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Jüdische Volksstimme · 1912-07-25 · Heft 17 (25.7.1912) · page 6

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XIII (1912)
Issue
Heft 17 (25.7.1912)
Date
1912-07-25
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Attische VsMstivnae. Nr. 16. Landarbeitersrage (Eger). Jur. Ernst Kohn: Althebräische Literaler <Eger). MUC. Franz Eckstein: Alte und neue Kolonisationsmethoden (Warnsdorf!. Trchn. Karl Kohn: Rassenprobleme (Warnsdorf). ß. Vorträge in de« zionistische« Semiuarie«, die ei«, mal i« der Woche stattsande«: A. H. Dr. Engel: Die jüdische Gegenwartsarbeit und der Zionismus. Tcchn. Karl Kohn: D,׳r Charterismus. A. H. Dr. Engel: DaS Kulturproblem in Westeuropa. Med. Otto Lapper: Praktische Palüstinaarbeit. MUC. Franz Eckstein: David Trietsch. A. H. Dr. Engel: Jüdische Emigration. Techn. Emst Stroh: Heine und das Judentum. Techn. Ernst Epstein: Sombart: Die Juden und das Wirtschaftsleben. Med. Alfred Kohn: Mendelsohn und Lefsing. Techn. Emst Gibian: Die Bedeutung der Kattonutzer Konferenz. Techn. Karl Lohn: Pasmanik: Die Seele Israels. Jur. Jakob Schwarz: Sombart: Die Zukunft der Juden. MUC. Vertl Neubauer: Die Kolonisation Palästinas. Jur. Oskar Ziffer: Der Zionismus vor Herzl u. a. mehr. An alle Borträge schloh sich eine lebhaste und sehr lehrreiche Debatte an. Außerdem hielten fast alle K. B. die obligaten Zeitungsreserate, die aus den zion. Presien die wichtigsten lausenden Ereignisie brachten. C. Vcranstaltuugcn des Kartells. 16. September 1911: Fepkommers in Teplitz. Festrede A. H. Dr. Engel. 17. September 1911: Festkommers in Knaben. Festrede chem. Max Kopetzky. 21. Oktober 1911: Jnaugurationskneipe. Festrede A. H. Ing. Fischer. 26. Okloter 1911: Tiekussionsabend über den X. Kongreß. Referent A. H. Tr. Engel, an welchen sich eine lange lebhafte Debatte anschloß. 29. November 1911: Makkabäerfestkneipe. Festrede Med. Silvio Stöhel. 9. März 1912: Jnaugurationskneipe, bei der A. H. Dr. Engel die Festrede und Herr Sekretär Blumenfeld eine sehr bemerkenswerte längere Ansprache hielt. . 20. März 1912: Gemeinsam mit der Halle Vortrag Prof. Dr. Weitzmann. 7. Mai 1912: Lag b'omcr Fcstkneipe. Festrede MUC. Franz Elftem. 30. Juni 1912: Schlußkneipe des Kartells. Außerdem waren wir an der zionistischen Akademiker» Versammlung und dem öffentlichen Bortrage Blumenfeld beteiligt. Wir beteiligten uns semer teils korporativ, teils deputativ an allen zionistischen Beranstaltungen Prags. Als Redner für auswärtige Veranstaltungen stellten wir für die Malkabäerseier: JUDr. Herbert Birnbaum nach Komotau. Jur. Löwy und Med. Gerstl nach Budweis. A- H. Dr. Engel nach Traurenau. Jur. Paul Löwy nach Eger. )UC. Otto Stern nach Teplitz. A. H. Dr. H. Lüw nach Warnsdorf. Med, Paul Gerstl nach Prag (Handelsakademie). A- H- Hugo Löw für das Stiftungsfest des jüd. Akad. Klub, Karlsbad. Med. Silvio Stößel für die Abschiedskneipe der Prager Handelsakademie. Außerdem waren Med. Gerstl rezitatorisch tätig in Krummau und Prag (Toynbeehalle) und MUC. Franz Ekstein in Teplitz, Aussig und Äaaden. An den Arveiten rm zionistischen Büro und im Büro des I. N. F. waren mehrere unserer Mitglieder teils agitotorisch, teils administrativ wirksam. Ebenso stellte das Kartell das Hauptkontigent an Sängern für den neugegründeten jüdischen Chor, an deffen Spitze MUC. Ekstein als Obmann steht. Auch für den I. N. F. wurde fleißig gesammelt. Die Eintragung des A. H. Dr. Engel gilt als vollendet und auch die neubegonnene des gewesenen langjährigen und Berdienstreichen N. F. Kom. Moritz Löwy werft bereits ein hübsches Konto auf. Für die übrigen Institutionen haben wir nach unserem besten Können gearbeitet. Hedad! Ferialleiter der Jorbania: Ferialleiter der Barijsia: Med. Alfred Kohn, MUC. Franz Eckstein, Karlsbad, ״Polonia". Teplrtz-Sch., Walsenhausg. 