Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 11 (1931)
- Issue
- 26-27 (8.7.1931)
- Date
- 1931-07-08
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Dr. Margarete Wiener: „Vom nationalsozialistischen Wirtschaftsprogramm.“ Berlin, Philo-Verlag, drosch. 0,70 RM. Es ist der Mangel aller unserer noch so guten Bücher gegen die völkische Bewegung, daß sie fast alle nur geschichtliche, rassentheoretische oder kulturelle Betrachtungen zum Inhalt haben. Fast nirgends ist der Versuch unternommen, den undankbaren, weil trocknen Stoff völkischer „Wirtschaftssysteme“ zu behandeln und dieses Wirtschaftsprogramm in seinem Dilettantismus, seinem Selbstwiderspruch, seiner Phrasenhaftigkeit und Nichtigkeit zu enthüllen. Es klingt fast wie ein Scherz der Literaturgeschichte, daß es nun eine Frau ist, die diese Aufgabe anpackt und mit großer wissenschaftlicher Sachkunde, mit leidenschaftslosem Emst und doch mit glänzender Beredsamkeit löst. Stilistisch und inhaltlich ein prachtvolles, grundlegendes Buch und — das will gesagt sein — ein zwar unbeabsichtigter, aber desto besser gelungener Beitrag zur Frauen-Emanzipation. George O o e t z. Stadtrabbiner Dr. Paul Rieger: „Vom Heimatrecht der deutschen Juden“, Berlin, Philo-Verlag („Das Licht“, Heft 4); drosch. 0,50 RM. Dem Autor und dem Verlag Dank, daß sie dieses alleriuienitbehrlichste Buch in neuer und erweiterter Form hcraiusgebracht haben. „Die reine Rechtsfrage ist durch die Verfassung eindeutig beantwortet worden ...; anders steht es mit der geschichtlichen und kulturellen Betrachtung der Frage, die ja die Voraussetzung ihrer staatsrechtlichen Erledigung ist.“ Mit dieser Bemerkung aus dem Vorwort ist die charakteristische Aufgabe gekennzeichnet, die von allen neueren Apologetikern Rieger als erster sich gestellt und die er glänzend gelöst hat. Wohlgemerkt aber: es handelt sich nicht um allgemeine geschichtliche Betrachtungen und .ideologische Auseinandersetzungen; davon liegt quantitativ und qualitativ genügend vor, und nichts liegt Rieger ferner, als eine Literatur bereichern zu wollen, deren unübertroffene Klassiker Gabriel Rießer und Emil Lehmann sind. Das Neue und zugleich Reizvolle an Riegcrs Werk — denn ein „Werk“ ist es trotz seinem geringen Umfang von nur 32 Seiten! — liegt darin, daß hier mit einer immensen Gelehrsamkeit und doch in ansprechender Form ein Material zusam.niengetragen und der Oeffcntlichkcit erschlossen worden ist, wie wir es bisher nicht hatten, und das, seitdem es erschien, für jeden, der über die Judenfrage schreiben will, das unentbehrliche Rüstzeug darstellt. — Besonders erwähnenswert ist an dieser Neuauflage der Einbanddeckel: ein Bucheinband, der selber Lehrbuch und Ucbersichtstafej ist — dergleichen hatten wir bisher nicht. Alles in allem: ein Buch, das in jedes deutsch jüdische Haus, in die Bibliothek jedes Pädagogen, Politikers und Wissenschaftlers gehört. George Goetz. Vereinsnachrichten Arbeitsgemeinschaft der jüdischen Arbeitsnachweise, Abteilung: Berufsberatung, Berlin N. 21, Auguststraße 17 (Weidendamm D. 2, 5936). Wir geben bekannt, baß während der großen Ferien vom 1. Juli bis 3. August 1931 die Sprechstunden der Berufsberatung^ und Lehrstellenvermittlnng ansfallen. Geschäftliches Kerinssdorf ist das Seebad für alle! F ü r 100,— Mark auf 14 Tag« nach Ostseebad