Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 11 (1931)
- Issue
- 20-21 (27.5.1931)
- Date
- 1931-05-27
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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Königsberg. (Rkpräfentantenverfamml lt u g.) Der stellvertretende Repräseritantenvmsteher, Jnstizrat Dr. L i ch t c n st c i n, leitete die Sitzung und gab vor Eintritt in die Tagesordnung eine Reihe von Mitteilungen bekannt, die vom Gemeino^oorstarrd an die Repräfentantenversammlunp p.ewriKt sind. Unter anderem teilte der stellvertretende Repräs-iUaitt »»Vorsteher mit, da» an die stelle des ausgeschiedenen Repräsentairtcn Waisenhausdirektor Peritz (des bisherigen Repräsentantenoorstehers) der Kauimann Mar Meyer, der auf der Liste der Vereinigen Jüdischen Mitlerpartn c. V. gcivählt »vorden tvar, in die Veesammlung eimritt. Als erster Punkr oer TaaeSordinnrg »vurde die Wahl des Reprä'«itan:enoors»ehers vorgenommen. Als solcher wurde der frühere Repräftniantenvorsteher^ Universitritsprofrssor Tr. Rudolf Cohn (Jüdische Bolkspartei), vorgeschlagen und mit IH stimmen gewählt. Andere Lorschläge erfolgten nicht. Professor Rudolf Cohn übernahm nunmehr den Vorsitz. Ter stellvertretende Vorsteher, Justizrat Tr. Lichtenslrin, svn--', namens der Repräsenlamenversaminlung und Geheimer Medijlnal'.n' Professor Dr. Falken he km namens des GcmeindevorstandeS herzliche Worte der Begrüßung. Beide.gedachte» insbesondere der verdienstvollen Arbeit, die Professor Rudolf Cohn in 18 Jahren der Vorstehertätigkeit geleistet habe. Daraus erfolgte die Wohl des stell-' vertretenden Repräfentantenvorstehers. Als solcher wurde Jnstizrat Dr. Lichtenstcin einstimmig wiedergewählt. Es folgte ivciterhin die Wahl der beiden Schriftführer.;Junt ordentlichen Schriftführer lvurde Rechtsanwalt Dr. Jacobs oh» I und zum stellvertretenden Schriftführer Rechtsanwalt Tr. L e s; gcivählt. Tie ans der Tagesordnung angesetzten weiteren Punkte wurden nach erfolgter Wahl vertagt. sabankh. Plauen i. B. lltz e m e i tt d e r a t S s i tz u n g.) Am lg. Mai 1931 fand eine GemeinderatSsitzuiig statt. Cs ivnrbe» zunächst einige Eingänge verlesen, die sich ans de» schachtoerbotsantrag im hiesigen Stadtverordnetenkollegium, auf die Einweihung des Leipziger Altersheims, auf Schenkungen zur Eeineindebibliothel bezogen. Sodann rvnrde eine Verordnung des Reichsinneil,ninistcrs Wirlh bezüglich Beschimpfung von jüdischen Gemeinden bekanntgegebeu. .Ferner lvurde mitgcteilt, daß die Nationalsozialisten gegen unseren Prediger Heymann eine Anzeige wegen wissentlich falscher Aussagre als Gutachter in einem Prozeß wegen Gotteslästerung eingereicht habe. Die Staatsanwaltschaft fcrt den Fall geprüft und ist aus Grund der Unterlagen zur Abweisung der A .ktaqr n'fommm. Ter Schriftwechsel in dieser Sache sott in der vom L ü. 1931 monatlich erscheinenden Plauenec Gerneindezeicung veröffentlicht werden. Die Wahl des 2. Vorsitzenden, die in der letzten Sitzung vorgenonimen war, muhte aus Anordnung der Ureishauptmarmschaft aus formalen Gründen iviederholt werden. Sir siet natürlich wieder auf Herrn Jacob Goldmann. Diese formalen Schwierigkeiten vecanlaßten den Borstand 'rauf hinzuweiscn, baß es an der Zeit wäre, unsere Satzungen zu überprüfen. Bisher fei jedoch seitens oer Ge^ memdeverordilelen ein