus betet in seinem Innern: ״Allah il Allah, laß ten" mit Musik und Gesang noch vor Entstehung des Nah und .fern zahlreiche Gratulationen zugekommen! d,e Barke scheitern und diesen Hund von G-aur, Christentums bestanden", gestehe ich, datz die angeführ- Mülhausen. Tie hiesige Israelitische Handder nicht zu schwimmen versteht, m die Tiefe ten Autoritäten mir völlig unbekannt sind. Dank werde werkcrichule versendet ihren Jahresbericht für des Bosporus stürzen! Der Christ bekreuzigt id& jedem wissen, der mich darüber belehren würde, -״io Jnftölt, bic fu)0n QC((in /0 ׳vSCtl)VC fi(f) linb flcbt Ieiie. $etr, Ict^ btC 580rfc mit welchem Instrumente die biblischen Sänger unter besteht und in dieser Zeit mehr als 6N0 Kinder schnell ihr Ziel erreichen! Möchte dann dieser Dirigentschaft Assafs, Jeduthuns, Hemans das Haschausgcbildet hat, verfolgt dieselben Ziele wie ihre llualäubige beiiii Absteigen ausgleiten und sich kibenu oder^W'schomru begleitet hatten. Nicht minder Schwcstcranstalt in Straßbnrg. Ihre Einnahden Schädel zerschlagen!" Und der Jude mur- ״eugierig bin ich, die Melodie kennen zu lernen, nach men belaufen sich auf 17.02» M. 20 Ps., davon meltc vor sich hin, die Augen zum Himmel erwelcher die vorchristlichen Sänger das Nischmath-Gebet, über 6000 M. sährlichc Beiträge, zirka 6000 M. hoben: ״O Herr Jakobs .und Israels, erhöre dessen Verfasser der Apostel Petrus gewesen, gesungen. Kapitalzinscn. 2000 M. Beitrag der Stadt Mül- Hausen, 800 M. vom Bezirke. (711 M. freiwillige Gaben und (620 M. Beitrag der Schüler für Unterhalt und Kleidung. Demgegenüber stehen Ausgaben in der Höhe von 16.186 M. In der Leitung der Anstalt ist im Laufe des Bcrichtssabrcs eine Änderung cingetrcien. An Stelle des verstorbenen Direktors Herrn Moch, der sein Amt 17 Jahre lang gewissenhaft ver )ic Bitten meiner Gefährten!' i Auch die vorchristlichen Melodien zu Tikanto Schaboth, Der Besuch Kaiser Wilhelms in der Eharhinne kachomer, sowie zu Unethaneh Thokef sind lottenbnraer Synagoge. Zum Besuche des Kaiscrs Wilhelm in der neuen Svnaaoge in Charlottenburg werden in der ״Vossischen Zeitung", noch folaende Einzelheiten berichtet: Der Kaiser spendete dem neuen Bau das arößtc Lob und äußerte: ״Das ist sa suverb. Ich habe selten mir, offengestanden, völlig unbekannt. Lomnitz, 7. November 1912. S. W. Löbl. iRcbaltlonl Bezugnehmend auf die Ausführungen des eiwas Schöneres gesehen!" Er bewunderte die Herrn Dr. Günzig in der letzten Nummer Ihres waltet hat, ist der hiesige Lehrer, Herr Schwarz, Malereien der Knvvel, bcsichtiatc das Allerheigcsch, Blattes gestatte ich mir, zu bemerken, daß zum Direktor der Anstalt ernannt worden. siaste und lieb sich die Bundeslade öffnen und die Abbreviatur ״Je Jo" nicht von den Karäern Lodz. Der erbitterte Wahlkampf um die eine Thararolle answickcln. Bei Besichtiaung herrührt, sondern ist schon im Talmud und auch Nabbincrstcllc ist nun beendigt. Gewählt wurde der hebräischen Schrift auf dem Pergament erin der Mischna neben der häufigeren Abbrevia- Herr Rabbiner E. Trcistmann aus Radom mit kündigte sich der Kaiser nach den ältesten hier tur: H' üblich. Siehe Traktert Berakot 49 a (Die 2211 Stimmen, auf die übrigen Kandidaten vorhandenen Dokumenten und ließ sich hierüber Mischna, Ed. Pinner). Was aber mir selbst unfielen bedeutend weniger Stimmen. mit dem größten Interesse berichten. Unter deerklärlich ist, möchte ich noch hier Vorbringen: Petersburg, 1. November. Die im Anschluß ucn. die dem Kaiser im Transaal voracstellt Während im ältesten jüdischen