Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 11 (1931)
- Issue
- 48-49 (9.12.1931)
- Date
- 1931-12-09
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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iüngften Tochter von David und Henriette Hermann in Nakel, gab er den gelehrten Beruf auf und widmete sich dem Kaufmannsstande. Seiner überaus glücklichen Ehe entsprossen fünf Söhne und drei Töchter. Ter zweitgeborene! Hermann war der berühmte Pädagoge und spätere Direktor am Philanthropin zu Frankfurt a. M. Vier Söhne widmeten sich dem Kaufmannsstande. Mit glücklicher Hand verstanden sie es, das päterliche Unternehmen auf breite Basis zu stellen, so daß es einen ungeahnten Aufschwung nahm. Die Seele des Geschäfts war der am 6. Oktober 1830 geborene dritte Sohn Lesser, der im 15. Lebensjahre in das Geschäft eingetreten, nach einigen Jahren Prokurist und nach seiner Verheiratung Teilhaber der Firma wurde. Günstige Transaktionen führten zu ansehnlichem Vermögen. Tie religiöse Gesinnung des Hauses ließ die Ausübung der Wohltätigkeit in den Vordergrund treten. Tie Ellern hatten bereits eine größere Stipendienstiftung für Studierende sowie ein Stipendium für Schüler des Gymnasiums errichtet, desgleichen hatte Frau Frommet Lewin nach dem Tode ihres Gatten der jüdischen Gemeinde eine größere Stiftung zur Förderung des jüdischen Religionsunterrichtes überwiesen. — Wie seinen Eltern war auch Lesser Baerwald und seiner Frau ein gottbegnadetes . Lebenslos zuteil geworden. Seine Ehe war mit 15 Kindern gesegnet (zwei starben frühzeitig), und nach Verheiratung aller Kinder war es den Eltern beschieden, an der vortrefflichen Entwicklung der Enkelkinder ungetrübte Freuden zu erleben, erhöht durch die Wohlhabenheit und Geistesbildung aller Familienmitglieder, die das Band der Liebe miteinanderfest verknüpfte. — Wohltätigkeit auszuüben, war für Lesser Baerwald Herzenssache, und so gab ihm die Wiederkehr des Tages, an dem er vor 50 Jahren in das Geschäft eingetreten war, Gelegenheit zu großen wohltätigen Zn> 'düngen. Aus Anlaß der M jährigen Zugehörig . r Stadtverordetenversammlung — er war der V> Kollegiums, — wurde er zum Ehrenbürger ungewöhnlicher Anteilnahme wurde feiert. Tie Handelskammer hatte besonderen Festsitzung nach Nakenn verdienten Mitglied eine i sidenten Geh. Komm.-Rat Die weiteren Ehrungen al - ' Banwald war Kreistags- -r ganz . Wee,ut3tag ge-;t;>bec zu einer ü. iui.',: Mio ließ ihrem ','!!> durch ihren Prä- Bro-uberg, überreicher:. >Vereine — Lesser d V '•> allandtagsabgeordneter '>>:• n.-i \u :...rn. U:,d P.ovinziallandtagsabgeordfio..-.t Di! it der l.ste Vorsteher der jüdischen .:r. - i.jiii "bi auf mehrere Tage, so daß dieses i ...,f r' .- e?! der Stadt Nakel wurde. Der König . 'flieh ihm ot.i ^^nrrorden 3. Klasse — später wurde er Koulmcrzrenrat. — Wie ein Patriarch starb er im 86. Lebensjahre am 28. März 1916 und wurde in seiner Vaterstadt zur letzten Ruhe geleitet. Die Familie Baerwald gibt eireen oft erbrachten Beweis, einen wie hervorragenden Anteil deutsche Juden an der Entwicklung von Stadt und Land der Provinz Posen genommen haben und bildet einer: dankenswerten Beitrag zu dem Werk des Geh. Archivrats Warschauer „Deutsche Kulturarbeit in der Ostmark". Auch auf die überaus segensreiche Wirksamkeit des Justizrats Moritz Baerwald in Bromberg darf in diesem Zusammenhang hingewiesen werden, der als Mitglied des Abgeordnetenhauses