derartiger Antrag nrcht «eftettr worden. Bei einer evtl, .»everpcüfung der Satzurrge» wäre auch die Bitte oes Jugendausschusses in Betracht zu ziehen, wonach das ellrive Wahlalter auf :i> Jahre, das passive Wahlrecht ans 36 Jahre festgelegt und sic Karenzzeit verringert wird. Sodann erfolge Rechnungslegung des Kassierers für das Jahr 1930 und Entlastung desselben. — Schließlich tveist der Synagogen^ Vorsteher, Zerr Kaciel, daraus hin, daß leider zu Peßach der Gottesdienst sehr schlecht besucht gew.se» ist. Er führt diesen schlechten Be such auf die Gründung des Konservativen Gemeiirdevereins hin, dem ein Besuch des liberalen Gottesdienstes ebensowenig zusage, wie ein Besuch des orthodoxen Gottesdienstes in der Synagoge Schillerstraße. Bei einer Gemeinde von'her Größe Plauens sei es aber unmöglich, drei ncrfcfj-iebcne Gottesdienste abzuhaltm. Es müsse ein Weg gefunden werden, der, mittels Konzessionen beider Teile, einen würdigen. Gottesdienst gewährleiste. Es wird eine Kommission Le bildet, der es obliegt, sofort im obigen Sinne .ein Resultat zu findet!. Schluß der Sitzung 11 Uhr. Aus der Ili-Vewegung verantwort!.: Arbeitsgemeinschaft jüdisch-liberaler Zugendvereine Deutschlands Redaktion: Dr. Ellen (iltmann, Berlin! Erziehung zur Gemeinschaft i. Tie heutige Zell, die einerseits unter dem Zwang einer entsetzlichen Wirtschaftsnot, dem Eindruck der Unruhe und Hast steht, die sich aber andererseits Völterfrieden und Versöhnung als Ziel und Aufgabe gfticlU har, fordert natürlich besonderes von oer Jugend chic Umstellung und Einstellung zu den neuen Lebensformen. Tie heranwacb.seude Jugend soll den Beweis dafür erbringen, daß. alle pazifistischen Bestrebungen leine leeren Phrasen sind, och nur die Not der Zeit hervorgebracht hat, sondern dassie in Zukunft als oberstes und erstes menschliches Gesetz betrachtet werden müssen. Tie Grundlage für eine derartige Völkerverständigung ist aber ein gerechtes, gemeinschaftliches EmpfindeM jedes einzelnen Individuums, und damit wirdes zur selbstverständlichen Forderung unserer Tage, die nächste Generation im Sinne eines gesunden Gemeinschaftsgefühls zu erziehen. Gemeinschaftsgeist - ein oft gebrauchtes und ebenso oft mißbrauchtes Wort, das jedem einzelnen von uns bereits von der Schule her nicht ganz unbekannt ist'. Durch Wanderungen und sportliche Veranstaltungen schon während der Schulzeit werden alle frühzeitig dazu gezwungen,Zich einer gewissen gemeinschaftlichen Form cinzuordnen- Tie Schule legt den elften Grnnostein zu dem Ausbau einer Gemeinschaft. Kameradschaft, Solidarität, oder wie inan es immer nennen mag, was sind sie anderes im kleinen, als die Gemeinschaft im großen sein soll und möchte? Eine Gemeinschaft junger Menschen außerhalb der Schule unterscheidet sich nun allerdings grundlegend von der Schulgemeinschaft: sie muß. sich ihre gemeinsame Ausgabe, ihr gemeinsames Ziel, dem sie nachstreben will, allein suchen und formulieren, während der Schulgemeinschast ihr Weg fast völlig gewiesen wird. Tiefer Unterschied erschwert der Jngendoemeinschast ihr Leben um ein sehr Wesentliches, er allein aber gibt ihr Lebensberechtigung und Lebenswert. Wenn z. B. die Jugendgemelnscbaft der Jüdischen Re formgemeinde es sich zur Ausgabe gestellt hat, Bne enge Verbundenheit zwischen jüdischem GeMsgnt und deutscher