Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XIII (1912)
- Issue
- Heft 7 (16.5.1912)
- Date
- 1912-05-16
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Jüdische Bolksstimme Jh. 7 Bangigkeit des Kommenden harrt, so müsse jedes neue Schuljahr mit Aufmerksamkeit und Spannung beobachtet und begleitet werden. Aber erst der fallende Vorhang gibt den Baobachtern zu Beifall oder Mißfallen das Recht. Jerusalem. Die Verwaltung des hiesigen Beth-Haam (VolksbildungSheim) veranstaltet zu Ehren des Herrn Dr. Bodenheimer, Vorsitzenden des jüdischen Nationalfonds, und des Redakteurs der hebräischen Monatsschrift ״Haschiloah", Dr. Josef Klausner aus Odessa, die während des PassahfesteS in Jerusalem weilten, einen Empfangsabend, der einen überaus stimmungsvollen Verlauf nahm. Es wurden zahlreiche begeisterte hebräische Reden gehalten. Dr. Bodenheimer versprach bei dieser Gelegenheit, er werde bemüht sein, bei den europäischen Palästinafreunden dahin zu wirken, daß den kulturellen Bedürfnissen Jerusalems mehr Aufmerksamkeit als bisher zugewandt werde. Dr. Rudolf Katbolicky gew. Leiter der!. evirg. Abteilung der EandesKranKenanstalt wohnt: Ecke Jetdinandsgasse und Mannergarre <-««׳״ ׳.׳-»-.> ordiniert täglich von 2 dir 4 Mir nachm. Fernsprecher Nr. 603. (Bingcfcndet. Löbliche Redaktion! Mit Bezug aus die ״Mitteilungen" von I. Blanzger in der ״Frkf. Ztg." über ״verstecktes Hebräisch in der deutschen Sprache", welche in Ihrem geschätzten Blatte wiedergegeben wurden, gestatte ich mir folgende Bemerkungen: Daß in der deutschen Sprache eine hübsche Zahl hebräischer Worte zu finden ist — ist beweisbar. Aber daß ״Haube" von ״Chupah" entstanden ist; daß ״Korb" mit ״Korob" (Verwandter) in Verwandtschaft steht; daß die südafrikanischen Koffern mit dem hebräischen ״Kafar" (Dörfler) identisch sind, und endlich daß ״Brüche" mit ״B'richa" (Flucht) einen Zusammenhang hat — diese ״Beweise" sind wirklich brüchig und hinfällig. Um für ״verstecktes Hebräisch in der deutschen Sprache" Beweise zu liefern, ist gar nicht nötig, eine ״Haube" unter der ״Chupah" zu suchen; einen ״Korb" — bei einem ״Korvb"; einen hebräischen ״Dörfler" — in Südafrika und dann erst auf der ״Flucht" — ״in Brüche zu gehen ...." Ich möchte mir gestatten, nur einige Vokabeln der beiden obengenannten Sprachen, die sich im Sinne wie auch m der Aussprache fast vollständig decken, anzuführen und sie gegeneinander zu stellen: ^Schatten", zu Hebräisch: ״Schalst", ״Schild" — ״Sichelet", ״Kameel" — ״Gamal", ״Heulen" — ״Helil", ״Saufen" — ״Sawo", ״Maschine" — ״Mechona", ״Kurz" — ״Kazar" u. v. a. Zuletzt möchte ich noch auf die Jdentizität des lateinischen Wortes ״amaro" (bitter) mit dem hebräischen Worte desselben Sinnes ״mar" hinweisen. _ I. Kühn. Notiz. Kalligraph Roubitschek garantiert dafür, daß bei nur einigem Flciße, nach seiner Methode eine tadellose, gefällige und elegante Handschrift auf Lebenszeit erworben alle anhaftenden Schrcibgcbrechen, wie auch Schreibkrampf, Händeztttern, rc. beseitigt werden, und daß jede Schrift sich fortgesetzt überraschend weiter verbessern muß. Seine Methode hat nichts Gemeinschaftliches mit den Niethoden, wie sie in den im Handel vorkommenden, veralleren Lchrbmtern gelehrt werden, denn diese Lehrbücher zeigen gewissermaßen nur, wie die Schrift sein soll, aber niemals kann darnach die schöne geläustge Schrift erlernen, weil dem Schüler nicht der Schlüssel gegeben wird, die Buchstaben korrekt nachzubilden. Der Schüler verfällt bei dieser veralteten Methode infolge der Ungeübtheit und des Mangels einer rationellen Anleitung in der Regel in seine alten Fehler, verliert die Geduld, wirft dann die Vorlagen einfach weg und behält die schlechte Schrift bis ans Lebens- Die Methode — eine sensationelle Erfindung des berühmten Kunstlalligraphen Rudolf Roubitschek — ist so genial durchdacht und so verläßlich erprobt, daß es dem Lernenden schon im Vorhinein unmöglich gemacht wird, in die seiner Handschrift anhaftenden Fehler auch weiterhin zu verfallen, da er die zu erlernende Schrift auf den eigens von ihm