auch die Interessen des Judentums erfolgreich vertrat. Eine verständnisvolle Mitarbeiterin an allen idealen Bestrebungen war die Jubilarin zeitlebens. Möge ihr Lebensabend, den sie in ihrer zweiten .Heimat Berlin verbringt, zur Freude der weitverzweigten Familie ein gesegneter sein! Michael F r a e n k e l, Breslau. Schweigen über die Lehren des Judentums, bei gleich zeitigem Reden allerdings über das jüdische Volk. Dies das einzige, das Grund-Dogma des Buches, sodaß auch das Bekenntnis zu Christus schließlich nur gefordert erscheint, weil er „unseres jüdischen Volkes größter Sohn“. — Daß unser rehgiösliberales Judentum zur Strecke gebracht wird mit dem einen lapidaren Satz: „Was ist denn der ganze jüdische Liberalismus .anderes als eine Entschuldigung dafür, daß man überhaupt noch Jude sei!" — das mag auf Unkenntnis der jüdischliberalen Bewegung, der jüdisch-liberalen Theologie insbesondere, beruhen; was aber soll man dazu sagen, daß der in Wien lebende Autor uns „Assimilanteu“ abscbildert, als habe er noch nie einen emanzipierten europäischen Juden gesehen?! Welch ein Prachtstück von Antisemiten Häuptling, dieser Friedrich Korner mit seinen Verallgemeinerungen — wenn er nicht zufällig Jude wäre! Wahrlich: es gibt nicht nur einen verdamtnens werten Os t j ude n-H a ß unter den W e s t j at d e n , es gibt auch einen nicht weniger fanatischen und verdam mens werten Westjuden-Haß unter den Ostjuden. — Kein Zweifel, daß der Verfasser „das Beste" gewollt, subjektiv natürlich, und wahr, daß er mit Ernst und Konsequenz seinen Weg beschreitet, der aber nicht unser Weg sein kann und überhaupt kein Weg ist, weder zu Christus, noch zum jüdischen Volk, sondern, wie die Schrift auch itn Untertitel sich nennt, das „B e kenn tnis" eines einzelnen Mannes, dem kein, Lichtstrahl der Erkenntnis je erleuchtet zu haben scheint, wer Jesus war und was das Judentum ist. In dem ganzen Buch nur eine gute Stelle. Sie sei, um dem so hart Kritisierten gerecht zu werden, hierhergesetzt: ..mit den „heiligen" Sachen hat es schon seine eigene Bewandtnis; sie werden schließlich so heilig, daß sie uns ganz entschwinden und ihre unnahbare Würde mit der allgemeinen Gleichgültigkeit bezahlen, der sie dann erst wieder der Leugner dieser altehrwürdigen Heiligkeit entreißt." Gut; aber Korner, der Leugner, wird die altehrwürdigen Heiligkeiten nicht der allgemeinen Gleichgültigkeit entreißen; er reicht nicht hoch genug hinauf. —tz. Rabb. Dr. Wolf: Die Trauervorschriften. Verlag Hermon, Frankfurt a. M. Von den Bräuchen und Vorschriften des Judentums, die auch in ganz freidenkenden Kreisen,noch ihre besondere Beachtung finden, sind wohl die am meisten erfragten die Trauervorschriften. Das gebeugte Gemüt, das trostsuchende Hetz, von dem schon der Psalmensänger sagt, Gott sei ihm nahe - sucht in der Wirrnis des Augenblicks, der menschliche Ohnmacht und Nichtigkeit am stärksten zur Erkenntnis bringt, nach Halt und Haltung. Mit tiefer Weisheit kommen gerade die jüdischen Trauervorschriften diesem Bedürfnis entgegen. Den Trauernden wieder dem Leben zu geben und doch Verständnis für seine Weltflucht zu haben, das ist ihr göttlicher Sinn. Leider ist es aber auch auf diesem Gebiet so, wie auf so manchem anderen des jüdischen Gebotes, daß mangelnde Kenntnis der Forderungen und Gebräuche auch die mangelhafte Tat und damit den Mangel des religiösen Erfülitseins nach sich zieht. Dieser