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Jüdische Volksstimme · 1912-10-10 · Heft 27 (10.10.1912) · page 6

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XIII (1912)
Issue
Heft 27 (10.10.1912)
Date
1912-10-10
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 6. ״Jüdische Volksstimme." Nr. 27 42. Lebensjahre verschied, zurücklassend eine hcrzleidendc Frau nebst drei Kindern im Alter von 7—12 Jahren, sind von Herrn Theodor Bayer, Prag, Lcihamtsgassc 4, als Sammlungscrgcbnis von einem ungenannt sein!vollenden Herrn im Grand Hotel in Jglau 30 K, von A. N., Ingenieur in Brünn, 3 K, weiters von Herrn May Wasscrtrilling, Brünn, 2 K zugekommcn, die Herr Bayer der verwitweten Frau Pick übermittelte und dankt Genannter bestens im Namen der Hintcrblicbcneu Picks allen Spendern sür diese Zedakah. Verband der isr. Rcligionslchrcr an den Mittelschulen Böhmens. An die P. T. Herren isr. Mittclschuircligionslehrcr! Im Interesse der raschesten Zusammenstellung und Bearbeitung des statistischen Materials werden die Herren Kollegen aller Kategorien dringendst ersucht, die ihnen schon vor den Ferien zugcschickten Fragebögen in allen Rubriken genauest auszufüllen und unvcrzüglichandican gegebene O r g a n i s a t i o n s z c n t r a l c einzusenden. Feder Kollege, welche Stellung immer er bekleide, möge bedenken, das; eine durch ihn verschuldete Verzögerung nicht allein ihm selbst, sondern der (Gesamtheit schaden könnte! Neürmer NackricHten. mit den Bundesvereinen an den genannten Ortcn wertvolle Freundschaft gepflegt. Hierauf erteilt er den abtretendcn Funktionaren des Turnrates das Wort zu ihren Berichten. Der erste Kassier Herr Dr. Karl Sonnenseid berichtet, das; die Vereinseinnahmen einen erfreulichen Fortschritt machen, trotzdem viele Mitglieder mit ihren Zahlungen recht säumselig seien. Es gingen an Mitgliedbeiträgen die Summe von zirka 000 Ii ein, was mit Rücksicht ans den niedrigen Mitgliedsbeitrag von 1 K respektive 50 h pro Monat ja ganz erfreulich erscheine, aber den erhöhten Ansprüchen an den Verein nicht entspreche. Er erwähnt, das; auch Heuer wie im Vorjahre die israelitische Kultusgemeinde in Brünn durch Verleihung einer Subvention von 150 K ihr wohlwollendes Interesse an dem Gedeihen des Vereines bekundet habe und spricht derselben für dieses Wohlwollen den besonderen Dank des Vereines aus. Im ganzen waren im verflossenen Vereinsfahre an Einnahmen zu verzeichnen zirka 1200 Kronen, denen Ausgaben in der gleichen Höhe gegenüber standen, doch sei ein Teil der neuangeschafften Geräte noch nicht bezahlt, so das; mit einem Passivum von zirka 300 K das neue Vereinsjahr beginne, was aber wenig zu bedeuten habe, da nunmehr größere Beträge für Geräte nicht investiert werden müßten. Sehr erfreulich erklärt der Referent die Tatj fache, daß der Tnrnhallenfond, der erst seit zehn Monaten bestehe, durch Sammlungen der Mit Stcrbcfall. Dienstag den 8. d. fand unter zahlreicher Beteiligung das Begräbnis des Herrn Prof. Adolf Reiniger, ein Schwager des Prof. Dr. Deutsch, Eincinatti, statt. Bibclschulc des Vereines Machsikc Hadas, Ablcrgasse 12. Die Eltern werden nochmals auf-. _■ merksam gemacht, das; Einschreibungen in bie. fl^cftlicbcr auf <00 gestiegen sei und wolle dreiklassige Bibclschule sür Volks-, Bürger- und! ,!offen, daß diese glimme durch ^nangrizf- Mittelschüler, sowie sür die separate Mädchen- '׳ahme einer Lammlungsaktion ,n weitcrcn abteilunq täglich von 5—0 Uhr abends vorgc-!1111 kommenden .mhre, uch vervielfachen »ommeii werden. Es ergeht an die Eltern die, Werdc-Nnnmehr schildert der erste Turnwart Herr Aufforderung, ihre Kinder an den Kursen teil-. Ernu -chuichnp den Turnbctrieb nn abgelamej ncn Vercinsiahre, den er zur lehr erfreulich _; halte, da er gerne konstatiere, das; im Herren- CV.'