eisundcnen patentierten Linienblältcrn, welche die Lage. Größe, Entfemung und Vollendung der einzelnen Buchstaben korrekt angcben, einfach nachschreibt und auch alle so wichtigen Anfangsbegriffe vor sich hat, die den Schlüsiel zur rationellen Erlernung darstellen. Der Schüler hat glso gleich bei Beginn des Unterrichtes das Gefühl der Sicherheit und übt somit sofort fehlerfrei. — Es ist daher jedermann Gelegenheit geboten, ohne Zeit» Versäumnis, ohne Berufsstörung und mühelos durch diese Schreibmethode eine korrekte, elegante und höchst moderne Handschrift sich sofort anzueignen. Nähere Auskunft und Anmeldungen an Kalligraph Roubitschek in Prag, Wenzelsplatz 47, der jede gewünschte Auskunft erteilt. ArieDasten. Proponent. Trotz der großen Reden und der kritischen Bemerkungen der Herren S. ist bis heute die sogenannte bürgerliche Vereinigung nicht zustandegekommen. Auch wir sind neugierig, was die nächste Zusammenkunft für geistige Blüten zeitigen wird. In jedem Falle empfehlen wir Ihnen etwas mehr Geduld. Gur Ding braucht Weile. — I. L., Bade». Wir sind nicht in der Lage, Ihr agressiv gehaltenes ״Eingesendet" zu veröffentlichen. — Rabbiner P. Besten Dank für die freundliche Mitteilung. Wir werden hievon gelegentlich entprechenden Gebrauch machen. — R. 1000, Prag. Wir bitten, sich diesbezüglich an die Jüdische Volksbank, Brünn, zu wenden. — Nng.-Brod. Der 21. Jjar 5610 war am 17. Mai 1850. Jüdisch-volkliche Gedenktage. 29. Jjar bis 7. Sivan.!9. 5619 starb R. Meir von Przemyschlany, ein bedeutender Chaffidim-Rabbi. 1. 5856 erlitten mehr als 1300 Märtyrer in Worms den Feuertod. 2. 5664 starb in Warschau der hebr. Schriftsteller und ausgezeichn. Astronom, Chaim Selig Slonimski. Gründer der ״Hazefirah". 3. 4856 überfielen Kreuzfahrer die Mainzer Judengemeinde, und über 1000 Märtyrer fielen mit dem Bekenntnis des einzigen Gottes auf den Lippen durch bas Schwert des Feindes. 4. 4966 herrschte in Palästina gwße Hungernot. 5. 5481 starben in Lemberg 36 berühmte Männer, darunter die Brüder Reizes, als Märtyrer. 6. 5520 starb R. Israel Baal-Schem, der Stifter der chassidischen Sette. 7. 5509 wurde der Proselyt Abraham Potocky in Lemberg als Märtyrer verbrannt. 1912 Wochenkalender L672. 1 Mai אייר 1 Festtage הפטרה s -- 16 יש כפור קטן, ערב ר־ח שירן Rosch (!hodcsch ראש חדיש S M 19 20 שלשת יפי הנבלה ערב שבוערת ישראל D n 21 .1-־ א׳ דשבועות ויהי בשלשים D 23 פזניר..ן® - ב׳ השבועות] F 24 S * פרק ראשון נ־יאן ויה* איש אחד' Restaurant mit Fremdenzimmer in größerem Orte Salzkammergut, auch für israelitische Nestauratton geeignet, günstigst verkäuflich oder zu verpachten. Auskunft erteilt —• Ignaz Bruder, Linz a. D. : : ♦ Kuchen- und Gartengeräte ♦ in der größten Auswahl empfiehlt ^־■= EISEHHANDLUNG Plachetka & Bouse (vormals A. NEKOVÄk) Brünn, Rudolfsgasse 13. Metallbuchstaben — in jeder Größe und Ausführung, für Firmen und Aufschriften billigst bei Benjamin Mautner Brünn, Bäckergasse 38. Spezialität: Neuheit Aluminium-Badewannen. Telephon 261 Telephon 261 P. T. Beehre mich anzuzeigen, dass ich das im Jahre 1S63 von JOSEF SCHIPKA gegründete Zimmergeschäft Tischlerei u. Holzhandlung käuflich erworben habe und in der bisherigen Weise und Ausdehnung weiterführe. Gestützt auf meine langjährigen Erfahrungen und Fachkenntnisse als Geschäftsführer der Firma Karl Schipka, bin ich in der Lage, alle mir zukommenden Arbeiten zur vollsten Zufriedenheit und preiswürdig herzustellen und bitte daher um Erteilung der geschätzten Aufträge Hochachtungsvoll FRANZ WALOUCH,Zimmermeister BRÜNN Wawrastraße 41, Grillowitzgasse 41 Alle natürliche« Telephon Nr. 800 «»dreaS Gach, Brün», Rathausgasse. Kisch von den Heilquellen bezogen Dchikde kontrolliert, empfiehlt das Spezialgeschäft Im Ksmpke gegen Alkohol alkoholfreie Brause-Limonaden hergestellt mittels marSner3 brause- LIMONADEBONBONS das bewährteste Mittel. Allein echt, wenn mit dieser Schutzmarke mit welcher auch jedes Säckchen, sowie auch jede Pastille versehen ist. Jährl. Verbrauch mehr wie 60 Millionen Stück. 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