Mangel, der, ohne es zu wollen, zugleich als Mangel an Pietät wirkt, verlangt gebieterisch ein Sich-Versenken in die jüdischen Trauerriten. Mit dem lekhtfaßiich und übersichtlich geschriebenen Büchlein „Die Trauervorschriften" von Rabbiner Dr. Wolf, Köln, (Verlag Hermon, Frankfurt a. M.), wird eine Lücke in den Erkenntmsmöglichkeiten in ihrer wohltuenden Wirksamkeit ausgefüllt. Dieses Büchlein gehört in jedes jüdische Haus! Im Gegensatz zu dem bekannten „Sefer hachajim" von S. E. Blogg (Verlag Rödelheim, Frankfurt a. M.) hat Dr. Wolf alles „erbauliche" Beiwerk fortgelassen und uns unter gelegentlicher philosophischer Unterstreichung ihrer psychologischen Werte — die Trauervorschriften des Schulchan Aruch zusammengestellt. Die systematische Anordnung und der sachgemäße Druck erleichtern das Lesen und das Nachschlagen in dem Büchlein außerordentlich. Die philosophischen Schlaglichter, die häufig ihr Licht vom Geiste S. R. Hirschs s. A. erborgen, machen seine Lektüre zum Denken des Nachschaffenden. Dr. Davit: Schönberger, Aachen. Das Ai-Programm Sbmarya Levin: Kindheit im Exil. Deutsche Uebertragung von Martha Fleischmann. Emst Rowohlt Verlag, Berlin 1931. 326 S. Als Redner ist Sh. L. eine bekannte Erscheinung im jüdischen Leben unserer Tage, als Schriftsteller weniger. Wie cs ihm aber als Redner gelingt, die Zuhörer in seinen Bann zu zwingen, so versteht er es auch den Leser zu fesseln mit diesem ersten Teil seiner großen Autobiographie, die bereits in Amerika und England erschien und einen großen Erfolg hatte. In seiner „Kindheit im Exil" spricht ein Mann, zu uns, der ganz erfüllt ist von jüdischer Kultur, der in der Welt der Bibel lebt und sic zu seinem eigenen Leben und zu seiner Umwelt in einer russischen Kleinstadt in Beziehung setzt. Alk* Ereignisse im Elternhaus, in der Schule und im Walde spiegeln Bilder und Begebenheiten aus den heiligen Schriften. Es spricht zu uns aber auch ein Kenner des jüdischen Lebens, dem nichts Jüdisches fremd ist, ein Dichter,-der den-Alltag zu vergolden und auch das kleinste und unscheinbarste Detail jx>etisch zu verklären weiß, ein herrlicher Na t ursch Ude rer und ein Philosoph, der über die Weisheit des Judentums souverän gebietet. Seine belletristische Autobiographie ist ein großes jüdisches Lehrbuch, voll von packenden Bildern und treffenden Vergleichen. Wenn er z. B. vom Talmud spricht und daran erinnert: ^Heine hat den Unterschied zwischen den beiden Talmudtc.den in einem treffenden Vergleich formuliert. Nach ihm ist die Halacha eine Fcchtschulc, in der die Streiter von Pumbedita und Nehardea mit den scharfen, gespitzten Lanzen der Logik um den Vorrang kämpften. Die Haggada dagegen vergleicht er mit den hängenden Gärten der Königin Semiiramis, in denen seltsame und herrliche Bäume in üppiger Verschlingung prangten und in deren Zweigen die Mysterien der Schöpfung verborgen waren", so setzt er den Vergleich selbständig fort ' und sagt: „Und wenn die Athleten des Kampfspiels müde wurden, verließen sie die Halacha und flohen zur Haggada, um sich zu erfrischen und auszuruhen. Ich möchte die Halacha mit dem Ozean und die Haggada mit dem ihn durchziehenden Golf ströme vergleichen." (S. 263 f.) Sh. L. ist in seinen Gegenstand verliebt. Das ist gewiß nicht das Schlechteste, was man von seinem Buche sagen kann. Man spürt auf jeder Seite die Freude am Erzählen, am behaglichen Ausspinnen jeder ßituation. Daher kommt es auch, daß er zur Beschreibung seiner Kindheit bis zur Bar Mizwah schon 326 Seiten braucht. ln dem Werk Schmarya Levins, der bekanntlich ein Führer der zionistischen Bewegung ist, wird auf den Zionismus in keiner Weise eingegangen. Prof, Dr. Go lins kt. Dr. Friedrich Korner: „Ein Weg vom Christentum zum Jüdischen Volk." Vienna-Verlag, Wien-Leipzig, 1931. 