Heringsdorf. Das Entgegenkommen der Gemeindeverwaltung und bekannter Pensionshäuser ermöglicht« dem Verein „R e i s c f r e u n d e" für seine Mitglieder und Gäste 14 tägige Aufenthalte für nur 99,85 RM. in Heringsdorf einzurichten; für Kinder unter 8 Jahren 25 o/o Ermäßigung. In diesen Preis sind u. a. eingerechnet: Hin-' und Rückfahrt Berlin—* Heringsdorf 3. Klasse Eilzug, Unterbringung nt gut renommierten Pensionshciuscrn und komplette Verpflegung, Gepacktransport in Heringsdorf, amtliche Kurkarte, eine Fahrt in See. Keine Trinkgelder. Reisetermine: 18. Juli, 1., 15., 29. August, 12. September. Abfahrt von Berlin, Stettiner Bahnhof, 15.05, Ankunft in Heringsdorf 18.36 Uhr. Bei Einzetreiscn zu anderen Termmeie erhöht sich der Preis für eine Teilnehmerkarte um 10,— RM. — Sommer- S o n d e r r e i s e n zur Pariser K o l o n i a l a u s st e l l u n g. Die diesjährige Sehenswürdigkeit in Europa! Bisher 6 Millionen Besucher! Ferner veranstaltet der Verein „R e i se f r e u n de" in Verbindung mit maßgebenden französischen Touristcn-Organisationen für seine Mitglieder und Gäste Sondcrreisen nach Paris: 1. 7 tägige Reise Berlin—Paris—Berlin. Teilnehmerkarte 147,20 RM. (Fahrkarte 3. Kl.), 182,— NM. (Fahrkarte 2. Kl.). Reisctermine: 25. Juli, 1., 15., 29. August. 2. 10 tägige Reisen in Verbindung mit einer Seefahrt Hamburg—Le Havre, Rückfahrt Paris—Berlin 3. Kl. Eisenbahn. Teilnehmerkarte 196,— RM. Reisctermine: 28. Juli, 11. August, 26. August, 12. September. 3. 5 tägige Aufenthalte in Paris 87,— RM. Einzelreiscn zu besonderen Terminen nach Vereinbarung. Die Preise verstehen sich einschließlich Fahrkarten, Unterkunft, Verpflegung, Eintrittsgelder, Rundfahrten, Trinkgelder; deutsche Führer. — Mitglieder des „Liberalen Vereins" und deren Angehörige, welche sich den Gesellschaftsreisen anschließcn, aber nicht Mitglied des Vereins „Reisesrennde" sind, erhallen ans Wunsch Gastkarten zu je 1,— RM.; keinerlei sonstige Beitrüge oder Verpflichtungen. — Auskünfte durch die Geschäftsstelle des Vereins „Reifefreunde", Berlin W. 62, Courbierestraßc 4 III (B 1, Bavaria 1666, werktäglich 10—14 Uhr). Aus der Jli-Bewegung Verantwort!.: Arbeitsgemeinschaft jüdisch-liberaler Zugendvcreine Deutschlands | Redaktion: Dr. Ellen Littmann, Berlin Noch ein Wort;ur Bedeutung der religiösen Form Es ist verdienstlich und anerkennenswert, daß die für unsere jüdisch-liberale Jugendarbeit höchst bedeutsame Frage der religiösen Farm an dieser Stelle wieder einmal aufgeworfen worden ist. Doch scheinen mir, wie selbstverständlich, glatt annehmbare Lösungen unseres Problems bisher nicht gebracht worden zu sein. Darum sei zur näheren Klärung der prinzipiellen Frage dem Aussatz von Gerhard Graf (Jnd.-Lib. Ztg. 22/23) einiges entgegen gehalten. Zunächst scheint mir die historische Situation, die nun gegeben ist, nicht klar gesehen. Vor 160 Jahren hatten die eben emanzipierten deutschen Juden zwischen einer absoluten religiösen Formlosigkeit, einer vermeintlich „reinen" Religiosität, der verwilderten Form des alten Gottesdienstes und einer neuen Form zu wählen. Damals entschieden sich Führer des Judentums für die neue Form zunächst in der bloßen Acsthetisierung des Alten, dann im systematischen Aufbau des Neuem Vor solcher Wahl stehen wir gar nicht mehr. Was Israel Jacobsohn und Abraham Geiger