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Jüdische Volksstimme · 1912-05-30 · Heft 9 (30.5.1912) · page 6

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XIII (1912)
Issue
Heft 9 (30.5.1912)
Date
1912-05-30
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Indische BoMstimm׳ 6 >1׳־י® Dr. Rudolf Katbolicky ge«. Leiter der I.cMrg. Abteilung der Landerursnirensnrtalt wohnt: €cke Terdi1tand$aa$$e und Zodannergarre <>««,» k״«*> ordiniert täglich von 2 Sir 4 Uhr nachm. Fernsprecher nr. 603. ^erfonafnacfmdtten. Verlobungen. Herr Dr. Hans Schönhof hat sich mit Frl. Dolly Weiner. Brünn verlobt. — Herr Ing. Siegfried Otto Klein, Wien, hat sich mit Frl. Filipine Bock, Gewitsch. verlobt. (Unsere besten Glückwünsche die Red.) Trauungen. Sonntag, den 2. Juni 10 Uhr vormittags findet im Tempel, Stistgosie, die Trauung des Herrn Heinrich Wellisch mit Fräulein Elfriede Zwicker statt. — Sonntag, den 9. Juni 1 Uhr mittags findet im Tempel, Stiftgasse, die Trauung deL Fräuleins Helene Bürstein mit Herrn Emil Kornitzer statt. (Unsere besten Glückwünsche. Die Red.) Des Kindes Gebet. Von Anna Friedmann-Mandl, Wien. Bleib, Herr, bei mir mit Deiner Gnade, Verlaß mich nicht. Leit' immer mich auf rechtem Pfade Zu Deinem Licht. Laß Deiner heil'gen Lehre Pflichten Mich üben gern. In Glück und Leid, in Freud' und Kummer Sei Du mein Stern. Stets leucht' Dein Angesicht mir freundlich In dieser Welt. Von Dir kommt Kraft und ew'ge Frische, . Die aufrecht hält. Und geh' dereinst ich kampfesmüde Zur cw'gen Ruh' — Ich rufe noch im Todcskampfe: ״Gott! Eiuz'ger Du'." Eungrantensürsorge?> Sowohl für die russischen wie die für rumänischen Juden hat sich seit einer langen Reihe von Jahren eine ratiomlle Organisation der Aus- Wanderung als das ersprießlichste Ncttungswerk erwiesen. Wie in unseren Berichten wiederholt geschildert wurde, ist deshalb seit mehreren Jahren durch ein planmäßiges Zusameowirken der großen jüdischen Organisattonen u. zw. hauptsächlich der ״Jewish Colonization Association" in Paris, des ״Hilfsvereins der Deutschen Juden" in Berlin und der ״Jsr. Allianz zu Wien" ein weitverzweigtes System von Jnsormationsbureaux und Fürsorgekomitees geschaffen worden, durch welches die Emigranten schon in ihrer entlegensten Heimat in den kleinsten Städtchen Rußlands und RumänienS Rat und Auskunft erhalten, nach einen brieflichen oder telegraphischen Aviso von unseren Grenzkomitees übernommen, dann, soweit die Aus- Wanderung über Oesterreich geht, in Wien erwartet instradiert und durch Legitimationskarten unseres Vereines, unter gleichzeitiger Verständigung der korrespondierenden Hilfskomitees, auf dem ganzen Wege bis nach Amerika geschützt werden. Sowohl mit dem Zentralkomitee der I. C. A. in St. .Petersburg und den größeren russischen Provinzkomitees, namentlich mit denjenigen von Odessa, Kiew, Warschau, Kamenctz-Podolsk. Shitomir, Minsk, Berditschew und anderer Städte des sogenannten Ansicdlungs-Rayons, als mit den rumänischen Komitees, anderseits mit den Hilfskomitees in Basel, Rotterdam, Amsterdam, Antwerpen. Bremen, Hamburg und sclbstverständ-!ich Triest, befinden wir uns in ständigem Kontakt mit manchen der Komiles in beinahe täglicher Korrespondenz. Jeder Emigrant aus Rußland wird uns unter gleichzeitiger brieflicher Verständigung mit einer Karte empfohlen. Schon in Rußland und in Rumänien verfügen die zahlreichen Komitees unter