Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XIII (1912)
- Issue
- Heft 21 (22.8.1912)
- Date
- 1912-08-22
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 21. 1912 Wochenkalender 56^3: אלול! «ug. Festtage ■־מסרד. I3R ח 21 D ט 22 F י 23 i 6 יא 24 פרק שגי. כי תצא רני עקרה S 25 M יג 26 D יד 27 סוק־ל M טו 28 D טז 29 F יו 30 פרק שלישי ורביעי! כ׳ תבא e ית 31 קומי אורי Sette 6. Jüdische׳ VokkSftimme Freude zu ihrer Unterstützung herbeieilen und an!auch in diesem Jahre eine Tagesferienkoloni der Verwirklichung ihrer Autonomie Mitwirken." eingerichtet. Durch reiche Mittel, die teils aus Es ist interessant, daß die Regierung selbst die dem Ueberschuß des Purim-Kinderfestes, teils Juden des Landes darauf hinweist, wie sie nur aus Sammlungen aufgebracht wurden, war es durch eine einheitliche, die ganze jüdische Bevölder Vereinigung möglich, diesmal 50 Kinder aufkerung umfassende Organisation zu ihrem Rechte zunehmen. Die Kinder versammelten sich morgens gelangen könne, und daß alles Petitionieren fruchtum 8'/2 Uhr am Schlump, um mit Extcawagen los bleiben müsse, wenn nicht gleichzeitig ein starker, der Straßenbahn nach Niendorf zu fahren. Nach von der Gesamtheit getragener Wille fordere, was!eingenommen Frühstück, das aus Eiern, ButterdeS Volkes ist. sbrot und Milch besieht, unternehmen die Kinder Der Besä innert an die ״ס״.״—,״.-- .r— — — -ס-0:-ד— ------ — nischen Ministerpräsidenten Baron Bienert gegengebung, wobei natürlich dem jugendlichen Spiel׳ über Adolf Stand, in der er bedeutete, die Retrieb die größte Freiheit gestattet wird. Um 121/- gierung sei insolange außerstande, den jüdischen! Uhr wird das Mittagessen in fröhlicher Stim Forderungen gerecht zu werden, als sie nicht mit mung eingenommen. Nach dem Mittagmahl wird > ^xanr Winklers Gast- «nd Kaffeewirteiner legitimierten Vertretung, welche die Gesamteine zweistündige Ruhepause, die von den Kindern A ״״ m ״ heit hinter sich habe, verhandeln könne. im Garten unmittelbar an der vom Komitee O slyasr ״L-eUlslyes s^aus , orunn. Mögen tie Juden beider Reichshälften aus großen Halle zugebracht wird. Um 3 Uhr gibt Sehenswürdigkeit Brünns. — Vorzüglche Küche, diesen Enunziationen der verantwortlichen Minister es Milch und Brot, und nun geht es wieder zu — Es liegn alle bekannten Zeitschriften auf. die Lehre ziehen! fröhlichem Spiel und Tanz hinaus in Wald, bis Die Memoire» des Kapitän Dreyfus. um 5»/^ Uhr das Abendessen, bestehend aus einer Exkapitän Alfred DreyfuS gewährte dieser Tage Vorspeise und Milch und Eiern als Nachspeise, einem jüdischen Journalisten eine längere Untereingenommen wird. Viel zu früh ertönt um 61/* redung, in welcher DreyfuS Reminiszenzen auS Uhr das Signal zum Ausbruch. Extrawagen der der Zeit seiner Leiden auf der Teufelsinsel zum Straßenbahn befördert die jugendlichen Kolonisten Die Kultusaemeinde Bkibram bektzt die- Besten gab. Das Meiste ist noch in guter Ernach der Abfahrtstelle, wo sie von ihren Anv.׳r- Stelle eines מ * innerung. DaS interessanste Detail dieser Unterwandten in Empfang genommen oder von Koredung bildet die Mitteilung Alfred DreyfuS, miteemitgliedern nach ihrer Wohnung gebracht daß er an einem Buche arbeite, welche seine werden. Zweimal wöchentlich werden unter Leitung ■ Leidensgeschichte sowohl auf der Teufelsinsel als einer bewährten Turnlehrerin Freiübungen, verder beiden Landessprachen mächtig, Schocheth u auch nach seiner Rehabilitierung darstellen wird. Kunden mit Fußball, Reifspiel usw., veranstaltet,! Bal-Tesileh sein soll und daS Inkasso zu ver׳ Diese Memoiren, welche, wie DreyfuS andeutete, wie auch sonst für genügende Abwechslung gesorgen hat. sehr schätzbares Material enthalten, werden erst s sorgt wird. ~ ' ' nach dem Tode des Helden der großen Affoire Konkurs. veröffentlicht werden. Französische Auszeichnungen für jüdische Offiziere. Bekanntlich pflegt am 14. Juli, dem