begonnen, das haben wir fortzusetzcn, nicht indem wir ihre Formen kritiklos erhalten, sondern indem wir mit derselben Freiheit, wie sie Kritik an der Tradition üben. Kritik üben aber heißt nicht ablehnen, Kritik heißt hier wie überall sachliche Auseinandersetzung, Annahme des Guten und Brauchbaren, Ablehnung des Schlechten. Gut ist für uns die religiöse Form, die, ihren symbolischen Sinn erfüllend, den religiösen Gedanken an uns heranbringt uns uiK' zu ilüit am egt und z'.»gleich die Gesinnung dessen, der sie erfüllt, klar bezeichnet. Solche Formen aber in äffen sich ändern, wie sich die Menschen ändern. Wenn wir darum ständig neue Formen schaffen müssen, dann darf dies nicht in verantwortungslosen Experimenten geschehen, sondern in direkter Auseinandersetzung mit dem. was der südische Liberalismus an Formen und Reformen bisher geschossen Hat. Hier ist alles in lebendigem Flust, hier können ,auch wir „geprägte Form schaffen, die lebend sich entwickelt". Hier sind wir liberale Juden in die Reihe einer Entwicklung gestellt, die auf unsere Weise sortzuschcm unsere Ansgabe ist. Wenn wir neue jüdische Formen schossen, dann müssen wir klar sehen, was uns zutiefst von jenerit Neukaihotizismns scheidet, den Graf treffend als romantisch bezeichnet. Aber ist Religion nicht Flucht aus denr Alltag, sondern darum ist sie uns immer lebensnah, weil sie nur in den Alltag bine-ngetrapcn und in ihm verwirklicht ihren Sinn bat. Romantische Träumerei würde das Ende unseres Liberalismus bedeuten und darüber hinaus gerade in unserer Gegenwart dos Ende aller lebendigen schöpferischen Religiosität. Mir wollen tätige Menschen sein, die überall, wo sie auch stehen, ihre Religion verwirklichen. Um dieses Ziel immer vor Augen zu haben, bedürfen wir der religiösen Form. Diese Form darf nie Selbstzweck werden, ihr Wert ruht nicht in ihr selbst, darum must sie nach ihrem Zweck und Ziel verändert werden können. Aber sie must so gestaltet sein, dast sie uns stets mit den Inden neben uns, den Juden vor uns und nach un? verbindet und uns selbst doch recht eigentlich angeht in nuferer Zeit. Das ist das Problem des praktischen jüdischen Liberalismus. Ulrich Steuer, Breslau. Blätter zur Aussprache Die Gruppe Oliva des Berliner Jli hat in diesen Tagen au die Berliner und die auswärtigen Jlis „Blätter zur Anssprache" versandt, die, wie es im Vorwort ausdrücklich heisst, die Aufgabe haben sollen, die Aussprache innerhalb der Jlis zu beleben und die Zusammenarbeit zwischen den eiuzelnen Gruppen zu intensivieren. Die Gruppe ist dabei vou der Tatsache ausgegangen, daß z. T. aus persönlichen Hemmungen (der jüngeren vor allem), z. T. aber auch aus taktischen Rücksichten heraus, rstcht alle Dinge in unserer Jtirubrik zur Sprache kommen, die die Jtijugend wirklich bewegen. Sie hat es deshalb versucht, in anspruchsloser Form — nicht als Beilage einer in der Oefseutlichkrit erscheinenden jüdischen Zeitung — den Anstoß zu einer Aussprache über einige Punkte der Jliarbeit zu geben. Die drei Aufsätze setzen sich nicht ohne inneren Zusammenhang mit den drei Fragen; Das Religiöse, die Gemeinschaft, die praktische Verwirklichung innerhalb der Gemeinschaft (Themenwahl) auseinander. Mar Vogelstein stellt die Frage nach den religiösen Kräften in der heutigen Jugend. Unsere Zeit ist eine Zeit der Oberflächlichkeit, die