Kultur, zwischen überlieferter Religion und modernem Empfinden herzustclleu, so mußeben jedes Mitglied dieser Gemeinschaft sein Z-el darin erkennen, allein und mit den ü b r i g e n z u s a m m e n au dieser Aufgabe zu arbe-ten. Wenn ich eben sagte, daß jedes Mitglied der Gemeinschaft auch allein seine Aufgabe zu erfüllen hätte, so geschah dies au» dem Bewußtsein heraus, daß die größte Gefahr für die Lebensfähigkeit einer Geineinschast der leicht entstehende „Herdensinn" ist. Einordnen zum Ruhen des Ganzen ist noch lange kein völliges Unterordnen. Nur solange jeder einzelne in einer Gemeinschaft noch den gesunden Willen zur Selbständigkeit besitzt, kann diese Gemeinschaft daraus 'rechnen in ihrer Arbeit Erfolg zu haben. Es war meine volle Absicht, daß, ich bisher noch mit keinem Wort auf das eigentliche Thema eingegngen bin. denn m. E. kann ich erst in dem Augenblick von einer Erziehung zu einer Gemeinschaft sprechen, wenn ich einigermaßen klargelegt habe, welche Anforderungen ich überhaupt an eine Gemeinschaft junger Menschen stelle. Ich erwähnte vorhin, daß bereits die Schule Grundlagen für eine Gemeinschaft gewährt. Aufgabe bleibt also, das Werk der Schule fortzusetzen, auszubauen. Unbedingt richtig ist, daß. ein großer Teib der Verantwortung für die richtige Erziehung zur gemeinsamen Arbeit in der 'Hand des oder der Führer der betreffenden Gemeinschast liegt. Aber nicht alle Arbeit liegt bei ihm. Nur durch eine dauernde Bewegung, d. h. nur dadurch, daß jeder neu zu die Gemeinschaft Hinznkom inende von allen anderen gleichsam in den Kreis gezogen wird, kann die Gemeinschaft wirklich eine solche bleiben und wird nicht allmählich zu einem Privatstrat des oder der Führer. Nur durch das Zusammenkommen so vieler gänzlich verschiedener Elemente kann sich mit der Zeit ein vollkommenes Ganzes entwickeln. Und noch eins ist wichtig für die Erziehung zur Gemeinschaft: keine unmöglichen, ungesunden und sogar unerwünschten Forderungen stellen! Kein junger Mensch gibt bewußt irgend etwas von seiner Persönlichkeit auf Nur die Gemeinschaft, in der jeder sein eigenes Ich behält und dieses Ich nur verst'andesqemäß in den Dienst des Ganzen stellt, ist wert, eine Gemeinschaft genannt zu werden: jedes andere gemeinschaftliche Gebilde ist! eine Herde! Der Weg zur Erreichung dieses Ziels ist natürlich ein sehr verschiedener: er hängt ab von Aufgabe der Gemeinschaft, Persönlichkeiten der Mitglieder und Führer und von '.hrem Alter. Wichtig ist ein häufiges Zusammensein, zu dein aber unter keinen Umständen gezwungen werden darf, eine gerechte, gleichmäßige Grundeinstellung aller zu allen und keineswegs ein aufgeorungenes oder gefordertes Vertrauen. Nur keine Separatbesprechnngeil der Führer >nil den Mitgliedern, wenn sie nicht von beiden Seiten sich im Laufe, der Zeit entwickeln. Sie verderben jeden Gemeinschaftsgeist, ehe er überhaupt richtig zürn Ausdruck gekvmlncn ist. Tic Besprechung von Berufsfragen und -Sorgen, das Erörtern sexueller Probleme gehört in gewissem Üm sauge unbedingt in das Programm einer Jugendgemcinschaft, darf aber unter keiner Bedingung zu stark in ben. Vordergrund gehellt werden. Gemeinsame'Wnderungen erleichtern natürlich jede Gemeinschaftsarbeit außerordentlich, denn auf ihnen ergibt sich ja die beste und einfachste Gelegenheit, persönliche