.s.r! und Damenturnen ein Turchschnittsbesuch von -N*׳UXttl)CXCttt« über 20 Turnern pro Turnstunde erreicht wurde, nehmen zu lassen. Am 2-1. September 1912 hielt der Jüdische Turnverein in Brünn seine diesjährige ordeniuche Generalversauiiiilung unter zahlreichem Zufpruch seiner Mitglieder >1n Saale des Knaden- Zreilifllfvcreines av. Ter die Versammlung leitende Obmann was mit Rücksicht auf den geschwächten Turnbesuch im Sommer sür den Winter eine Frequenz von fast 40 Turnern pro Turnstunde bedeute Im Sommer sei auch durch Einführung der Leichtathletik speziell für die jüngeren Mitglic-- der eine beliebte Abänderung des Turnplanes des Vereines, Herr Direttor Hubert Wiesner, erfolgt, und zeigten die schönen Leistungen einvegrüßte zunächfl die Erschienenen, konstatierte (einer Mitglieder im Stabhochsprung, Kugeldie Beschlußfähigkeit und gab ein anschauliches stoßen und Hochspringcn die stets fortschreitende Bild über die Verhältnisse des Vereines seit sportliche Entwicklung des Vereines. Nicht nnerder letzieu Generalversammlung. wähnt soll es bleiben, daß in der Zöglingsriegc Mit Befriedigung konnte er konstatieren, cwnz vorzügliche Leistungen gezeitigt wurden. urnerschaft in dem beichränkten > dienstvflickst nachz,ikommen haben, wird für ihre .׳r Turnslätte und im Mangel der! iohrelauaen, stets erfolgreichen Beuiühungcn um n schwere Hindernisse entgegen, die de״ Verein, der spezielle Dank der Versammlung das; das abgelausene fünfte Vereinsjahr den Verein im Aufschwünge sah, indeiii der Verein sowohl nach innen als auch nach außen immer mehr erstarkte, so daß mit Beruhigung in die Zukunft geblickt werden könne. Aus dem Berichte des Obmannes wäre hervorzuheben, daß wie bisher die Vereinsleitung bestrebt war, den Verein in turnerischer und sportlicher Richtung so weit zu bringen, daß er den freiiidnationalen Vereinen in Brünn nicht uachslehe, daß dieses Bestreben auch größleuteils mit Erfolg begleitet war, wie es sich bei der im März abgehaltenen Veranstaltung gezeigt habe. Leider stehen der allseits gewünschten Ausbilduug der .'Hm,iiu' de Turnstunde» schwere Hindernisse entgeg erst durch Errichtung einer eigenen Turnhalle vollständig beseitigt werden könnten. Ter Obmauii konstatiert ferner, das; das Vereiuslebcn auch in geselliger Beziehung durch Veranstaltiing mehrerer Vereiusveranstaltuugeu i1n Winter insbesondere aber durch gemeinsame Turnfahrleu, einen erfreulichen Aufschwung nahm. Rach außen habe der Verein durch Veranstaltung einer Purimfeier im Redoutensaalc in großem Stile, die einen überraschend großen Erfolg hatte, die jüdische Bevölkerung Brünns für sich zu interessieren verstanden und zeigte sich der moralische Erfolg dieses Festes in der Zahl der neuen Mitglieder. Ferner habe der Verein auch durch Entseudüng seiner Delegierten zu den Turufesteii nach Wien und Proßnitz. insbesondere aber durch Entsendiing einer Musterriege nach Boskowitz so das; der Verein mit Ruhe der Zukunft entgegenblicken könne. Nach kurzer Debatte, in die insbesondere sehr erfolgreich Herr Dr. Albert Schönhof einariff, und nachdem noch der Revisor Herr Mar Ticho seinen Bericht erstattet hatte, wurde dem abtretenden Turnrate Dank lind Vertrauen für seine anerkannten Bemühungen ausgesprochen und das Absolutorinm einhellig erteilt. Nunmehr erfolgte die Wahl des Turnrates, wobei fast derselbe Tnrnrat wiedergewählt wurde. Dem austretcuden ersten Turnwartc Herrn Ernst Schnschnv und deiii zweiten Schriftführer Herrn Karl Stiaßnh, welche ihrer Militärausgesprochen. Nach Erledigung einiger minder wichtiger Anträge wird die Generalversammlung voni Obii'annc mit der Aufforderung an die Mitglieder des Vereines, recht Zahlreich das Turnen zu bcsuchen, um das in Aussicht genommene Schauturnen zu einem für den Verein eb״envollen zu gestalten, geschloffen. Noeeesponäenzen. Boskowitz. Ein herber Schlag hat den hiesigcii Advokaten Herrn Dr. K. Kohn durch das frühzeitige Hinscheiden seiner im 32. Lebensjahr stehenden Gattin Albine geb. Müller getroffen. Das Begräbnis fand Dienstag den 8. d. um 3 Uhr nachmittags unter zahlreicher Beteiligung der Bevölkerung und den Spitzen der Behörden statt. Ehrw. Herr Rabbiner Dr. Funk hielt der Verstorbenen einen warmenipfundenen Nachruf. Die kantoralen Funktionen versah Herr Obcrkantor Rabbinowitsch unter Assistenz des verstärkten Chores. Die Verstorbene erfreute sich ob ihrer Gutherzigkeit und Bescheidenheit allgemeiner Beliebtheit. Ehre ihrem Andenken! Neutitschein. Sonntag den 6. Oktober fand in Neutitschein ein Diskussionsabcnd mit