der Religion immer feind sei; unsere Zeit ist „wohl in gewisser .Hinsicht der Religion nicht günstig, aber sie verlangt nach i h r". Auf die Frage nach beit in der heutigen Jugend angelegten religiösen Kräften gibt Max Vogclstciu zunächst nur die allgemeine Antwort: „Es ist jene Ehrfurcht, die aus einem Ahnen, einem Begreifenwollen der Well entspringt. Und dies Streben, alle Kräfte der Welt lebendig zu halten, sie zu einer Einheit znsammenklingen zu lassen, das ist schon Religiosität, wenn es vielleicht auch noch nicht Religion ist." Zum Jüdischen hingewendet deutet Max Vogelstein nur leise die Richtung an, indem er ans die Propheten uub ihren Kamps um soziale Gerechtigkeit hinweist, indem er beu Willen zur Verwirklichung d^s Ideals ans dieser Erde besonders stark hervorhebt; „Wenn die Jugend in leidenschaftlichem Aufbegehren sich für jegliches Unrecht mitverantwortlich fühlt, wenn sie die Dinge nicht gehen lassen will, keine Konflikte scheut, so steht sie mit dieser tiefen religiösen Kraft den Propheten nah. wird in ihrer Sprache die eigene wiedersindcn." Adolf Markuse fragt, ob die Jlis in ihrer heutigen Gestalt die Aufgabe erfüllen, die Jugend zu religiös-liberalen Menschen zu erziehen. Er gehl uorij: einmal int Anschluß an seinen kürzlich in der Jli Rubrik erschienenen Aussatz aus den erzichungsbiidendeu Faktor der Gemeinschaft im Bunde ein. Jede wahre Gemeinschaft sei durch ein Neberpersönliches gebunden. Innerhalb der Jlis ist ihm dieses Ueüerpersöuliche durch „die Idee des jüdischen Liberalismus" verkörpert. „Jüdischstiberal sein heißt nicht nur im Gottesdienst seine Verbundenheit mit dem Judenium 51t sehen. Das Judentum soll das ganze Leben erfassen. Daraus folgt schon, daß wir nicht mehr alle Formen vorbehalttos übernehmen können." Und dennoch empfindet es Adolf Markuse als die Aufgabe der Jlijugeud, sich wieder zur Form hindurchzuriugen: „nur so werden wir die Form auch richtig verstehen können. Wir müssen uns dazu natürlich ein jüdisches Wissen erwerben: darin liegt eine Aufgabe des Jli. uns das zu übermitteln." Befassen sich die beiden ersten Aussätze mehr mit allgemeinen theoretischen und praktischest Grundfragen der Jliarbeit, so nimmt Rose Seligsohn mehr von der praktischen Einzelcrfahrung ihrer Berliner Gruppe ans zur Frage der Themenwahl Stellung. Während die 12- bis Ist jährigen, bedrückt von der Fülle der ans sie einstürmenden Fragen, gern häufig das Thema der Heimabende wechseln, seien für die Aelteren wohl solche Themata durchaus wichtig, deren Behandlung die Heimabende von zwei bis drei Monaten erfordern: „Es wird dann das bloße Hinredcn verschwinden und eine ernsthafte, fachliche Beschäftigung mit den Problemen einsctzen. Es kann natürlich nicht' sein, daß wir eine Frage dann gelöst haben (das läßt sich überhaupt nicht durch Diskussion erreichen, sondern wie Rilke so schön sagt: „Man lebt allmählich in die Antwort hinein."), a^er wir haben vielleicht seine Tiefe erkannt und seine Zusaimnenhänge mit andern Problemen, kurz wir wissen um das Problem." Jüdische oder nichtjüdische Themen? Rose Seligsolm ist mit Recht der Ansicht, daß citte lebendige Gemeinschaft junger Menschen nur dann bestehen kann, wenn alle die sie beschäftigenden Fragen prinzipiell auf den Heimabenden erörtert werden können. Aber für einen Bund, der sich