unserer Kontrolle über nummerierte Legitimationskarten *) Wir entnehmen diesen hochbe.eutsamen Aufsatz dem 39. Jahresbericht der ״Wiener Jsr. Allianz". unseres Vereins, deren Text im Einvernehmen mit dem k. k. Eisenbahnministerium in Wien festgestellt und den Eisenbahndirektionen amtlich bekannt gegeben wurde. Auf Grund dieser Legitimationskarte der Allianz erhalten die Emigranten Bahnkarten zum halben Preise für die Durchreise von der russischen oder rumänischen bis zur reichsdeutschen oder Schweizer Grenze, sodaß hiedurch allein tausende von armen Emigranten eine nicht unwesentliche Verbilligung ihrer Reise erzielen. Eine wertere Ecleuchtcrung finden sie dadurch, daß bei unserer Vermittlung die Schiffsgesellschaften von den niedrigsten jeweiligen Preisen der Ueberfahrt noch denjenigen Betrag in Abzug bringen, den sie sonst den Agenturen als Provision gewähren. Für die Sichtung der Emigranten mit Bezug auf ihre Gesundheit und Emigrationsfähigkeit, sowie die sichere Zulassung zur Landung in Amerika sind die Heimatskomitees verantwortlich welche durch die Publikation eines zweimal monatlich in jüdisch-deutscher Sprache mit hebräischen Lettern vom Zentralkomitee in St. Petersbürg herausgegebenen Blattes ״Der jüdische Emigraut" fortlaufend über alle Angelegenheiten der Auswanderung, über die Bahnpreise und die schwankenden Schissahrtstarife, über die Arbeits- und Einwanderungsverhältnisse in verschiedenen Gegenden und etwaige besondere Vorschriften Belehrung verbreiten. Damit die Auswanderer unterwegS nicht als Bettler erscheinen, auch nicht bei ihrer Unerfahrenheit durch Verlust des mitgenommenen Zehrgeldes in eine prekäre Lage kommen, ist die Einrichtung getroffen worden, daß durch die Fürsorge-Komitees in der Heimat, welche, sei es durch die volle Einzahlung der Kosten durch die Emigranten selbst, oder durch eine für sie erlangte Unterstützung die ungestörte Reise bis nach Nordamerika (bezw. Argentinien zu sichern haben, in der Regel auch einige Kronen pro Kops durch Vermittlung der Israelitischen Allianz als auszuzahlendes Zehrgeld übersandt werden, welches den Durchreisenden in Wien ausgefolgt wird- Danach sollten eigentlich finanzielle Beiträge zur Unterstützung der Emigration durch Zuschüsse in Bargeld an einzelne Personen oder Familien aus der Durchreise in Oesterreich überhaupt nicht geleistet werden. Aber bei den traurigen Verhältnisten, in denen die Juden besonders in Rußland leben, bleibt das nur Theorie, während in der Praxis aus mehreren Gründen unregelmäßige, von den Heimatskomitees nicht empfohlene Äuswanderer sich entweder schon in Krakau. Brody oder Czernowitz an unsere Filialen um Hilfe zur Weiterreise wenden, welche ihnen für unsere Rechnung gewährt werden muß. oder in Wien in unserem Bureau erscheinen und das Gros jener Scharen hilfesuchender Männer, Frauen und Kinder bilden, welche seit Jahren nahezu täglich in unserem Bureau zu finden sind. Entweder sind es Personen, die von den Heimatskomitees als emigrationsunfähig erkannt und vor der Weiterreise gewarnt wurden; sie verschmähten aber den Rat und verließen sich auf die Wohltätigkeit der westeuropäischen Organisationen, um eine Hilfe zu finden, die zu leisten ganz unmöglich ist, so z. B. wenn die Leute absolut zu ״Freunden" nach Nordamerika fahren wollen, während ihre Zulassung wegen Erwerbsunfähigkeit oder eines Augenleidens ganz ausgeschlossen ist; oder es