Schrifttum, in an den Beilisvrozcß eingesetzte Kommission anwurden, befand sich auch der Vorsitzende des Parder Mischna, diese erwähnte Abbreviatur austisemitischcr Gelehrter, des Professors der hestandes der Svnagoge, Benas Levy. Der Kaiser schließlich statt des vierbuchstabigen Gottcsnabräischen Sprache Trojicky, des Professors am begrüßte alle Herren ans das herzlichste mit mens gebräuchlich ist, gebrauchen die Targumim Petersburger Seminar Pranoiitis und zweier .Hundsckilaa und bot auch icdcm zmn Abschied dieselbe sowohl statt des vierals auch statt des. Theologiekandidaten, die unter Vorsitz des Nick׳ bie .^>and. Besonders zeichnete er durch Ansvrache sünfbuchstäbigen Gottesnamens: אלקים Heu B׳.׳eanvorsteher .fimn ©offimicr 0118. der Siehe Targumim zu Genesis, Kap. 1 ff. Diese 1-Hlgrdcregn'ient gedient bat.«18 ber fmW Tatsache wird noch auffälliger, wenn man bedort herlentngnt war. Der Kaiser war ׳ichiOm; h^ß hje Punktierung der Abbreviatur nur erfreutden rruberen Loldaten zu sehen, den £,cm vierbuchstabigen Gottesnamen entlehnt ist. er gleich wicdererkanntc._j Die talmudische Abbreviatur ״Je Jo" scheint ^mir aus den! ersten Buchstaben Je des ׳vierbuch-! stäbigen Gottcsnamens und aus den letzten Buchstaben der Lesart desselben Adonoj-Jo zusam- Nerv״־, «»«ft» >*-•. ״־—־«“ ÄÄ Die bei den Karäern übliche Abbreviatur: I. W. I. ist von kabbalistischer Bedeutung: nämlich die Buchstaben der erwähnten Abbreviatur haben den gleichen Zahlenwert: 26, wie der vollständige vierbuchstäbige Gottesnamen; ferner soll das W. als ״Au" angesehen werden, woinit die vollständige Punktation des vierbuchstäbigen Gottsenamens treulich wiedergegeben erscheint. tcrs Mgschkovic die jüdischen Schristcn vom Tal mud ongefangen, nach Spuren des Nitualmor des durchsucht bat. mußte zu ihrem Bcdancr׳׳ erklären, keinen Anhaltspunkt dafür gefunden zu haben. Als echte Antisemiten fügten die Herreu aber hinzu, es sei immerhin möglich, daß eine indische Gchcimscktc mit derartigen Lehren eristicrcn könnte. Hundlchaii. Der erste jüdische Major in der bulgarischen Armee. Der Kricgskorrcsvondeiit des größten ungarischen Taablattcs ״Pesti Hirlav" bringt folgenden Bericht ans Sofia: ״Die in Bnlggricn lebenden spaniolischen Juden, die durch fgnatische Intoleranz ans ihrer Heimat gejagt wurden und in dem einst unter türkischer Herrfchart siebenden Balkanstaat freundliche Ausnähme aefnudeu haben, nehmen auch mit Beaeisieruna ihren Teil au dem Besreiimaskawple iln-es Vaterlandes. Es ist eine Tatsache, daß :ainende südischer Soldaten im Zeichen des Kreuzes gegen den Halbmond kämvsen: aber lrob alledem ist ihre Begeisterung im Kriege Krankkeilen! Magens, Dax mit Erfolg in Dr. Mftaits Sanatorium ia TISCHNO WITZ kuriert — Prospekte. (Singefendci. Löbliche Redaktion! Nachdem in Nr. 18 Ihres geschätzten Blattes die Ebenso ist es nach der polnischen Lesart: ״Udoj- Behauptung ausgestellt ist. daß die von mir zitierte uoj" statt ״Adaunej" richtig, die Abbreviatur Response des Adcrcth ״das Gegenteil meiner Ausfüh- Ulit drei ״I" wieder zugeben und wir hatten rnngcn" beweise, ersuche ich Sic, einer wortgetreuen hier den Beweis dafür, daß auch die Karäer der Ucbcrsetzung der qucst. Response ein Plätzchen im Inpolnischen Lesart Recht zusprachen, tcrcssc der wissenschastlichen Wahrheit cinräumcn zu. Jehudll HllleWH. wolle».! - {§j Spezial-Geschäft in Strumofu. Wirk- B B Berthold Herrmann Waren. Alleinverkauf von gestrickten Anzügen. Strümpfe, Socken, Handschuhe, Sportartikel WU Brünn, Herrengasse Nr. 8—10. 1 s ■ B