jüdisch-liberal nennt, sollte das Judentum mit seinen Fragen und Problenten im Mittelpunkt stehen. Es mtH immer wieder versucht werden, den Jungen und Mädels klar zu machen, wie die Fragen der Bibel z. B. in unser eigenes Leben übergreifen. Wenn wir aber nun an ein austerjnöisches Thema denken, so kann märt auch dort in der Art, wie man es behartdelt, dokumentieren, daß das Judentum für einen das Zentrum ist, voir dem matt ausgeht." Ich glaube, diese kurze Inhaltsangabe zeigt schon, daß wir der Gruppe Oliva für ihre auch luit vielen technischen und materiellen Schwierigkeiten verbundene Arbeit zu dankert haben. Wenn vielleicht auch der eine oder andere — ich gestehe gerne, auch zu ihnen zu gehören — der ganz heimlich schoit von dem Kqmmen der Blätter hat läuten gehört, noch! mehr erwartet hat, so ist es doch ein verheißungsvoller Anfang, der die entsprechende Resonanz unter den Jüngeren vor allem wohl verdient. Wenn die Gruppe Oliva von affen Jlis unterstützt ihre im Vorwort ausgesprochene Hoffnung verwirklichen wird, „die Jli-Rubrik der J.-l. Ztg. wertvoll zu ergänzen", so ist ihr die Redaktion dieser Jli-Rubrik;u besonderem Danke verpflichtet. Ellen Litt mann. Aus der Ili-Arbeit Berlin. lJ u g p u bg e tn c i n f dj a f r b e r Iüdi) dien R e - f 0 r in g c m c i n b e.) Am 11. Juni fand die diesjährige Geueratvcrstnnmlung unserer Jugendgemeiuschafl statt. Tie Vorsitzende, Ilse Wolfs, sprach in einem eingehenden Jahresbericht von der auswärtigen und von der internen Arbeit. Das letzte Jahr habe viet dazu beigetragcn, die Jugendgemeinschafl auch außerhalb Berlins, ja sogar über die Landekreuze hinaus, bekannt zu machen. Durch die voriges Jahr iu Dresden erfolgte Aufnahme in die Arbeitsgcmeinschast Jüdisch liberaler Jugendvereine tvurde die Jugendgemeinschaft zu einem Gliede im Bunde des GesamtliberatismuS, womit sie Pflichten übernahm, denen sie sich währeird des Wahlkampfes »virklich nicht entzogen hat. Auch auf der Jngeiidivetlkoufereitz war unsere Reformjugciid offiziell vertreten. Hilde Lachmann-Mosse hielt vor: eilten BoNrag über unsere Aufgaben, Ziele und Arbeit. — Zur näheren Fühlungnahme mtd zur Verbreitung unserer Liturgie bei beu tiberaten Jugend vereinen, im Reich veranstalteten wir einige unserer JugtendgottcSdienste in audereu Städten (iu Dresden, Magdeburg und Breslau); wir ivarbeu daselbst eine Anzahl neuer Mitglieder und Freunde. — Tie interne Arbeit vollzog sich in einer großen Reibe von Vortragsveranstaltungen, regelmäßigen Gottesdiensten., Arbntsgemeinschasten, geselligen Veranstaltungen, einem Chanukah-Balt, einem Seder-Abend und verschiedenen Besichtigungen. — Ilse Woü'f schloß ihren Bericht mit einer Aufforderung zn regster Mitarbeit. — Unsere Mitgliederzahi ist im letzten Jahr um ein erhebliches gestiegen. Der nette Vorstand setzt sich aus solgeitdcn Mitgliedern zusammen: 1. Vorsitzende: Ilse Wolfs, 2. Vorsitzender: Heinz Günter Ei'enhardl, 1. Schriftführerin: Elsa Kriegsmann, 2. Schriftführerin: Eva Liv schitz, Beisitzer: Dr. Hermanir Schildberger, Bernd Zender, Rudi Stensch, Stellvertreter: Alsreo Hadra, Heinz Adramowsly. Das Ili-Programm Berlin. Fahrtenprogramm. Sonnabend und Sonntag, 11. und 12. Juli 1931: Wanderung durch den Blumenthal. Treffen 20.45 Uhr Schlesischer Bahnhof, Wriezener Bahnsteig. Rückkehr gegen 22 Uhr. Kosten