77 8. Eine Enttäuschung für denjenigen, der gehofft hatte, in dieser Schrift einen neuen Beitrag zu der sogenaainten „Christusfrage Lm Judentum" im Sinne der Klausner, Wtse, Montefiore, Brunner zu finden. Denn es fehlt jede Auseinandersetzung mit den Dogmen der Kirche, jeder Versuch aAich zur \usdeutung der Persönlichkeit Jesu, ob Gott, ob Messias, ob „nur" Genie. Daß man zu Christus sich „bekennen" müsse, was will das heißen, wenn nicht gesagt wird, wer dieser Christus ist? Zum Schweigen über die Lehren Christi, über die Lehren auch des Christentums geseilt sich das vereinsnachrichten Was tut die Gemeinde? lieber dieses Thema wird kommenden. Donnerstag, den 10. d. Mts., abends 8Uhr, bet Vorsitzende der Gemeinde, Dr. Wilhelm Kleemann, anläßlich des zweiten Gemeindeabends dieses Winters im großen Saale des Tiergartenhvss, Charlottenburg, Berliner Straße 1, sprechen. Im Anschluß daran tvird der Vorsitzende des Schulvorstandes, Dr. Alexander, über ,,Die Kultur-- aufqaben der Gemeinde" referieren. Oberkantor Ha^ns John singt einige Lieder. CSiritritt frei. Jüdische Mershilf« Groß-Berlin E. V. Zur Feier des Gri'mdungstages, die auch in diesem Jahre wie sonst ein gesellschafttiches Ereignis im Rahmen des Berliner jüdischen Lebens zu werden verspricht, laden im Namen des Vorstandes Professor Einstein, Generalkonsul Landau und Generaldirektor Nacher für Sonnabeiü), den 12. Dezember. in den Marmorsaal des Zoo zu einem Gesellschaftsabend ein. Im künstlerischen Teil wirken u. a. Camilla Spira. Paul Graetz, Jascha und Tosn Spiwakowski mit. Ferner bringt das durch seine Eigenart und künstlerische Leistung rasch bekannt gewordene Jüdische Instrumental Vokalquartett mit Maria Rapp-Janowskaia jüdische Musik in neuer Bearbeitung zum Bortrag. Tanzkapellen Dajos Bcla und das Noisiand-rorchester des Arbeitsamts Berlin-Mitte unter Leitung von Egon Kaiser, Tombola. Der Gesamtertrag des Abends, zu dem sich alle Mitwirkeudcn liebenswürdigerweise in den Dienst der Altershilfe gestellt l^ben, wird für das Hilfswerk der Jüdischen Altershilse vertvendet. Karten zum Preise von RM. 6.—, Stubentenkarten ZlM. 3,— , im Büro der Jüdischen Altershilse, Augsburger Straße 39, Telefon! Bismarck 1221. Am 15. Dezember. 8U> Uhr, .findet ein Konzert- und Gefell- -chaftsabend des Hilft Vereins derDeutschen Juden im Großen Festsaal von Kroll statt unter Mitwirkung der'Kammersängerin Sjgrid Oneain (Gesang), von Professor Leon Id Kreutzer (Klavier) und des Rosral- Quartett-.. Die Einladuna ewefrt vom Präsidenten des Lilfsvererns der Deutsche» Jude::. Dr. Lames Simon. Einiadunaen. die auf den Namen ausgestellt werden und Karten sind im Büro des, Hilftvereins, Berlin B. 35, Steglitzer Straße 12 (Tel. Lützow 6236. 5159). erhältlich. Am Mittwoch, -cm 10. Dezember 1931, 8 Uhr abends, sinder im Bach-Saal, Lützowstratze 76. ein Konzert zum Besten der „Ort"- Gesellschafr, Mt. Deutschland. statt, unter gütiger Mittvirkung folgender hervorragender Künstler: Mafalda Salvatini (Stadt. Oper). Emanuel List (1. Bass. b. Staatsoper), Emanuel Feuermann (Cello), Karol Szrerer (Klavier-. Es kommen znm Bortrag Werke für Klavier und für Cello von Beethoven, Chopin, Tschaikowsky, Lieder von Schüben. Pergolese, Arien, aus „Don Lar los", „Jüdin". Duett aus ,.Rackr des Schicksals" u. a. Karten zU Mk. 2.