Tinge zu besprechen. Zum Schluß möchte ich noch betonen, wie überaus wichtig mir in unserer Zeit die Erziehung zur Gemeinschaft - gleich ob religiöser oder anderer Natur ~ erscheint, denn nur auf diesen! Wege können wir m. E. dahin gelangen, allmählich wieder von einer Volksgemeinschaft zu sprechen, der das Wohl des Staates am'.Herzen liegt, ohne Trennung nach Prrteihandbuch und Konfession. Ilse Wotff, Jugeirdgemeinschaft der jiib. Reformgemei'nde, Berlin. II. Ten Artikel von Adolf Marcuse: „Erziehung und Gemeinschaft" habe ich -mit Interesse gelesen, möchte diesem aber einiges entgegenstellen. Adolf Marcuse schreibt: „Tie Aufgabe ist der andere wesentliche Bestandteil der Gemeinschaft. Wie z. B. der Jli die Aufgabe hat, uns zu religiös jüdisch-liberalen Menschen zu erziehen, so nrnß jede Gcmenlschaft eine Aufgabe haben, die aber durchaus nicht immer eine Idee zu sein braucht." Hierzu nröchte ich folgendes sagen: Ich glaube nicht, daß junge Menschen, welches Alter sie auch haben inögeu, sich zu irgend einer Gemeinschaft zusamnrensinden werden, wenn diese keine Idee verkörpert. Tie Idee der Gemeinschaft ist der Kern des Ganzen. Um eine Geineinschaft richtig verstehen. muh man nur kurz einmal sich ihre Entwicklung vor Augen führen. Es finden sich verschiedene Menschen zusammen, die eine Idee vertreten. Es kommen andere hinzu, die 'sich ebenfalls zu ihr bekennen. Tiefe Menschen wollen nun, daß, ihre Idee Anhänger findet. Sic stellen sich daher die Aufgabe, mie muß die Geineinschaft arbeiten, damit die Idee verwirklicht wird. Also netzt die Idee im Vordergrund, und aus ihr ergibt sich die Aufgabe, welche es auch immer sein möge. Haben sich die Menschen zufammengetan, um ihre Idee zu verwirklichen, so bilden sie eine Ge m ein sch af t o er I d e e. Wir in unserem Jli haben die Idee,. religiös jüdischliberale Menschen zu erziehen. Wir müssen uns erst einmal darüber klar werden, was diese Idee bedeutet: Nach itreitrcr Meinung sollen wir Juden uns als freie Menschen, frei votr Dogmen- und Traditionenstarcheit zu unserem Judentum bekennen. Es bedeutet, daß wir uns mit religiösen Fragen befassen ncüssen, mtr aus Ueberzeugung Jude zn sein. Wir wollen uns frei machen, um neu zu schaffen, um llicht tote Formeln zu übernehmen, sondern um den Geist urrd die Werte des Alten neu zu erwecken. Tie Idee des Jlt muß, mit der Aufgabe Hand in Hand gehen. Wir müssen uns die Ausgabe stellen, wie soll sich unsere jüdisch-liberale Auffassung in unserem Leben answirken. Den Menschen aber, die unsere Auffassung nicht teilen, denen sollen wir zu einer Ueberzeugung verhelfen, bei denen sollen wir bemüht sein, daß sie von einer Idee erfaßt werden. Wir wollen wirken, die Idee in die Tat unrzusetzen. Tie größte Aufgabe der Gemeinschaft soll aber sein, das Gefühl des Sich-verantwortlich-fühlens. einer für den anderen. Diese Verantwortung wird allen dazu verhelfen, daß sie sich als Glied einer Kette fühlen, daßs sie Wert haben, und daß ihr Leben einen Sinn hat. Tenn gerade junge Menschen scheitern oft an der Frage, nach dem Sinn des Le-, bens. Tie gemeinschaftliche Arbeit und die gemeinsame Idee wird ihnen einen Weg zeigen. Wir wollen, daß, 'jeder das Bewußtsein bekommt, er ist! etwas wert, und oer andere ist auch wertvoll, du sollst dich für den anderen genau