0. Krankkeilen dtr Nerven, des Magens, Darmes etc. wede mit Erfolg im Dr. Kubans Sanatorium in TISCHNOWITZ kuriert.— Prospekte. itimdjchaii. Gewaltsame Maffcnselbsthilfe. Gegen 3000 Einwohner von Sofia, die sich Asylloje nennen, aber eher Wohnungsnotleidende sind, griffen kürzlich zu einer seltsamen Selbsthirse. 2600 Bulgaren und 420 Juden gelobten mit Eid und Unterschrift ihren Rädelsführern, die ihnen durch das Los von einer besonderen, aus ihrer Mitte ernannten ״Kommission" selbstherrlich bestimmten Baugrundparzellen auf Gemcindegrund abzustccken und in Besitz zu nehmen. Die Ansührer sandteri ein Huldigungstelegramm an die Königin Eleonore, benachrichtigten auch die Be- Hörden und forderten die Asyllosen auf, ohne jedwede Waffe - zu erscheinen, was diese in frühesten Morgenstunden auch taten, so daß die erst im Laufe des Vormittags eingetroffene Polizei nur feststellen konnte, daß die Absteckung der verschiedenen Parzellen schon vollzogen sei. Die Anfiedlung wurde aus den Namen der Königin getauft. Bauplätze für eine Kirche, eine Synagoge, je eine bulgarische und eine jüdische Schule wurden gewählt, und als Wahrzeichen wurde eine Flagge mit der Aufschrift ״Gott schütze uns" gehißt. Die Behörden erklärten, sie würden diese Expropriaüon nicht anerkennen, konnten aber die Rädelsführer nicht umstimmen. Blutige Zusammenstöße scheinen nicht ausgeschlossen, wenn dieser Tage die Polizei sich weniger nachsichtig zeigt und das Bürgeramt die Wohnungsnot nicht lindert. Zum Wahlrechtsraub an den russischen Juden. Auf Grund der Mannten Senatsentscheidüng, wonach die Juden, denen der Aufenthalt außerhalb des Ansiedlungsrayons nur bedingungsweise gestattet ist, vom Dumawahlrechte ausgeschloffen sind, hat das Ministerium des Innern verfügt, daß in Sibirien auch diejenigen Juden, die eine russische Hochschule absolviert haben und sonst im ganzen Reiche wahlberechtigt sind, von den Wahllisten zur bevorstehenden Dumawahl gestrichen werden müssen. ״Hinter Mauern", das neue Schauspiel Henri Nathansens, das im jüdischen Milieu spielt und am Kopenhagener Hoftheater großen Erfolg hatte, wird Anfang der nächsten Saison auch an vielen deutschen Bühnen gespielt werden. Unter anderen hat das Münchner Schauspielhaus das Stück erworben. Brünn. Wir werden von der k. k. Polizeidirektion um Veröffentlichung folgender Notiz ersucht: Z. Z. 1262/procs. Das k. k. Ministerium des Innern hat mit dem Erlasse vom 21. Mai, Z. 13-822 verfügt, daß vom 1. Oktober 1912 an, hinsichtlich aller Handseuerwaffm unter dem Maße von l8 Zentimeter die Bestimmung des § 2 des kaiserlichen Patentes vom 24. Oktober 1852, R.-G.