—, 3.—, 5.— und 8.— sind bei Bote 6- Bock, Katdewe> Tietz, A. Wertheim und im Büro der „Ort"-Geseslscha>ft. MUowstraße 90 (Telefon Lützow 4988), sowie an der Abendkasse zu haben. Der Jüdisch« Tarniinfc Sport-Club 1905 veranstaltet am Sonntag, dem 13. Dezember 1931, «in gemütliches Beisammensein im großen Saal des Hackeschen Hof, Rosenthaler Straße 40-41. Trotz des niedrigen Eintrittspreises (Gäste Mk. 1,—, Mitglieder Mk. 0,70) verspricht dieser Abend wieder ein großer Erfolg zu werden. Beginn. & Uhr! Kabarettüberraschungen! Tanz! Im «»rbomischkn »«rein für jüdische beschicht« und Literat,r (A.J.H.B1 hält der Leiter der Kunstsammlung der Jüdischen Gemeinde, Dr. Karl Schwarz, am Dienstag, dem 15. ds. Mts., 201/2 Uhr, in der Aula der Schule Kafferstraße 29/30, einen öffentlichem LichckÄdervortrag! über „Lesser Ury". Karten (Mk. 0,50) ln den Verwaltungsgebäuden der (Gemeinde und an der Abendkasse. Berlin. «emeivsame Berauftaltunge». Dienstag, den 15. Dezember: Fortsetzung der Diskussion über das Referat von Dr. Mar Vogrlsttin: „Monotheismus, Auserwählung, Messianismus" bei Dr. Elle» Littmanu, Bayern aller 27, um 8.30 Ifljr. Sonntag, den 13. Dezemder: Fahrt nach Babetsberg. Treffpunkt 9 Uhr Bahnhof Zoo. Führung: Hans Loewenderg. Kosten ea. 50 Pfg. Sonntag, den 20. Dezember: Fahrt nach Fritdrichshogen. Treffpunkt 9 Uhr Bahnhof Aleranderplatz. Kosten ca. 30 Pfg. Führung: Hans Loewenberg. Gruppe Oliva. Mittwoch, den 16. Dezember, bei Rost Seligsohn, Douglas» stratze 30, um 8 Uhr. 1 Mittwoch, drn 23. Dezember, bei Gerhard volder, Westend» aller 98 b, um 8 Uhr. Gruppe Savigny. Mittwoch, den 16. Dezember, bei Eo« Simon, Tannenbergall« », um 7.30 Uhr. Mittwoch, de« 23.. Dezember, bei Schlesinger, Prinzregentenstraße 53, vm 7.30 Uhr. Gruppe Westen. Montag, de« 14. Dezember, bei Manfred Schwarz, Jagow» stratze 43. 1 Tk., um 8 Uhr. Montag, den 21. Dezember, bei KrvtosMer, Hansausrr 6, um 8 Uhr. Gruppe Pankow-Osten. Chanuklah-Rachfeier der Gruppe Pa«kow»Osten am Sonnabend, dem 19. Dezember 1931, abends 8 Uhr, Metzer Straße 1, 1 Tr. (Fährverbindungen: U-Bahn Senefelder Platz, Straßenbahn 78, 54, 47, 48 ufw.) Alle Gruppen find hrrzlichst eingeladen. Gäste willkommen. Berlin. Jugendgemeiuschaft der Jüdischen Reformgemeinde. 1. Gemeinsame Veranstaltungen: Sonntag, den 13. Dezember, abends 8 Uhr, im Logenhaus, Emfer Straße 13: Cbanukkah-Nall. Karten zum Preise von RM. 0,75 für Mitglieder von Jugendorganisationen gegen Vorzeigung des Mitgliedsausweises, RM. 1,50 für Gaste find im Büro, Johormisstratze 16, täglich von 9—14 Uhr erhSltttch. Donnerstag, den 17. Dezember, abends 8 Uhr, im Moffe-Haus, Leipziger Platz 15, 3. Abend der Vortragsreihe über: „Die Weltreligionen", Vortrag des Herrn Pfarrer Dietrich Graue, M. d. L., über: „Der Protestantismus und sein Verhältnis zu Staat und Kirche". Sonntag, den 20. Dezember, vormittags 10.30 Uhr, im Gotteshaus, Johanmsftratze 16, Gottesdienst der Jugend. Ansprache: Ilse Wolfs. 2. Arbeitsgemeinschaften: Dienstag, den 15. Dezember, abends 8.30 Uhr, im Sitzungszimmer, Johannisstratzr 16: Arbeitsgemeinschaft von Robbtner Dr. Lehmann. 