so verantwortlich fühlen, wie für dich selbst. Wenn wir uns diese Tinge ins Bewußtsein rufen, religiös-liberale, ftei denkende Menschen zu erziehen, die bewußt Juden sind, die arbeiten wollen für ihre Idee, dann können wir sagen, wir brauchen keine Erziehung zur Gemeinschaft, denn wir sind schon eine solche durch unsere Idee. Einen wichtigen Punkt, der die Gemeinschaft fördern sollte, fand Adolf 'Marcuse in der Besprechung des sozialen und sexuellen Problems. Eine gemeinsame Besprechung des letzteren yalte ich nicht für erforderlich, vielmellr ist es die Ausgabe des Führers, dem Einzelnen zu helfen. In der Geyneinschaft wird immer eine Scheu bestehen, daß sie besteht, ist vielleicht auch aut so. Unser Jli -oll kein Wanderbunds und auch kein Tisrntiecklnb sein, sondern er sott eine Gemeinschaft sein, öie-sü. die jüdische, religiöse, liberale Idee arbeitet und sie verwirklichen soll. Wir brauchen keine Probleme, „wie >ver)e ich die Gemeinschaft erziehen, oder wie soll die Gemeinschaft hervorgeruserr. werden;" sondern diese wird die natürlich.e Folge der gemeinschaftlichen Arbeit für die Idee sein. Anni Jacobsohn, Jli-Berliu. III. Es ist die Hauptaufgabe des Jli, die Jugend zu liberalen Juden zu erziehen, zu Juden, die sich ihres Iüdentuurs bewußt sind. Tie Basis für diese Erziehung muß die meinschaft bilden. Tenn nur in einer Gemeinschaft ist es nröglich, alle egoistischen Motive zu verdrängen und die jungen Menschen zu einem einheitlichen Ganzen zusrmmernzuschmieden. Tamit ist nicht gemeint, daß, die Aemnüschast das Endziel sein soll. Sie ist vielmehr dre Vorbereitung für das Ziel, das die Propheten in ihrem Streben nacd Gerechtigkeit aufstellen, das dank seiner ethischen Kraft Jahre überdauert hat und heute noch ebenso stark in uns lebt und wirkt, das Messianische Zeitalter. Es ist ein Ziel, das durch seine höhen sittlichen Ideale die Jugend begeistern und sie zur Mitarbeit auffordern kann. Natürlich genügt es nicht, wenn nur ein kleiner Teil der Juden diese Beßre, bungen teilt. Wir müssen vielmehr daran arbeiten, daßi diese Bewegung auch die große Zahl der Indifferenten erfaßt uub in ihrem Tun beeinflußt. Lotte Hennig, Jli-Berlin.! +: f ""' Äug' ber Äi-Arbett """ TTj Breslau. ^Jti H aupl q r » v p i -Pr uuieu'm ci Dna x'-.u' an 2. 4. hatte» sich ungefähr?,(> Teilnehmer eittgeiuineii. 1» Irrer, der wir die J-allenbergsche Hagadah z» (Grunde gelegt i-.aa-.r. murde vor, Wolfs Tavidsoh» geleitet. — Am 1». I. wurde die rw» Erich Bulkuu eingcleitetc Anssprachereihe: „Unsere Stellung iriiierl»-.,!' der jiidischeu Äcineinschaft", über die mir an anderer Stelle »ne-sich, licl) brrichleu, beendet. — Im Miltelpunkt der Freitagabendreier unr 24. 4. stand eine Ansprache von Frau Justizrat Paula Ollendvril 'Ausgehend von dem Thoraabschuitt des Sabbats sprach Frau CiL'» dvrfs über bic Heiligkeit des Menschen. Umrahmt lvurde die Feier wieder durch Rezitationen und musikalische Vorträge. — Sonntag, deti 2«>. 4., lomidertcu wir unter der erfahre,icu Fiihruug von Alfre: Berger durch das Zobteugebirge. Breslau. lJ l i G e u e r u l v e r i a m m l u I! g.; Am und 2!>. 