Tage des Nationalfestes der französischen Republik, alljährlich ein Ordensregen auf Offiziere und Zivilisten sich zu ergießen. Wenn wir nun die Liste der mit den höheren Klassen der Ehrenlegion bedachten Generäle und Offiziere durchfliegen, so sehen wir, daß ein reichliches Maß des heißersehnten Ordenssegen für jüdische Generäle vorgesehen ist. So empfingen das Großkreuz der Ehrenlegionen die beiden israelitischen Divisionsgeneräle von den Kolonialtruppen: Jacques Mercier-Melon und Daniel Winckel-Mayer; die Kommandeurkrawatte ist den jüdischen Brigadegenerälen I. LucaS, Abel Treitmann und Simard Simon verliehen, ebenso dem Militärintendanten Abramovitch; das Offizierkreuz empfingen folgende Brigadegeneräle: Gendre. Raffanel, Herz und Alvarez, sowie der Intendant David Betel. i Sternhof i bestes aller Bitterwässer. Dr. Rudolf Katbolicky gew. Letter der I.cdirg. Abteilung der Landerkrankenanrtait wsvnt: Ecke Terdlnandsgasse und 30battne$9a$$e <- ««>«, ordiniert tsgttev von 2 dir 4 Ußr naevm. Fernrprecder Nr 803. Neujahrswünsche. Seit vielen Jahren ist es Sitte geworden, anläßlich des Noschhaschono-Festes den Geschäftsfreunden in einem jüdischen Blatte! durch eine entsprechende Anzeige zum Neujahrsfeste Glückwünsche zu entbieten. Dies empfiehlt sich insbesondere für ״Geschäfts-1 leute, Hoteliers, Kaffeetiers, Wirte, Kultusbeamte I usw. Auch in diesem Jahre werden wir eine be-! sondere Rubrik für Gehalt Kr. 900'— jährlich, den Ertrag der Schechita und übliche Nebeneinkommen. Offerte mit Angaben des Alters und Familienstandes sind zu richten bis zum 15. September l. I. an den Borstand. Ke-r guleSchut-u. Kouzertviottnen nebst sämtlichen Streich, und Blarinstru» menten, alle Gattungen Saiten. Musts, werke, Trommeln, Zithern, Gramms» phone, Platten. I. Reparaturwerkstatte für sämtliche Instrumente. Alte Meister, geigen stets am Lager. - Preiskurantr giaus. Karl Gott, vorm. Ignaz Beer I ■ .Ui u fit tnfti'ii menten- und ©oiter.etjcußuiig’ in Mähren Brünn, Schwcrtgafft' Nr. 0. M. Herauziehuug jüdischer Grundbesitzer zu de» Kirchcnbaulastcn in Allcnsteiv. Auf die Beschwerde eines jüdischen Grundbesitzers wegen Heranziehung zu den Kirchenbaulasten ist vom Landesgericht in Allenstein folgende Entscheidung ergangen: ״Nach den Erkenntnissen des Obertribunals vom 17. Dezember 1852 und 8. November 1854 sind alle Besitzer belasteter Grundstücke ohne Unterschied der Religion zu den dringlichsten Lasten und Abgaben bei einer Parochialkirche heranzuziehen, desgleichen sind die ansässigen jüdischen Mitglieder einer Stadt- oder Dorfgemeinde verpflichtet, die nach Maßgabe des Grundbesitzes zu entrichtenden Beiträge zur Erhaltung jder Kirchensysteme zu tragen; ferner sind anch alle jüdischen Grundbesitzer zur Leistung der auf ihren Grundstücken haftenden kirchlichen Abgaben verbunden. Entscheidend ist für die Pflicht deS jüdischen Grundeigentümers, nach Maßgabe seines Grundbesitzes zu den Bauten bei der Parochialkirche beizutragen, in deren Bezirk sein Grundbesitz gelegen ist, daß der letzte christliche Grundbesitzer nach seinem Religionsbekenntnis dazu verbunden war. Die Heranziehung zur Kirchensteuer besteht also zu Recht. Jüdische Tagesferien Kolonie« in Ham bnrg. Um der großen Anzahl von Kindern, die in den Ferienkolonien kerne Aufnahme finden konnten, den Aufenthalt in der gesunde» Natur zu ermöglichen, hat die Frauenvereinigung der zionistischen Ortsgruppe von Hamburg-Altona zu Neujahrsgratulationen ראש השנה in der ״Jüdischen Volksstimme" errichten, die wir allen Interessenten bestens empfehlen. Infolge der immer zunehmenden Verbreitung der ״Jüd. Volsstimme" ist die Gewähr vorhanden, daß die Neujahsinserate wirklich gelesen werden und somit ihren Zweck sicher erfüllen. 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AAAAAAAAAAAAAAAAA Soeben erschienen: ״Hickls Jüdischer Volkskalender".