ca. 1,50 Mk. Anmeldungen bitte umgehend an F. Michaelis, Lharlottenburg, Dernburgftraße 52. Sonntag, iS. Juli 1931: Fahrt nach Birlenwerder—Lehnitz- Oranienburg. Treffpunkt Stettiner Vorortdahnhof 8.30 Uhr. Rückkehr gegen 20 Uhr. Kosten ca. 0,60 Mk. Donnerstag, 23. Juli 1931 bis Sonntag, 26. Juli 1931: Dreitägige Fahrt in die Schvrfheide (Werbellinsee)! Kosten ca. 7,— Mk. Anmeldungen bitte umgehend an Fritz Michaelis, Charlottenburg. Dernbkirgstraße 52. Näheres wird noch bekanntgegeben. Sonntag, 2. August 1931: Fahrt nach dem Mellenfer. Treffen 9 Uhr Potsdamer Ringbahnhof. Koste» ca. 0,59 Mk. Rückkehr gegen 19 Uhr. Sonntag, 9. August 1931: Nach dem Koriusee! Treffen 3 Uhr Stettiner Borortbahnhos. Rückkehr gegen 20 Uhr. Kosten ca. 0,80 Mk. Sonntag, 16. Anglist 1931: In den Krämer! Treffpunkt Bahnhof Zoo, Normaluhr, 8.45 Uhr. Rückkehr gegen 22 Uhr. Kosten ca. IMk. Sonnabend, 22. August 1931 und Sonntag, 23. August 1931: Noch der Dubrstv. Treffen 16 Uhr Gcrlrtzer Hauptbahnhos, Nachzügler 20 Uhr. Rückkehr gegen 21 Uhr. Kosten ca. 1,50 Mk. Anmeldung bitte umgehend an Irma Kindermann, AUensteiner Straße 11, NO. 55. Sonntag, 39. August 1931: Fahrt nach AmdpnB—Pkeffo-v.r See, Treffen 8.15 Uhr Bahnhof Zoo, Normaluhr. Nückkehr gegen 29 Uhr. Kosten ca. 0,75 Mt. Sonnabend, 5. September 1931 und Sonntag, 6. September 1931: In den Fläming! Kosten ca. 4,— Mk. Näheres wird noch be!an:rtgegeben. Anmeldungen bis zum 31. Juli 1831 an F. Michaelis. Gruppe: Westen, Südwesten und Savignt;. Am Montag, dem 13. Juli 1931, mit 8 Uhr, bei Graetz, Dahlem, Am Erlenbusch 4.! Am Monlag, dem 29. Juli 1931, um 8 Uhr, bei Hellmut K.i'linrr, I Brrlirr-Charlolte'rrburg 4, Sybslsrraßr 19. Thrrrra nach Verernbarnng. Kruppe OUoa. Mittwoch, den 15. Juli 1931, um 8 Uhr, bei Marens«, Tauimsftraße 23. Mittwoch, Len 22. Juli 1931, nm 3 Uhr, bei Herbert Schwarz, Jagowstraße 43. Töema: Unsere reiigiö.srrr Problrrnr und das jüdische Schrifttum. Perlin. i Jugendgemeinschast der Jüdischen Resormgemeinde. j Ünfere Veranstaltunqen int Juli 1931.; Am Sonntag, dem 12. Juli: Taqesa.-sflng nach Potsdam— Nedlitz—Rönuerschanze—Satrow—Nikol:Ire—Kanusee. Abfahrt um 8.25 Uhr, entweder vor dem Ppttdammer-Wanuferbahnhof oder auf dem Barnhof Joo (voruj. Trefspnult tun 9 Uhr vor dem Nchnho? Potsdam. N-ichziig'er können sich um 3 Uhr im Restaurant Tr. F-anft in Sakrom einnnden. Badezeug mitbringen! Am Sonntag, dem 28. Juli: Tagesansflng nach Potsdam— Caputh—Ferch—Seddin. Abfahrt und Trcf'punlt wie am 12. Juli.! Nachzügler lsnnen sich um 2 Uhr tut Restaurant N.ue Scheune iu Ferch rinsrnden. Badezeug niiLbringm! Zur Beachtuniz: Ab 22. August benösichtigt Lirrt Trenmann eine Rhein—Mosektour für 14 Tage zu untrrnehnteu. Mitglieder der Jttgendgemcinschaft, die an dieser Fahrt teilnckünen machten, wollen sich bitte umgehend, spätestens am 5. Juli, an Ctirt Treumann. Kottbuser User 38, wenden. Wir treffen uns auch im Juki jede» Dienstag ab 8 Ubr int Gartenlokal am Neuen See im Trrrgarten. Br-rlsv. Mittwoch, 15. Juli, 20.45 Uer: Gemütliches Beifammeafeiu im Restaurant „Garienschonheit", verlängerte Kürafsirrstratze. Frankfurt a. M. Dienrtaq. den 14. Juli 1931: 3. Abend im Zgklas „Fragen I der Leben-geftaltung". Vortrag über „Berns". lRefercnt wird noch brkanntgegcl'ril.k Dienstag, den 21. Juli 1931: Indischer Jritbericht.