1. fand die Äeneralversammlung des Breslauer Jli statt. Rark) der Eröffnung durch Wolfs Tavidsohn erstattete Erich Bullau den Geschäftsbericht. Während die L-ominerarbcit sich iveiug von der der anderen Jahre unterschied, hatten wir das letzte Winterprograium lgauz anders aufgcbant. Tie Zahl der Vorträge »vurde herabgeseut. dafür veranstalteten ivir fünf Arbeitsgemeinschaften. In der Di? kussion zeigte eS sich, daß diese Herabsetzung der Zahl der SSum«<;•.? bei weiten Kreisen der Mitglieder auf Widerspruch stieß, da sie er», so seltenes Beisammensein aller Hnuptgruppenmitglieder für unzu reichend hielten. Erich Vulkan wies ferner aus die Neuschaffung der ArbcitSreferate hin. Abschließend sei aus dem Bericht noch der große Erfolg unserer Freitagabendfciern hervorgehoben. Tie Bereite cgung an diesen. Feiern war besser als bei fast allen anderen Berau staltnngen. In der Aussprache wurde außer über die schon erwähnten technischen Fragen besonders über die Arbeit der Jüngeren Grnpv<- gesprochen. Ter Vorstand lvurde von 7 auf 11 Mitglieder erweitert. Es wurden gewählt: zum 1. Vorsitzenden: Wolfs Tavidsohn, 2. Bor sitzenden: Alfred Fabian, l. Schriftführer: Erich Vulkan, 2. Schrif: sichrer: Franz Mcidner, Kassenwart: Alfred Berger, Beisitzer: Jft«. Behmsch, Aniii Budlvig, Hans M. Tanziger, Martin Schreiber, 5)tinz Silbermainr, Ulrich 'Steuer. j*| »Das Ili-Programm :* Sctltii. Paakow-Vstra. Heimabend am Donnerstag, dem 4. Juni, abends 8 Uhr, bei Mce Wrefchinski, RL. 55, Elbcnger Straße 46. Thema: Der Gedanke der Unsterblichkeil im Judentum. Heimabend am Donnerstag, dem 18. Juni, abends 8 Uhr, bei Ilse Cohn, Schönhauser Allee 132. Weste«. Montag, den 2. Juni, Heimabend bei Hilde Reumann, Prinpregentenstraße 7. Beginn 8 Uhr. Oliva und Reu-Charlotteubarg. Heimabend am Mittwoch, dem 27. Mai, abends 8 Uhr, bei Adolf und Eva Markuse, Taunusstraße 23. Heimabend am Mittwoch, dem 3. Juni, bei Walter Kellermann, W. 15, Knefebeckftraße 56-57. Südmrstrn. Bunter Abend am Montag, dem 1. Juni, bei Eva Crätz, Dahlem. Am Erlenbnsch 4. Andere Kruppen find herzlichst eingeladen! Hermsdors. Heimabend am Mittwoch, dem 26. Mai, abends 8 Uhr, im Heim, Albrechtstratze 18. Berlin. Zugendgemeinschaft der Jüdischen Reformgemeind«. Donnerstag, den 28. Mai, abends 8 Uhr, im Mosfe-Haus, am Leipziger Platz 15, Diskussionsabend über das Problem der erwerbstätigen Frau. tReferat: Dora Peiscr.» Gäste willkommen! Mittwoch, den 3. Juni, abends 8 Uhr, bei Rudi Stensch, Treptow, Am Park 53, Collegium musicum über I. S. Bach unter Leitung des Herrn Dr. Schildberg er. Sonnabend, den 6. Juni, Halbtagsausfkug zu Marianne Ginsberg. Wannsee, Kleine Seestraße 36. gRur für Mitglieder der Jugendgemeinschaft.f Steffen. Hanptgruppe: Mittwoch, 3. Juni, 20.15 Uhr: Ausspracheabend: „Propagandamöglichkeiten der liberalen Jugend"; einleitendes Referat: Franz Meidner. Mittwoch, 10. Juni, 20.45 Uhr: Gemütliches Beifammenfein im Schweizerhäuschen. — Jüngrren-Gruppe: Dienstag, 21 Juni, 16.30 Uhr: Paßbrücke. Dienstag, 9. Juni, 16,30 Uhr: Arbeitsnanchmittag: „Die Bibel und das Kriegsproblem". Einl. Bericht: Franz Meidner. — Jüngsten-Gruppe: Mittwoch, den 3. Juni. 16 Uhr: Siidpark. Sonntag, den 7. Juni, 6.30 Uhr: WichelhausaNee. Mittwoch, den 10. Juni. 16 Uhr: Friebeberg. Frankfurt a. M. Sonntag, den 31. Mai: Wanderung, Führung Aler Jakvbfohn. Dienstag, de« 2. Juni: Zyklus: Fragen der Lebensgestaltung, 1. Abend: „Erziehung", Referentin: Hella Lion. Dienstag, den 9. Juni: „JMifche Zeitberichte."