sind Personen, die aus Grund vager Anhaltspunkte und Phantasien ohne bestimmten Plan und ohne physische Eignung, l sich eine Existenz zu gründen, nach Frankreich und England auSwandern wollen. Die Unterstützung zur Reise nach westeuropäischen Zielen liegt ganz außerhalb des Wirkungskreises der Jca-Komitccs und geschieht von Wien aus nur zu Lasten unseres Vereines. Wir sind dabei teils an strenge Vorschriften von Behörden, teils an vollkommen gerechte Forderungen der anderen Komitees ge- Kunden. (Schluß folgt.) Aufruf! > Edle Glaubensgenossen werden hiemit höflichst ersucht, j für die nach dem letzthin verstorbenen Markus Mahler in. Hinter-Stritcr Hinterbliebenen zwei taubstummen Töchter eine kleine Unterstützung gütigst zukommen zu lasten, da sie gänzlich subfistenzlos sind. Spenden nehmen dankend entgegen Philipp Kohn iu LabSic Pr. Cetorae, Julius Schiilk i» Hiutcr-Stritc? Pr. Töchobu;, im Namen der Judengemeinde in Babsic. ®@@@®®®®®©®®®®®®® 1912 Wocheukaleuder 5672. ד.8טרה ישלח יהושע פרק שלישי. Röntgen-Institut Durchleuchtungen der Brust und Banch eingeweide. Photographien bei Unkaü> Verletzungen, Gelenksu Knochcnkraskheite». Heilbehandlung bei verschiedene» chr«- nischen Krankheiten. Speziakarzt Dr Hugen Kodon, VrLnn. Großer Platz t. (Bankhaus $»&•*) Telephon 1444 tiatttnilft«). flu$nabm$offerte. Wir offerieren freibleibend folgende Bücher zu Ausnahmspreisen zu beziehen durch die Administration der Jüdischen Volksstimme: anstatt mit Werner Sombart. Die Juden und das Wirtschaftsleben. — 8 — Dr. Max Joseph. Das Judentum am Scheidewege. — 3 — Mathias Acher. Augewählte Schriften, 2 Bände. — 5 — Dr. Jakob Faitlowitsch. Quer durch j Abessinien.650־3 —־ j Oskar Frankl. Der Jude in den deutschen Dichtnngen des 17. Jahrhunderts.. 220! 40־ Oskar Frankl. Schiller in seinen Be- Ziehungen zu den Juden und zum Judentum ... t ... . 2 40 120 Jakob Frommer. Ghettodämmerung 3 60 2׳— Samuel Meiseis. Der Talmud als Betrüger. 350 230 Strauß. Das Leben Jesu.12 — 650־ 8. Krauß. Das Leben Jesu, nach jüdischen Quellen ..5— 3 — Bambus. Palästina, Land und Leute 43 50־ — Lublinsky. Die Entstehung des Christentums aus der antiken Kultur 43 80־ — Jüdische Statistik. 8 20 5 — Selma Lagerlöf. Liliencrons Heimat, Roman .... *.450 2 —־ Dr. Nor Levy. Die Sephardim in Bosnien.4־2 ~־— Braun Dr. M. Geschichte der Juden und ihrer Literatur. 2 60 130־ Georg Hecht. Der neue Jude . . . 420 2 —־ Dr. M. Bienenstock. Das jüdische Element in Heines Wirken . . . 4230 —־ Protokoll des V- Kongresses . . . 180 — 50־ H. Keller. Ballast.3־-80 H. Weinheimer. Die Entstehung des Judentums.375־1 60־ Vrchlicky. Bar kochba.4130 —־ Wilh. Jensen. Die Juden zu Köln . 32 60־ — Dr. Leo Böck. Das Wesen des Judentums.230־1 40־ Moses Hess, jüdische Schriften von Zlocisti. 4 20 260 Moses Hess. Rom und Jerusalem . 3 — 2 — August Wünsche. Die Schönheit der Bibel. I Teil.• . 9 60 5 — Dr. A. Sandler. Anthropologie und Zionismus.160— 20־ Dr. D. Rothblum. Golus. 2 40 130 Dr. M. Norden. Der Zionismus . . —'20 —10־ Stein. Geschichte der Juden in Böhmen...3— 130 Müller. Beiträge zur Geschichte des mähr. Judentums. 3 60 180־ Max Brod. Jüdinnen.3 — 160־ Böhlau Helene. Isebias, Roman . . 6330 20־ ' Marben Masrtins. Die neue Religion. | Ein moderner Roman.575־2 —־!Palästina. Jahrgang 1902 .... 5— 3 — Benheik. Der Durst nach Schönheit 3 60 180־

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