3. Jüngerengrnppe: Mittwoch, den 9. Dezember» nachmittags 4 Uhr, bei Frau Hofft mann Thanulkah-Ueberrafchung. Mittwoch, den 16. Dezember, nachmittags 4 Uhr, Zusammenkunft bei Frau Hossmann, Friedenau, Wiesbadener Straße 85. Gäste find zu allen Veranstaltungen willkommen. Breslau. Hanplgruppt: Mittwoch, den 16. Dezember, 20.30 Uhr: Gruppenabend. Gruppe Wolf Davtdfohn: 1. Themen kreis: Ursprung und Sinn unserer Gebete. Grupp« Martin Schreiber: l. Thementteis: Grundfragen der Religion (nach Guttmauns Buch ^Israelitisch« Religion"!. Gruppe Sau« M. Danziger: 1. Themeukreis: Die Emanzipation der deutschen Juden und die Entwicklung ihrer staatsbürgerlichen Rechte bis mr Gegenwart. Mittwoch, den 23. Dezember, 20.30 Uhr: Modernes jüdisches Geistesleben: Der Jude im deutfchm Kulturkreif« (Goldmanns Buch). Referent: Hans M. Danziger. Jüngerengkuppe: Dienstag, den 15. Dezember, 16.30 Uhr, Jugendheim: Vortrag des Herrn Gemeinde-Rabbiner Dr. Bogelstein: „Einführung in den jüdischen Liberalismus". Dienstag, den 22. Dezember, 16.30 Uhr: Buchbesprechung. Jüugstengrnpp«: Mittwoch, den 16. Dezember: Heimnachmittag. Mittwoch, de« 23. Deumber: Heimnochmittag. Mittwoch, den 30. Dezember: Heimnachurittag. Gruppe L. May und Gruppe R. Steuer Zusammen, tunst jedesmal um 16 Uhr, Gruppe vllendorff um 16.30 Uhr. All« Zusammenkünfte finden im Jüdischen Jugendheim (Paula Lllendorfs-Hauss, Schweidnitzer Stadtgraben 28, statt. Fratlksutt a. M. Sonntags den 13. Dezember: Wanderung. Dienstag, den 15. Dezember: Die Bibel im Lichte moderner Auffassung (Abraham). Dieser Abend findet erstmals in unserem neuen Heim, EschersheimerlMdstratze 65, statt. Dienstag, den 22. Dezember: Bortrag von Arthur Astheimrr: „Wirtschaftskrise und Kulturentwicklung". Liegnitz. Jüdisch-tiberale Jngendgruppe „Moses Mendelssohn". Dienstag, den 15. Dezember: Bortrag des Herrn Dr. Schere über das Buch von Leoisohn „Das Erb« im Blut". Dienstag, den 22. Dezember: Diskussion über Zionismus. Die Veranstaltungen finden pünktlich 8.15 Uhr im Gemeindehaus statt. Mag-chviß. Am Dienstag, dem 15. Dezember 1931, abends 8.15 Uhr, spricht im Beretnszimmer der Mendelssohnloge Herr Pfarrer Rosftug über: Etbil im Christentum. Am Dienstag, dem 22. Dezember 1931, abends 8.15 Uhr, spricht Herr StNdienrat Dr. Apel über: Die Jugend und ihre Krisis. Verichtigung In dent Bericht über die Versammlung der Berliner Bezirksgruppe Nordwesten am 11. November ist leider unterbliäben, zu erwähnen, daß Herr Oberkantor Wilhelm Friedmarin, begleitet von Frau Litt Goetz, die Liebenswürdigkeit hatte, die Anwesenden dnrch einige Gesangsvorträge zu erfreuen. GeschSstNche» Die Wahl eines geeigneten -errangefchenkes ist oft nick: beicht. Sofern der zu Beschenkende Rancher ist, sind Zigarren stets willkommen. Aber es muß eine Marke von Rang sein. Als solche stehen infolge ihrer unübertrefflichen Preiswürdigkeit und Güte die Fabrikat« d«r Firma Ott» Doenicke, Berlin W. 8 und Zweiggeschäst-e an der Spitze. Wie in ihren fcfamrten und allgemein geschätzten Zigarre«-- Spezialmarken hat die Firma Otto Vvenicke auch hinsichtlich der Ge» schenklistchen den heutigen wirtschaftlichen Verhältnissen in weitestem Maße Rechnung getragen und in Packungen zu 100, 50, 25 und 10 Stück Leistungen herausgebracht, die bei jedem Raucher Anklang finden werden. Der soeben erschienene re.ich illustrierte Weihnachtsprospekt, der jedem Interessenten kostenfrei zugesrndt wird, leistet bei der WaM gute- Dienste.