Dr. Wintcrstein als Referenten statt. Daß es dem Redner gelungen war, die Zuhörer von der Not- Wendigkeit einer nationalen zionistischen Arbeit zu überzeugen, bewies der tosende Beifall, der sowohl seinem Referate als auch der Beantwortung aller an den Redner gerichteten Anfragen gezollt wurde. Gcwitsch. Sonntag den 6. Oktober fand die Trauung des Fräuleins Philipine Bock mit Herrn Ingenieur Siegfried Klein statt. Unscre besten Glückwünsche. Die Red. Göding. Sonntag den 6. Oktober fand die Trauung des Fräuleins Lina Hüller mit Herrn Ingenieur Siegfried S t c i n i tz statt. Unsere besten Glückwünsche. Proßnitz. Am 27. September beging unser Gg. Herr Siegfried P o l l a k die Barmizwah seines Sohnes Mar. Unsere besten Glückwünsche. Berlin, 7. Oktober. Heute fand hier die -Eröffnung des ersten Mädchenklubs des Jüdischeu Frauenbundes (Rosentalerstraße -10—41) statt, der erwerbenden Frauen und Mädchen Gelegenheit zu Unterhaltung und Belehrung bieten soll. Kurse in Sprachen, Haushaltung. Nähen usw. sind vorgesehen, eine kleine Bibliothek steht den Besucherinnen zur Verfügung. Der mininiale Mitglicdsbcitrag beträgt wöchentlich 10 Pf. Amsterdam. Oberrabbiner L. Wagcnaar in Arnheim erhielt den Löwcnorden und Rabbiner I. S. Noos in Paramaribo den Oranicn- Nassaii-Orden. Paris. Von dem Bureau der Alliance wird iins initgcteilt, daß dieselbe weitere 5000 Fr. an an die durch das Erdbeben in der Türkei Heimgesuchten geschickt, im ganzen also 11.000 Fr. Chicago. (Eine Millionenspende.) Der hiesige Graßkaufmann und bekannte Philantrop Julius Roscnwald hat 600.000 Dollar an vcrschiedene jüdische und allgemeine Wohlfahrtsinskitute gespendet. Julius Rosenwald wird der ״Jakob H. Schiff des Westens" genannt. Notizen. Kalligraph Roubitschek garantiert dafür, daß bei nur einigem Fleiße, nach feiner Methode eine tadellose, gefällige und elegante Handschrift auf Lebenszeit erworben alle anhaftenden Schreibgebrechen, wie auch Schreibkrampf, Händezittern 5c. beseitigt werden, und baß jede Schrift sich fortaesetzt überraschend Wetter verbessern muß. Seine Methode hat nichts Gemeinschaftliches mit den Methoden, wie sie in den im Handel vorkommenden, veralteten Lehrbüchern gelehrt werden, denn diese Lehrbücher zeigen gewissermaßen nur, wie die Schrift sein soll, aber niemals kann man darnach dieschöne geläufigeSchrlft erlernen weil dem Schüler nicht der Schlüssel gegeben wird, die Buchstaben korrekt nachzubilden. Der Sch'ler verfällt bet dieser veralteten Methode infolge der Ungeübtheit und beS Mangels einer rationellen Anleitung in der Regel in seine alten Kehler, verliert die Geduld, wirst dann die Vorlagen einfach weg und behält die schlechte Schrift bis ans Lebensende. Die Methode — eine sensationelle Erfindung des berühmten Kunstkalligraphen Rudolf Roubitschek — ist so genial durchdacht und so verläßlich erprobt, daß eS dem Lernenden schon im Vorhinein unmöglich gemacht wird, in die seiner Handschrift anhaftenden Fehler auch weiterhin zu verfallen, da er die zu erlernenden Schrift auf den eigens von ihm erfundenen patentierten LienienblLttern, welche die Lage, Größe, Entfernung und Vollendung der einzelnen Buchstaben korrekt angeben, einfach nachschreibt und auch alle so wichtigen Anfangsbegriffe vor fich hat, die den Schlüssel zur rationellen Erlernung darstellen. Dev Schüler hat also gleich bei Beginn des Unterrichtes das Gefühl der Sicherheit und übt somit sofort fehlerfrei. — Es ist daher jedermann Gelegenheit geboten, ohne Zeit- Versäumnis, ohne Berufsstörung und mühelos durch diese Schreibmethode eine korrekte, elegante und höchst moderne Handschrift sich sofort anzueignen. Nähere Auskunft und Herrenwäsche Krankheiten der Nerven, des Magens, Darmes etc. werden mit Erfolg in Dr. Rutbans Sanatorium in TISCHNOWITZ kuriert Pro«!nekte Anmeldungen an Kalligraph Roubitschek in Prag, Wenzelsin uacnnuwiu Kuriert. Prospekte. ׳<Jlft^ 47׳ ber je&e gewünschte Auskunft erteilt._ nach Mass und 'Her re’nmo de waren kaufen Sie am besten im Spezialgeschäfte der Firma ״Derby“ V. DRESLER, Brünn Krapfengasse Nr. 24—26. Nur apparte Neuheiten. Feste Preise.

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