-Bl. Sir. 223, wonach solche Waffen als verboten erklärt werden, genau gehandhabt werde. Mit der Erteilung der zum Ankauf, Besitz und Tragen von derlei Waffen erforderlichen Bewilligung wurde für den hiesigen Polizeirayon die k. k. Polizeidirektion betraut. Die zur gewerbsmäßigen Anfertigung und Veräußerung solcher Waffen erforderliche besondere Bewilligung erteilt nach wie vor die k. k. Statt- Halterei. Bei Ansuchen um Ausstellung von Geleitscheinen wird stets zu unterscheiden sein, ob es sich um die Einftrhr von Handfeuerwaffen von vorschriftsmäßiger Länge oder solcher unter dem Maße von 18 Zentimeter handelt. Röntgen-Institut Durchleuchtungen -er Brust ««- Ba«G eingcwei-c. Photographien bei Uns««׳ Verletzungen, Gelenksu KnochenkrankheÄ». Heilbehandlung bet verschiedenen chr» nischcn Krankheiten. Speziatarzt Dr. Gugen Kodon, Brünn, Großer Platz :i, (Bankhaus Herb«) Telephon 1444 (ister»rb«tz. 1912 Wochenkalender 5672. אב Juli Festtage הפטיה M - 24 D ־־א 25 F 26 . S י* 27 פרה רביע*. שבת;המד, ואת;־!נ.! נחמו:חם: עסי S •ך 28 מזק־ר 1 M ט* 29 D טז 30 ai&iric1tan$ — חפשה עשר באב M יז 31 D •ח - 1 F יט W2 |® & 3 פרק חמישו, עקב ותאמר ציק Briefmarken - Centrale Brünn, Krapfcngaffc 29. Reichaffortiertes Lager von Briefmarken aller Länder bis zu den größten Seltenheiten zu sehr billigen׳ Preisen. Manko-Listen finden sofortige Erledigung. — Kaufe zu höchsten Preisen ganze Sammlungen, Einzelnmarken und alte Korrespondenzen. Begründst 1869. Gegründet 1869. RUPRiCH Stadthofplatz 2, BRÜNN, Stadthofplatz 2. Bewährte Lehrkräfte. Prakt Ausbildung der Schüler. Die Anstalt umfasst: 1. Die zweiklassige Handelsschule* (Beginn 17. September). 2. Den einjähr* Fachkurs. (Beg. 17. Sept.) 3. Die zweiklassige Handelsschule für Mädchen. (Beginn 1. Oktober). 4. Den einjährigen Handelskurs für Mädchen und Frauen. (Beginn 1. Oktober.) 5. Den Abendk. für Handelsf. (Beg. 1. Okt.) 6. Den Kurs für Maschinschreiben- Die Aufnahmen in allen Abteilungen beginnen am 8. September (9—12 und von 3-5 Uhr). Schriftliche Anfragen werden jederzeit sofort erledigt ■ ״ Programme gratis. =-^-. Von den Absolventen und Absolventinnen der Anstalt konnten auch im Laufe des heurigen Jahres viele unter - - günstigen Bedingungen untergebracht werden. - - in Brünn. Schüleraufnahme für das Schuljahr 1912/13. .Die Einschreibnng der Bewerber (Bewerberinnen) um Neuaufnahme in die Anstalt finden statt: ■ 4 Jahrgänge, Einjährig-Frei- . ■ wiiligenrecht, vollständige Au-bildung in der Spinnerei, Weberei, Färberei, Appretur und in den kommerziellen Fächern. Montag den 16. September: Einschreibung von 8—10 Uhr vorm. Aufnahmsprüfung von 10—12 Uhr vorm, und von 2—4 Uhr nachm. D iMeM«: ssssr ässseב ־ Schüler gleichgestellter Anstalten). . Dienstag den 17.. September von 10—11 Uhr vorm, fl Partiprhllln Spinnerei, Weberei, Färberei und Ij mUlullllllü Apretur: je 3 Semesterkurse zu 5 Monaten. Dienstag den 17. September von 8—10 Uhr vorm. 1) Miln SÄÄr‘“‘־eh־0“״ D enstag den 17. September von 3—4 Uhr nachm. I!) flHlMMllSlIR: App eteure) 2jährige Kurse. Sonntag den 29. September von 10—12 vorm., Montag den 30. September nnd Dienstag den 1. Oktober von Jalousien-, Roleauxfabrik | u. Reparaturwerkstätten. Neue Jalousien in jeder Ausführung, Reparaturcn alter Jalousie» u. Rolcaux bei muster- Hafter Bedienung zu äußerst billige« Preisen. Jedem von mir reparierten Fensterroleaux wird ein automatischcr, selbsttätiger Schnurhalter gratis gegeben. Bitte mittelst Korrespondenzkarte um Besuch überall hin zu schreiben. Tüchtige Vertreter werden unter günstigen Bedingungen oder gegen fixen Gehalt ausgenommen. Karl Czermak, Brünn, Steingaffe Nr. 10. 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